Mit der Heizung einfach an die Decke gehen?

Mit der Heizung einfach an die Decke gehen?

Das neue Firmengebäude der Raum K-GmbH in Memmingen ist Beispiel für optimale Energieeffizienz ©Raum-K

Warum die Zimmerdecke bei der Suche nach effizienten Heiz- und Kühllösungen zunehmend in den Fokus rückt und welche Vorteile sie bietet.

Wenn es um die Beheizung von Räumen geht, sind Heizkörper und Fußbodenheizungen die bekanntesten Lösungen. Eine Fläche wird dabei häufig übersehen: die Decke. Dabei bietet sie ideale Voraussetzungen für eine großflächige Wärmeübertragung und kann zugleich für die Kühlung eingesetzt werden.

Die Klima-Top, Partner der Raum-K, macht sich dieses Prinzip seit mehreren Jahrzehnten mit ihren Klimadecken zunutze. Die Wärme wird dabei überwiegend als Strahlungswärme an den Raum abgegeben. Im Unterschied zur klassischen Konvektionsheizung wird die Wärme nicht in erster Linie über die Erwärmung und Bewegung der Raumluft verteilt. Stattdessen werden die Oberflächen im Raum direkt erwärmt. Die physikalische Grundlage ist der Strahlungsaustausch zwischen unterschiedlich temperierten Oberflächen.

Wärme dort, wo sie gebraucht wird

Der Leiter des technischen Büros, Erwin Aurbacher, hat als staatlich geprüfter Bautechniker, BNK-Auditor, Energieberater und Energieberater Baudenkmale viele Neubauten und Sanierungsprojekte energetisch betreut. Zur Heizung an der Decke erklärt er: „Eine vollflächig aktivierte Klimadecke arbeitet mit einem Strahlungsanteil von bis zu 97 %. Die Luftbewegung im Raum bleibt dagegen gering, ebenso die Staubbelastung. Das führt zu einem gleichmäßigen Wärmeempfinden und reduziert zugleich die für konvektive Heizsysteme typische Luftzirkulation.“ Der Ansatz unterscheidet sich damit grundlegend von einer Heizung, die vor allem die Raumluft erwärmt. Bei einer Klimadecke werden die Oberflächen im Raum stärker in den Wärmehaushalt einbezogen. Das erzeugt ein angenehmes Raumklima bei niedrigen Lufttemperaturen.

Niedrige Vorlauftemperatur – ideal für Wärmepumpen

Für die Effizienz von Wärmepumpen spielt eine niedrige Vorlauftemperatur eine wichtige Rolle. Je geringer diese ist, desto effizienter arbeiten Wärmepumpen. Eine große Heizfläche an der Decke bietet aber nicht nur gute Voraussetzungen für den Betrieb mit Wärmepumpen, sie kann naturgemäß auch die ganze Fläche nutzen. Anders als der Fußboden ist eine Heizfläche an der Decke nämlich nicht durch Einrichtungsgegenstände wie Möbel und Teppiche abgedeckt. Die große, freie Deckenfläche garantiert eine ungehinderte und gleichmäßige Wärmeübertragung.

Heizen und Kühlen mit einem System

Die Raum-K-Klimadecken können aber nicht nur heizen. Im Sommer lässt sich das Prinzip umkehren, sodass die erwärmten Oberflächen im Raum ihre Wärmestrahlung an die kühlere Decke abgeben. Das Kühlwasser führt die aufgenommene Wärme ab. Die Kühlung erfolgt unsichtbar, energieeffizient und ohne den permanenten kalten Luftstrom klassischer Klimageräte. Die Decke wird damit zu einer großflächigen Komfortfläche für alle Jahreszeiten.

© Raum-K

Unsichtbare Heizung – freie Raumgestaltung

Ein weiterer Vorteil der Raum-K-Klimadecken liegt in der unkomplizierten Nutzung der Fläche. Klassische, an der Wand montierte Radiatoren reduzieren Nutzfläche im Raum. Eine Fußbodenheizung bestimmt nicht unerheblich die Wahl von Bodenbelägen und muss auch bei der Möblierung berücksichtigt werden. Die Decke dagegen ist in der Regel frei von störenden Elementen. Meist ist an der Decke lediglich die Deckenbeleuchtung zu berücksichtigen, und das ist in der Regel ein einziges Kabel. Klimadecken erleichtern aber nicht nur die Raumgestaltung, auch die Montage kann in der Regel im bewohnten Zustand eines Objektes Raum für Raum erfolgen. Die Heiztechnik kann dabei mit einer minimalen Aufbauhöhe von nur drei Zentimetern installiert werden – zwei Zentimeter für das Heizprofil und ein Zentimeter für die Gipsplatte. Ein Abhängen der Klimadecken ist immer möglich, was vor allem im Gewerbebau wichtig ist. Sollen in einem Altbau die schönen hohen Räume erhalten bleiben, ist der Minimal-Aufbau mit drei Zentimetern die richtige Wahl. Die gesamte Heiztechnik verschwindet nach der Montage unsichtbar in der Decke des Raumes.

Bewährt in Neubau und Sanierung

Dass sich das Prinzip in der Praxis bewährt, zeigen die folgenden Beispiele. So ermöglichen Raum-K-Klimadecken im Neubau der Wirtschaftsuniversität Wien energieeffizientes Heizen und Kühlen. Im denkmalgeschützten Wasserturm Stromeyersdorf in Konstanzhaben Klimadecken eine energetische Modernisierung ermöglicht, obwohl die historische Fassade nach Denkmalschutzvorgabe nicht gedämmt werden durfte und der Eigentümer auf eine Innendämmung verzichten wollte, um die besondere Raumwirkung zu erhalten. Im Schloss Wertingen, dessen Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen, kamen die Klimadecken im Zuge einer umfassenden Sanierung zum Einsatz. Sie ersetzten die frühere Elektro-Speicherheizung und tragen gemeinsam mit Wärmepumpen und niedrigen Vorlauftemperaturen dazu bei, den Energiebedarf zu senken. Zu guter Letzt zeigt das neue Firmengebäude der Raum-K GmbH in Memmingen, was mit Klimadecken, Gebäudemassespeicher, Photovoltaik auf Dach und Fassade, Solewärmepumpe und Elektromobilität mit einem modernen Gebäudeenergiekonzept an Wirtschaftlichkeit möglich ist.

