Warum die Zimmerdecke bei der Suche nach effizienten Heiz- und Kühllösungen zunehmend in den Fokus rückt und welche Vorteile sie bietet.
Wenn es um die Beheizung von Räumen geht, sind Heizkörper und Fußbodenheizungen die bekanntesten Lösungen. Eine Fläche wird dabei häufig übersehen: die Decke. Dabei bietet sie ideale Voraussetzungen für eine großflächige Wärmeübertragung und kann zugleich für die Kühlung eingesetzt werden.
Die Klima-Top, Partner der Raum-K, macht sich dieses Prinzip seit mehreren Jahrzehnten mit ihren Klimadecken zunutze. Die Wärme wird dabei überwiegend als Strahlungswärme an den Raum abgegeben. Im Unterschied zur klassischen Konvektionsheizung wird die Wärme nicht in erster Linie über die Erwärmung und Bewegung der Raumluft verteilt. Stattdessen werden die Oberflächen im Raum direkt erwärmt. Die physikalische Grundlage ist der Strahlungsaustausch zwischen unterschiedlich temperierten Oberflächen.
Wärme dort, wo sie gebraucht wird
Der Leiter des technischen Büros, Erwin Aurbacher, hat als staatlich geprüfter Bautechniker, BNK-Auditor, Energieberater und Energieberater Baudenkmale viele Neubauten und Sanierungsprojekte energetisch betreut. Zur Heizung an der Decke erklärt er: „Eine vollflächig aktivierte Klimadecke arbeitet mit einem Strahlungsanteil von bis zu 97 %. Die Luftbewegung im Raum bleibt dagegen gering, ebenso die Staubbelastung. Das führt zu einem gleichmäßigen Wärmeempfinden und reduziert zugleich die für konvektive Heizsysteme typische Luftzirkulation.“ Der Ansatz unterscheidet sich damit grundlegend von einer Heizung, die vor allem die Raumluft erwärmt. Bei einer Klimadecke werden die Oberflächen im Raum stärker in den Wärmehaushalt einbezogen. Das erzeugt ein angenehmes Raumklima bei niedrigen Lufttemperaturen.
Niedrige Vorlauftemperatur – ideal für Wärmepumpen
Für die Effizienz von Wärmepumpen spielt eine niedrige Vorlauftemperatur eine wichtige Rolle. Je geringer diese ist, desto effizienter arbeiten Wärmepumpen. Eine große Heizfläche an der Decke bietet aber nicht nur gute Voraussetzungen für den Betrieb mit Wärmepumpen, sie kann naturgemäß auch die ganze Fläche nutzen. Anders als der Fußboden ist eine Heizfläche an der Decke nämlich nicht durch Einrichtungsgegenstände wie Möbel und Teppiche abgedeckt. Die große, freie Deckenfläche garantiert eine ungehinderte und gleichmäßige Wärmeübertragung.
Heizen und Kühlen mit einem System
Die Raum-K-Klimadecken können aber nicht nur heizen. Im Sommer lässt sich das Prinzip umkehren, sodass die erwärmten Oberflächen im Raum ihre Wärmestrahlung an die kühlere Decke abgeben. Das Kühlwasser führt die aufgenommene Wärme ab. Die Kühlung erfolgt unsichtbar, energieeffizient und ohne den permanenten kalten Luftstrom klassischer Klimageräte. Die Decke wird damit zu einer großflächigen Komfortfläche für alle Jahreszeiten.
