Jeder dritte Energieversorger hat kein Klimaziel

Jeder dritte Energieversorger hat kein Klimaziel

Rolle der EVUS bei der Dekarbinisierung:
Energieversorgern kommt bei der Realisierung von Klimazielen und bei der Information der Bevölkerung eine bedeutende Rolle zu. Sie liefern einen entscheidenden Beitrag zur Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung und bei der Dekarbonisierung. Dieser Schlüsselrolle stellen sich jedoch noch nicht alle, wie eine aktuelle Horváth-Studie unter Verantwortlichen aus Energieversorgungsunternehmen zeigt. Demnach hat jedes dritte EVU noch kein eigenes Ziel zur Erreichung von Klimaneutralität definiert. Fast 40 Prozent der Energieversorger haben auch noch keinen Fahrplan zur systematischen Reduktion ihrer CO₂-Emissionen in Form einer Dekarbonisierungs- beziehungsweise Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Über das Geschäftspotenzial von Wasserstoff, der in „grüner“ Form einen großen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten soll, besteht sogar bei zwei Dritteln der befragten Unternehmen Unklarheit.

 

An der Schnittstelle zur Dekarbinisierung

Eigentlich sind EVU´s mit ihrer regionalen Position prädestiniert, um in der Dekarbonisierung von Wärme, Individual-Verkehr und Strom eine Schlüsselrolle zu übernehmen.

Überforderung durch Marktdynamik

Gründe für die insgesamt zögerlichen Nachhaltigkeitsaktivitäten sieht Horváth-Partner und Branchenexperte Matthias Deeg vor allem in der Unsicherheit der Rahmenbedingungen, aber auch in hausgemachten Problemen. „Unzureichend erprobte neue Technologien, unklare regulatorische Vorgaben, aber auch ein uneinheitliches Bild zwischen Marktanforderungen einerseits und kostenintensiven technologischen Innovationen andererseits sind meist Gründe dafür, dass in den Unternehmen noch keine Ziele stehen“, so Deeg. „In anderen Fällen sind es vor allem aktuelle Herausforderungen, etwa die Marktpreisentwicklungen, der E-Mobility-Hochlauf oder Infrastrukturentwicklung, die in Summe das Kartenhaus ins Wanken bringen. Sich in dieser Situation zu fokussieren und weitsichtig strategische Weichen im Bereich Nachhaltigkeit zu stellen, ist gerade für mittelgroße und kleinere Unternehmen schwer, die noch keine weitreichenden Transformationen in ihrem Kerngeschäft bewältigen mussten.“

Digitalisierung als größtes strategisches Problem identifiziert

Gefragt nach den größten internen Problemen, die ein strategisches Vorankommen behindern, antworteten die Befragten mehrheitlich mit „Erhöhung des Digitalisierungsgrades“ sowie „Veränderung der IT-Landschaft“ und „fehlende Kompetenzen“. Den Unternehmen ist also durchaus bewusst, dass sie zur Bewertung von Geschäftspotenzialen und zum Ausbau von Geschäftsfeldern datenbasierte Analysen auf Basis moderner Systemplattformen sowie offene Schnittstellen zu Externen benötigen. Dies ist allerdings nicht die einzige „digitale Baustelle“. Auch im Online-Vertrieb, der nach mehrheitlicher Einschätzung (80 Prozent) bis 2025 zum Hauptvertriebskanal wird, sind viele Unternehmen ungenügend vorbereitet. 60 Prozent verfügen über keine konkrete Strategie zum Ausbau des Onlinevertriebs und eine unzureichende Datenbasis.

Die Studie steht unter folgendem Link zum Download zur Verfügung: https://www.horvath-partners.com/de/media-center/studien/vom-umsorger-zum-green-tech

Quelle: Horváth Managementberatung

Grafik: Manfred Gorgus/SOLAR-professionell

Das neue VDE Kompendium Li-Ionen-Batterien

Das neue VDE Kompendium Li-Ionen-Batterien

Wissen zu m Thema Lithium-Ionen Batterien vom VDE ©SOLAR-professionell/Manfred Gorgus

Es ist die zweite Auflage des kostenlosen VDE Kompendiums für Bewertung und Einschätzung von Lithium-Ionen-Akkus für Hersteller und Entwickler.

Systemische & technische Eigenschaften werden beleuchtet

Das Team von VDE Renewables, VDE DKE und VDE hat die wichtigsten technischen und systemischen Eigenschaften von Lithium-Ionen-Batterien beleuchtet, bewertet und in einem Kompendium zusammengefasst. Themen sind u. a.:

  • Funktionsweise
  • Materialien
  • gängigen Zelltypen
  • Beschreibung von Modulen und Systemen.
Normen & Vorschriften

Weiterhin enthält das Kompendium einen Überblick über gesetzliche Regelungen und wichtige Normen nach Anwendungsgebieten – unterteilt nach Einsatzgebieten:

  • tragbaren Geräten
  • stationäre Systeme
  • für industrielle Anwendungen
  • E-Fahrzeugen und
  • E-Leichtfahrzeugen
Kompetente Hilfestellung für Experten

Das Kompendium soll beim fachlichen Einstieg in technologische Teilgebiete unterstützen und Herstellern, Entwicklern, Anwendern und Verbauern Hilfestellung bei zentralen Fragen geben:

  • Woher lassen sich Li-Ionen-Akkus beziehen?
  • Wie ist die Qualität zuverlässig zu bewerten?
  • Wie kann man feststellen, ob der Akku sicher ist, und was ist beim Transport zu beachten?

Die zweite Auflage liefert aktualisierte technische Daten und neue Expertenhinweise. Die neue Auflage ist in deutscher und englischer Sprache erhältlich.

Kostenloser Download

Sie kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Oder: Klick mich: http://www.dke.de/lithium-ionen-akkus

Manfred Gorgus

Glas-Glas-Module aus der EU haben die beste CO2-Bilanz

Glas-Glas-Module aus der EU haben die beste CO2-Bilanz

Glas-Glas PV-Module (b) benötigen keinen Aluminiumrahmen und haben deshalb einen geringeren CO2-Fußabruck als PV-Module mit Rückseitenfolie (a).©Fraunhofer ISE

„Europäische Glas-Glas PV-Module sind besonders klimafreundlich“ meldet das Fraunhofer ISE – Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE – am 23. September 2021 in einer Pressemeldung. Interessant ist, dass der Aluminiumrahmen für einen Großteil der CO2-Belastung bei PV-Modulen verantwortlich ist. Module ohne Rahmen liefern angeblich eine um 22 bis 27 % bessere CO2-Bilanz als Photovoltaikmodule mit Aluminiumrahmen. Da stellt sich sogleich die Frage – werden rahmenlose Glas-Glas-Module das neue „Normal“ in der Photovoltaik?

Glas-Glas haben den kleinsten CO2-Fußabdruck

In einer neuen Studie haben Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE errechnet, dass in der Europäischen Union hergestellte Silicium-Photovoltaikmodule 40 Prozent weniger CO₂ erzeugen als Module chinesischer Produktion. Mithilfe einer Lebenszyklusanalyse verglich das Forschungsteam die CO₂-Fußabdrücke monokristalliner Solarmodule deutscher, europäischer und chinesischer Herstellung. Dabei fanden sie auch heraus, dass Glas-Glas-Module im Vergleich zu PV-Modulen mit Rückseitenfolien unabhängig von ihrem Produktionsstandort eine zusätzliche Emissionsreduktion von 7,5 bis 12,5 Prozent ermöglichen.

Die CO2-Emissionen bei der Herstellung, dem Transport und zum Lebensende der Module sind laut Studie gering. Das Fraunhofer ISE hat für eine Studie den CO2-Fußabdruck von sechs monokristallinen Silicium-Photovoltaikmodulen berechnet. Es wurden Module mit Herstellungsort China, Deutschland und der Europäischen Union sowie je einmal mit Glas-Folie- und einmal mit Glas-Glas-Laminat untersucht.

40 % weniger CO2-Belastung mit EU-Modulen

„Wenn ich an einem europäischen Ort mit durchschnittlichen Einstrahlungswerten eine Photovoltaikanlage installieren möchte, habe ich mit der Wahl meiner PV-Module großen Einfluss auf deren Klimafreundlichkeit“, erklärt Dr. Holger Neuhaus, Abteilungsleiter für Modultechnologie am Fraunhofer ISE: „Mit PV-Modulen, die in der EU hergestellt wurden, spare ich 40 Prozent an CO2-Emissionen im Vergleich zu Modulen, die aus China importiert wurden“. Der Strommix im Herstellungsland hat den größten Einfluss auf den CO2-Fußabdruck.