Decke neu denken

Mit der Raum-K-Klimadecke wird die Zimmerdecke zur aktiven Komfortfläche. Sie kann heizen, kühlen, speichern und ermöglicht durch niedrige Vorlauftemperaturen energiesparenden Betrieb. Die Überlegung bei der Planung einer neuen Heizung sollte deshalb nicht lauten: „Wo kommen die Heizkörper hin?“ Die Überlegung sollte lauten: „Lassen Sie uns einfach an die Decke gehen.“

Manfred Gorgus Quelle Raum-K

Doppelte Ernte im Bremer Agri-PV-Solarpark von ProfiNRG

Doppelte Ernte im Bremer Agri-PV-Solarpark von ProfiNRG

Letzte Arbeiten am 14,5 MW Solarpark in Bremen ©ProfiNRG

Sauberer Solarstrom und landwirtschaftliche Nutzung auf derselben Fläche – der Agri-PV-Solarpark in Bremen zeigt, wie Photovoltaik und Landwirtschaft erfolgreich zusammenarbeiten. Entwickelt wurde das Projekt vom niederländischen Projektentwickler ProfiNRG.

Realisiert hat ProfiNRG einen Agri-PV-Solarpark mit 23.982 Modulen, 31 Wechselrichtern und einer Gesamtleistung von 14,52 MWp. Die Anlage ermöglicht die gleichzeitige Nutzung der Fläche für die Solarstromerzeugung und die landwirtschaftliche Bewirtschaftung.

Herausforderungen und Lösungen

Die Umsetzung des Solarparks war aufgrund besonderer Standortbedingungen anspruchsvoll. Der hohe Grundwasserspiegel sowie Frost führten zu Verzögerungen bei der Verlegung der AC- und DC-Kabel. Durch gute Abstimmung und professionelle Zusammenarbeit zwischen Projektteam und Partnerunternehmen konnten das Projekt trotz der besonderen Herausforderungen innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters erfolgreich abgeschlossen werden.

Der Agri-PV-Solarpark in Bremen ist seit August 2025 in Betrieb und erzeugt zuverlässig erneuerbaren Strom.

Das Projekt ist ein gelungenes Praxis-Beispiel für doppelte Wertschöpfung auf landwirtschaftlicher Fläche und unterstützt außerdem die Weiterentwicklung von Agri-PV-Anwendungen in Europa.

Besonderheiten des Projekts

Der Solarpark verwendet ein Monopile-System, mit einer zentralen Mittelstütze pro Modultisch. Im Vergleich zu Konstruktionen mit vorderen und hinteren Stützen reduziert sich dadurch die Anzahl der erforderlichen Stützen im Erdreich deutlich.

Die größeren Abstände zwischen den Modulreihen sowie die reduzierte Anzahl an Pfosten ermöglichen eine einfache Bewirtschaftung der Fläche. Der Verzicht auf bewegliche Teile, wie sie beispielsweise bei Tracker-Systemen eingesetzt werden, macht die Konstruktion robust, wartungsarm und langlebig.

Zahlen, Daten Fakten:

  • Leistung: 14,52 MWp
  • Solarmodule: 23.982 Stück
  • Wechselrichter: 31 Einheiten mit jeweils 330 kVA
  • Transformatoren: zwei Einheiten mit 6,6 MVA und 3,3 MVA
  • Montagesystem: Ein zentraler Pfosten pro Modulreihe. Die Konstruktion ermöglicht größere Reihenabstände und unterstützt die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche.
  • Stromproduktion
    11.000 MWh pro Jahr
  • CO₂-Einsparung
    8.000 Tonnen pro Jahr

Manfred Gorgus, Quelle: www.profinrg.nl

Bartosz Majewski of Menlo Electric: navigating through a turbulent market

Bartosz Majewski of Menlo Electric: navigating through a turbulent market

Bartosz Majewski is the CEO of Menlo Electric, a Poland-based PV wholesaler. ©Menlo

Founded in 2020 in Warsaw, Menlo Electric has maintained a strong international focus from the very start, with 75% of its business taking place outside of Poland. Menlo Electric CEO Bartosz Majewski shares how the Poland-based distributor navigates a turbulent global solar market, tackling falling prices, declining residential demand, and fierce competition while maintaining capacity for future growth.

MUC 21.02.2025

Menlo Electric has grown rapidly in global solar and storage distribution. Can you share more about the company’s history?


Menlo Electric was founded in late 2020, initially as a subsidiary of an installation company. From the very beginning, our goal was to build an international distribution business, operating across multiple markets. This strategy was designed to mitigate the impact of fluctuations in demand within any single market, ensuring long-term stability and growth.

Did the strategy work?


It allowed us to expand rapidly, despite a market slowdown in Poland after net metering was phased out in Q1 2022. In 2021, we sold nearly 200 MW of solar components. The following year, our sales tripled to 600 MW, and in 2023, we reached 900 MW. Last year, we surpassed 1.3 GW of components sold. To put it in financial terms: in 2021, our revenue stood at €50 million, growing to €150 million in 2022. Over the past two years, despite the drop in component prices, our revenues have remained stable as we continued to grow in volumes.

What are Menlo’s main markets?


We are primarily active in Europe, the Middle East, and Southern Africa, with an emerging presence in the United States.

How have you experienced the sharp decline in component prices in recent years?


Module prices did decline at an unprecedented pace, at times falling by 30% per month, as seen in mid-2023 and again towards the end of 2024. Battery and inverter prices also plummeted. According to Bloomberg, battery prices declined in 2023–2024 at the fastest rate since 2017.At the same time, the European residential solar market contracted significantly. According to data from SolarPower Europe, residential installations in Europe shrunk by 30% in volume. When factoring in the impact of falling component prices, the market declined by more than 50% in value.


Can you share a concrete example of the impact of this slowdown?


For example, SolarEdge, a key manufacturer in the inverter and storage market, saw its quarterly sales drop from nearly $1 billion to approximately $200–250 million. As distributors and installers rushed to liquidate their stock in a shrinking market, intense competition drove selling prices significantly below purchase cost.

But the market for commercial PV and solar parks has picked up in Europe. Couldn’t that compensate for the lost share in the residential sector?


For modules, the impact was somewhat mitigated, as many of the same products can be used across both: residential and commercial & industrial (C&I) installations. However, the situation was far more severe for inverters and batteries, which are typically specifically designed for residential use and cannot be economically or technically repurposed for C&I applications.

A perfect storm, it seems?


Market contraction led to a huge oversupply, leaving many distributors struggling to unlock capital from their inventories, which in turn created cash flow challenges. As a result, several distributors faced serious financial difficulties.