Ein weiterer Vorteil der Raum-K-Klimadecken liegt in der unkomplizierten Nutzung der Fläche. Klassische, an der Wand montierte Radiatoren reduzieren Nutzfläche im Raum. Eine Fußbodenheizung bestimmt nicht unerheblich die Wahl von Bodenbelägen und muss auch bei der Möblierung berücksichtigt werden. Die Decke dagegen ist in der Regel frei von störenden Elementen. Meist ist an der Decke lediglich die Deckenbeleuchtung zu berücksichtigen, und das ist in der Regel ein einziges Kabel. Klimadecken erleichtern aber nicht nur die Raumgestaltung, auch die Montage kann in der Regel im bewohnten Zustand eines Objektes Raum für Raum erfolgen. Die Heiztechnik kann dabei mit einer minimalen Aufbauhöhe von nur drei Zentimetern installiert werden – zwei Zentimeter für das Heizprofil und ein Zentimeter für die Gipsplatte. Ein Abhängen der Klimadecken ist immer möglich, was vor allem im Gewerbebau wichtig ist. Sollen in einem Altbau die schönen hohen Räume erhalten bleiben, ist der Minimal-Aufbau mit drei Zentimetern die richtige Wahl. Die gesamte Heiztechnik verschwindet nach der Montage unsichtbar in der Decke des Raumes.
Bewährt in Neubau und Sanierung
Dass sich das Prinzip in der Praxis bewährt, zeigen die folgenden Beispiele. So ermöglichen Raum-K-Klimadecken im Neubau der Wirtschaftsuniversität Wien energieeffizientes Heizen und Kühlen. Im denkmalgeschützten Wasserturm Stromeyersdorf in Konstanzhaben Klimadecken eine energetische Modernisierung ermöglicht, obwohl die historische Fassade nach Denkmalschutzvorgabe nicht gedämmt werden durfte und der Eigentümer auf eine Innendämmung verzichten wollte, um die besondere Raumwirkung zu erhalten. Im Schloss Wertingen, dessen Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen, kamen die Klimadecken im Zuge einer umfassenden Sanierung zum Einsatz. Sie ersetzten die frühere Elektro-Speicherheizung und tragen gemeinsam mit Wärmepumpen und niedrigen Vorlauftemperaturen dazu bei, den Energiebedarf zu senken. Zu guter Letzt zeigt das neue Firmengebäude der Raum-K GmbH in Memmingen, was mit Klimadecken, Gebäudemassespeicher, Photovoltaik auf Dach und Fassade, Solewärmepumpe und Elektromobilität mit einem modernen Gebäudeenergiekonzept an Wirtschaftlichkeit möglich ist.
Decke neu denken
Mit der Raum-K-Klimadecke wird die Zimmerdecke zur aktiven Komfortfläche. Sie kann heizen, kühlen, speichern und ermöglicht durch niedrige Vorlauftemperaturen energiesparenden Betrieb. Die Überlegung bei der Planung einer neuen Heizung sollte deshalb nicht lauten: „Wo kommen die Heizkörper hin?“ Die Überlegung sollte lauten: „Lassen Sie uns einfach an die Decke gehen.“
Sauberer Solarstrom und landwirtschaftliche Nutzung auf derselben Fläche – der Agri-PV-Solarpark in Bremen zeigt, wie Photovoltaik und Landwirtschaft erfolgreich zusammenarbeiten. Entwickelt wurde das Projekt vom niederländischen Projektentwickler ProfiNRG.
Realisiert hat ProfiNRG einen Agri-PV-Solarpark mit 23.982 Modulen, 31 Wechselrichtern und einer Gesamtleistung von 14,52 MWp. Die Anlage ermöglicht die gleichzeitige Nutzung der Fläche für die Solarstromerzeugung und die landwirtschaftliche Bewirtschaftung.
Herausforderungen und Lösungen
Die Umsetzung des Solarparks war aufgrund besonderer Standortbedingungen anspruchsvoll. Der hohe Grundwasserspiegel sowie Frost führten zu Verzögerungen bei der Verlegung der AC- und DC-Kabel. Durch gute Abstimmung und professionelle Zusammenarbeit zwischen Projektteam und Partnerunternehmen konnten das Projekt trotz der besonderen Herausforderungen innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters erfolgreich abgeschlossen werden.
Der Agri-PV-Solarpark in Bremen ist seit August 2025 in Betrieb und erzeugt zuverlässig erneuerbaren Strom.
Das Projekt ist ein gelungenes Praxis-Beispiel für doppelte Wertschöpfung auf landwirtschaftlicher Fläche und unterstützt außerdem die Weiterentwicklung von Agri-PV-Anwendungen in Europa.