CO2-Check PV-Module
  • Mit 50 bis 63 Prozent hat der Energiebedarf den größten Einfluss auf die CO2-Bilanz. Der Strommix im Herstellungsland hat somit den größten Einfluss auf den CO2-Fußabdruck eines Moduls.
  • Etwa 3 Prozent der Gesamtemissionen entfallen auf den Transport von China nach Europa.
  • Rahmenlose Glas-Glas-Module verursachen bei der Herstellung 7,5 bis 12,5 Prozent weniger CO₂ als Glas-Folie-Module – unabhängig von ihrem Herstellungsort.
  •  Glas-Glas Module haben außerdem eine längere Lebensdauer und eine geringere jährliche Degradation als solche mit Folie, was ihren CO2-Fußabdruck zusätzlich verbessert.
  • Bezogen auf die erzeugte Kilowattstunde verursachen rahmenlose Glas-Glas-Module 22 bis 27 Prozent weniger CO2-Emissionen als Glas-Folien-Module mit Aluminiumrahmen.
Moderne Module um 80 % bessere  CO2-Bilanz

In der Studie wurden neue Produktionsdaten zugrunde gelegt, die das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Herstellerunternehmen erhoben hat. Auf Basis der neuen Daten hat sich herausgestellt, dass der CO2-Fußabdruck von PV-Modulen sich in den letzten Jahren um etwa 80 Prozent verbessert hat. Gründe dafür sind Verbesserungen in  der Silicium-Gewinnung, der Herstellungsprozesse der Moduleffizienz und der zunehmende Anteil an erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung.

 

Kilogramm CO2-Äquivalent nach Herstellungsgebiet

China:

  • Glas-Folie-Modul: 810 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilowatt Peak
  • Glas-Glas-Modul: 750 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilowatt Peak

Deutschland:

  • Glas-Folie-Modul: 580 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilowatt Peak
  • Glas-Glas-Modul: 520 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilowatt Peak

EU:

  • Glas-Folie-Modul: 480 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilowatt Peak
  • Glas-Glas-Modul: 420 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilowatt Peak

 

Fazit: mehr Glas-Glas-Module einsetzen und mehr Module in der EU und Deutschland herstellen

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass wieder mehr in der EU und in Deutschland produziert werden sollte. 2019 wurden 68 Prozent des Polysiliciums, 96 Prozent aller Wafer, 76 Prozent aller Solarzellen und 71 Prozent aller PV-Module in China hergestellt. Prof. Andreas Bett, Institutsleiter am Fraunhofer ISE schlussfolgert deshalb: „Aufgrund der deutlich geringeren CO2-Emissionen während der Produktion und dem weiter stark steigenden Bedarf an klimafreundlicheren PV-Modulen weltweit, geht es nun darum, schnell und mit viel Engagement die PV-Produktionskette in Europa aufzubauen“.

Manfred Gorgus / Datenquelle Fraunhofer ISE

KOSTAL Plenticore & BMZ-Stromspeicher HYPERION ab sofort kompatibel

KOSTAL Plenticore & BMZ-Stromspeicher HYPERION ab sofort kompatibel

Kostal Plenticoere und BMZ-Stromspeicher kompatibel ©Kostal / BMZ

Das Hochvolt-Speichersystem HYPERION in voller Harmonie mit den Kostal Wechselrichtern der Baureihe PLENTICORE!

Mit KOSTAL Wechselrichternmaximal flexibel bleiben.

Die Hochvolt-Batterie HYPERION von BMZ ist ab sofort kompatibel mit dem Hybrid-Wechselrichter PLENTICORE plus und dem Batterie-Wechselrichter PLENTICORE BI von KOSTAL. Beide Wechselrichter können leicht über die Kommunikationsschnittstelle RS485 mit dem Energiespeicher verbunden werden.

Um den neuen BMZ-Speicher mit dem PLENTICORE plus oder PLENTICORE BI verwenden zu können, muss der Wechselrichter auf die Softwareversion UI 01.20.0xxx aktualisiert werden. Die Software steht ab sofort im Downloadbereich zur Verfügung. Noch bequemer geht es mit dem AutoUpdate von KOSTAL – so bleibt der Wechselrichter immer auf dem neuesten Stand der Technik.

Nach erfolgreichem Update des Wechselrichters kann in den Batterieeinstellungen „BMZ“ als Speicher gewählt werden. Der HYPERION-Speicher von BMZ benötigt weder eine eigene Konfiguration noch ein Softwareupdate.

BMZ-Batteriespeicher: Kraftpakete in Sachen Energievorrat

Der Lithium-Ionen-Speicher von BMZ eignet sich für alle PV-Anlagenbetreiber, die die Eigennutzung des selbstproduzierten Stroms maximal ausweiten möchten. Der Batteriespeicher von BMZ ist modular aufgebaut, hat drei Basismodule und kann auf bis zu sechs Batteriemodule erweitert werden. So kann die Systemerweiterung bei wachsenden Energiebedarfen schnell mit den passenden Helios-Power-Batteriemodulen nachgerüstet werden. Das bietet eine maximal nutzbare Kapazität von bis zu 15 kWh.

Die HYPERION-Batterie verfügt über die erprobte BMZ-Qualität und zeigt sich robust in der Bauweise. Die Lithium-Ionen-Batterie ist sicher und gleichzeitig einfach zu installieren. Dabei kommt das Gerät als echter Hochvolt-Speicher ohne DC-Wandler aus und spart damit Gesamtkosten ein.

Dank des Kurzschluss- und Überladeschutzes, der integrierten Temperaturregelung und des passiven Ausgleichs zwischen den Zellspannungen gewährleistet das Hyperion-Speichersystem einen störungsfreien Betrieb. Darüber hinaus stellt BMZ in Deutschland dank der Garantie innerhalb von zehn Jahren nach Anschaffung einen Zeitwertersatz zur Verfügung.

Mehr zum Thema:

BMZ-Speicher HYPERION: Einfache Inbetriebnahme mit KOSTAL >> Zum Video

So aktivieren Sie das KOSTAL AutoUpdate >> Zum Video

Weitere Informationen zum innovativen Speicherkonzept von KOSTAL und BMZ finden Sie unter: https://www.kostal-solar-electric.com/

Quelle: Kostal

Verstehen Sie Deutsch? Verstehen Sie Englisch? Verstehen Sie Strom?

Verstehen Sie Deutsch? Verstehen Sie Englisch? Verstehen Sie Strom?

Die Mehrzahl der Menschen in Deutschland wird die ersten beiden Fragen mit einem „Ja“ beantworten können. Bei Frage Nummer drei wird die Mehrzahl mit einem klaren „Nein“ antworten. Deshalb hat die STROMDAO GmbH einen Rechner entwickelt, der Daten Geschichten erzählen lässt und Durchblick bei Kosten, Steuern, Abgaben und Verbrauch liefert – detailgenau, bis zum letzten Cent. Ein Werkzeug, mit dem alle Stromkunden in Deutschland klare Sicht auf Anteile vom Elektrizitäts-Kuchen erhalten: Wer vom Strompreis was bekommt, wie die Umlagen gestaltet sind, wie sich der Strom in der eigenen Region zusammensetzt – und das individuell für die eigene Postleitzahl, denn Strompreise sind in Deutschland je nach Region unterschiedlich.

Wenn Elektronen auf Reise gehen…

Wenn Elektronen Geschichten erzählen könnten, würden Sie berichten, wie sie in einer kochend heißen, kohlebefeuerten Brutstätte, die seit Jahrzehnten Tonnen von CO2 in den Himmel pustet, geboren wurden. Dann auf eine lange Reise geschickt wurden, über viele hundert Kilometer, die viele Elektronen nicht überlebt haben. Bei einer Reise von 100 Kilometern durch eine Freileitung mit 380.000 Volt verlieren wir bei 1,1 Gigawatt übertragener Leistung über 11 Megawatt. Das sind viele Elektronen, die sinnlos auf die Reise geschickt werden.

Kurze Weg schaffen viel mehr Leistung

Wenn wir an unseren Arbeitsplätzen ankommen und Kolleginnen und Kollegen treffen, die nicht aus großen Kohle- oder Atomkraftwerken angereist kommen, sondern regional in Photovoltaik-, Windkraft- oder Biogasanlagen erzeugt wurden, dann haben die viel weniger Verluste: Sie sind eine viel stärkere Gemeinschaft, können viel mehr Arbeit leisten, es gehen wenige verloren und es müssen viel weniger auf die Reise gehen. Elektronen raten: „Nutze so viel wie möglich regionalen Strom aus erneuerbaren Quellen. Du produzierst weniger Verluste und schützt das Klima“.

