Dr. Franziska Brantner zu Besuch bei VoltStorage 

Dr. Franziska Brantner zu Besuch bei VoltStorage 

Head of Research & Development, Dr. John Alper, erläutert Frau Dr. Brantner die Iron-Salt-Batterie ©VoltStorage

Im Rahmen ihrer Informationstour zu besonders innovativen Greentech-Unternehmen besuchte die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Franziska Brantner die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen von VoltStorage in München.  

Die Parlamentarische Staatssekretärin Frau Dr. Franziska Brantner ist beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Sonderbeauftragte der Bundesregierung für die Umsetzung der internationalen Initiative für mehr Transparenz im Rohstoffe gewinnenden Sektor. Beim Speicherhersteller VoltStorage mit Sitz in München hat Frau Brantner Einblicke in die Arbeit eines Unternehmens erhalten, das umweltfreundliche Speicherlösungen für erneuerbare Energien entwickelt und produziert. 

Weitere Themen waren die Herausforderungen, denen sich Greentech-Startups wie VoltStorage in Deutschland stellen müssen. Dazu gehören Standortförderungen und Finanzierungsfragen, die Akzeptanz von Innovation und Transformation im Energiesektor allgemein sowie politische Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines Marktes, der im Grunde erst noch im Entstehen ist. 

Eisen-Salz-Batterien – ein Gamechanger für die Energiewende

Die von VoltStorage entwickelte Iron Salt Battery ist ein Energiespeicher der auf dem Redox-Flow-Prinzip basiert. In ihrem Einsatz als Langzeitspeicher – auch Long Duration Energy Storage, kurz LDES genannt – richtet sich die Lösung vor allem an Energieversorger, Netzbetreiber und große Industrieunternehmen, um Wind- und Sonnenenergie grundlastfähig zu machen. Da die Batterien mit den Materialien Eisen und Salz arbeiten, ist diese Speichertechnik zum einen unbedenklich für die Umwelt und zum anderen kommen regional verfügbare Rohstoffe zum Einsatz.

Besser als ein Gaskraftwerk

Bisherigen Flexibilitätslösungen wie beispielsweise Gaskraftwerke ist die Redox-Flow-Batterie in den Punkten Umweltverträglichkeit, Lieferkettensicherheit und Wirtschaftlichkeit überlegen. Nicht zuletzt aufgrund dieser Charakteristiken gilt die Technologie als potenzieller Gamechanger für die Energiewende. 

Dr. Franziska Brantner zeigt sich von der Arbeit von VoltStorage beeindruckt: „Ein junges, aber sehr erfahrenes und hoch motiviertes Team verfolgt das Ziel, grüne Speicher für grüne Energie zu entwickeln – ganz ohne kritische Materialien. Das birgt enormes Potenzial, vor allem, wenn es um langfristige Rohstoffverfügbarkeit und Versorgungssicherheit geht. Dass die ca. 70 Mitarbeitenden dabei aus fast 20 Ländern stammen und teilweise extra nach Deutschland gekommen sind, ist ein Beleg für die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität unserer Startup-Szene, vor allem im Greentech-Bereich. Wir setzen uns dafür ein, diese Innovationskraft zu erhalten und zu stärken.“  

Gerade junge Unternehmen brauchen in Deutschland verlässlichen politischen Rahmen

Jakob Bitner, Co-Founder und CEO von VoltStorage: “Unsere Erfahrung ist, dass internationale Energieanbieter und Unternehmen aufgeschlossener und progressiver an neue Technologien und Innovationen herangehen als vergleichbare Unternehmen in Deutschland. Wenn die Energiewende als globale Aufgabe gelingen soll, müssen aber alle an einem Strang ziehen. Die Innovationskraft junger Unternehmen ist ein hohes Gut, die es zu erhalten gilt. Nicht nur wir, sondern auch unsere möglichen Partner und Kunden begrüßen es daher, wenn die Politik einen verlässlichen Rahmen schafft, der Regeln für ein Marktdesign mit Investitions- und Wachstumsimpulsen gibt.“ 

Umweltfreundlich Strom speichern im industriellen Maßstab

VoltStorage wurde 2016 gegründet und hat fast zehn Jahre Erfahrung im Bereich der umweltfreundlichen Redox-Flow-Speichertechnologie. Anfang 2024 hat das Unternehmen einen neuen Standort mit besseren Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bezogen. Damit ist die Grundlage für intensivere Entwicklungsarbeit an der Iran-Salt-Batterie zu intensivieren. Bis Ende 2025 sollen mit Partnern Pilotanlagen definiert werden, bei denen konkrete Dekarbonisierungsmaßnahmen in der Energieversorgung größerer Industrieanlagen im Mittleren Osten realisiert werden. Entsprechende Kooperationen wurden bereits Anfang dieses Jahres vereinbart. 

Text: Manfred Gorgus

Quelle: Voltstorage

Grüner Wasserstoff zum Heizen umstritten: offener Brief warnt Gemeinden vor großflächigem Einsatz

Grüner Wasserstoff zum Heizen umstritten: offener Brief warnt Gemeinden vor großflächigem Einsatz

Foto: Greenpeace & 200 weitere. Bearbeitung: SOLAR-professionell

In den vergangenen Tagen erhielten rund 7.000 deutsche Bürgermeister und Bürgermeisterinnen einen offenen Brief, der von 217 Organisationen unterzeichnet wurde. In diesem Schreiben wurde eindringlich davor gewarnt, Wasserstoff großflächig in der kommunalen Wärmeplanung einzusetzen.

„Heizen mit Wasserstoff is wie Duschen mit Champagner“

Während die Gaslobby bei den Kommunen aktiv den Umbau der Gasnetze auf Wasserstoff bewirbt, mahnen Umweltverbände, dass Grüner Wasserstoff auf lange Sicht ein sehr seltenes und teures Gut bleiben wird. Die Bedenken liegen insbesondere darin, dass eine unbedachte Nutzung von Grüner Wasserstoff zu erheblichen finanziellen Belastungen für Verbraucher führen könnte, wenn dieser einfach verheizt wird.

Kontroverse um Wasserstoff

In Vorbereitung auf die klimaneutrale Zukunft müssen alle Kommunen bis Mitte 2028 einen Plan vorlegen, wie sie ihre Gemeinden mit Wärme versorgen wollen. Trotz des wissenschaftlichen Konsenses, dass Wasserstoff für die Gebäudewärme ungeeignet ist, wirbt die Gaslobby vehement für seinen flächendeckenden Einsatz in der Wärmeversorgung. Über Plattformen wie „H2 vor Ort“ und „H2 kommunal“ versucht die Gasindustrie, Stadtwerke und Kommunen für ihre Zwecke zu gewinnen.

Gaslobby rettet fossiles Geschäftsmodell

„Hinter dieser Strategie der Gaslobby steckt die Absicht, ihre Einnahmen aus dem Verkauf von Erdgas zu sichern, während sie gleichzeitig versuchen, ihr fossiles Geschäftsmodell durch Wasserstoff zu retten“, erklärt Henning Peters, Referent für Energie und Klima am Umweltinstitut. „Dadurch wird der Klimaschutz beeinträchtigt, da fossile Anlagen weiter betrieben werden und die Klimakrise weiter anheizen, während Kommunen auf einen Wasserstoff setzen, der in dieser Menge noch nicht verfügbar ist.“

Der offene Brief warnt konkret davor, Wasserstoff-Heizgebiete in der kommunalen Wärmeplanung auszuweisen. Selbst in Wärmenetzen sollte Wasserstoff höchstens zur Abdeckung der Spitzenlast vorgesehen sein.

Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen angeblich, dass Wasserstoff für die Gebäudewärme irrelevant ist. Über 50 unabhängige Studien zeigen, dass Wasserstoffheizungen vier- bis sechsmal mehr Energie verbrauchen als herkömmliche Wärmepumpen. Seine Herstellung ist äußerst energieintensiv und daher auf absehbare Zeit teuer, argumentieren die unterzeichneneden Organisationen.

Grüner Wasserstoff zu teuer zum Heizen

Mira Jäger, Energie-Expertin von Greenpeace, stellt klar: „Wasserstoff ist zu kostenintensiv und aufwändig zu produzieren, um ihn buchstäblich zu verheizen. Selbst langfristig wären Wasserstoffheizungen insgesamt etwa doppelt so teuer wie Wärmepumpen oder Wärmenetze. Wasserstoff sollte nur für spezielle Anwendungen eingesetzt werden, für die es keine Alternativen gibt. Wenn Kommunen heute Wasserstoff-Heizgebiete ausweisen, riskieren sie hohe Folgekosten für ihre Bürger:innen und handeln nicht im Sinne des Klimaschutzes.“

Link zum ganzen Brief.