Menlo Electric is active internationally. Did your strategy not allow you to compensate for problems in some markets with growth in others?

Interestingly, similar trends emerged simultaneously in different parts of the world, although for different reasons: In the United States changes to net metering regulations in California led to a sharp slowdown in the residential solar sector, putting U.S. distributors in a situation very similar to their European counterparts. In South Africa the residential solar market contracted significantly as ESKOM effectively addressed load shedding issues. By late 2023, power outages were already reduced, and by the first quarter of 2024, they were virtually eliminated. This removed a major driver for residential solar demand.

What’s the solution to this situation?


This intense crisis has actually driven increased cooperation between companies that previously operated purely as competitors. In the current market, distributors are buying and selling components among themselves across different regions, trying to rebalance supply and demand for various solar and storage products.

How have your suppliers, i.e. manufacturers, reacted to the crisis?


According to our experience manufacturer support has fluctuated. Particularly in the second half of 2024, when it became clear that the downturn was more prolonged than many had anticipated, several manufacturers scaled back or put on hold their support mechanisms for distributors. This has added further strain to an already difficult market.

Sounds like tough times and market consolidation


Overall, the industry is undergoing a significant reshuffle. Some distributors are reducing their international footprint, while others have gone out of business entirely. The coming months will likely bring further consolidation, as companies adapt to the new market realities. 

How has the crisis hit Menlo Electric and how is it being dealt with?


It should come as no surprise that Menlo Electric has been significantly affected by the current crisis. As one of the youngest and fastest growing companies in this sector before the downturn, we did not have the time to accumulate substantial earnings that could serve as a financial cushion during such turbulent times.
As a result, we have had to adjust our strategy, expanding our portfolio, focusing on key markets and increasing sourcing from other distributors across Europe. This approach allows us to remain agile while navigating the current market conditions.

So, what is your outlook for the future?


We remain optimistic about the future. Back in late 2020, Menlo was a company that could fit into a single room. In just three years, we scaled to €150 million in annual sales across four continents. I see absolutely no reason why we won’t rebound and return to our growth trajectory once the market stabilizes. Our priority now is to protect the foundation we have built over the past four years and position ourselves for renewed growth as soon as market conditions allow.

What key challenges did you face when expanding globally?


Running an international business in Poland, especially when expanding beyond the European Union, comes with unique hurdles. One of the challenges we experienced was finding a banking partner that could support our operations not only in Poland and Europe but also in key markets like the Middle East and South Africa. We quickly realized that there were only two banks with the necessary global footprint and presence in Poland. Fortunately, we were able to establish a strong partnership with one of them, HSBC Poland. It has provided us with tremendous support and flexibility over the years. The same applies to our partner KUKE, an insurance company belonging to Polish Development Fund Group. It has allowed us to extend insured credit limits to our clients not only across EU, but also e.g. in Ukraine and Southern Africa. With this kind of support, we will continue to build Menlo’s international presence.

Even though Menlo is internationally oriented, how do you see the future of the Polish PV market?

PV sales will remain stable for large systems. In my opinion, we will see more and more installations of energy storage in the residential market soon. The Polish electricity grid is a problem that needs to be addressed. It was and still is in a bad state and its rapid improvement is necessary for a further and sustainable expansion of photovoltaics.

Interview Manfred Gorgus

Bio-Batterie aus Vitamin B2 und Aminosäure

Bio-Batterie aus Vitamin B2 und Aminosäure

Forscher der Texas A&M University entwickeln eine biologisch abbaubare Batterie aus natürlichen Inhaltsstoffen – eine mögliche Alternative zur Lithium-Ionen-Technologie.

Energiespeicher aus körpereigenen Bausteinen

Das Team um Chemieprofessorin Karen Wooley und Ingenieurin Jodie Lutkenhaus stellte ein neuartiges Batteriematerial aus Riboflavin (Vitamin B2) und der Aminosäure L-Glutaminsäure vor. Die Ergebnisse wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

Abbaubar und ungiftig

Im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien aus Metallen und Petrochemikalien baut sich das neue Material bei Kontakt mit Wasser oder Enzymen umweltfreundlich ab. Labortests zeigten zudem, dass es für Zellen unschädlich ist – ein Vorteil etwa für tragbare oder implantierbare Geräte.

Nachhaltigkeit ohne Leistungseinbußen

Die Forscher betonen, dass ihre Bio-Batterie ähnlich leistungsfähig sei wie aufwendig synthetisierte Materialien. „Man muss nicht zwischen Nachhaltigkeit und Leistungsfähigkeit wählen“, sagt Lutkenhaus.

Baustein für Kreislaufwirtschaft

Das Projekt gilt als Schritt zu einem Batteriedesign, das von Anfang an das Lebensende der Produkte mitdenkt. Ziel ist eine Kreislaufwirtschaft, in der Batterien nicht zu Sondermüll mutieren, sondern unkompliziert in natürliche Kreisläufe zurückkehren.

Sicherheit und Akzeptanz

In Deutschland dürfte diese Art der Speichertechnik großen Zuspruch erfahren. Immerhin gelten Vitamine als gesund, und sind sogar in der Apotheke als OTC- (Over-the-Counter‑)Ware rezeptfrei erhältlich. Allerdings verrät der Artikel der Universität nicht, ab wann diese Speichertechnik für Battery-Energy-Storage-Systems (BESS)zur Verfügung steht. Die Akzeptanz für diese vielversprechende Technik dürfte groß sein. Es wird wenig Menschen geben, die sich über Vitamin B im Megawattstundenformat in ihrer Nachbarschaft beschweren dürften. (mg)

BRC Solar Optimierer jetzt mit Fronius-Wechselrichtern kompatibel

BRC Solar Optimierer jetzt mit Fronius-Wechselrichtern kompatibel

Entwicklungsarbeit im BRC Labor ©BRC

Die BRC Solar GmbH und die Fronius International GmbH haben die offizielle Kompatibilität ihrer Produkte bestätigt. Damit können die Optimierer des deutschen Herstellers von Solartechnik BRC-Solar nun problemlos mit den Wechselrichtern des österreichischen Unternehmens Fronius kombiniert werden. Ziel dieser Entwicklung ist es, die Effizienz und Leistungsfähigkeit von Solaranlagen zu verbessern.