STROMDAO Strompreisaufklärung

Wenn Du wissen willst, wie sich der Strom aus Deiner Region sich zusammensetzt, dann verwende doch einfach mal den STROMDAO Stromrechner. Der zeigt Dir genau wie in Deinem Postleitzahlgebiet Ökostrom zusammengestellt wird, ob Du mit Wind-, Wasser-, Sonnen- oder Biomassestrom versorgt wirst ­– oder von allem etwas. Er erklärt Dir wer am Strompreis wie viel verdient, wie viel Grundgebühr und welchen Arbeitspreis du zahlst. Der STROMDAO-Rechner zeigt Dir sogar genau, wie sich der Grundpreis zusammensetzt, wie viel Bund, Länder und Gemeinden vom Strompreiskuchen erhalten – alles ganz genau aufgedröselt.

Eins können wir schon jetzt verraten: Es ist wie beim Obst und Gemüse – die Erzeuger erhalten den kleinsten Teil vom Kuchen. Deshalb ist auch die Idee als Endkunde mit Börsenstrompreisschwankungen Geld zu sparen, keine gute Idee.

Wir setzen lieber auf Aufklärung, kurze Transportwege durch regionale, dezentrale Ökostromnutzung und den Aufbau einer Eigenversorgung unserer Kunden.

Happy Ökostromern mit Corrently!

Den Stromrechner für Durchblick bei Kosten, Steuern, Abgaben und Verbrauch gibt es hier: https://corrently.de/l/stromrechnung.html

Quelle: STROMDAO GmbH

Intersolar 2021 von Juli auf Oktober verschoben

Intersolar 2021 von Juli auf Oktober verschoben

© Solar Promotion GmbH

THE SMARTER E EUROPE FINDET ALS THE SMARTER E EUROPE RESTART 2021 IM OKTOBER STATT


München/Pforzheim, 27. April 2021 – The smarter E Europe und die vier parallel stattfindenden Energiefachmessen Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe finden pandemiebedingt vom 21. bis 23. Juli 2021 nicht statt. Stattdessen wird die The smarter E Europe Restart 2021 vom 6. bis 8. Oktober auf der Messe München durchgeführt. Während des zuletzt geplanten Veranstaltungszeitraums, vom 21. bis 23. Juli 2021, finden die The smarter E Industry Days inklusive der Preisverleihung für den The smarter E AWARD, Intersolar AWARD und ees AWARD 2021 digital statt.

Die Veranstaltungen im Rahmen von The smarter E Europe können pandemiebedingt im Juli 2021 nicht stattfinden. Das haben die Veranstalter Solar Promotion GmbH und die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) gemeinsam entschieden. Trotz der bisherigen und weiter zu erwartenden Fortschritte bei den Impfungen und Schnelltests in Europa bis Ende des zweiten Quartals sowie eines professionellen und umfassenden Hygienekonzepts der Veranstalter, fehlt aktuell ein positives Signal seitens der Politik, dass die Veranstaltung durchführbar ist. „Da wir die Entscheidung jetzt treffen müssen, um allen Beteiligten – ob Ausstellern, Besuchern, Kongressteilnehmern, Referenten, Sponsoren oder uns selbst als Veranstalter –, die nun ihre finalen Vorbereitungen treffen, Planungssicherheit zu geben, sind wir in enger Abstimmung mit den internationalen Fachverbänden der Branche zu diesem Entschluss gekommen“, erklärt Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH die Entscheidung.
The smarter E Europe Restart 2021 im Oktober 

Aufgrund einer kurzfristig verfügbar gewordenen Terminoption besteht nun die Möglichkeit, The smarter E Europe Restart 2021 vom 6. bis 8. Oktober auf der Messe München zu veranstalten. „Wir sind überzeugt, mit der außerplanmäßigen Veranstaltung im Oktober 2021 dem Wunsch der dynamisch wachsenden Branche zu folgen, sich noch in diesem Jahr auf einer Plattform präsentieren und persönlich austauschen zu können“, so Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der FWTM.

The smarter E Industry Days und digitale Award-Verleihung

Während des zuletzt geplanten Veranstaltungszeitraums, vom 21. bis 23. Juli 2021, finden die The smarter E Industry Days inklusive der AWARD-Verleihungen digital statt. Das Online-Event bietet spannende Keynotes zu den wichtigsten Branchentrends, Produktpräsentationen, Diskussionsrunden, interaktive Workshops und digitale Werksführungen von Ausstellern. Zusätzlich werden die Preisträger des The smarter E AWARD, Intersolar AWARD und ees AWARD 2021 im Rahmen der Industry Days auf einer digitalen Bühne gewürdigt.

The smarter E Europe 365 Tage im Jahr

Über das gesamte Jahr hinweg gibt es zudem verschiedene Formate, über die sich alle Interessierten über die Themen, Produkte und Technologien der neuen Energiewelt informieren und austauschen können. Auch The smarter E Europe 2022, die vom 11. bis 13. Mai 2022 stattfindet, ist bereits in Planung.
Weitere Informationen unter: https://www.thesmartere.de/start
Quelle: Solar Promotion GmbH
Kostal kooperiert mit schwedischem Speicherhersteller Nilar

Kostal kooperiert mit schwedischem Speicherhersteller Nilar

©Koastal Solar Electric / nilar

KOSTAL gewinnt mit Nilar einen weiteren Partner für Batteriespeicherlösungen

Dank der Kombination des Hybrid-Wechselrichters von KOSTAL und dem Nickel-Metallhydrid-Speicher von Nilar, können PV-Anlagen-Betreiber ab sofort mit einem sicheren, langlebigen und nachhaltigen PV-Speicherkonzept für das Eigenheim rechnen.

Hagen, 21.04.2021. Mit dem schwedischen Batteriehersteller Nilar erweitert KOSTAL Solar Electric das eigene Portfolio um einen weiteren kompatiblen Partner für Speicherlösungen. Die Unternehmen bieten ab sofort ein einzigartiges Speicherkonzept bestehend aus dem Hybrid-Wechselrichter PLENTICORE plus von KOSTAL und dem auf einer Nickel-Metallhydrid-Technologie basierenden Batteriespeicher-System von Nilar.

Gemeinsam bilden die hochwertigen Komponenten von KOSTAL und Nilar eine besonders sichere und langlebige Speicherlösung, die nahtlos auch in bestehende Photovoltaiksysteme integriert werden kann. Die Unternehmen konzentrieren sich dabei insbesondere auf private Photovoltaikanlagen. Die Lösung wird derzeit in den Beneluxstaaten und in Skandinavien vermarktet. Die Erschließung weiterer Märkte sowie der Ausbau der Service-Infrastrukturen des neuen Batterie-Partners sind in Planung.

Frank Henn, Geschäftsführer der KOSTAL Solar Electric GmbH erklärt: „Wir bieten unseren Kunden dank eines weiteren verlässlichen und sicheren Speicherkonzepts jetzt noch mehr Unabhängigkeit, Auswahl und Flexibilität. Mit Nilar haben wir nun einen weiteren kompatiblen Partner für Batteriespeichersysteme gewonnen und können so unserer Portfolio in Sinne unserer Kunden kontinuierlich erweitern.“

Jan Lundquist, Leiter der Abteilung Vertrieb und Marketing bei Nilar, betont: „Mit unseren nachhaltigen und technologisch fortschrittlichen Speichersystemen wollen wir die Energiewende aktiv mitgestalten. Durch die Zusammenarbeit mit KOSTAL sind wir den sich stetig wandelnden Anforderungen der Solar-Branche gewachsen. Der hohe Fokus auf den Kundennutzen und der innovative Produktansatz von KOSTAL passen hervorragend zu den Werten von Nilar.“

Quelle: Kostal Solar Electric GmbH

 

 

Dynamisch Strom verbrauchen und effektiver Klimaschutz – so geht´s!

Dynamisch Strom verbrauchen und effektiver Klimaschutz – so geht´s!

Dynamische Verbrauchstarife für Alle. Kundenversprechen reichen vom Sparen über Aufbau Eigenerzeugung bis zu aktivem Klimaschutz ©SOLAR-professionell
Drei Anbieter im Vergleich

Tibber, aWATTar und STROMDAO sind drei Ökostromanbieter die Tarife mit dynamischem Verbrauch anbieten. Die Kundenversprechen reichen von günstigsten Stromkosten durch Einkauf und Weitergabe von Börsenpreisen bis zu effektivem, aktivem Klimaschutz. Wir zeigen Ihnen, worauf sie achten müssen und erklären die Unterschiede.Gemeinsamkeiten

Alle drei Anbieter nutzen für ihr Geschäftsmodell die Dynamik eines sich permanent ändernden Stromangebotes in Deutschland durch das schwankende Angebot erneuerbaren Energien im Netz.  Für volle Funktionalität und Transparenz werden von allen drei Anbietern Smart Meter empfohlen. Alle drei Unternehmen geben an ihren Kunden 100 Prozent Ökostrom zu liefern.

Große Unterschiede

Tibber und  aWATTar setzen auf schwankende Börsenstrompreise, die sie nach eigenen Angaben an ihre Kunden weiterreichen. Dadurch und durch gezielten Verbrauch zu Zeiten von niedrigem Börsenstrompreis sollen Kunden Geld sparen.