Besonderheiten des Projekts
Der Solarpark verwendet ein Monopile-System, mit einer zentralen Mittelstütze pro Modultisch. Im Vergleich zu Konstruktionen mit vorderen und hinteren Stützen reduziert sich dadurch die Anzahl der erforderlichen Stützen im Erdreich deutlich.
Die größeren Abstände zwischen den Modulreihen sowie die reduzierte Anzahl an Pfosten ermöglichen eine einfache Bewirtschaftung der Fläche. Der Verzicht auf bewegliche Teile, wie sie beispielsweise bei Tracker-Systemen eingesetzt werden, macht die Konstruktion robust, wartungsarm und langlebig.
Zahlen, Daten Fakten:
Leistung: 14,52 MWp
Solarmodule: 23.982 Stück
Wechselrichter: 31 Einheiten mit jeweils 330 kVA
Transformatoren: zwei Einheiten mit 6,6 MVA und 3,3 MVA
Montagesystem: Ein zentraler Pfosten pro Modulreihe. Die Konstruktion ermöglicht größere Reihenabstände und unterstützt die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche.
RWE baut in Gundremmingen einen Batteriespeicher mit 400 Megawatt Leistung und einer Speicherkapazität von 700 Megawattstunden. Der neue Großspeicher nutzt die Netz-Infrastruktur des ehemaligen Kernkraftwerks, was großer Vorteil bei der Umsetzung des Speicherprojektes sein dürfte.
Das Unternehmen investiert rund 230 Millionen Euro in das Projekt. Der Baustart wurde am 29. Oktober 2025 mit einem symbolischen Spatenstich im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und RWE-Vorstandschefs Markus Krebber offiziell eingeleitet.
RWE plant, die Inbetriebnahme des Batteriespeichers Anfang 2028 abzuschließen. Nach Fertigstellung soll die Anlage dazu beitragen, kurzfristige Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Dafür werden rund 200 Container mit etwa 850.000 Lithium-Eisenphosphat-Batteriezellen installiert. Der Speicher wird Strom für knapp zwei Stunden mit voller Leistung abgeben können.
Integrationspartner ist H&MV Engineering, ein Unternehmen mit über 1450 Angestellten, das nicht nur im Bereich der erneuerbaren Energien, sondern auch als Energieversorgungsunternehmen und mit Datenzentren unterwegs ist. Durch die Übernahme der Skanstec Gruppe Anfang 2024 hat H&MV Engineering ist ein europaweit führender Anbieter von spezialisierten Planungs-, Ingenieur- und Baudienstleistungen mit 400 Mio. € Umsatz mit 22 Standorten im EMEA-Raum entstanden.
Auf dem Gelände in Gundremmingen sind laut RWE weitere Energieprojekte vorgesehen, darunter ein Solarpark und ein neues Gaskraftwerk. Der Solarpark darf als Ergänzung zum Großspeicher verstanden werden. Das Gaskraftwerk wird fossile Brennstoffe nutzen und ist technisch als Backup für erneuerbare Energien gedacht. (mg)
Die Polnische Stromwirtschaft befindet sich in schneller Transformation. Der Anteil erneuerbarer Energien stieg seit 2020 im Stromsektor von 15 % auf fast 30 %. Für weiteres Wachstum ist Handeln gefordert, denn Erneuerbare Energien brauchen ein Stromnetz, dass mit dezentrale Einspeisung umgehen kann. Es muss gehandelt werden.
Das Tempo des Wandels im polnischen Energiesektor hält an: Laut dem Nationalen Energie- und Klimaplan (NECP) könnten die Kapazitäten für Photovoltaik von derzeit 21 GW auf 29 GW im Jahr 2030 gesteigert werden. Das hat das Energy Forum, ein in Polen ansässiger europäischer, interdisziplinärer Think Tank in einer Studie festgestellt. Das Team aus Energie-Experten bündelt seine Erfahrungen aus den Bereichen öffentliche Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien, um wissensbasierte Lösungen für eine gerechte und effiziente Energiewende zu inspirieren.