Optimierer lösen Herausforderungen bei Verschattung und Ausrichtung

Besonders bei Anlagen mit Verschattung, unterschiedlichen Dachausrichtungen oder variierenden Modulneigungen kann die Energieausbeute beeinträchtigt werden. Die Optimierer von BRC Solar sind darauf ausgelegt, den Ertrag einzelner Solarmodule zu maximieren und Leistungseinbußen im Gesamtsystem zu reduzieren. In Tests wurde nachgewiesen, dass die Geräte mit den Wechselrichtern von Fronius kompatibel sind. Dadurch bleibt die Energieproduktion auch unter schwierigen Bedingungen stabil, da betroffene Module gezielt optimiert werden, während andere ihre maximale Leistung beibehalten.

CEO Pascal Ruisinger zur Partnerschaft mit Fronius

Pascal Ruisinger, kaufmännischer Geschäftsführer von BRC Solar, sieht in dieser Entwicklung einen wichtigen Schritt für das Unternehmen: „Die Kompatibilität unserer Optimierer mit den Wechselrichtern von Fronius eröffnet neue Möglichkeiten für die Nutzung von Solaranlagen. Durch diese Partnerschaft können wir unser Produktangebot weiter ausbauen und Betreibern dabei helfen, das Potenzial ihrer Anlagen bestmöglich auszuschöpfen.“

Mit der Bestätigung der Kompatibilität setzen BRC Solar und Fronius ein weiteres Zeichen für die technologische Weiterentwicklung im Bereich der Photovoltaik. (mg)


PV-Module: Weniger Leistung als angegeben

PV-Module: Weniger Leistung als angegeben

Untersuchungen zeigen, dass die Modulleistung seit Jahren niedriger ist als angegeben Grafik: Franhofer ISE

Mehr als 70.000 Leistungsmessungen ausgewertet

Ein Forschungsteam des Fraunhofer ISE hat über 70.000 Leistungsmessungen an Photovoltaik-Modulen ausgewertet und hat seit 2017 eine wachsende Diskrepanz zwischen den Herstellerangaben und den Messergebnissen des Instituts festgestellt. Während bis zum Jahr 2016 die gemessene Leistung meist über den Werten der Hersteller lag, änderte sich das ab 2017 und die Werte lagen unter den Herstellerangaben. Ab 2020 wurde eine durchschnittliche Minderleistung von 1,3 % festgestellt. Neue Daten aus 2024 deuten auf eine leichte Trendwende hin, mit weiterhin negativen Abweichungen von 1,2 %.

1,3 % weniger als angegeben

Für die Untersuchung wurden 1034 Messungen monokristalliner Silizium-Module unter standardisierten Bedingungen analysiert. Bis 2016 lagen die Abweichungen unter 1 %, oft mit positiven Differenzen zugunsten der Herstellerangaben. 2016 betrug der Unterschied im Mittel 0,6 %, 2023 hingegen 1,3 % zu Ungunsten der Herstellerangaben. Eine positive Abweichung konnte kaum noch beobachtet werden.

195 MW Leistung fehlen so bei 16 GW

Die aktuellen Daten, präsentiert beim 40. PV-Symposium, zeigen, dass eine durchschnittliche Minderleistung von 1,2 % bei einem Zubau von 16,2 GW im Jahr 2024 rund 195 MW fehlender Leistung entspricht – vergleichbar mit einem großen Solarpark.

Testlabor ist zuverlässig kalibriert

Um belastbare Ergebnisse zu erhalten, wurden nur neuwertige Module berücksichtigt, und zwar von Herstellern, die zu den Top 10 des jeweiligen Jahres gehörten. Dank strenger Qualitätsmaßnahmen gewährleistet das „CalLab PV Modules“ eine stabile Kalibrierung über Jahre und kann dadurch zuverlässige Langzeitanalysen liefern.

[mg]

95 Prozent unabhängig: Spatenstich für energieautarkes Firmengebäude in Memmingen

95 Prozent unabhängig: Spatenstich für energieautarkes Firmengebäude in Memmingen

Spatenstich, autarkes Firmengebäude in Memmingen. (Personen v.l: Sonepar (Niederlassungsleiter), Wilhelm Braun (Gesellschafter), Tanja Diemer (Architektin), Armin Bühler (Gesellschafter, GF), Jan Rothenbacher (OB Memmingen), Teammitglied (Sonepar), Teammitglied (Sonepar), Hr. Götz (Sonepar), Carola Isegrei (Prokuristin), Johann Hofmayr (Gesellschafter, GF), Roland Albrecht (Gesellschafter), Konrad Noll (Gesellschafter), Teammitglied (Sonepar) © Raum-K

Memmingen, 10.03.2025 – Mit einem feierlichen Spatenstich fiel heute der Startschuss für ein Firmengebäude, das neue Maßstäbe in Sachen Autarkie und Energieeffizienz setzt. Mit Klimadecken, Gebäudemasse als Wärmespeicher, netzdienlichem Stromspeicher mit Abwärmenutzung und PV-Anlage erreicht das real Gebäude 95 Prozent Autarkie. Vertreter der beteiligten Unternehmen – Raum-K, Klima-Top, Architekturbüro Diemer, Kling Projektbau, Leppig Energieberatung – sowie Memmingens Oberbürgermeister Jan Rothenbacher waren vor Ort, um den Beginn dieses zukunftsweisenden Projekts im Gewerbegebiet „Oberer Buxheimer Weg 58“ in Memmingen zu feiern.

10.03.2025

Der Spatenstich markiert den Start für ein Gebäude mit einem Energiekonzept, das mit einer Kombination aus Photovoltaik, Wärmepumpe, Stromspeicher, reversibler Klimadecke, regelbarem thermischen Gebäudemassenspeicher und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eine Autarkie von 95 Prozent erreicht. Der Neubau bietet auf rund 3.500 m² Büro- und Lagerfläche Platz für fünf Unternehmen, die in einer modernen, umweltfreundlichen Umgebung an diesem Standort bis zu 70 Arbeitsplätze schaffen.