STROMDAO realisiert mit IT, Big Data und Wetterdaten eine postleitzahlgenaue regionale Ökostromversorgung, mit der Kunden mit ihrem Verbrauchsverhalten in ganz Deutschland aktiv das Klima schützen sowie eine Eigenversorgung mit Photovoltaikanteilen aufbauen können.

Geld sparen durch Börsen-Einkaufspreise

Tibber schreibt auf seiner Internetseite: „Strom aus 100% erneuerbaren Quellen zum Einkaufspreis ohne Margen“. Kunden zahlen eine monatliche Aufwandsentschädigung an den Anbieter und sollen durch dynamischen Verbrauch zu Zeiten mit niedrigen Börsenstrompreisen Geld und sogar weniger Strom verbrauchen.

aWATTar verspricht: „Kosten sparen und gleichzeitig Teil der Grünstrombewegung sein“. Wer seinen Verbrauch in Zeiten niedriger Börsenstrompreise verlagert, soll Geld sparen. Der Anbieter definiert seinen Strommix als 100 Prozent Grünstrom, aufgeteilt in rund 60 % Energie aus EEG-geförderten erneuerbaren Quellen und rund 40 Prozent aus „sonstigen“ erneuerbaren Quellen.

Einfache Regel mit unscharfem Ergebnis

Den Geschäftsmodellen  Tibber und aWATTar liegt die Annahme zugrunde, dass bei  niedrigem Börsenstrompreis der Anteil erneuerbarer Energien im Netz hoch ist. Das trifft in Kälteperioden aber nicht zu – nämlich dann, wenn Kohlekraftwerke Fernwärme liefern. Kohlestrom ist dann ein Abfallprodukt, wird ins Netz gedrückt und senkt den Börsenstrompreis. Ökostrommodelle, deren Fundament ein günstiger Börsenstrompreis ist werden dann unscharf.

Eine weiter Unschärfe eim Börsenstrompreis als Anhaltspunkt für das Ökostromangebot im Netz ist fehlende Regionalität. Photovoltaikleistung und Windkraft können je nach Standort sehr unterschiedlich sein. Der Börsenstrompreis bildet aber den Bundesdurchschnitt ab. Wenn in Kiel der Wind weht und die Sonne scheint, muss das in Frankfurt, Stuttgart und München noch lange nicht der Fall sein. Dort wird mit Atom- und Kohlestrom gepuffert.

Ökostromproduktion regional scharfgestellt

Das STROMDAO Versprechen lautet: „Wir machen Dich grün – entdecke einen Stromtarif, der Dich zum aktiven Klimaschützer macht“. Das Unternehmen bietet Kunden in ganz Deutschland eine postleitzahlgenaue, regionale Grünstromversorgung. Dafür hat STROMDAO Erzeugungs- und Standortdaten aller in Deutschland gemeldeten Photovoltaik- und Windkraftanlagen in einer Datenbank hinterlegt und diese mit regionalen Wettervorhersagen verknüpft. Der daraus errechnete Grünstromindex liefert Verbraucher/innen in ganz Deutschland eine 24-Stunden-Vorhersage, wann in welchem Postleitzahlgebiet wie viel Grünstrom zur Verfügung stehen wird. Wer diesen Service nutzt, kann viel Grünstrom aus der eigenen Region nutzen, minimiert Transportverluste und schützt so effektiv das Klima. Geld sparen können STROMDAO-Kunden durch Anteile an Photovoltaikanlagen, die sie für intensive Grünstromnutzung erhalten und die deren Grünstromerzeugung von der Stromrechnung abgezogen wird.

Fazit

Alle drei Anbieter dynamischer Verbrauchstarife sind sowohl für Privatverbraucher als auch für KMU und Gewerbebetriebe interessant. Die Anbieter Tibber und  aWATTar nutzen für ihre dynamischen Ökostrom-Verbrauchsempfehlungen ein zwar charmantes, weil einfaches, aber gleichzeitig auch ungenaues Modell. Das Modell von STROMDAO basiert auf tatsächlichen Daten zur Grünstromerzeugung in einer Postleitzahlregion. Das System ist daher sehr präzise.  Unschärfe, wie Fernwärme produzierende Kohlekraftwerke, deren Abfallstrom den Börsenpreis drücken und viel Ökostrom im Netz suggerieren sind ausgeschlossen. Für effektiven Klimaschutz und Aufbau einer Eigenversorgung mit Grünstrom ist STROMDAO daher der optimale Anbieter. Für ökologisch orientierte Vielwechsler und Schnäppchenjäger können Tibber und  aWATTar durchaus Optionen sein.

Die Anbieter im Internet:

https://www.stromdao.de/       https://www.awattar.de/        https://tibber.com/de

 

Autor Manfred Gorgus

 

 

Grüner Strom für Grüne Wärme

Grüner Strom für Grüne Wärme

Wärmestrom aus regional erzeugtem Ökostrom – gut zur Umwelt, gut zum Klima, gut fürs Portemonnaie © J.K./M.G./STROMDAO

Heizen und Warmwasser mit regionalem Grünstrom

Wärmestrom, regional, CO2-neutral, nachhaltig und günstig – ein intelligentes, preiswertes Ökostrom-System für CO2-neutrales Heizen und Warmwasser, schonend für Klima, Umwelt und Stromnetze! Kunden werden außerdem ohne eigene PV-Anlage zum aktiven Grünstrom-Erzeuger.

Was ist Corrently Wärmestrom?

Wärme aus Ökostrom ist effizient, sauber und klimaneutral. Wenn der Strom aus der Region kommt entfallen außerdem noch die Verluste, die beim Stromtransport auf langen Strecken entstehen. Alle Corrently Tarife nutzen intelligente Technik und den STROMDAO Grünstromindex, der bundesweit 36 Stunden im Voraus postleitzahlgenau anzeigt, wie viel grüner Strom in den kommenden Stunden in einem Postleitzahlgebiet  produziert wird. Dazu kommt, dass der Corrently Wärmestromtarif günstiger ist als Haushaltstrom, weil er vom Netzbetreiber zur Netzstabilisierung eingesetzt werden kann. Der Tarif für Wärmestrom hat seine Wurzeln im deutschen Energiegesetz, das einen Anreiz für steuerbare Verbrauchsanlagen liefert, um Netze zu entlasten und Lastspitzen zu vermeiden.

Wärmestrom: günstig, CO2-neutral und netzdienlich

Konkret geht es um Änderungen des § 14a Energiewirtschaftsgesetz im Rahmen des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende. Statt von „unterbrechbaren“ wird von „steuerbaren“ Verbrauchseinrichtungen in der Niederspannung gesprochen. Steuerbare Verbraucher helfen, Netze zu stabilisieren und den Netzausbau zu reduzieren. Sie können ab- und aufgeschaltet werden, je nachdem, ob gerade viele oder wenige Verbraucher im Netz sind und ob das Stromangebot im Netz groß oder eher klein ist.

Bei erneuerbaren Energien wie Wind- und Sonnenenergie kann das Angebot stark schwanken. Flexible Verbraucher, die auf Angebot und Nachfrage reagieren, können so helfen, Netze stabil zu halten. Regenerativ erzeugter Wärmestrom für den Einsatz in Wärmepumpen, Warmwasserbereitung, Infrarotheizungen sowie andere Verbraucher unterstützen den Klimaschutz – denn deutsche Haushalte haben immerhin einen Anteil von rund 30 % am Gesamtenergieverbrauch. Ganze 75 % davon wird für die Erzeugung von Wärme eingesetzt. Ein Corrently Wärmestromtarif mit regionalem Ökostrom lohnt sich also mehrfach: Er schützt das Klima, schont das Stromnetz und den Gelbeutel der Kunden.

Flexibilität, die sich lohnt

Die Netzentlastung wird mit einem ähnlichen Grundpreis und einem gut 25 % niedrigeren Kilowatt-Stundenpreis belohnt. Wird beim Haushaltsstrom zum Beispiel ein Arbeitspreis von rund 30 Cent pro Kilowattstunde fällig, müssen beim Wärmestrom nur rund 24 Cent pro Kilowattstunde gezahlt werden.

Wie funktioniert Wärmestrom in der Praxis?

Wärmestromverbraucher haben einen eigenen Zähler und kommunizieren mit dem Stromanbieter, der die Information erhält: „Heize den Warmwasservorrat auf, oder fahre die Wärmepumpe an“. Je nach installierter Intelligenz prüft das System, wie viel Grünstrom in der Region erzeugt wird und stimmt die Wärmeerzeugung mit der Grünstromerzeugung ab – im Idealfall so, dass Wärmestrom dann abgefragt wird, wenn im Netz viel zur Verfügung steht. Die Erzeugung ist ökologisch, regional und entlastet die Netze. Der Kunde erhält Bonuspunkte für regionalen Grünstromverbrauch, die in Eigenanteile an Photovoltaik-Anlagen getauscht werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Netzbetreiber den Wärmestrombezug in dieser Situation unterbrechen muss, ist sehr gering, weil viel Ökostrom im Netz zur Verfügung steht.