26 GW PV warten auf Anschlussgenehmigung
So haben die Experten von „Energy Forum“ über eine Auswertung bereits veröffentlichter Anschlussanfragen herausgefunden, dass 26 GW an Photovoltaikanlagen auf Anschluss-Genehmigung warten. Gleichzeitig soll der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix bis zum Jahr 2030 ganze 56 % erreichen und bis 2040 sogar auf 69 % steigen. Damit diese Kapazitäten in das polnische Stromnetz integriert werden können, sind dringend Anpassungen am Netz notwendig.
Günstige erneuerbare Energie als Vorteil im globalen Wettbewerb
Energiepreise sind eines der wichtigsten Themen nicht nur der polnischen, sondern der ganzen europäischen Industrie. Laut Studie haben sowohl die Vereinigten Staaten als auch China Zugang zu günstigen fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien, während Polen mit hohen Energiekosten und regulatorischen Hürden kämpfen muss. Der polnische Think Tank sieht die Lösung in einer direkten Versorgung der Industrie mit dezentralen erneuerbaren Energieanlagen, deren Umsetzung jedoch oft an komplexen Vorschriften und hohen Gebühren scheitere – trotz bestehender rechtlicher Möglichkeiten.
Im Oktober 2024 veröffentlichte die Regierung den Entwurf des Nationalen Energie- und Klimaplans, der eine Veränderung des Energiemixes fordert. Investoren sollen damit in der Lage sein, Projekte schnell umzusetzen und Zugang zum Stromnetz zu erhalten. Trotz dieser Reformen bestehen weiterhin erhebliche Hindernisse für Investoren, kritisiert das Energie Forum. Laut dem Nationalen Energie- und Klimaplans sollte Polen bis 2030 mindestens 57 GW Leistung aus vorwiegend Photovoltaik- und Windenergieanlagen erreichen. Bis 2040 soll dieser Wert auf 93 GW steigen. Der Anschluss dieser Kapazitäten an das nationale Stromnetz erfordert eine strategische Planung der Standorte für Photovoltaik und Onshore-Windkraft. Die Netzinfrastruktur muss weiterentwickelt werden und erfordert intelligentes und effizientes Management, um Verbraucher zuverlässig mit Strom und einer stabilen Spannung zu versorgen.
Konkrete Maßnahmen: Kabelpooling und Direktleitungen
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, wurden im Jahr 2023 neue Regelungen eingeführt, die die Netzentwicklungsplanung erleichtern: das sogenannte „Kabelpooling“, das die gemeinsame Nutzung eines Anschlusspunktes durch mehrere erneuerbare Energiequellen erlaubt. Außerdem ist es möglich zwischen Erzeuger und Verbraucher direkte Leitungen zu bauen und so das öffentliche Netz zu entlasten. Aus Sicht des Energie Forum sind trotz der bisher eingeführten Reformen weitere Maßnahmen erforderlich, um den Ausbau der Erneuerbaren nicht zu bremsen. So sollte das Kabelpooling um die Möglichkeit erweitert werden, Stromspeicher als eigenständige Installationen anzuschließen. Zudem sollten die Gebühren für Direktverbindungen reduziert werden, um deren wirtschaftliche Nutzung zu fördern. Weitere Erleichterungen fordert der Think Tank durch die Schaffung von Zonen zur beschleunigten Entwicklung erneuerbarer Energien, eine erhöhte Transparenz im Verfahren zur Vergabe von Netzanschlüssen, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für Investitionen sowie eine vorausschauende Planung der Netzentwicklung, beispielsweise durch ein Kapazitätsauktionssystem.