Autark mit geregeltem dynamischem Deckenspeicher

Stellen wir uns zwei Wärmequellen vor, die schnelle Deckenheizung, die mit Infrarotstrahlung direkt die Raumhülle und Oberfläche erwärmt und gleichzeitig eine Masse, die viel Wärme speichern kann und diese langsam und bedarfsgerecht wieder abgibt. Werden diese beiden Komponenten kombiniert, so ergibt sich ein System, das die Wärmeversorgung von Gebäuden über einen Zeitraum von 10 Tagen und mehr ermöglicht. Der dynamische Massenspeicher – im Fall des Firmengebäudes ist der Speicher das Gebäude – übernimmt dabei zwei Drittel der Leistung. Die Klimadecke übernimmt ein Drittel der Leistung. Da beide Komponenten mit niedrigen Temperaturen von unter 30° Celsius bei minus 13,1°C Außentemperatur gefahren werden, kann die Versorgung fast zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen erfolgen. Gleichzeitig ist der CO₂-Ausstoß im Betrieb praktisch null, die Autarkie bis zu 95 Prozent und das bei einer Wirtschaftlichkeit, die im Vergleich zur klassischen fossilen Versorgung unschlagbar ist, da sie mit jedem Jahr besser wird, weil die Brennstoffe als Kostenfaktor entfallen.

Gebäudestandard „Real Zero“ und „2045-Ready“

Der Gebäudestandard „Real Zero“ steht für nahezu vollständige Autarkie: Rund 95 Prozent des Energiebedarfs werden vor Ort erzeugt, der Heiz- und Kühlbetrieb ist CO₂-neutral. Intelligente, akustisch wirksame Deckenheizungen auf 100% der Deckenfläche verlegt, sorgen ganzjährig durch effizientes Kühlen und Wärmen für ein perfektes Raumklima. „Real Zero“ ist in dieser Form ein Paradebeispiel für gesundes, energieeffizientes und damit zukunftsweisendes Bauen.

Nachhaltigkeit auf höchstem Niveau

Das Gebäude verfügt über eine eigene PV-Anlage mit einer Leistung von 270 kWp, einen Stromspeicher mit einer Kapazität von 350 kWh und einen regelbaren thermischen Speicher mit einer Kapazität von 24 MWh in der Gebäudemasse, der netzdienlich genutzt werden kann, indem Überschuss Strom als Wärme gespeichert wird. Die Photovoltaik versorgt gemeinsam mit dem Stromspeicher auch den Fuhrpark der im Gebäude tätigen Unternehmen mit umgerechnet etwa 500.000 Kilometern Fahrleistung pro Jahr. Neben 50 Fahrradstellplätzen stehen selbstverständlich ausreichend PKW-Ladesäulen zur Verfügung, die ein klares Signal für nachhaltige Mobilität setzen. Zum Energiekonzept gehört außerdem ein netzdienlicher Stromspeicher des Allgäuer Betreibers Cell Mind mit einer Kapazität von sieben MWh. Die während der Regelleistung entstehende Abwärme wird im neuen Gebäude ebenfalls genutzt.

Revolutionäre Wärme- und Kühllösung

Eine herausragende Innovation des Gebäudes ist das Raum-K Gebäudeenergiekonzept, das extrem niedrige Heizsystemtemperaturen von ca. 28°C bei minus 13,1°C Außentemperatur ermöglicht. Im Sommer wird das Gebäude mit Hilfe der Klimadecke angenehm und ohne Zugluft gekühlt, sodass ganzjährig eine wohltuende Temperierung gewährleistet ist. Dies sorgt für erhebliche Energieeinsparungen von über 50%, und sichert dadurch langfristig stabile Energiekosten auf niedrigstem Niveau.

„Mit diesem Projekt setzen wir Maßstäbe für nachhaltiges Bauen und schaffen eine Arbeitsumgebung, die nicht nur ökologisch, physiologisch und wirtschaftlich den Erfolg sichern hilft“, so Armin Bühler, Mitinhaber der Klima Top GmbH und Vordenker des innovativen Gebäudekonzeptes.

Sven Lutz, Geschäftsführer von Baufirma Kling Projektbau, erklärt: „Wir sind vom Raum-K Gebäudeenergiekonzept rundum überzeugt, weshalb wir auch unser eigenes neues Firmengebäude in Hermaringen damit ausstatten sowie auch erste Kundenprojekte damit planen und realisieren.

„Die Herausforderung des Bauherrn, maximale Autarkie bei niedrigsten Energiekosten mit optimalem Raum- und Arbeitsklima zu verbinden, haben wir gerne angenommen“, sagt Architektin Tanja Diemer, die die Ansprüche der Raum-K GmbH bezüglich Optik, Raumakustik und Raumklima bzw. Feinstaubreduktion in unterschiedlichen Projekten sehr erfolgreich umgesetzt hat.

Jürgen Leppig, Geschäftsführer der Energieberatung Leppig GmbH erklärt: „Ich habe selten so innovative Menschen erlebt, die nur ein Ziel vor Augen haben: „Real Zero.“

Michael Götz, Leiter Bestandsmanagement der Firma Sonepar Deutschland Region Süd GmbH, sagt anlässlich des Spatenstichs: „Als zukünftiger Mieter profitieren wir im neuen Firmengebäude der Raum-K erheblich von der vollständigen CO₂-Vermeidung und den langfristig niedrigen Energiekosten. Das passt hervorragend zu unserer Unternehmensphilosophie und unseren Werten.“

14 Tage Selbstversorgung durch intelligentes Gebäudeenergiekonzept

Dank des großen regelbaren thermischen Speichers kommt das neue Firmengebäude in der Heizperiode 10 Tage ohne externe Energiezufuhr aus. Die vor Ort produzierte Energie reicht in Verbindung mit der im Gebäude gespeicherten Energie aus, um das Gebäude durchgängig angenehm zu temperieren (Quelle: Fraunhofer Projekt „Windheizung 2.0“).

Bauzeit + Flexibilität

Einzugsdatum ist der 1. Dezember 2025. Das Gebäude liefert den Beweis, dass klimafreundliches Bauen nicht nur möglich ist, sondern den bekannten Bauweisen in jeder Hinsicht überlegen ist. Das Raum-K Gebäudeenergiekonzept lässt sich in allen Gebäudearten realisieren, vom Wohnbau über den Gewerbe- bis zum Industriebau, bzw. vom Neubau über die serielle Sanierung bis zum Denkmalschutz.

Manfred Gorgus für die Raum-K Gmbh

Solitek Enhances Hail Resistance

Solitek Enhances Hail Resistance

The Vilnius-based manufacturer of photovoltaic modules SoliTek is reporting on progress in the hail resistance certification of its photovoltaic modules for greater resilience in severe weather.

MUC 17.012025

Recent tests for the new generation of modules with halved cells have produced two important innovations: Hail class 5 certification for the bifacial PV modules SoliTek modules SOLID Bifacial framed B.108 and SOLID Solrif D B.108 have successfully passed the tests with hailstones with a diameter of 50 mm and thus received hail class 5 certification. This is the highest hail resistance class, ranging from 1 to 5. The number represents the diameter of the hailstones used: 1 is 10 mm, 5 is 50 mm. The bombardment occurs perpendicularly to the module.