Ein Gewinn für alle Beteiligten

Alle Corrently Stromtarife sind regional und 100 % CO2-neutral. Der Aufbau einer Eigenerzeugung mit Bonuspunkten durch regionalen Grünstromverbrauch ist einzigartig in Deutschland. Mit regionalem Haushaltstrom und regionalem Wärmestrom werden Kunden mit STROMDAO Photovoltaik-Anteilen auch ohne eigene Immobilie zu aktiven Grünstromerzeugern.

M.Gorgus für STROMDAO GmbH

Ratgeber für Ü-20 Biogasanlagen

Ratgeber für Ü-20 Biogasanlagen

Titelbild des Leitfaden „Biogas nach dem EEG – (Wie) kann es weitergehen ©FH-Münster

Forscher der FH Münster haben einen Leitfaden für Biogasanlagenbetreiber entwickelt, der Möglichkeiten für den Weiterbetrieb ausgeförderter EEG Anlagen vorstellt.

Biogasanlagen liefern kontinuierlich Energie. Sie sind somit die perfekte Ergänzung zu volatilen erneuerbaren Erzeugern wie Wind- und Sonnenkraftanlagen. Aber auch Biogasanlagen hängen am Tropf der EEG-Förderung. Im Leitfaden sollen für Biogasanlagen langfristig Perspektiven aufgezeigt werden. Forscher der FH Münster haben mit Projektpartnern einen Leitfaden veröffentlicht, um Betreibenden Tipps für die Zukunft zu geben.

20 Jahre Förderung – und dann?

20 Jahre erhalten Betreiberinnen und Betreiber einer Biogasanlage Förderung durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG). Aber was passiert nach Förderende, kann die Biogasanlage noch wirtschaftlich betrieben werden oder muss rückgebaut werden? Das Thema untersuchten Wissenschaftler des Fachbereichs Energie – Gebäude – Umwelt der FH Münster, der Technischen Hochschule Ingolstadt und des C.A.R.M.E.N. e.V. im Verbundvorhaben „Repoweringmaßnahmen hinsichtlich zukünftiger Aufgaben von Biogasanlagen“ (REzAB).

Das Projekt, das seit Anfang 2018 lief, ist nun abgeschlossen. Die Ergebnisse seiner Forschung hat das Team in dem Leitfaden „Biogas nach dem EEG – (wie) kann’s weitergehen? Handlungsmöglichkeiten für Anlagenbetreiber“ festgehalten.

Leitfaden kostenlos

Der Leitfaden kann auf der Website der FH Münster kostenlos als PDF heruntergeladen werden: Leitfaden PDF Download

Text Manfred Gorgus Quelle FH-Münster

Mehr Geld für Qualitätslabel „Die Solarprofis“

Mehr Geld für Qualitätslabel „Die Solarprofis“

©SOLAR-professionell
Qualität noch höher gewichtet als bisher

In der diesjährigen Generalversammlung war die beantragte Anpassung des Reglements zum Qualitätslabel „Die Solarprofis“ Thema. Das Label ist das Qualitätslabel der Schweizer Solarbranche, das die Energiewende mit qualitativ hochwertigen und sicheren Solaranlagen weiter vorantreiben soll. Bauherren haben bei der Auftragsvergabe an Solarprofis die Gewissheit, eine einwandfreie Solaranlage zu erhalten sowie kompetent und fair beraten zu werden.

Die Verbandsmitglieder stimmten einerseits dem Antrag zu, die Aufnahmebedingungen und Kontrollmechanismen des Labels weiter zu verschärfen. Dazu gehört unter anderem eine neue Selbstdeklaration sowie vermehrte Kontrollen. Andererseits genehmigten die Mitglieder auch eine Erhöhung des Jahresbeitrags für die Inhaber des Labels, um damit das Marketing und die Qualitätssicherung für „Die Solarprofis“ verstärken zu können.

Manfred Gorgus

Neu bei SMA: Wallbox

Neu bei SMA: Wallbox

Einbindung der Wallbox ins SMA Ökosystem ©SMA

Schnell und sicher laden mit Solarstrom vespricht das Team aus Niestetal

Der SMA EV Charger soll schnelles, sicheres und kostengünstiges Laden mit verschiedenen Lademodi ermöglichen, bei maximaler Ausnutzung der vorhandenen Solarstromerzeugung am Standort.

Mit Netz- und Solarstrom kann der SMA EV Charger einphasig 7,4 kW laden. Maximal soll der SMA Charger bis zu 22 kW Ladeleistung liefern.

Er bietet ein Typ 2 Ladekabel.

Ladevorgänge können mit der SMA Energy App geplant werden. Der Sunny Home Manager 2.0 managed den Ladevorgang unter Berücksichtigung der anderen Verbraucher, koordiniert minimale Ladekosten und die gewünschte Abfahrtszeit.

Das Gerät wird ab September 2020 ausgeliefert.

Manfred Gorgus

K2 Planungssoftware mit neuen Features

K2 Planungssoftware mit neuen Features

Neue Planungssoftware bei K2 ©K2 Firmenfoto

Photovoltaikplanung mit neuer Software noch schneller und einfacher

Das verspricht der schwäbische Unterkonstruktionshersteller K2. Die kostenlose Online-Planungssoftware K2 Base ist ab sofort in der Version 3.0 verfügbar und ermöglicht eine verbesserte und schnellere Auslegung der K2 Montagesysteme.

Neu bei den Schwaben ist ein Dashboard zur effizienten Projektabwicklung sowie eine optimierte Benutzeroberfläche. Eine neue Software-Architektur und zwei Schnittstellen zu GoodWe’s EzDesigner und zu archeliosTM Pro sollen für schnellere und barrierefreie Planung sorgen.

In die Software integriert sind das neue einseitig aufgeständerte 10° System S-Dome 6 sowie das zweiseitig aufgeständerte D-Dome 6 System. Die Montage der Flachdachsysteme soll laut K2 50 % schneller sein, durch vormontierte Komponenten und der passenden Abstandslehre Dome Speed Spacer für eine schnelle Schienenausrichtung.

K2 Base soll eine komplette Planung in nur fünf Schritten inkl. Montageplan, Statikbericht und einer Artikelliste ermöglichen.

Quelle: K2

Fridays for Future verärgert über RWE Aktienkauf der Stadtwerke Krefeld AG

Fridays for Future verärgert über RWE Aktienkauf der Stadtwerke Krefeld AG

Stromdao Geschäftsführer Thorsten Zörner von Fridays for Future als Experte geladen ©Stromdao

2,4 Millionen Euro für RWE-Aktien

Die Stadtwerke Krefeld AG argumentiert, dass nach dem Verkauf aller erneuerbarer Energieerzeugung der E.ON an die RWE der Konzern zum viertgrößten Erzeuger erneuerbarer Energien weltweit geworden ist. Deshalb sei es gut, in RWE Aktien zu investieren, um die Energiewende voranzubringen. Friday for Future fragt, warum die 2,4 Millionen Euro nicht in regionale erneuerbare Energieerzeugung investiert worden ist. Das wäre effektiver.

Bürgernah und regional verpflichtet

Stadt- und Gemeindewerke sind öffentliche oder gemischtwirtschaftliche Unternehmen im mehrheitlichen Besitz einer oder mehrerer Kommunen und leisten im öffentlichen Auftrag technische Dienst- und Versorgungsleistungen, insbesondere im Bereich der Grundversorgung und der Daseinsvorsorge der Bevölkerung in der Region. Aus dieser Definition lässt sich für Stadtwerke generell ein regionaler Bezug ableiten und wirft Fragen zum Sinn des Aktienkaufes der Stadtwerke Krefeld AG auf.

Schützenhilfe vom Stromdao Geschäftsführer

Am vergangenen Freitag trafen sich Friday for Future mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtwerke Krefeld AG, um über Alternativen zum RWE Aktien-Deal und mehr regionale erneuerbare Energieprojekte zu sprechen. Auf Einladung von Friday for Future war auch Stromdao Geschäfstführer Thorsten Zörner mit dabei. Seine Erfahrung in deutschlandweit regionaler, dezentraler, intelligenter Grünstromversorgung sollte Anregungen für Ökostromprojekte in der Region geben.