Fazit
Die Transformation des polnischen Energiesektors erfordert umfassende Reformen, um erneuerbare Energien effizient in das nationale Netz zu integrieren und die Dynamik des Ausbaues nicht zum Erliegen zu bringen. Die bisherigen Maßnahmen zeigen Fortschritte, jedoch müssen regulatorische Hürden weiter reduziert werden, um Investitionen zu erleichtern und das Ziel eines klimaneutralen Energiesektors zu erreichen. Dr. Joanna Pandera, Präsidentin des Energy Forum, ruft zur Diskussion auf und ermutigt zur Umsetzung innovativer Lösungen. (mg)
Memmingen, 10.03.2025 – Mit einem feierlichen Spatenstich fiel heute der Startschuss für ein Firmengebäude, das neue Maßstäbe in Sachen Autarkie und Energieeffizienz setzt. Mit Klimadecken, Gebäudemasse als Wärmespeicher, netzdienlichem Stromspeicher mit Abwärmenutzung und PV-Anlage erreicht das real Gebäude 95 Prozent Autarkie. Vertreter der beteiligten Unternehmen – Raum-K, Klima-Top, Architekturbüro Diemer, Kling Projektbau, Leppig Energieberatung – sowie Memmingens Oberbürgermeister Jan Rothenbacherwaren vor Ort, um den Beginn dieses zukunftsweisenden Projekts im Gewerbegebiet „Oberer Buxheimer Weg 58“ in Memmingen zu feiern.
10.03.2025
Der Spatenstich markiert den Start für ein Gebäude mit einem Energiekonzept, das mit einer Kombination aus Photovoltaik, Wärmepumpe, Stromspeicher, reversibler Klimadecke, regelbarem thermischen Gebäudemassenspeicher und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eine Autarkie von 95 Prozent erreicht. Der Neubau bietet auf rund 3.500 m² Büro- und Lagerfläche Platz für fünf Unternehmen, die in einer modernen, umweltfreundlichen Umgebung an diesem Standort bis zu 70 Arbeitsplätze schaffen.
Autark mit geregeltem dynamischem Deckenspeicher
Stellen wir uns zwei Wärmequellen vor, die schnelle Deckenheizung, die mit Infrarotstrahlung direkt die Raumhülle und Oberfläche erwärmt und gleichzeitig eine Masse, die viel Wärme speichern kann und diese langsam und bedarfsgerecht wieder abgibt. Werden diese beiden Komponenten kombiniert, so ergibt sich ein System, das die Wärmeversorgung von Gebäuden über einen Zeitraum von 10 Tagen und mehr ermöglicht. Der dynamische Massenspeicher – im Fall des Firmengebäudes ist der Speicher das Gebäude – übernimmt dabei zwei Drittel der Leistung. Die Klimadecke übernimmt ein Drittel der Leistung. Da beide Komponenten mit niedrigen Temperaturen von unter 30° Celsius bei minus 13,1°C Außentemperatur gefahren werden, kann die Versorgung fast zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen erfolgen. Gleichzeitig ist der CO₂-Ausstoß im Betrieb praktisch null, die Autarkie bis zu 95 Prozent und das bei einer Wirtschaftlichkeit, die im Vergleich zur klassischen fossilen Versorgung unschlagbar ist, da sie mit jedem Jahr besser wird, weil die Brennstoffe als Kostenfaktor entfallen.
Gebäudestandard „Real Zero“ und „2045-Ready“
Der Gebäudestandard „Real Zero“ steht für nahezu vollständige Autarkie: Rund 95 Prozent des Energiebedarfs werden vor Ort erzeugt, der Heiz- und Kühlbetrieb ist CO₂-neutral. Intelligente, akustisch wirksame Deckenheizungen auf 100% der Deckenfläche verlegt, sorgen ganzjährig durch effizientes Kühlen und Wärmen für ein perfektes Raumklima. „Real Zero“ ist in dieser Form ein Paradebeispiel für gesundes, energieeffizientes und damit zukunftsweisendes Bauen.