Manfred Gorgus

Dydd Gwyl Dewi Sant Hapus – Happy St. David’s Day!

Dydd Gwyl Dewi Sant Hapus – Happy St. David’s Day!

Grafik: SOLAR-professionell

Einen frohen Sankt Davids Tag wünschen die Waliserinnen und Waliser am 1. März jedes Jahr. Auf Walisisch: „Dydd Gwyl Dewi Sant Hapus“. Das westliche Land der britischen Insel hat eine spannende Geschichte, eine vielversprechende Zukunft und pflegt einen entspannten Lebensstil. Der erste März ist Nationalfeiertag zu Ehren des Volkshelden St. David. Für uns Anlass, einen Blick auf das kleinste Land der britischen Insel zu werfen, denn es ist auch ein Teil der Geschichte von SOLAR-professionell.

St. David – der Schutzpatron von Wales

Sant Davids day ist der walisische Nationalfeiertag zu Ehren des heiligen Davids, dem Schutzpatron von Wales. 512 geboren, wirkte er als Mönch und Prediger, gründete mehrere Klöster, wurde in Jerusalem zum Bischof gekrönt und 1158 heiliggesprochen.

St. David – Symbol des walisischen Widerstands gegen die Angelsachsen.

Wales liegt im Westen der britischen Insel, grenzt im Osten an England, im Süd-Westen an die Keltische See mit Bristol- und St.-George-Kanal. Im Nord-Westen grenzt Wales an die Irische See.

In der walisischen Hauptstadt werden am 1. März Paraden abgehalten. In Schulen wird der normale Unterricht durch Literatur und Musikveranstaltungen ersetzt.

Warum St. Davids Day auf SOLAR-professionell?

Warum der St. Davids Day einen Platz auf auf der Plattform von SOLAR-professionell erhält ist schnell erklärt: Der Gründer von SOLAR-professionell wurde am Gwent College of higher Education, dem Newport College of Art & Design und der Cardiff University ausgebildet.

Es existieren persönliche Verbindungen sowohl zu Wales, als auch zu Großbritannien. Die walisisch-britische Seele und Lebensart sind Teil von SOLAR-professionell. Zu guter Letzt engagiert sich das westlichste Land auf der britischen Insel seit vielen Jahren für die Dekarbonisierung seiner Energieversorgung mit dem Ausbau erneuerbarer Energien.

Ein fünftel aus Erneuerbaren Energien

Ein fünftel des walisischen Energiebedarfs kommt bereits aus erneuerbaren Quellen, schreibt die Regierung vom Wales auf ihren Internetseiten. Die Photovoltaikleistung ist in 12 Jahren von drei Megawatt in 2010 auf 1250 Megawatt in 2022 gestiegen (Quelle: Statista 2022). Im industriell geprägten Süden des Landes investiert RWE in eine Versorgung mit Wasserstoff in großem Stil.

Riversimple – E-Autos made in Wales

Bildschirmfoto ©Welsh Governement

Llandrindod Wells ist ein kleiner Ort in der Mitte von Wales. Dort entwickelt und fertigt Hugo Spowers, Gründer und Chefingenieur von „Riversimple“ seine Elektroautos: schnittige Zweisitzer mit Brennstoffzelle und Elektroantrieb für umweltfreundliches Fahren aus dem Land des Drachen. Ja, auch Wales hat einen Drachen als nationales Symbol – sogar auf der Landesflagge. Nicht alles was aus dem Land des Drachen kommt, kommt aus China.

D.T.

Nutzfahrzeug-Ladeinfrastruktur-Unternehmen Heliox von Siemens übernommen.

Nutzfahrzeug-Ladeinfrastruktur-Unternehmen Heliox von Siemens übernommen.

Übernahme abgeschlossen.

Siemens hat am 11. Januar dieses Jahres die vollständige Übernahme des e-Bus- und e-LKW-Lade-Infrastrukturunternehmens Heliox bekannt gegeben. Heliox, mit Hauptsitz in den Niederlanden, beschäftigt rund 330 Mitarbeiter. Siemens erhofft sich durch die Übernahme eine Technologieführung bei DC-Schnellladelösungen für den Bereich e-Bus- und e-LKW-Flotten.

Größeres Angebot und mehr Präsenz im Markt.

Das Angebot von Heliox erweitert das aktuelle Siemens-Ladeinfrastruktur-Portfolio um Produkte und Ladelösungen von 40 Kilowatt bis zu Megawatt-Anwendungen, außerdem um Ladelösungen für das Laden auf der Strecke. Weiterhin steigert der Kauf von Heliox die Marktpräsenz von Siemens in diesem in Europa und Nordamerika.

Zusätzliche Kompetenz in einem der am schnellsten wachsenden Märkte.

Mit der Übernahme verbessert Siemens zusätzlich seine Kompetenz im Bereich der Leistungselektronik. Die mobilen, skalierbaren und parallelen Ladelösungen von Heliox werden es Siemens ermöglichen, Märkte besser zu bedienen. Laut Siemens AG Vorstandsmitglied und CEO von Smart Infrastructure Matthias Rebellius, erleben DC-Schnellladelösungen für e-Bus- und e-LKW-Flotten ein beispielloses Wachstum. DC-Schnellladelösungen für elektrische Nutzfahrzeuge gelten als das am schnellsten wachsende Segment im E-Mobilitätsbereich.

Manfred Gorgus Quelle: Siemens

Konferenz „Infrarotheizung im Bestandsgebäude“

Konferenz „Infrarotheizung im Bestandsgebäude“

Das Programm zur Konferenz „Die Infrarotheizung im Bestandsgebäude“ ist veröffentlicht. Drei Forschungsprojekte sind dabei im im Fokus. Alle befassen sich mit dem Thema der Performance von Infrarotheizungen im Bestand. Außerdem werden eine Reihe von Praxisbeispielen vorgestellt.

Sauerlach, 16. Januar 2024: Der IG Infrarot Deutschland e.V. hat das Programm der Konferenz „Die Infrarotheizung im Bestandsgebäude“ veröffentlicht. Die Konferenz findet am am Donnerstag dem 11. April 2024, in Würzburg statt. Anmeldung können sofort vorgenommen werden.

Auf der ganztägigen Veranstaltung werden drei neue Studien vorgestellt, in denen der Einsatz von Infrarotheizungen in Bestandsgebäuden untersucht wurde. Am Nachmittag präsentieren Fachlaute aus der Praxis Projektbeispiele mit Einbindung von Infrarotheizungen. Darunter auch die Sanierung einer denkmalgeschützten Villa sowie die Sanierung von Wohnungen in einem Ferienpark.

Die Forschungsprojekte

Die Technische Universität Dresden knüpft in ihrer aktuellen Studie an die Untersuchung „Potentialbewertung von Infrarotheizungen als Spitzenlastabdeckung“ aus dem Jahr 2023 an. In der Nachfolge-Studie legen die Forscher Gebäude unterschiedlichster Bauklassen zugrunde. Die Simulationen reichen vom Effizienzhaus-Standard KfW 40 zurück bis zum Bau in den 1950er Jahren. Sie simulieren den Einsatz eines Infrarotheizsystems im Vergleich zu einer Wärmepumpe sowie die Kombination einer Infrarotheizung zur Spitzenlastabdeckung mit einer kleinen Wärmepumpe für die Grundlast. In den Gebäuden älterer Bauklassen werden zum Vergleich auch Gasheizungen in der Simulation betrachtet – entweder als alleiniges Heizsystem oder zur Deckung der Grundlast in Kombination mit der Infrarotheizung.

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP führt aktuell einen messtechnischen Vergleich des Heiz-Energieverbrauchs eines konventionell beheizten Einfamilienhauses mit einem Gebäude mit Infrarotheizung durch – dies in zwei baugleichen realen Einfamilienhäusern. Die drei erwähnten Studien wurden von dem Branchenverband IG Infrarot Deutschland in Auftrag gegeben.

Die HTWG Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung hat die Studie IR-Bau zum „Potenzial von Infrarot-Heizsystemen für hocheffiziente Wohngebäude“ fortgeführt. In dem zweiten Teil, IR-Bau 2, untersuchten die Forscher weitere Wohn- und Bürogebäude mit Infrarotheiz-/Photovoltaik-Systemen hinsichtlich ihrer ökologischen und ökonomischen Eigenschaften, der thermischen Behaglichkeit und Projektierbarkeit und ermittelten Möglichkeiten zur Optimierung. Die Ergebnisse werden im Februar 2024 erstmals veröffentlicht.