High resistance through design

The high hail resistance of SoliTek PV modules is achieved, according to the manufacturer, through their design:

– Fully tempered glass, which has significantly higher strength compared to heat-tempered glass.

– Thicker glass layer, which also improves resistance to pressure and impact.

The SoliTek company speaks of robust solutions that can withstand real conditions while guaranteeing a long module life.

Well prepared for growing climate challenges:

Given the increasing frequency and intensity of hailstorms, as reported of hailstones with a diameter of up to 190 mm in Europe, SoliTek’s advances in hail resistance are particularly timely. The improved resilience of SoliTek’s modules makes them ideal for regions that are at high risk of extreme weather events and gives end users more security.

According to SoliTek, the hail class 5 certification is intended especially for installations in regions particularly prone to hail, such as Switzerland, where higher hail resistance classes are crucial for insuring a system.

The company also says that it will continue to innovate and improve the longevity of its products in order to meet the changing needs of the global solar industry.

What is tempered glass?

Tempered glass is also called thermally toughened glass. In contrast to normal registered safety glass, it is more robust and can bear higher loads. Like normal single-pane safety glass, tempered glass is also scratch-resistant but can withstand significantly more in comparison. The most important properties include:

  • Temperature-resistant
  • The mechanical strength of fully tempered glass is 4-5 times higher than that of heat-strengthened glass.

manfred gorgus

Strom aus dem Elektroauto im Hausnetz nutzen

Strom aus dem Elektroauto im Hausnetz nutzen

Der größte Stromspeicher im Einfamilienhaus hat in der Regel vier Räder und steht in der Garage, das Elektroauto. Trotz großer Kapazität bleiben diese Speicher für die Gebäudeversorgung in der Regel ungenutzt. Die Schweizer Soleis AG aus Solothurn will das ändern und bietet seit Beginn dieses Jahres mit dem MINITOWER4car eine intelligente „Vehicle-To-Home-Lösung“ an, mit der Strom aus Elektroautos netzkonform in das Hausnetz eingespeist werden kann.

Voraussetzung ist entweder eine 230 V Steckdose am Fahrzeug, die an manchen Modellen verbaut sind, um z. B. unterwegs 230V Elektrogeräte anschließen zu können. Oder ein Elektro-Fahrzeug, das Strom über die Ladesteckdose nicht nur aufnehmen, sondern auch abgeben kann (bidirektionales Laden). Ist eine dieser Bedingungen erfüllt, können die Akkus von E-Auto-Akkus mit dem MINITOWER4car für die Versorgung eines Hausnetzes genutzt werden.  Mit Kapazitäten von 20 Kilowattstunden bei einem Kleinwagen und bis zu 80 Kilowattstunden bei einem Elektroauto mit großer Reichweite stehen Kapazitäten zur Verfügung, die stationäre Hausspeicher weit übertreffen.

Warum MINITOWER4car?

Will man Strom aus dem Elektroauto auch zu Hause nutzen, müssten die jeweiligen Verbraucher ohne einen MINITOWER4car direkt mit dem Auto verbunden werden. Selbst wenn das Elektroauto eine Steckdose hat, ist das umständlich und riskant: bedeutet es doch lange Kabel vom Stellplatz bis ins Haus und – bei mehreren angeschlossenen Verbrauchern -Mehrfachsteckdosen mit den damit verbundenen Risiken (heiße Kabel, Brandgefahr). Wird dagegen ein MINITOWER4car zwischen Fahrzeug und Hausnetz geschaltet, wandelt dieser den Fahrzeugstrom regelkonform in hausnetztauglichen Strom um. Es gibt nur eine einzige sichere und intelligente Verbindung zwischen E-Auto und Hausnetz, nämlich über den MINITOWER4car. Dieser übernimmt regelkonform das Strom- und Spannungs-Management der Einspeiseleistung.

Grundlastversorgung mit 480, 600 und 800 Watt

Der MINITOWER4car kommt in drei Leistungsstufen, einmal von 50 bis 480 Watt, von 50 bis 600 Watt und von 50 bis 800 Watt. Die Leistung kann bei jedem Modell in Ein-Watt-Schritten auf den Bedarf des jeweiligen Hausnetzes eingestellt werden. Die Einstellung der Einspeiseleistung erfolgt über eine App. Dafür ist eine WLAN-Verbindung erforderlich. Ziel ist es, die Grundlast in einem Gebäude aus den großen Akkus der Elektroautos zu bedienen, für die das keine Belastung darstellt. Für den Hausstrom ist es dagegen eine deutliche Entlastung. Ist eine Photovoltaikanlage vorhanden, kann diese tagsüber die Fahrzeugakkus laden. Nachts liefert das E-Auto über den MINITOWER4car die Grundlast im Hausnetz.

Keine Arbeiten am Hausnetz nötig  

Für den MINITOWER4car sind keine Arbeiten am Hausnetz nötig. Der Schuko-Stecker vom Minitower wird entweder mit einem Fahrzeug-Adapter mit Schuko-Steckdose oder mit der Schuko-Steckdose vom Elektroauto verbunden. Wird eine Verbindung des MINITOWER4car gelöst – entweder die zum Elektrofahrzeug, oder die zum Hausnetz – werden alle Leitungen Stromlos geschaltet. Die Preise für den MINITOWER4car starten bei 1799 Euro, inklusive Mehrwertsteuer. Bestellungen für den MINITOWER4car werden ab sofort entgegengenommen. Die Auslieferung erfolgt ab Januar 2025.

Hersteller:

SOLEIS AG, 4500 Solothurn, info@soleis.ch, www.soleis.ch

Text: Manfred Gorgus.

Fotos: Großes Bild und Sachaufnahmen: SOLEIS AG/Patrice Grünig. Laden & Wandgerät: SOLEIS AG/Manfred Lehner

Text und Bilder stehen zur kostenfreien Veröffentlichung zur Verfügung.