Digitalisierung und smarte Netze

Thorsten Zörner kommentiert das Treffen so: „Die Energiewende wird regional und dezentral. Das ist eigentlich die Kernkompetenz von Stadt- und Gemeindewerken. Für eine moderne, klimaneutrale Grundversorgung und Daseinsvorsorge der Bevölkerung mit erneuerbaren Energien sind Digitalisierung und intelligente Netze entscheidend. Stromdao hat dafür schon heute funktionierende Lösungen. Wir senken den CO2-Ausstoß bei der Stromversorgung und bringen mehr Ökostrom ins Netz. Stadtwerke begeistern ihre Kunden, binden sie nachhaltig und leisten in der Region aktiv Grünstromarbeit für die Energiewende. Die Lösungen sind also da, sie müssen nur angewendet werden, regional und dezentral.“

Quelle: M.Gorgus für die Stromdao GmbH in Mauer

2.000 Batteriesysteme in einem Monat

2.000 Batteriesysteme in einem Monat

Der Wechselrichterhersteller Kostal hat zum ersten mal in seiner Unternehmensgeschichte 2000 Stromspeicher Wechselrichter Installationen verzeichnet.

Die Kombination aus Kostal-Hybridwechselrichtern und BYD Premium Batterie durchbrach im Juli dieses Jahres erstmals die Marke von 2.000 Neuinstallationen in einem Monat.

Wechselrichter und Speichersysteme werden in den Leistungsklassen 3,0 bis 10 kW angeboten. Der neue dreiphasige Batteriewechselrichter PLENTICORE BI wurde von Kostal für die Speichernachrüstung bestehender PV-Anlagen entwickelt, wohl auch im Hinblick auf die Photovoltaikanlagen, die ab Januar nächsten Jahres aus dem EEG fallen und voraussichtlich als Eigenverbrauchsanlagen weiterbetrieben werden.

Quelle: Kostal

Stromdao GmbH mit neuem Service für Redispatch 2.0 und 4.0

Stromdao GmbH mit neuem Service für Redispatch 2.0 und 4.0

Seit 1. Juli 2020 liefert der Grünstromdienstleister Stromdao GmbH Optimierung von Redispatches durch Cloud basierten Datenservice.

Was für Laien wie Kauderwelsch klingt dürfte Energie-Insider aufhorchen lassen. Im Gegensatz zum Dispatch,  dem Management von Erzeugung und Einspeisung von Strom, dreht sich beim Redispatch alles um das Thema Einspeise- und Kraftwerkleistungsmanagement, um Schäden im Stromnetz durch Überlastung zu verhindern.

Warum ist Redispatch großese Thema?

Vor allem im Hinblick auf den Mix aus unflexiblen fossilen Erzeugern wie Kraftwerken und volatilen erneuerbaren Erzeugern wie Windkraft und Sonnenkraftwerke ist Redispatch großes Thema, denn das Netzausbaubeschleunigungsgesetz, kurz NABEG 2.0, schreibt vor, dass die Netzbetreiber bis zum 1. Oktober 2021 neue Vorgaben für das Management von Netzengpässen umsetzen müssen.

Die Bundesnetzagentur entwickelt dazu ein Eckpunktepapier in dem bis zum 1. Dezember 2020 sogenannte „Mindestfaktoren“ für die Abregelung von EE- und KWK-Strom festgelegt werden (§ 13j Abs. 6 EnWG). Die Mindestfaktoren haben die Funktion, den Einspeisevorrang von EE- und KWK-Strom zu konkretisieren und die Integration des bisherigen Einspeisemanagements in den Mechanismus des künftigen Redispatch 2.0 zu ermöglichen.

Regionaler Redispatch 2.0

Die Stromdao GmbH hatte 2014 zum ersten Mal ihren Grünstromindex vorgestellt, der Information zur regionalen Erzeugung und Abstimmung von Grünstrom bereitstellt. Im Prinzip ist es eine Variante des Redispatch 2.0, die frühzeitig Beeinträchtigungen in der regionalen Systemstabilität abfedert und sogar kleine EE-Anlagen tiefer in regionale Wertschöpfungsketten kosteneffizient verankert. Realisert hat diesen Redispatch 2.0 die STROMDAO GmbH im Jahre 2019 gemeinsam mit den Stadtwerken Tübingen und Eberbach in einem Praxispiloten innerhalb des Programms CloudMall BW für zeitvariable Stromtarifierung. Die daraus entstandenen Dienste sind im ServiceKatalog abrufbar.

Der nächste Schritt – Redispatch 4.0

Die Prognosen des Stromdao GmbH GrünstromIndex entfalten wirtschaftlich und strategisch die beste Redispatch Wirkung, wenn aus einer Region auch der Lastzustand der Nachbarregionen berücksichtigt wird. Dafür – und für eine möglichst unternehmensindividuelle Umsetzung – stellt Stromdao seit dem 01. Juli. 2020 über 1000 Datenströmen, mit mehr als 20.000 täglich aktualisierten Einzelwerten zur Verfügung, die direkt in die IKT Infrastruktur integriert werden können. Die Authentizität der bereitgestellten Daten wird mit Blockchain-Backend des Anbieters StreamR gesichert.

Mehr Informationen finden Interessiert auf der Unternehmensseite:

ServiceKatalog: https://cloud-mall-bw.de/services/Gr%C3%BCnstromIndex

Praxispiloten: https://cloud-mall-bw.de/forum/topic/8/zeitvariabler-stromtarif-mittels-gr%C3%BCnstromindex-pressemitteilung

Über die STROMDAO GmbH

Die STROMDAO GmbH steigert mit dynamischen Stromtarifen den Anteil Erneuerbarer Energien im Netz, entlastet durch regionalen Verbrauch die Stromnetze, ermöglicht Markteilnehmern regionalen Vertrieb und schafft mit intelligenten Stromprodukten für Endverbraucher bleibende Werte in Form von Anteilen an erneuerbaren Energieanlagen. Mit STROMDAO Produkten werden weniger Erneuerbare Energieanlagen wegen Netzüberlastung abgeschaltet, es gibt mehr grünen Strom im Netz und somit mehr Klimaschutz.

Künstliche Intelligenz und Blockchain-Technologie schaffen Anreize in Form von Echtzeit Gutschriften für Netz-konformen Grünstromverbrauch. Die können  STROMDAO Kunden als Micro-Investments in Erneuerbare Energieanlagen anlegen. Stromkonsumenten werden mit  STROMDAO zu nachhaltigen Grünstromerzeugern, Netzmanagern und aktiven Klimaschützern.

Manfred Gorgus

Aus für Siemens Junelight im Oktober !

Aus für Siemens Junelight im Oktober !

Support Website Junelight ©Siemens

Am 21. Februar 2019 kündigte Siemens den Einstieg ins Heimspeichergeschäft an. Ab Februar 2019 sollte die Junelight Smart Battery in Deutschland und ab April 2019 in Österreich verfügbar sein. 17 Monate später verkündet das Unternehmen das Ende des Ausflugs in den Heimspeichermarkt.

Offiziell kommuniziert Siemens den Ausstieg mit einem „Programm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit“, in dessen Rahmen alle Geschäfte und Produkte auf ihren Beitrag zum Unternehmenswachstum überprüft werden. Heimspeicher würden nicht im gewünschten Umfang die Wachstumskriterien der „Siemens Smart Infrastructure“ erfüllen, weshalb Siemens entschieden hat, die Vermarktung der Junelight Smart Battery nicht weiter zu verfolgen.

Der technische Service soll für bestehende Kunden in Deutschland, Schweiz und Österreich weiter garantiert sein und das Unternehmen wird alle vertraglichen Verpflichtungen aus laufenden Projekten sowie gegenüber Kunden und Geschäftspartnern erfüllen, heißt es in einer uns vorliegenden Unternehmensinformation. Die Website informiert “ Wir sorgen dafür, dass Sie weiterhin von den Vorteilen Ihrer Junelight Smart Battery profitieren.“
 
Damit tut es Siemens den Mercedes-Benz-Heimspeichern gleich, einem großen Auftritt folgt der Weg in die Bedeutungslosigkeit. Mercedes Benz hatte sich fast zwei Jahre am Markt gehalten. Zurückgeblieben sind  bei Mercedes frustrierte Kunden und die Erkenntnis, dass große Namen im Stromspeichermarkt nicht vor schlechter Qualität und mangelhaftem Service schützen.

In einschlägigen Foren berichten Betreiber im Fall Mercedes von Reaktionszeiten bis zu sechs Monaten und Angeboten von prozentualer Erstattung des Kaufpreises, wenn sich Betreiber selbst um die Entsorgung des fehlerhaften Heimspeichers kümmern. Die Entsorgung eines Heimspeichers mit Lithiumionen Akkus ist aufwendig und kostet schnell eine Summe im höheren dreistelligen Eurobereich.