Studien ergänzen Praxiserfahrungen

„Aus zahlreichen Praxisbeispielen wissen wir, dass Infrarotheizungen bereits erfolgreich in Bestandsgebäuden eingesetzt werden. Die Studien liefern nun wissenschaftlich belastbare Zahlen für unterschiedlichste Anwendungsoptionen und Kombinationen mit anderen Heizsystemen“, sagt Lars Keussen, Vorstand des IG Infrarot Deutschland e.

Die Konferenz im Hotel Rebstock Best Western Premier in Würzburg richtet sich an die Infrarotheizungsbranche, Wohnungsunternehmen, Architekten, Planer und Energieberater sowie an Entscheider aus der Photovoltaik-, Wärmepumpen- und Heizungsbranche. Die Teilnahmegebühr beträgt 350 Euro für Mitglieder des IG Infrarot Deutschland e.V. und 400 für Nicht-Mitglieder (zzgl. 19% MwSt.). Das Programm und Informationen zur Anmeldung sind auf der Website www.ig-infrarot.de/veranstaltungen-2024 zu finden.

4. Runder Tisch der Infrarotheizungsbranche

Für die Infrarotheizungsbranche sowie Wissenschaftler, die zu Stromdirektheizungen forschen, bietet der Branchenverband am Vortag, Mittwoch, 10. April 2024, am gleichen Ort zum vierten Mal einen „Runden Tisch der Infrarotheizungsbranche“ an. „Der Runde Tisch, den wir erstmals unter erschwerten Pandemie-Bedingungen angeboten haben, hat sich zu einer geschätzten Plattform für die Informationssammlung und den brancheninternen Austausch entwickelt“, sagt Keussen. „In einer noch kleinen, aber wachsenden Branche mit großem Potenzial ist ein solcher Treffpunkt wichtig.“

Ein Thema auf dem Runden Tisch wird in diesem Jahr die intelligente Steuerung der Heizgeräte sein. Unter anderem wird Prof. Dr.-Ing. Martin Becker, Hochschule Biberach, zur Einbindung der Infrarotheizung in eine energieeffiziente, thermische Behaglichkeitsregelung referieren. Weiterhin dreht es sich um Themen wie die Messung des Strahlungswirkungsgrades von Infrarotheizgeräten sowie die QNG-Zertifizierung.

Die Teilnahmegebühr am Runden Tisch beträgt 150 Euro für Mitglieder des IG Infrarot Deutschland e.V. und 250 Euro für Nicht-Mitglieder (zzgl. 19% MwSt.) Das Programm des Runden Tischs sowie Informationen zur Online-Anmeldung sind ebenfalls auf der Website www.ig-infrarot.de/veranstaltungen-2024 zu finden.

Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie….

… beim Verband per E-Mail unter events@ig-infrarot.de sowie telefonisch unter +49 177 3817520.

Qiuelle: IG Infrarot Deutschland e.V.

Reine Stromer immer beliebter

Reine Stromer immer beliebter

Immer mehr PKW rein elektrisch auf der Straße

Flensburg, 16. Januar 2024. Mit Abschluss des Jahres 2023 lag die Anzahl der Personenkraftwagen (Pkw) mit alternativen Antrieben (Elektro (BEV)*, Hybrid, Plug-In, Brennstoffzelle, Gas, Wasserstoff) um +4,8 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums.

1.379.260 Neuwagen und damit 48,5 Prozent der insgesamt 2.844.609 Pkw-Neuzulassungen waren mit einem alternativen Antrieb ausgestattet.

700.206 Neuwagen, beziehungsweise 24,6 Prozent, waren mit einem Elektroantrieb (Elektro (BEV), Plug-In, Brennstoffzelle) ausgestattet und damit -16,0 Prozent weniger als im Jahreszeitraum 2022. Bei den Elektro (BEV) Pkw stiegen die Zulassungszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um +11,4 Prozent. Mit 524.219 Neuzulassungen betrug ihr Anteil am Gesamtzulassungsvolumen des Berichtszeitraums 18,4 Prozent.

Quelle: Kraftfahrt Bundesamt

  • BEV = Battery Electric Vehicle, Fahrzeuge mit ausschließlich elektrischer Energiequelle
222 Tipps für Energie-Autrakie in kostenlosen Ratgeber

222 Tipps für Energie-Autrakie in kostenlosen Ratgeber

Wie bereits 2023 hat die Redaktion der „photovoltaik“ hat auch 2024 wieder einen kostenfreien Ratgeber am Start. Der Titel des Ratgebers 2024 ist selbsterklärend: „222 Tipps für Autarkie“. Die Darreichung erfolgt als 185 Seiten starkes PDF und steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Eigenversorgung mit Sonnenstrom, für E-Mobilität & Wärmepumpen

Der Ratgeber informiert über die Chancen der Eigenversorgung mit Sonnenstrom, Wärmepumpen, E-Mobilität und weiteren solarelektrischen Systemen. Es gibt viele praktische Tipps und Informationen für private Anwender, ebenso wie für Gewerbekunden. Der Ratgeber will möglichst viele Verbraucher über die Vorteile einer dezentralen Vor-Ort-Versorgung mit Eigenstromerzeugung und deren Wirtschaftlichkeit informieren.

Thema Förderungen, Rechte & Pflichten als PV-Betreiber

Der Ratgeber liefert eine Übersicht über die finanzielle Förderung und die richtigen Anlaufstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es wird außerdem erklärt, welche Rechte und Pflichten mit dem Betrieb von Solaranlagen verbunden sind. Das EEG 2023, steuerliche Vereinfachungen und das anstehende Solarpaket wurden im neuen Ratgeber berücksichtigt.

Erzeugen -Speichern – Heizen – E-Mobilität

Das Themenspektrum des Ratgebers ist umfassend:

  • Photovoltaik,
  • Solarstromspeicher
  • solarelektrische Raumwärme
  • solarelektrisches Warmwasser
  • Kühlung, Lüftung und Kältetechnik
  • Elektromobilität
  • Brennstoffzellen und BHKW
  • Preisinformationen
  • Rechte & Pflichten plus Steuertipps.

Am Ende steht ein umfangreiches Adressverzeichnis mit Installateure und Planern zur Verfügung, dass die regionale Suche und Kontaktaufnahme mit Experten aus dem Themenumfeld erleichtert.

Praxistipps zum kostenlosen Download

Der Ratgeber 2024 „222 Praxistipps für Autarkie“ steht online als PDF nach kurzer Registrierung zum kostenlosen Download bereit. Er wurde speziell für private und Gewerbekunden entwickelt.

Neu in dieser Auflage sind umfangreiche Trendberichte zu Balkon-PV, bidirektionalem Laden, elektrischen Direktheizungen (Infrarot) und Gemeinschaftsanlagen.

Download-Link

https://www.photovoltaik.eu/b2c-ratgeber-2024

Manfred Gorgus

Wärmepumpen-Absatz steigt, trotz 73 % weniger Förderanträgen

Wärmepumpen-Absatz steigt, trotz 73 % weniger Förderanträgen

Foto: Wärmepumpe in Mehrfamilienhaus ©SOLEIS AG

Laut BAFA-Statistik sind die Förderanträge für Wärmepumpen im Jahr 2023 um über 70 Prozent zurückgegangen. So sollen im Jahr 2022 monatlich im Durchschnitt 29.060 Anträge gestellt worden sein. 2023 waren es nur noch etwa 7.845 pro Monat, was einem Rückgang von 73 Prozent entspricht. Trotzdem wurden bis Ende September 2023 ca. 295.500 Wärmepumpen neu installiert, 59.500 mehr als im Vorjahr.