Nachhaltigkeit auf höchstem Niveau
Das Gebäude verfügt über eine eigene PV-Anlage mit einer Leistung von 270 kWp, einen Stromspeicher mit einer Kapazität von 350 kWh und einen regelbaren thermischen Speicher mit einer Kapazität von 24 MWh in der Gebäudemasse, der netzdienlich genutzt werden kann, indem Überschuss Strom als Wärme gespeichert wird. Die Photovoltaik versorgt gemeinsam mit dem Stromspeicher auch den Fuhrpark der im Gebäude tätigen Unternehmen mit umgerechnet etwa 500.000 Kilometern Fahrleistung pro Jahr. Neben 50 Fahrradstellplätzen stehen selbstverständlich ausreichend PKW-Ladesäulen zur Verfügung, die ein klares Signal für nachhaltige Mobilität setzen. Zum Energiekonzept gehört außerdem ein netzdienlicher Stromspeicher des Allgäuer Betreibers Cell Mind mit einer Kapazität von sieben MWh. Die während der Regelleistung entstehende Abwärme wird im neuen Gebäude ebenfalls genutzt.
Revolutionäre Wärme- und Kühllösung
Eine herausragende Innovation des Gebäudes ist das Raum-K Gebäudeenergiekonzept, das extrem niedrige Heizsystemtemperaturen von ca. 28°C bei minus 13,1°C Außentemperatur ermöglicht. Im Sommer wird das Gebäude mit Hilfe der Klimadecke angenehm und ohne Zugluft gekühlt, sodass ganzjährig eine wohltuende Temperierung gewährleistet ist. Dies sorgt für erhebliche Energieeinsparungen von über 50%, und sichert dadurch langfristig stabile Energiekosten auf niedrigstem Niveau.
„Mit diesem Projekt setzen wir Maßstäbe für nachhaltiges Bauen und schaffen eine Arbeitsumgebung, die nicht nur ökologisch, physiologisch und wirtschaftlich den Erfolg sichern hilft“, so Armin Bühler, Mitinhaber der Klima Top GmbH und Vordenker des innovativen Gebäudekonzeptes.
Sven Lutz, Geschäftsführer von Baufirma Kling Projektbau, erklärt: „Wir sind vom Raum-K Gebäudeenergiekonzept rundum überzeugt, weshalb wir auch unser eigenes neues Firmengebäude in Hermaringen damit ausstatten sowie auch erste Kundenprojekte damit planen und realisieren.
„Die Herausforderung des Bauherrn, maximale Autarkie bei niedrigsten Energiekosten mit optimalem Raum- und Arbeitsklima zu verbinden, haben wir gerne angenommen“, sagt Architektin Tanja Diemer, die die Ansprüche der Raum-K GmbH bezüglich Optik, Raumakustik und Raumklima bzw. Feinstaubreduktion in unterschiedlichen Projekten sehr erfolgreich umgesetzt hat.
Jürgen Leppig, Geschäftsführer der Energieberatung Leppig GmbH erklärt: „Ich habe selten so innovative Menschen erlebt, die nur ein Ziel vor Augen haben: „Real Zero.“
Michael Götz, Leiter Bestandsmanagement der Firma Sonepar Deutschland Region Süd GmbH, sagt anlässlich des Spatenstichs: „Als zukünftiger Mieter profitieren wir im neuen Firmengebäude der Raum-K erheblich von der vollständigen CO₂-Vermeidung und den langfristig niedrigen Energiekosten. Das passt hervorragend zu unserer Unternehmensphilosophie und unseren Werten.“
14 Tage Selbstversorgung durch intelligentes Gebäudeenergiekonzept
Dank des großen regelbaren thermischen Speichers kommt das neue Firmengebäude in der Heizperiode 10 Tage ohne externe Energiezufuhr aus. Die vor Ort produzierte Energie reicht in Verbindung mit der im Gebäude gespeicherten Energie aus, um das Gebäude durchgängig angenehm zu temperieren (Quelle: Fraunhofer Projekt „Windheizung 2.0“).
Bauzeit + Flexibilität
Einzugsdatum ist der 1. Dezember 2025. Das Gebäude liefert den Beweis, dass klimafreundliches Bauen nicht nur möglich ist, sondern den bekannten Bauweisen in jeder Hinsicht überlegen ist. Das Raum-K Gebäudeenergiekonzept lässt sich in allen Gebäudearten realisieren, vom Wohnbau über den Gewerbe- bis zum Industriebau, bzw. vom Neubau über die serielle Sanierung bis zum Denkmalschutz.