Link zu Text + Bild Download:

https://www.dropbox.com/scl/fo/34ji909dwqvpf384ej1yt/ANWSeuSkqccDNgiHqN_S80s?rlkey=hr6d0e25gg3gv6varxxhhl37h&st=oghezq5s&dl=0

Neue Kompatibilität bei BRC Solar: Leistungsoptimierung von Photovoltaikanlagen mit ZCS Azzurro Wechselrichtern

Neue Kompatibilität bei BRC Solar: Leistungsoptimierung von Photovoltaikanlagen mit ZCS Azzurro Wechselrichtern

V.Links: Leistungsoptimierer von BRC Solar und ZCS Azzurro Wechselrichter © BRC & Azzurro

Ettlingen, im Mai 2024 – Die BRC Solar GmbH, ein führender deutscher Hersteller von Leistungsoptimierern für Solarmodule, und Zucchetti Centro Sistemi SpA, bekannt für ihre Azzurro-Wechselrichter, freuen sich, die erfolgreiche Kompatibilität ihrer Produkte bekannt zu geben. Diese Zusammenarbeit markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Optimierung der Energieeffizienz und Leistung von Solaranlagen.

Bisher stellten Dächer mit Verschattungen, unterschiedlichen Ausrichtungen oder Neigungen eine Herausforderung für die effektive Installation von Solarmodulen dar. Die Reihenschaltung der Module führte dazu, dass die Leistung eines einzigen Moduls die Gesamtleistung aller Module in der Kette beeinträchtigte.

Durch die innovative Lösung von BRC Solar können diese Probleme jedoch behoben werden. Wechselrichter wie jene von Azzurro bieten mit ihren zwei Strangeingängen Flexibilität in der Strangauslegung. So können auch komplexe Hausdächer mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden. Selbst bei Verschattungen oder unterschiedlichen Ausrichtungen können PV-Module dank der BRC-Optimierer in einen bestehenden Strang integriert werden. Dadurch wird die Effizienz auch auf komplexen Dachflächen maximiert.

Die Partnerschaft zwischen BRC Solar und ZCS Azzurro demonstriert einen klaren Fokus auf die Steigerung der Energieeffizienz und Leistung von Solaranlagen. Durch die nahtlose Integration ihrer Technologien können sie erfolgreich die Herausforderungen von verschatteten Dächern, unterschiedlichen Ausrichtungen und Modulneigungen bewältigen. Kunden profitieren von einer optimalen Nutzung ihrer Dachflächen und einer maximalen Leistung ihrer Solaranlagen.

Die Wechselrichter von Azzurro bestechen durch ihre erstklassige Verarbeitung, die hochwertigen Materialien und durch ihre innovative Technik. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Verlässlichkeit aus und bieten zusammen mit dem passenden Speichersystem dreiphasigen Ersatzstrom. Wechselrichter von ZCS Azzurro sind hervorragend für den Betrieb von Wärmepumpen und E-Ladestationen geeignet. Ihre überdurchschnittliche Lebensdauer sowie ihre unkomplizierte Installation machen sie zu der perfekten Wahl für den Privat- sowie den Gewerbegebrauch.

„Die erfolgreiche Kompatibilität unserer Produkte unterstreicht nicht nur unsere technologische Stärke, sondern auch unser gemeinsames Engagement für eine nachhaltige Zukunft. Durch die Kombination von BRC Solars Power Optimizer M500 und den ZCS Azzurro-Wechselrichtern können wir die Effizienz von Solaranlagen steigern und gleichzeitig die Herausforderungen bei der Installation auf komplexen Dachflächen meistern. Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, innovative Lösungen anzubieten, die unseren Kunden helfen, das volle Potenzial ihrer Photovoltaikanlage zu nutzen und einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten.“, betonten Pascal Ruisinger, kaufmännischer Geschäftsführer von BRC Solar, Fredi Hartlaub, Vertriebsleiter ZCS Azzurro DACH und Jakob Silbermayr, Technischer Leiter ZCS Azzurro DACH.

Weitere Informationen finden Sie auf https://brc-solar.de und https://www.zcsazzurro.com/de

Quelle: BRC Solar GmbH

Produktnorm für Balkonkraftwerke – zweiter Entwurf

Ein neuer Entwurf lädt zur Stellungnahme zu neuen Anschlussregeln für Balkonkraftwerke sowie die neue Leistungsbegrenzung auf 800 VA und Schutzmaßnahmen für den Anschluss mit einem herkömmlichen Haushaltsstecker ein.

Für die weltweit erste Produktnorm für Balkonkraftwerke hat der VDE jetzt einen zweiten Entwurf veröffentlicht. Alle interessierten Kreise und Privatpersonen haben innerhalb der nächsten zwei Monate erneut die Möglichkeit, die Produktnorm aktiv mitzugestalten. Der zweite Entwurf sieht vor, dass die maximale Einspeiseleistung von 600 VA auf 800 VA angehoben wird. Außerdem verständigte sich das zuständige Normungsgremium auf mehrere Schutzmaßnahmen, um Mini-PV-Anlage auch über einen Schutzkontaktstecker an eine herkömmliche Haushaltssteckdose anzuschließen zu können. Dafür müssen der Basisschutz und die elektrische Sicherheit wahlweise mechanisch oder elektromechanisch gewährleistet sein.

Sicherheitsvorkehrung auch im Wechselrichter?

Der Steckerkopf eine mechanische Trennung aufweisen, die sicherstellt, dass Personen keinen aktiven Leiter berühren können. Zum anderen kann der Basisschutz auch über eine galvanische Trennung im Wechselrichter realisiert werden. Dazu muss der Wechselrichter zusätzliche Anforderungen erfüllen.

Norm aktiv mitgestalten

Im Dezember 2023 wurde der erste Entwurf der Produktnorm öffentlich diskutiert. Das Normungsgremium hatte über 750 Stellungnahmen gesichtet und ausgewerten. Da zu den zentralen Themen – die Erhöhung der maximalen Leistungsgrenze sowie dem vereinfachten Netzanschluss – noch kein abschließender Konsens gefunden werden konnte, wurde der jetzt veröffentlichte zweite Entwurf notwendig. 

Der neue Entwurf kann im Normenentwurfsportal der DKE beim VDE Verlag kommentiert werden. Die Einspruchsfrist endet am 03.07.2024.

Manfred Gorgus Quelle: VDE

Dr. Franziska Brantner zu Besuch bei VoltStorage 

Dr. Franziska Brantner zu Besuch bei VoltStorage 

Head of Research & Development, Dr. John Alper, erläutert Frau Dr. Brantner die Iron-Salt-Batterie ©VoltStorage

Im Rahmen ihrer Informationstour zu besonders innovativen Greentech-Unternehmen besuchte die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Franziska Brantner die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen von VoltStorage in München.  