Das Bonner Unternehmen EUPD-Resaerch meldet dazu: „Die Absatzzahlen von Wärmepumpen steigen stetig an. Und dies, obwohl die Planungssicherheit aufgrund der Förderungsstruktur und der Haushaltssperre aktuell eher ungewiss ist. So ist der Wärmepumpenabsatz in Deutschland bis Ende des dritten Quartals 2023 bereits höher als im gesamten Vorjahr.“

Sechs Millionen Wärmepumpen bis 2030

Am 27.01.2024 legte der Bundesverband Wärmepumpe seine damals aktuellen Einschätzungen zur Branchenentwicklung vor und ging damals sowohl auf aktuelle Marktentwicklungen als auch auf erforderliche Rahmenbedingungen für den weiteren Markthochlauf ein. Die Branchenstudie war wohl von den hohen Erwartungen der Bundesregierung einer raschen Veränderung der Heiztechnik im Gebäudesektor bestimmt, die mit dem Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) untermauert werden sollte. So sollten bereits im Jahr 2024 rund 500.000 Wärmepumpen pro Jahr installiert werden, der Feldbestand soll bis 2030 auf 6 Mio. Anlagen anwachsen. Zum Jahreswechsel 2022/23 waren rund 1,4 Millionen Wärmepumpen in Deutschland installiert.

GEG und Haushaltssperre

Nun wurde nicht nur das GEG in seiner ursprünglichen Form scharf kritisiert, auch der Haushalt der Bundesregierung wurde in seiner ursprünglichen Form vom Bundesverfassungsgericht gekippt. Wer aktuell auf der Seite des BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nachschaut, wird informiert, dass aufgrund der Haushaltssperre keine finanziellen Zusagen für 2024 gegeben werden können. Wörtlich heißt es auf der BAFA-Seite am 07. Januar 2024:

  • Die Haushaltssperre hat für den Klima- und Transformationsfonds (KTF) weiterhin Bestand. Da die Förderprogramme der nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) im KTF veranschlagt sind, gilt weiterhin Folgendes:
  • Derzeit kann keine Bewilligung von neuen Vorhaben erfolgen.
  • Die Annahme von Anträgen pausiert weiterhin. Dies betrifft alle Förderprogramme der nationalen Klimaschutzinitiative und damit auch die Förderung von E-Lastenfahrrädern nach der E-Lastenfahrrad-Richtlinie. Eine Antragsstellung über das elektronische Antragsportal ist deshalb nicht möglich.
  • Maßnahmen zu bereits erfolgten Förderzusagen können weiterverfolgt werden.
  • Über aktuelle Entwicklungen zu den Förderprogrammen der nationalen Klimaschutzinitiative wird auf klimaschutz.de informiert.

Die Zukunft liegt in der Wirtschaftlichkeit

Wenn im Jahr 2023 rund 73 % weniger Förderanträge für Wärmepumpen als im Vorjahr gestellt wurden, gleichzeitig aber fast 60.000 Wärmepumpen mehr verbaut wurden als 2022, so lässt das den Schluss zu, dass die Technik so überzeugend ist, dass sie auch ohne Förderung installiert wird, weil sie perspektivisch wirtschaftlicher ist, als Heizsysteme mit grauer Energie. Und hier, liebe Leserinnen und Leser, sind die erneuerbaren Energien bei ihrem ursprünglichen Gedanken angekommen: mit dezentral erzeugter Energie aus Wind und Sonnen langfristig günstiger Energie zu erzeugen als mit importierten Energien wie Erdgas, Kohle und Erdöl und Deutschland gleichzeitig von Energieimporten unabhängiger zu machen. Anlass waren die Ölpreiskrisen der Jahre 1973/74 und 1979/1980, als die OPEC-Staaten Erdöl künstlich verknappten, um einen höheren Preis für ihr Öl zu erzielen. Bei Erneuerbaren Energien geht es nicht um eine Ideologie – es geht um Wirtschaftlichkeit. Lediglich die Denke ist eine andere: Bei fossiler Versorgung mögen die Anfangsinvestitionen niedriger sein, dafür entstehen langfristig Kosten für Energie, auf deren Preis Verbraucher keinerlei Einfluss haben. Bei erneuerbaren Energien fallen in der Regel am Anfang höhere Kosten an, dafür ist die Energie kostenlos – zumindest bei Wind und Sonne.

Manfred Gorgus

Weniger Stromausfälle im Deutschen Stromnetz

Weniger Stromausfälle im Deutschen Stromnetz

Staistik ©Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur hat die Zahlen der nicht geplanten Stromunterbrechungen im deutschen Stromnetz für das Jahr 2022 veröffentlicht. Die Zahl der Stromausfälle bei Letztverbrauchern ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Durchschnitt lagen die Ausfallzeiten bei 12 Minuten. Die Bundesnetzagentur spricht von einem konstant hohen Qualitätsniveau der Versorgungssicherheit.

Weniger Ausfälle

In die Netzausfallstatistik der Ausfälle sind insgesamt 157.245 Versorgungsunterbrechungen in der Nieder- und Mittelspannung verarbeitet, die von 855 Netzbetreiber übermittelt wurden. Gegenüber 2021 wurden etwa 9.300 Störungsmeldungen weniger gemeldet.

Aus allen ungeplanten Unterbrechungen, die nicht auf Ereignisse der höheren Gewalt zurückzuführen sind, ermittelt die Bundesnetzagentur den sogenannten SAIDIEnWG (System Average Interruption Duration Index), der die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung je angeschlossenen Letztverbraucher innerhalb eines Kalenderjahres widerspiegelt.

Welche Unterbrechungen fließen in die Statistik?

In die Berechnung des SAIDIEnWG fließen nur ungeplante Unterbrechungen ein, die zurückzuführen sind auf:

  • „Atmosphärische Einwirkungen“,
  • „Einwirkungen Dritter“,
  • „Zuständigkeit des Netzbetreibers“ und „Rückwirkungsstörungen“.

Fazit

Trotz aller geäußerter Bedenken, dass Deutschland nach Abschaltung der Atomkraftwerke im Chaos versinken und die Energieversorgung auf den Stand eines Dritte-Welt-Landes rutschen wird, scheint das hiesige Stromnetz ordentlich zu arbeiten – sogar besser als in der Vergangenheit: in den vergangenen 17 Jahren lag der durchschnittliche Versorgungsausfall nur einmal niedriger als im Jahr 2022, nämlich im Corona-Jahr 2020. Damals lag die durchschnittliche Ausfallzeit bei knappen 11 Minuten. Gute Nachrichten, die vom Aufmerksamkeitswert allerdings ganz schlecht sind.  Wir sind der Meinung, dass nicht alles schlechter wird, zumindest nicht die durchschnittliche Strom-Ausfall-Zeit im deutschen Stromnetz. Das beruhigt.

Manfred Gorgus

Quelle: Bundesnetzagentur

Partner für Demo-Projekt Mittelspannungs-Stringwechselrichter PV gesucht

Partner für Demo-Projekt Mittelspannungs-Stringwechselrichter PV gesucht

Fraunhofer ISE -Wechselrichter ermöglicht PV den Sprung von Nieder- zur Mittelspannung.

Gedacht – gemacht: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme hat den weltweit ersten Mittelspannungs-Stringwechselrichter für Großkraftwerke vorgestellt. Mit einer echten Einspeisung ins Mittelspannungsnetz hat das Entwicklerteam bewiesen, dass eine höhere Spannungsebene für Photovoltaik-Wechselrichter technisch möglich ist. Damit sollen sich in Zukunft laut Fraunhofer bei passiven Bauteilen und Kabeln enorme Kosten- und Ressourcen einsparen lassen. Der neue Wechselrichter sei die Grundlage für eine völlig neue Generation von PV-Großkraftwerken, sei aber auch bei Windkraftanlagen, Elektromobilität oder Industrie gut einzusetzen. 

Mehr Volt – dünnere Kabel

Aktuelle PV-Stringwechselrichter arbeiten mit Ausgangsspannungen zwischen 400 VAC und 800 VAC. In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projekt entwickelte das Fraunhofer ISE in Kooperation mit Siemens und Sumida einen Wechselrichter, der eine Anhebung der Ausgangsspannung in den Mittelspannungsbereich (1.500 V) bei einer Leistung von 250 kVA erlaubt. Möglich wurde dies durch den Einsatz von hoch sperrenden Siliciumkarbid-Halbleitern. Das Forschungsteam installierte außerdem ein Kühlkonzept mit Heatpipes, um eine effiziente Kühlung, mit weniger Aluminium zu realisieren. 

70 % geringerer Kabelquerschnitt

Enormes Einsparpotenzial durch dünnere Kabel  In einem typischen Photovoltaik-Kraftwerk sind Kilometer von Kupferkabeln verlegt. Hier sehen die Entwickler durch eine höhere Spannung erhebliches Einsparpotenzial: Bei einer Spannung von 1.500 VAC, sinkt der Kabelquerschnitt auf 35 mm², was den Bedarf an Kupfer um etwa 700 Kilogramm pro Kilometer reduziert. Prof. Dr. Andreas Bett, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme erklärt dazu: „Unsere Ressourcenanalysen zeigen, dass mittelfristig Kupfer aufgrund der Elektrifizierung des Energiesystems ein knapper Rohstoff wird. Die Erhöhung der Spannung erlaubt einen sparsamen Umgang mit diesen wertvollen Ressourcen“.