Manfred Gorgus

Zum Junelight Serviceportal: https://new.siemens.com/global/de/produkte/fuer-den-privathaushalt/junelight.html

LebensArt e. V. – energetisch und soziales Exzellenzprojekt mit Photovoltaik, Stromspeicher und hohem sozialem Anspruch

LebensArt e. V. – energetisch und soziales Exzellenzprojekt mit Photovoltaik, Stromspeicher und hohem sozialem Anspruch

Luftaufnahme Generationenhaus LebensArt e. V. Rotenburg / Wümme ©LebensArt

„Wie Menschen denken und leben, so bauen und wohnen sie“ lautet ein Zitat von Dichter Johann Gottfried von Herder. Das Projekt LebensArt im norddeutschen Städtchen Rotenburg an der Wümme ist Bauen und Wohnen jenseits vom Tellerrand. Ein Gruppe Gleichgesinnter hat auf dem Gelände des stillgelegten Schlachthofes in der Mühlenstraße 29a auf guten 3000 Quadratmetern ein energetisch ausgeklügeltes Generationenhaus mit acht Wohnungen, Gemeinschaftsräumen, Stromspeicher, Photovoltaik, Wärmepumpen und parkähnlichen Außenanlagen mit Schwimmteich realisiert, aktuell von 15 Menschen im Alter von 1 bis  74 Jahren bewohnt.

Gemeinsam und doch individuell

„LebensArt“ ist pragmatisch betrachtet ein Mehrparteienwohnhaus im KFW Effizienzhaus 40 Plus Standard auf großem Grund. Die Bewohner verbindet mehr als eine Adresse, sie teilen eine Philosophie zur Lebensart, sie teilen Ressourcen, Eigentum, leben und wohnen trotzdem selbstbestimmt, aber in einer Gemeinschaft sozial und kulturell interessierter Menschen. Alle LebensArt Bewohner haben Projektanteile, wohnen aber zur Miete in den insgesamt acht individuellen Wohneinheiten.

 

Anteil ja – Wohnungseigentum nein

Der Verein LebensArt e. V. ist Vermieter der Wohnungen. Alle Bewohner haben in die GBR  LebensArt eingezahlt und sind Anteilseigner. „Das ist ein anderes Gefühl als klassischer Immobilienbesitz wie zum Beispiel eine Eigentumswohnung. LebensArt Bewohner haben das große Ganze im Blick und nie nur „ihre“ Wohnung“, erklärt Stefan Bruns, der das Wohnprojekt maßgeblich mitentwickelt hat.

KFW Effizienzhaus 40 Plus

Das LebensArt Haus wurde als Neubau nach dem KfW-Effizienzhaus 40 Plus Standard errichtet. Das Gebäude verbraucht maximal 40 Prozent des KFW Referenzhauses 100 und ist mit einer stromerzeugenden Anlage, einem stationären Stromspeicher, sowie einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Das spart Energie, Geld und schützt das Klima. Deutsche Haushalte waren 2016 nach Angaben des Bundesumweltministeriums für mehr als 10 Prozent des CO2-Ausstoßes in Deutschland verantwortlich. Heizwärme liefert eine Grundwasserwärmepumpe mit 30 Kilowatt thermischer Leistung.

Speicherhersteller regional

Eine Besonderheit im LebensArt Energiekonzept ist der stationäre Stromspeicher des Bremer Herstellers Powertrust GmbH. Entgegen dem allgemeinen Trend verbaut Powertrust in seinen CrystalTowern keine Lithium Akkutechnik. Der Hersteller aus Bremen setzt auf Blei-Kristall-Akkus, unter anderem weil diese mit einer Recyclingrate von fast 100 Prozent nahezu vollständig wieder in den Wertstoffkreislauf zurückgegeben werden. „Die Akkutechnik der Powertrust Speicher war für uns ein wesentliches Kaufkriterium. Ressourcen teilen und schonen ist Bestandteil unserer LebensArt Philosophie. Die Powertrust Akkus werden in etablierten Verfahren praktisch zu 100 Prozent recycelt. Für uns war das ein sehr wichtiges Auswahlkriterium“, erklärt Stefan Bruns die Wahl des Stromspeichers.

Leistung, Soziales und Energie

Im Jahre 2018 wurde das Gebäude bezogen. Die Photovoltaikanlage erhielt noch 5 Kilowatt mehr Leistung, zwei Wechselrichter wurden getauscht und der 34 Kilowattstunden Stromspeicher wurde 2020 vom Hersteller mit einer neu entwickelten Steuerung ausgestattet, für mehr Leistung und Kontrolle der Blei-Kristall Akkus . „Jetzt läuft alles bestens“, freut sich Stefan Bruns. „Neue Projekte, wie unser energieeffizientes Generationenhaus stellen an Menschen und Technik neue Herausforderungen. Man darf nicht erwarten, dass alles sofort wie am Schnürchen funktioniert. Wichtig ist, wie miteinander umgegangen wird und das alle Beteiligten an einer guten Lösung arbeiten.“

LebensArt hat sowohl auf sozialem, als auch auf technischem Gebiet Neuland betreten. Mit viel neuer Energietechnik ausgestattet wird im Gebäude Leistung bis zu 16 Kilowatt für mindestens eine halbe Stunde abgerufen. Die soll möglichst von der 35 Kilowatt-peak Photovoltaikanlage und dem 34 Kilowattstunden Stromspeicher mit einer Entladeladeleistung von 16 Kilowatt und nicht vom öffentlichen Stromnetz geliefert werden. Dafür ist der Stand-By-Betrieb der Technik im Gebäude mit 300 Watt keine große Herausforderung für Photovoltaik und Speicher.

 

Ausgezeichnet

LebensArt ist sowohl menschlich als auch energetisch ein Exzellenzprojekt in dem soziale und technische Neuerungen zu einem Gesamtkonzept verschmelzen. Es verwundert nicht, dass dieses Projekt mehrfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem Umweltpreis der Stadt Rotenburg und des Landkreises.

LebensArt in Fakten & Zahlen:

  • Eingetragener Verein & GbR
  • Gegenseitige Hilfe, Kunst und Kultur, Ökologische Ausrichtung, ein lebendiges, selbstbestimmtes Miteinander
  • Zielgruppe sind Alleinerziehende, Familien, Interkulturell, Mehrgenerationenwohnen, Seniorinnen und Senioren, Singles, Wohnen mit Kindern
  • Projekttyp: Hausgemeinschaft mit abgeschlossenen Wohnungen

Grundstück und Gebäude:

Neubau, Mehrfamilienhaus mit 8 Wohnungen im KfW-Effizienzhaus 40 Plus Standard

  • Grundstücksgröße: 3160 m2
  • Wohnfläche: 744 m2
  • Gemeinschaftseinrichtungen: 172 m2
  • Gemeinschaftsraum: 59 m2
  • 15 Bewohner im Alter von 1 bis 74 Jahren

Regenerative Energie:

  • Photovoltaikanlage: 35 kWp
  • Stromspeicher: 34 kWh Hochleistungsspeicher der Fa. Powertrust aus Bremen
  • Wärmepumpe: 30 kW thermisch

Manfred Gorgus / Powertrust GmbH

Sauberes Trinkwasser mit Solar aus Finnland

Sauberes Trinkwasser mit Solar aus Finnland

© Solar Water Solutions Oy

Nachhaltige Wasserversorgung 100 % solarbetriebene. Sicheres und sauberes Trinkwasser liefert die Solar Water Pumping Company mit Sitz im finnischen Espoo westlich von Helsinki mit ihren solarbetriebenen Wasseraufbereitungsanlagen, weltweit CO2-neutral und unabhängig vom Netz.

Ohne Zugang zu sauberem Wasser werden Menschen krank. Das finnische Unternehmen Solar Water Solutions Oy ist Hersteller von solarbetriebenen Wasseraufbereitungsanlagen, die „off the grid“, also ohne Netzanschluss sauberes Trinkwasser zur Verfügung stellen. Solar Water Solutions kommuniziert ihr System als ideale Lösung für netzfernen Einsatz.

Die Kosten pro aufbereitetem Liter Trinkwasser gibt das Unternehmen mit 0.005 Euro an, die Tagesproduktion einer Anlage liegt bei rund 15.000 Litern.

Die Investitionssumme für eine betriebsbereite Anlage wird mit rund 47.000 Euro beziffert. Für Unterhalts- und Instandhaltungskosten veranschlagt der Hersteller pro Jahr einen Betrag von rund 5500 Euro pro Anlage.

Aktuell werden Trinkwasseraufbereitungsanlagen des finnischen `Herstellers in Kenia betrieben.

Eine CO2-neutrale Lösung für sauberes Wasser weltweit, auch dort wo es keinen Strom gibt.

Mehr Infos und Kontakt zum Unternehmen: https://solarwatersolutions.fi/en/

Manfred Gorgus

Mehr Elektroautos, mehr Akkus – wie steht es um Entsorgung und Recycling der Traktionsbatterien?

Mehr Elektroautos, mehr Akkus – wie steht es um Entsorgung und Recycling der Traktionsbatterien?