Neue Normen

Mit dem Mittelspannungswechselrichter werden die aktuell bestehenden PV-spezifischen Normen verlassen – sie decken diesen Bereich nicht ab. Daher beschäftigt sich das Projektteam auch mit dem Thema Normen, die sich durch die Anhebung der Spannung ergeben. 

Partner für Demoprojekt gesucht

Nach erfolgreichen Tests mit der Einspeisung ins Mittelspannungsnetz sucht das Forschungsteam jetzt Partner für Feldtests. Das können Entwickler von Photovoltaik-Park oder Netzbetreiber sein. Neben dem Einsatz in der Photovoltaik ist der Schritt über die Grenzen der Niederspannung hinaus auch für Anwendungen wie Windkraftanlagen und Ladeinfrastruktur für größere Elektro-Fahrzeugflotten sowie für die E-Nutzfahrzeugladung interessant – eben überall dort, wo durch steigende Anlagenleistungen große Kabelquerschnitte benötigt werden.

M.Gorgus

Wasserkraftwerk & Mieterstrom mit neuer Mess- und Abrechnungstechnik

Wasserkraftwerk & Mieterstrom mit neuer Mess- und Abrechnungstechnik

Mieterstromprojekt mit Strom aus Wasserkraft im hessischen Lahnau ©Revikon GmbH

Die Revikon GmbH ist auf Revitalisierung von brachliegenden Industriegeländen, Gewerbeimmobilien, mit und ohne Denkmalschutz spezialisiert. 2015 hat das Unternehmen eine stillgelegte Mühle mit rund 5.500 m² Grundstücksfläche wiederbelebt. Es entstanden vier Neubauten mit Wohn- und Gewerbeeinheiten, die eine nahezu vollständige Selbstversorgung aus dem eigenen Wasserkraftwerk genießen. Soft- und Hardware für das Mieterstromprojekt kommt von Solarize.

Unabhängig seit 2015

Nach Angaben von Solarize ist die Mühle Deutschlands ältestes Mieterstromprojekt, mit dem seit 2019 eine fast vollständige Autarkie des Projektes umgesetzt werden konnte. Um selbst produzierten Strom und den über das öffentliche Netz bezogenen Strom korrekt auf private und gewerbliche Mieter abrechnen zu können, hat die Revikon GmbH gemeinsam mit der Solarize Energy Solutions GmbH 2023 die Abrechnung mit neuen Messkonzepten modernisiert und die Rechnungsstellung automatisiert. Dadurch konnte der Arbeitsaufwands für die Erstellung von Strom-Abrechnungen auf 30 Prozent reduziert werden.

Automatische Abrechnung im 15-Minuten Takt

Mieterstrommodelle nach altem Muster waren komplex, mit vielen Vorgaben und Pflichten für Vermieter. Die Abrechnung der Stromlieferungen aus öffentlichem Netz und eigenem Wasserkraftwerk an die Mieter erfolgte mangels entsprechende Soft- und Hardware mithilfe einer Mischkalkulation. Diese musste mit hohem Aufwand manuell erstellt werden. Zusätzlich erschwerten immer wiederkehrende technischen Probleme mit den alten Zählern den Abrechnungsvorgang.

Intelligente Zähler und neue Software schaffen Transparenz bei Verbrauch und vereinfachen Abrechnung

Als Erstes hat Solarize die alte Zählertechnik durch SLP-Messstellen ersetzt, die mit intelligentem Messsystem nach TAF7 Zählerstände im 15-Minuten-Takt übermitteln. Im nächsten Schritt wurden die intelligenten Zähler mit der Solarize-Plattform gekoppelt. So erhält jeder Abnehmer eine exakte Abrechnung zu Strom aus Wasserkraft und öffentlichem Netz. Verbraucher haben damit Transparenz ihres Energiebezugs und der Anbieter hat seinen Arbeitsaufwand für Abrechnungen um rund 70 Prozent reduziert.

Kathrin Ernst, die bei der Firma Weimer Facility-Management GmbH die Abrechnungsprozesse für die Revikon GmbH koordiniert, erklärt: „Wir sind sehr froh, dass wir unseren Mietern die Stromabrechnungen nun in einem automatisierten Prozess anbieten können. Dank Solarize haben wir Transparenz über Erzeugung und Verbrauch (geschaffen) und sparen viel Zeit bei der Erstellung der Abrechnungen. Wo wir aus den abgelesenen Zählerständen jahrelang händisch Rechnungen erstellt haben, erhalten wir nun alle Informationen automatisch – und auf einen Blick in weniger als einem Drittel der Zeit.“

Christian Drotleff, Projektleiter bei der Solarize Energy Solutions GmbH, freut sich über den ersten Einsatz von Soft- und Hardware in einem Wasserkraftwerk: „Mit dem Projekt für Revikon in Lahnau haben auch wir Neuland betreten. Wir haben unsere Softwarelösung erstmals für die Abrechnung einer Wasserkraftanlage eingesetzt. Damit haben wir gezeigt, dass ein Mieterstrommodell für unterschiedliche erneuerbare Energiequellen umgesetzt werden kann.“

M.Gorgus // Quelle: solarize

Preisentwicklung Module 2017-2023

Preisentwicklung Module 2017-2023

Im August 2023 fallen die Preise für Photovoltaikmodule scheinbar drastisch. Unter anderem werden volle Lager asiatischer Hersteller als Grund genannt. Angeblich sollen auch Subventionen. Tatsächlich waren die Modulpreise im September 2020 schon einmal niedriger. Unter 30 Euro-Cent für Premium-Module. Das war zu Corona-Zeiten, ein Ausnahmezustand. Im Sommer 2022 entwickeln sich die Preise nach Oben, um ein Jahr später wieder zu sinken. das zeigt die Grafik, die wir auf Basis der Daten von pv-exchange erstellt haben und die natürlich nur einen allgemeinen Überblick darstellen. Einige Premium-Modulhersteller bewegen sich im Einkauf aktuell bei über 60 Cent. Im Einzelfall entscheidet natürlich der Kunde individuell, welche PV-Module er sich aufs Dach, an die Fassade oder in den Garten installieren möchte.

Es gibt gute Gründe, mehr Geld für hochwertige Module auszugeben: mehr Leistung bei Schwachlicht und dadurch eine bessere Wirtschaftlichkeit, höhere Widerstandskraft gegen Hagel, Starkregen und mechanische Einflüsse und eine lange Nutzungsdauer von über 40 Jahren. Entscheiden muss jeder Kunde selbst. Entscheidend ist die Erkenntnis, dass die Preise sich in Wellen bewegen.

M. Gorgus

Neue Luft/Wasser-Wärmepumpen mit R290 Kühlmittel und 50-80 kW Leistung

Neue Luft/Wasser-Wärmepumpen mit R290 Kühlmittel und 50-80 kW Leistung

Panasonics neue Wärmepumpen-Baureihe ECOi-W AQUA-G BLUE für Wohnprojekte, Gewerbe und Industrie © panasonic

Panasonic Heating & Cooling Solutions stellt die Luft/Wasser-Wärmepumpe ECOi-W AQUA-G BLUE mit 50-80 kW Leistung vor. Besonderes merkmal der für größere Anwendungen in Industrie und Wohnungsbau entwickelten Baureihe ist das  umweltfreundliche Kältemittel R290.

Die Geräteserie ist BAFA-förderfähig und erreicht dank des leistungsstarken Scrollverdichters beachtliche Effizienzwerte: Mit SEERs von bis zu 4,41 und SCOP von bis zu 3,92, positioniert sie in der Energieeffizienzklasse A++.

Darüber hinaus sorgt die moderne Scrollverdichter-Technologie für einen geräuscharmen Betrieb. Mit einem Schallleistungspegel  von 79,9 dB(A) und einem Druckpegel von 51,9 dB(A) arbeiten die Geräte relativ leise.

Mit Wasseraustrittstemperaturen von bis zu -15 °C im Kühlmodus und bis zu 70 °C im Heizbetrieb können die Geräte sehr flexibel eingesetzt werden. Die hohen Wasseraustrittstemperaturen können sogar bis zu einer Außenlufttemperatur von 0 °C zur Verfügung gestellt werden.

Mit dem Kaskadenregler PAW-CSC-L22-01 lassen sich bis zu sechs ECOi-W AQUA-G BLUE-Geräte imit einer maximalen Gesamtleistung von 480 kW in Reihe schalten. Die Steuerung der Geräte ist smart-grid-ready und über die ECOi-W Cloud von Panasonic sind überdies Fernzugriffe in Echtzeit möglich.

Neben hoher Effizienz und reduzierten Betriebsgeräuschen setzt Panasonic auch auf höchste Sicherheitsstandards mit einem zusätzlichen Belüftungssystem, einem Luft-/Kältemittelabscheider und einem nicht entflammbaren, abgedichteten Schaltschrank. Darüber hinaus kommen die Geräte mit vergleichsweise geringen Kältmittelmengen aus. Die Wärmepumpen mit 50 und 60 kW benötigen zum Beispiel weniger als fünf Kilo des natürlichen Kältemittels R290.

Die neuen ECOi-W AQUA-G BLUE Luft/Wasser-Wärmepumpen sind laut Hersteller ab Dezember 2023 in den vier leistungsklassen 50, 60, 70 oder 80 kW lieferbar. Dazu bietet Panasonic ein breites Portfolio von passenden Innengeräten für die Gebäudeklimatisierung an.

Alle Wärmepumpen der Serie sind BAFA-förderfähig.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.aircon.panasonic.eu/DE_de/downloads/catalogues-and-leaflets/

Quelle: panasonic

Text bearbeitet von: SOLAR-professionell

Neue Wärmepumpe die saubersten Strom & niedrigsten Energiepreis selbst recherchiert

Neue Wärmepumpe die saubersten Strom & niedrigsten Energiepreis selbst recherchiert

Stefan Ortner ist CEO von ÖkoFEN Österreich und hat eine maximal nachhaltige Wärmepumpe entwickelt © ÖkoFEN

Die voll modulierende Wärmepumpe „GreenFOX“ des österreichischen Wärmespezialisten ÖkoFEN erkennt Strompreisdaten automatisch. Die Künstliche Intelligenz der Wärmepumpe recherchiert selbständig, wann Strom günstig ist, wie sauber er produziert wird und optimiert die Wärmeerzeugung entsprechend.

Der Algorithmus kombiniert Wetter- und CO₂-Daten, sowie Preise an der Strombörse, nimmt noch die V-Eigenstromproduktion dazu und errechnet aus diesen Parametern den besten möglichen Strom für den Wärmepumpenbetrieb. Für die CO₂-Daten greift das System auf eine externe Datenbank zu. Ob ein Smart-Meter für den intelligenten Betrieb notwendig ist, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht klar.

GreenFox liefert laut Hersteller Vorlauftemperaturen von bis zu 65 Grad `Celsius und ist mit einer Systemleistung bis 14 Kilowatt zu haben. Damit ist die Baureihe nicht nur für Neu-, sondern auch für Bestandsbauten geeignet.

Als Kältemittel wird das klimafreundliche R290 verwendet, das auch für hohe Vorlauftemperaturen freigegeben ist. Bei hohen Außentemperaturen kann die GreenFOX-Wärmepumpe auch zur Kühlung eingesetzt werden.

Texbearbeitungt: Manfred Gorgus

Quelle: Herstellermeldung

 

 

Der neue EZA-Regler von ecodata solutions

Der neue EZA-Regler von ecodata solutions

Neuer Regler für Erzeugungsanlagen von Ecodata Solutions

Erzeugungs-Anlagen-Regler (EZA- oder Parkregler) gewährleisten die Netzstabilität und optimieren die Energieeffizienz. Die ecodata solutions GmbH hat ihren bewährten Datenlogger SmartDog zu einem vollwertigen EZA-Regler erweitert, der praktisch keine Wünsche offenlässt: Er regelt unterschiedliche Erzeugungsanlagen, dokumentiert und visualisiert Daten und simuliert sowohl die Erzeugungsanlage als auch Energieversorgungs-Unternehmen sowie Fernwirktechnik. Er verwaltet bei Bedarf mehrere Netzübergabe- und PV-Einspeisepunkte und ermöglicht darüber hinaus die Einbindung von digitalen und analogen Datenpunkten sowie von Blockheizkraftwerken. Er kann sogar einen Mischbetrieb aus Volleinspeisung und Eigenverbrauch managen – ein EZA-Regler also, der jede Menge zu bieten hat – und mit dem Anwender heute schon für die Zukunft gerüstet sind.

Kommunikation & Zertifizierung

Für Mittelspannungsnetze zertifiziert wird der neue EZA-Regler auf Wunsch mit integrierter Fernwirktechnik geliefert. EZA-Regler und Fernwirktechnik sind direkt im SmartDog integriert – dem intelligenten Energy-Management-System für Erzeugung aus Wind, Solar und BHKW, in Haushalt, Freiland, Gewerbe und Industrie. Der SmartDog bildet gleichzeitig die Verbindung zum Gateway des Netzbetreibers. Kommuniziert wird über die Protokolle IEC-60870-5-104 und IEC-60870-5-101. Eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) ist bei dieser Konfiguration nicht notwendig. 24 deutsche Netzbetreiber sind in der Software bereits mit Datenpunktlisten hinterlegt. Auch in Österreich ist der EZA-Regler von ecodata solutions bereits für die meisten Netzbetreiber zertifiziert – und befindet sich auch schon in vielen Erzeugungsanlagen im Einsatz. Eine Einbindung von Digital-und Analog-Datenpunkten erfolgt mit Remote-IO-Erweiterungen. Vorangelegte Netzbetreiber und vorkonfigurierte Schnittstellen garantieren die einfache und schnelle Inbetriebnahme von EZA-Regler und Fernwirktechnik. Die Zertifizierung zur Regelung von Speichern nach VDE4110 ist aktuell in Arbeit und folgt zeitnah.

Mischbetrieb – Monitoring – Direktvermarktung

Mit fortschreitender Umstellung von klassischer auf erneuerbare Energieversorgung wird die Flexibilisierung der Erzeugungsanlagen in Zukunft zunehmen. Der neue EZA-Regler von ecodata solutions ist für das intelligente Management eines Mischbetriebes von Energieerzeugungsanlagen ausgelegt. Ein und dasselbe System kann sowohl als Volleinspeise-Anlage als auch für Eigenverbrauch oder Power-Purchase-Agreement (PPA) gefahren werden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass der EZA-Regler von ecodata solutions auf Wunsch auch die Möglichkeit zur Steuerung durch Direktvermarkter bietet, was konkret die Fähigkeit zu Redispatch 2.0 nach Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) bedeutet – also Einspeise- und Kraftwerkleistungsmanagement nach einheitlichen Vorgaben, um Schäden und Überlastung am Stromnetz zu verhindern. Dafür ist der SmartDog mit allen gängigen Direktvermarktern in Deutschland kompatibel.

Darüber hinaus ist der EZA-Regler mit allen gängigen VDE 4110-Wechselrichtern kompatibel und bietet die Möglichkeit, Blockheizkraftwerke einzubinden. Mit ihm können außerdem Grafiken für den Regelnachweis und bei Bedarf auch Nachweise zur Sprungantwort für Blindleistung erstellt werden. Der Nachweis für die P(f)-Regelung bei einer Wirkleistungsbegrenzung von Dritten (z. B. Direktvermarkter) ist ebenso möglich – speziell für das Bayernwerk nach TAB vom 01.06.2023.

Mehrere Netzanschluss- und Einspeisepunkte mit einem Regler managen

Im neuen EZA-Regler hat das Entwicklungsteam von ecodata solutions gleich mehrere Funktionen für einen zukunftssicheren Betrieb umgesetzt: So wurden neben erweiterten Monitoring-Funktionen für sehr leistungsstarke Erzeugungsanlagen auch die Möglichkeit zum Regeln und Überwachen von mehreren Netzübergabe- und PV-Einspeisepunkten integriert. Betreiber können Erzeugungsanlagen nachträglich umbauen oder erweitern – der EZA-Regler ist für solche Veränderungen gerüstet.

Simulation von Erzeugung, Versorger und Fernwirktechnik

Für Ihre Betriebsführung, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit können mit dem neuen EZA-Regler unterschiedliche Simulationen gefahren werden: Erzeugungsanlage, Energieversorger und Fernwirktechnik können simuliert und in Beziehung gesetzt werden. Mit der Simulation kann der Anlagenbetreiber sogar die Vorgabewerte eines Energieversorgers (EVU) für seine Anlage simulieren. Mit dem sogenannten „Bit-Test“ oder „Quelle-Senke-Test“ können bestimmte Datenpunkte der Anlage simuliert und dann an den Netzbetreiber übergeben werden, die meist zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme noch nicht vorhanden sind – was die Inbetriebnahme erleichtert und die Netzsicherheit erhöht.