©PantherMedia

Wenn Eloktromobilität flächendeckend in Deutschland Fuss fassen soll, sollte auch das Recycling der Traktionsbatterien auf die wachsende Zahl von Elektrofahrzeugen abgestimmt sein. Was sagt das Umweltbundesamt zum Thema Kapazitäten beim Recycling von Traktionsbatterien?

Eine Anfrage beim Bundesamt für Umweltschutz ergab, das aktuell Kapazitäten zum Akkurecycling von Lithium-basierten Batterien in Deutschland und Europa aufgebaut werden. Die aktuell vorhanden Kapazität reicht aus für das Recycling der Akkus von rund 50 Elektroautos, pro Jahr!

Stand heute gibt es in Deutschland exakt sieben Unternehmen für das Recycling lithiumhaltiger Altbatterien mit Kapazitäten von 1000 bis 10.000 Tonnen pro Jahr. Die Gesamtkapazität aller Betriebe in Deutschland wird mit 21.200 Tonnen  pro Jahr angegeben. Das reicht aus, um pro Jahr die Akkus von 52.000 Elektroautos mit einem Gewicht von 400 Kilogramm je Fahrzeug zu bearbeiten. Der Akku eines Tesla Model S bringt es auf stattliche 600 Kilogramm. Für flächendeckende Elektromobilität, stationäre Stromspeicher und all die Lithium-basierten Akkus aus anderen Anwendungen reichen bestehende Kapazitäten nicht aus und müssen ausgebaut werden.

Für das europäische Ausland nennt das Umweltbundesamt insgesamt vier Recyclingunternehmen. Zwei in Frankreich, eines in Finnland und eines in Belgien. Nur vom finnischen Akkurecycler ist die Kapazität bekannt, 7000 Tonnen pro Jahr.

Dies Kapazitäten sind wenig überzeugend, zumal das Recycling selbst noch der Optimierung bedarf. Laut EU-Vorschrift sollen mindestens 50 Prozent einer Traktionsbatterie recycelt werden. Glaubt man internen Informationen, wird bei den Lithium-Ionen Akkus eine Rate von gerade 35 Prozent erreicht. Höhere Prozentraten sind nur möglich, weil Stahlgehäuse mit zum Recyclingprozess gerechnet werden. Das schwierige Recycling dürfte mit ein Grund für intensive Forschungsbemühungen bei Thema Akku auf europäischer Ebene sein.
„Mehr Recycling“ von Elektrofahrzeugen und Traktionsbatterien

Dazu schreibt das Bundesumweltamt: „Auch wir plädieren für den weiteren Ausbau der Anlagenkapazitäten zur Verwertung von Lithium-Ionen-Batterien – einhergehend mit der zu erwartenden Zunahme der E-Fahrzeuge bzw. dem Rücklauf der gealterten Traktionsbatterien – sowie für eine Weiterentwicklung der Effizienzanforderungen an Recyclingverfahren. Die Rückgewinnung von (teils kritischen) Rohstoffen wie beispielsweise Lithium aus Batterien oder Neodym und weiteren Seltenen Erden aus Elektromotoren kann so gesichert werden. So wären beispielsweise Separations- und Rückgewinnungsverpflichtungen für bestimmte (kritische) Metalle wünschenswert, um sie als Sekundärrohstoffe in neuen Anwendungen einsetzen zu können und somit die Abhängigkeit und Produktion von Primärrohstoffen zu reduzieren. Möglichkeiten für eine EU-weite rechtliche Verankerung können konkret in dem neuen von der Europäischen Kommission geplanten Regelwerk einer „nachhaltigen Batterieverordnung“ bestehen.“

Bestand an Elektrisch betrieben Personenwagen in Deutschland

Eine kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Kühn , Lisa Paus, Stefan Schmidt, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN ergab im Jahr 2018, dass am 01. Januar 2018 knapp 54.000 Elektro PKW in Deutschland zugelassen waren, bei einem PKW-Bestand von 46,5 Millionen Fahrzeugen. Das entspricht bei PKW einem E-Mobility Anteil von rund 0,12 Prozent. Trotz des geringen Anteils von Elektroautos sind es zu viele für die aktuell in Deutschland vorhandenen Recyclingkapazitäten für Lithium-Akkus, zumal der E-Autobestand durch höhere Kaufprämien wachsen dürfte.

Zur Rücknahme verpflichtet

Wer Batterien verkauft muss sie unentgeltlich vom Endnutzer zurückzunehmen. Auf der anderen Seite sind Endnutzer gesetzlich verpflichtet, alle anfallenden Altbatterien bei den Vertreibern von Batterien oder den Sammelstellen der Wertstoffhöfe/ Schadstoffmobile abzugeben. Keinesfalls gehören Altbatterien – beispielsweise auch beschädigte Altbatterien und Knopfzellen – in den Hausmüll oder in die Umwelt.

Batterien für Elektrofahrzeuge werden nach dem Batteriegesetz der Batterieart „Industriebatterien“ zugeordnet. Vertreiber müssen die Altbatterien von den Endnutzern kostenfrei zurücknehmen, die Hersteller wiederum müssen den Vertreibern und Altfahrzeugverwertern eine kostenlose Rückgabemöglichkeit anbieten. Industrie-Altbatterien werden insbesondere über die Vertreiber (Händler der Industriebatterien im Sortiment führt, unabhängig von Marke und Bauform), die Behandlungseinrichtungen für Altfahrzeuge nach der Altfahrzeug-Verordnung und über gewerbliche Altbatterieentsorger erfasst.

Kosten im Falle einer Entsorgung durch Endverbraucher

Für diesen Fall nennt das Umweltbundesamt Kosten von bis zu 3000 Euro pro Tonne für fachgerechte Rücknahme und Zuführung zum Recycling von Lithiumbatterien.

Sollten E-Mobil Hersteller selbst für Recycling sorgen?

Ein weitere kleine Anfrage der Fraktion der FDP im September des Jahres 2018 ergab, dass die Recyclingkosten pro Tonne Lithium-Batterien sehr stark mit dem Kobalt-Anteil in einer Batterie zusammenhängen. Ist dieser hoch sinkt der Preis, ist er niedrig steigt der Preis für das Recycling. Als marktüblich wurden in der Anfrage Preise von 500 Euro pro Tonnen bis zu 1500 Euro pro Tonne genannt.

Lohnt sich das Recycling von Lithium-Akkus?

Diese Frage wurde vor knapp zwei Jahren ebenfalls in der kleinen Anfrage der FDP gestellt und von der Bundesregierung wie folgt beantwortet: „Insgesamt weisen lithiumhaltige Altbatterien – im Gegensatz zu Blei-Säure-Altbatterien – bislang einen negativen Marktwerkt auf. Für die Recyclingbetriebe von lithiumhaltigen Altbatterien sind in erster Linie die hohen, erzielbaren Preise für die Sekundärrohstoffe Kobalt und Nickel interessant. Sinkende Kobaltmengen in Traktionsbatterien werden den negativen Marktwert dieser Altbatterien verstärken.“

Die Wirtschaftlichkeit des Recycling soll aus Sicht der Bundesregierung durch die erwartetet Menge an Lithium Altbatterien irgendwann ins Positive kippen.
Eine erwartete steigende Lithiumnachfrage soll zu Preissteigerungen dieses Wertstoffes führen und dadurch zur wirtschaftlicheren Rückgewinnung des Lithiums aus Altbatterien führen., so die Überzeugung der Bundesregierung.

Fazit

Der Anteil von Lithium basierten Akkus bei Industriebatterien steigt jedes Jahr. 2014 lag er in Deutschland bei 2,5 Prozent, 2017 bereits bei 14 Prozent. Effizientes Recycling von Lithium basierten Akkus ist ein spannendes Thema, das noch nicht gelöst scheint. Laut unseren Recherchen wurde 2019 die von der EU vorgegebene Recyclingquote von 50 Prozent bei Lithium Traktionsbatterien von Recyclingunternehmen nur erreicht, wenn die Stahlgehäuse der Akkupakete aus Elektroautos mitgerechnet werden. In den kleinen Anfragen weist die Bundesregierung darauf hin, dass laut einer Studie 75 Prozent Recycling bei Lithium-Akkus möglich sei und das außerdem laut Angabe der Recyclingunternehmen Kapazitäten jederzeit erweitert werden können. Unsere Nachfrage bei einem Lithium Recyclingbetrieb  ergaben, dass die Recyclinquote bei Traktiosnbatterien abzüglich der Stahlgehäuse bei 35 Prozent liegt.

Aber Unzufriedenheit ist der Antrieb allen Fortschritts, weshalb beim Lithiumbatterie-Recycling viel Fortschritt zu erwarten sein sollte – oder in Zukunft eine neue Akkutechnik, bei der von Anfang an auf eine Kombination aus hoher Energiedichte, Leistung und exzellenten Recyclingfähigkeiten geachtet wird.

Manfred Gorgus