Fazit

Der neue EZA-Regler von ecodata solutions hat viele Ausstattungsmerkmale, die sich Betreiber, Direktvermarkter und Energieversorgungsunternehmen bei einem Parkregler in dieser Dichte wünschen, aber am Markt bisher nicht bekommen haben. Im professionellen Einsatz garantiert der Regler durch die große Bandbreite an Protokollen, Schnittstellen, Dokumentation und Simulation einen wirtschaftlichen und sicheren Betrieb ­– heute und in Zukunft.

Der neue EZA-Regler von ecodata solutions lässt praktisch keine Wünsche offen und der zuverlässige und gute Service der ecodata solutions GmbH runden die Leistung des Produktes ab.

Über die ecodata solutions GmbH

Die ecodata solutions GmbH entwickelt und produziert intelligente Lösungen für die Überwachung von Energieverbrauchs- bzw. Produktionsanlagen, zur Erfassung komplexer Sensordaten sowie der Regelung und Steuerung von Verbrauchern verschiedenster Art. Egal ob Warmwassererzeugung durch Sonnenstrom oder intelligentes Laden von Elektroautos, Verwaltung komplexer Daten von Photovoltaik- oder Windenergieanlagen sowie Stromspeichersystemen.

mgo

27. Internationale Passivhaustagung April 2024 in Innsbruck

27. Internationale Passivhaustagung April 2024 in Innsbruck

Die 27. Internationale Passivhaustagung findet am 5. und 6. April 2024 in Innsbruck statt © Passivhaus Institu

Sanieren – aber richtig!

Das ist das Motto der 27. Internationale Passivhaustagung, die am 5. und 6. April 2024 in Innsbruck stattfindet. „Sanieren, aber richtig“ ist Tagungsschwerpunkt, um den Gebäudesektor auf einen guten Kurs in Richtung maximaler Energieeffizienz zu bringen. Es ist geplant, die Veranstaltung in den Räumen der Universität Innsbruck abzuhalten. Der Call for Papers läuft bis Anfang September 2023.

Uni Innsbruck ist Mitveranstalter

Veranstalter ist das Passivhaus Institut, die Universität Innsbruck ist Mitveranstalterin. Im Anschluss an die Tagung laden die Veranstalter am 7. April 2024 zu Exkursionen zu unterschiedlichen Passivhaus-Projekten in Innsbruck und Umgebung teilzunehmen. Dort wurden in den vergangenen Jahren
zahlreiche hoch energieeffiziente Projekte im Bereich Wohngebäude und Nichtwohngebäude realisiert, darunter energetische Sanierungen im Rahmen des EU-Projekts SINFONIA.

Wärmeschutz verbessern

Für SINFONIA haben die Beteiligten allein in Innsbruck 33 Objekte energetisch saniert und den hoch energieeffizienten EnerPHit-Standard realisiert. Dazu wurden Dach, Wände und Fenstern mit Wärmeschutz auf hohem Niveau umgesetzt und Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung in den Gebäuden installiert.

Call for papers bis Anfang September

Der Call for Papers für die 27. Internationale Passivhaustagung läuft. Kurzbeschreibungen für Vorträge können bis Anfang September 2023 eingereicht werden. Die Abstracts sind mit maximal 3000 Zeichen kurz. Anschließend entscheidet der wissenschaftliche Beirat über die Themenauswahl. Der Schwerpunkt Sanierungen wird bei der zweitägigen Tagung mehrfach beleuchtet. So geht es vor allem um schnelle und zuverlässige energetische Sanierung zum EnerPHit Standard. Darüber hinaus wird der Einbau von Wärmepumpen und Split Geräten behandelt sowie das Ziel, auch bei schrittweise sanierten Gebäuden zuverlässig eine hohe Energieeffizienz zu erreichen.

Sanierungen & mehr

Lösungen für passive und aktive Kühlung, vorgefertigte Bauteile sowie das Thema hoch energieeffiziente Nichtwohngebäude und Quartiere stehen im April 2024 ebenfalls im Fokus. Zudem geht es um die Performance von Passivhäusern unter herausfordernden Klimabedingungen. Außerdem ist hohe Energieeffizienz verbunden mit der Erzeugung erneuerbarer Energie am Gebäude Thema. Sicher interessant ist auch die Aktion „EnergieEffizienz JETZT!“, mit der das Passivhaus Institut informiert, wie jeder Mensch zu Hause Wärmeschutzmaßnahmen umsetzen kann, um den Energiebedarf des Gebäudes zu reduzieren.

Lösungen umsetzen

„Es ist nicht zielführend, auf technische Wunder zu warten, um die Erderwärmung aufzuhalten. Unser Ansatz ist es, bereits vorhandene Lösungen umzusetzen: Das Passivhaus-Konzept ist wissenschaftlich validiert, global einsetzbar und wirtschaftlich“, sagt Laszlo Lepp, Geschäftsführer der PHI Österreich GmbH, dem Innsbrucker Standort des Passivhaus Instituts.

Fachausstellung

Zeitgleich zur Tagung findet ebenfalls in den Räumen der Universität die Fachausstellung für Passivhaus-Komponenten statt. Herstellende Betriebe präsentieren dabei ihre Bauteile für das hoch energieeffiziente Bauen und Sanieren. Vermehrt erkennen die Firmen die wirtschaftlichen Chancen in diesem Bereich. Workshops sind Bestandteil jeder internationalen Passivhaustagung und auch in Innsbruck geplant.

Weitere Informationen zur Tagung: www.passivhaustagung.de

Bearbeitung: m.gorgus / Quelle: Passivhaus Institut GmbH

PV-Zelle mit Weltrekord-Wums!

PV-Zelle mit Weltrekord-Wums!

Aufbau der Tandemsolarzelle mit einer Unterzelle aus Silizium und einer Topzelle aus Perowskit. Die Topzelle verwertet blaue Lichtanteile, die Unterzelle wandelt rote und nahinfrarote Anteile in elektrischen Strom. Verschiedene Dünnschichten tragen dazu bei, das Licht optimal zu verwerten und elektrische Verluste zu minimieren. © Eike Köhnen/HZB

Photovoltaik-Tandemzelle mit 32,5 Prozent Wirkungsgrad.

Seit 2008 bin ich nun in der Solarbranche und schon mehr als einmal wurde über das Ende des Wirkungsgrades von Solarstromzellen orakelt. Konkret bei 20 Prozent, bei 25 Prozent und auch bei 30 Prozent gab es immer „Expert*innen“, die wussten – mehr ist nicht möglich.

Neuer Weltrekord

Jetzt titelt das Helmholtz-Zentrum in Berlin: „Wieder Weltrekord am HZB: Tandemsolarzelle schafft 32,5 Prozent Wirkungsgrad“. In der Praxis heißt das, dass eine solche Zelle ein Drittel des einfallenden Sonnenlichts in Strom umwandelt. Wie es das Forscherteam um Prof. Steve Albrecht genau geschafft hat, soviel Strom aus der Zelle zu holen, bleibt im Dunst der Verallgemeinerungen verborgen. Möglich ist dieser Wirkungsgrad mit  Perowskit/Silizium-Tandemsolarzellen durch verbesserte Perowskit-Verbindung und eine raffinierte Modifikation der Oberfläche. Die Postdocs Dr. Silvia Mariotti und Dr. Eike Köhnen haben eine Grenzflächenmodifikation entwickelt, bei der die Verluste der Ladungsrekombination weitgehend unterdrückt werden. Zuvor wurden spezielle Messmethoden angewendet, um die grundlegenden Prozesse in der Zelle besser zu verstehen. Diese Erkenntnisse wurden erfolgreich in Tandemsolarzellen übertragen und durch Masterstudentin Lea Zimmermann mit optischen Verbesserungen kombiniert – teilt das Institut mit.

Britische Forscher waren  2021 ganz nah dran

Am 18. August 2021 berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk, dass Forscher aus Großbritannien ein Durchbruch beim Wirkungsgrad von Solarzellen gelungen sei. Durch die Kombination von Perowskit mit Silizium wandelten Zellen fast 30 Prozent der Sonnenenergie in elektrischen Strom um. Forscherinnen und Forscher der britischen Firma Oxford PV haben mit ihren neuen Solarzellen damals einen Wirkungsgrad von 29,52 Prozent erreicht – also fast 30 Prozent – und die sollten in die Produktion gehen.

Bedeutung in der Praxis

Natürlich sind die Werte des Helmholtz-Zentrum reine Laborwerte. Trotzdem ist klar, dass die Reise zu immer effizienteren Zellen und Modulen weiter gehen wird. Das bedeutet in der Praxis: mehr Strom von immer kleiner Flächen. Damit weniger Investitionskosten in Arbeit, Unterkonstruktion und Kabel.

Manfred Gorgus

Atomkraft ist klimaneutral? Nein – das stimmt so nicht!

Atomkraft ist klimaneutral? Nein – das stimmt so nicht!

Ein Kollage aus drei Fotos, bewusst minderer Qualität, von jungen Menschen kombiniert mit der Nachricht, dass jungen Menschen Klimaschutz wichtiger ist als die Angst vor Atomkraft. So sieht eine moderne Anzeige der Atomstromlobby aus. Junge Menschen sind für Atomkraft, weil die das Klima retten kann. Frankreich versucht gerade in der EU Atomstrom, als klimaneutrale Energie zu platzieren. Die deutsche Atomlobby wittert Frühlingsluft.

Welche Rolle spielt Atomkraft heute in der Welt?

Weltweit liefern 440 Atomreaktoren weniger als 5 % der Primärenergie. Uran ist endlich, Atommüll zu lagern ist aufwendig, teuer und nicht kalkulierbar.

Warum Atomkraft weder klimaneutral noch umweltfreundlich ist?

Atomkraftwerke können nicht versichert werden, Atomstrom ist viermal teurer als der aktuelle Strommix, bei Bau- und Rückbau von AKWs fällt viel CO₂ an sowie strahlender Müll, der die Umwelt belastet.Bei menschlichem oder technischem Versagen werden große Gebiete kontaminiert.

Hätte Atomkraft einen positiven Effekt auf den Klimawandel, wenn neue AKWs gebaut werden würden?

Genehmigungsverfahren, Bau und Abnahme der AKWs dauern lange. Diese Zeit haben wir beim Klimawandel nicht. Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt, was Atomkraft anrichten kann. Der Bau und später auch der Rückbau belasten das Klima.

Gutes Content-Management per Advertorial

Beglückwünschen darf man die Auftraggeber für ihre guten Ideen zum Advertorial (Kombination aus Advert, also Werbung, und Editorial, also Redaktion). Unaufmerksame Leser*innen werden nicht verstehen, dass es sich um eine Anzeige handelt.

 

Hier gehts zur Anzeige
https://lnkd.in/evVVrQHV
Jeder dritte Energieversorger hat kein Klimaziel

Jeder dritte Energieversorger hat kein Klimaziel

Rolle der EVUS bei der Dekarbinisierung:
Energieversorgern kommt bei der Realisierung von Klimazielen und bei der Information der Bevölkerung eine bedeutende Rolle zu. Sie liefern einen entscheidenden Beitrag zur Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung und bei der Dekarbonisierung. Dieser Schlüsselrolle stellen sich jedoch noch nicht alle, wie eine aktuelle Horváth-Studie unter Verantwortlichen aus Energieversorgungsunternehmen zeigt. Demnach hat jedes dritte EVU noch kein eigenes Ziel zur Erreichung von Klimaneutralität definiert. Fast 40 Prozent der Energieversorger haben auch noch keinen Fahrplan zur systematischen Reduktion ihrer CO₂-Emissionen in Form einer Dekarbonisierungs- beziehungsweise Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Über das Geschäftspotenzial von Wasserstoff, der in „grüner“ Form einen großen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten soll, besteht sogar bei zwei Dritteln der befragten Unternehmen Unklarheit.

 

An der Schnittstelle zur Dekarbinisierung

Eigentlich sind EVU´s mit ihrer regionalen Position prädestiniert, um in der Dekarbonisierung von Wärme, Individual-Verkehr und Strom eine Schlüsselrolle zu übernehmen.

Überforderung durch Marktdynamik

Gründe für die insgesamt zögerlichen Nachhaltigkeitsaktivitäten sieht Horváth-Partner und Branchenexperte Matthias Deeg vor allem in der Unsicherheit der Rahmenbedingungen, aber auch in hausgemachten Problemen. „Unzureichend erprobte neue Technologien, unklare regulatorische Vorgaben, aber auch ein uneinheitliches Bild zwischen Marktanforderungen einerseits und kostenintensiven technologischen Innovationen andererseits sind meist Gründe dafür, dass in den Unternehmen noch keine Ziele stehen“, so Deeg. „In anderen Fällen sind es vor allem aktuelle Herausforderungen, etwa die Marktpreisentwicklungen, der E-Mobility-Hochlauf oder Infrastrukturentwicklung, die in Summe das Kartenhaus ins Wanken bringen. Sich in dieser Situation zu fokussieren und weitsichtig strategische Weichen im Bereich Nachhaltigkeit zu stellen, ist gerade für mittelgroße und kleinere Unternehmen schwer, die noch keine weitreichenden Transformationen in ihrem Kerngeschäft bewältigen mussten.“

Digitalisierung als größtes strategisches Problem identifiziert

Gefragt nach den größten internen Problemen, die ein strategisches Vorankommen behindern, antworteten die Befragten mehrheitlich mit „Erhöhung des Digitalisierungsgrades“ sowie „Veränderung der IT-Landschaft“ und „fehlende Kompetenzen“. Den Unternehmen ist also durchaus bewusst, dass sie zur Bewertung von Geschäftspotenzialen und zum Ausbau von Geschäftsfeldern datenbasierte Analysen auf Basis moderner Systemplattformen sowie offene Schnittstellen zu Externen benötigen. Dies ist allerdings nicht die einzige „digitale Baustelle“. Auch im Online-Vertrieb, der nach mehrheitlicher Einschätzung (80 Prozent) bis 2025 zum Hauptvertriebskanal wird, sind viele Unternehmen ungenügend vorbereitet. 60 Prozent verfügen über keine konkrete Strategie zum Ausbau des Onlinevertriebs und eine unzureichende Datenbasis.

Die Studie steht unter folgendem Link zum Download zur Verfügung: https://www.horvath-partners.com/de/media-center/studien/vom-umsorger-zum-green-tech

Quelle: Horváth Managementberatung

Grafik: Manfred Gorgus/SOLAR-professionell

Das neue VDE Kompendium Li-Ionen-Batterien

Das neue VDE Kompendium Li-Ionen-Batterien

Wissen zu m Thema Lithium-Ionen Batterien vom VDE ©SOLAR-professionell/Manfred Gorgus

Es ist die zweite Auflage des kostenlosen VDE Kompendiums für Bewertung und Einschätzung von Lithium-Ionen-Akkus für Hersteller und Entwickler.

Systemische & technische Eigenschaften werden beleuchtet

Das Team von VDE Renewables, VDE DKE und VDE hat die wichtigsten technischen und systemischen Eigenschaften von Lithium-Ionen-Batterien beleuchtet, bewertet und in einem Kompendium zusammengefasst. Themen sind u. a.:

  • Funktionsweise
  • Materialien
  • gängigen Zelltypen
  • Beschreibung von Modulen und Systemen.
Normen & Vorschriften

Weiterhin enthält das Kompendium einen Überblick über gesetzliche Regelungen und wichtige Normen nach Anwendungsgebieten – unterteilt nach Einsatzgebieten:

  • tragbaren Geräten
  • stationäre Systeme
  • für industrielle Anwendungen
  • E-Fahrzeugen und
  • E-Leichtfahrzeugen
Kompetente Hilfestellung für Experten

Das Kompendium soll beim fachlichen Einstieg in technologische Teilgebiete unterstützen und Herstellern, Entwicklern, Anwendern und Verbauern Hilfestellung bei zentralen Fragen geben:

  • Woher lassen sich Li-Ionen-Akkus beziehen?
  • Wie ist die Qualität zuverlässig zu bewerten?
  • Wie kann man feststellen, ob der Akku sicher ist, und was ist beim Transport zu beachten?

Die zweite Auflage liefert aktualisierte technische Daten und neue Expertenhinweise. Die neue Auflage ist in deutscher und englischer Sprache erhältlich.

Kostenloser Download

Sie kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Oder: Klick mich: http://www.dke.de/lithium-ionen-akkus

Manfred Gorgus