Die Parlamentarische Staatssekretärin Frau Dr. Franziska Brantner ist beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Sonderbeauftragte der Bundesregierung für die Umsetzung der internationalen Initiative für mehr Transparenz im Rohstoffe gewinnenden Sektor. Beim Speicherhersteller VoltStorage mit Sitz in München hat Frau Brantner Einblicke in die Arbeit eines Unternehmens erhalten, das umweltfreundliche Speicherlösungen für erneuerbare Energien entwickelt und produziert. 

Weitere Themen waren die Herausforderungen, denen sich Greentech-Startups wie VoltStorage in Deutschland stellen müssen. Dazu gehören Standortförderungen und Finanzierungsfragen, die Akzeptanz von Innovation und Transformation im Energiesektor allgemein sowie politische Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines Marktes, der im Grunde erst noch im Entstehen ist. 

Eisen-Salz-Batterien – ein Gamechanger für die Energiewende

Die von VoltStorage entwickelte Iron Salt Battery ist ein Energiespeicher der auf dem Redox-Flow-Prinzip basiert. In ihrem Einsatz als Langzeitspeicher – auch Long Duration Energy Storage, kurz LDES genannt – richtet sich die Lösung vor allem an Energieversorger, Netzbetreiber und große Industrieunternehmen, um Wind- und Sonnenenergie grundlastfähig zu machen. Da die Batterien mit den Materialien Eisen und Salz arbeiten, ist diese Speichertechnik zum einen unbedenklich für die Umwelt und zum anderen kommen regional verfügbare Rohstoffe zum Einsatz.

Besser als ein Gaskraftwerk

Bisherigen Flexibilitätslösungen wie beispielsweise Gaskraftwerke ist die Redox-Flow-Batterie in den Punkten Umweltverträglichkeit, Lieferkettensicherheit und Wirtschaftlichkeit überlegen. Nicht zuletzt aufgrund dieser Charakteristiken gilt die Technologie als potenzieller Gamechanger für die Energiewende. 

Dr. Franziska Brantner zeigt sich von der Arbeit von VoltStorage beeindruckt: „Ein junges, aber sehr erfahrenes und hoch motiviertes Team verfolgt das Ziel, grüne Speicher für grüne Energie zu entwickeln – ganz ohne kritische Materialien. Das birgt enormes Potenzial, vor allem, wenn es um langfristige Rohstoffverfügbarkeit und Versorgungssicherheit geht. Dass die ca. 70 Mitarbeitenden dabei aus fast 20 Ländern stammen und teilweise extra nach Deutschland gekommen sind, ist ein Beleg für die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität unserer Startup-Szene, vor allem im Greentech-Bereich. Wir setzen uns dafür ein, diese Innovationskraft zu erhalten und zu stärken.“  

Gerade junge Unternehmen brauchen in Deutschland verlässlichen politischen Rahmen

Jakob Bitner, Co-Founder und CEO von VoltStorage: “Unsere Erfahrung ist, dass internationale Energieanbieter und Unternehmen aufgeschlossener und progressiver an neue Technologien und Innovationen herangehen als vergleichbare Unternehmen in Deutschland. Wenn die Energiewende als globale Aufgabe gelingen soll, müssen aber alle an einem Strang ziehen. Die Innovationskraft junger Unternehmen ist ein hohes Gut, die es zu erhalten gilt. Nicht nur wir, sondern auch unsere möglichen Partner und Kunden begrüßen es daher, wenn die Politik einen verlässlichen Rahmen schafft, der Regeln für ein Marktdesign mit Investitions- und Wachstumsimpulsen gibt.“ 

Umweltfreundlich Strom speichern im industriellen Maßstab

VoltStorage wurde 2016 gegründet und hat fast zehn Jahre Erfahrung im Bereich der umweltfreundlichen Redox-Flow-Speichertechnologie. Anfang 2024 hat das Unternehmen einen neuen Standort mit besseren Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bezogen. Damit ist die Grundlage für intensivere Entwicklungsarbeit an der Iran-Salt-Batterie zu intensivieren. Bis Ende 2025 sollen mit Partnern Pilotanlagen definiert werden, bei denen konkrete Dekarbonisierungsmaßnahmen in der Energieversorgung größerer Industrieanlagen im Mittleren Osten realisiert werden. Entsprechende Kooperationen wurden bereits Anfang dieses Jahres vereinbart. 

Text: Manfred Gorgus

Quelle: Voltstorage

Grüner Wasserstoff zum Heizen umstritten: offener Brief warnt Gemeinden vor großflächigem Einsatz

Grüner Wasserstoff zum Heizen umstritten: offener Brief warnt Gemeinden vor großflächigem Einsatz

Foto: Greenpeace & 200 weitere. Bearbeitung: SOLAR-professionell

In den vergangenen Tagen erhielten rund 7.000 deutsche Bürgermeister und Bürgermeisterinnen einen offenen Brief, der von 217 Organisationen unterzeichnet wurde. In diesem Schreiben wurde eindringlich davor gewarnt, Wasserstoff großflächig in der kommunalen Wärmeplanung einzusetzen.

„Heizen mit Wasserstoff is wie Duschen mit Champagner“

Während die Gaslobby bei den Kommunen aktiv den Umbau der Gasnetze auf Wasserstoff bewirbt, mahnen Umweltverbände, dass Grüner Wasserstoff auf lange Sicht ein sehr seltenes und teures Gut bleiben wird. Die Bedenken liegen insbesondere darin, dass eine unbedachte Nutzung von Grüner Wasserstoff zu erheblichen finanziellen Belastungen für Verbraucher führen könnte, wenn dieser einfach verheizt wird.

Kontroverse um Wasserstoff

In Vorbereitung auf die klimaneutrale Zukunft müssen alle Kommunen bis Mitte 2028 einen Plan vorlegen, wie sie ihre Gemeinden mit Wärme versorgen wollen. Trotz des wissenschaftlichen Konsenses, dass Wasserstoff für die Gebäudewärme ungeeignet ist, wirbt die Gaslobby vehement für seinen flächendeckenden Einsatz in der Wärmeversorgung. Über Plattformen wie „H2 vor Ort“ und „H2 kommunal“ versucht die Gasindustrie, Stadtwerke und Kommunen für ihre Zwecke zu gewinnen.

Gaslobby rettet fossiles Geschäftsmodell

„Hinter dieser Strategie der Gaslobby steckt die Absicht, ihre Einnahmen aus dem Verkauf von Erdgas zu sichern, während sie gleichzeitig versuchen, ihr fossiles Geschäftsmodell durch Wasserstoff zu retten“, erklärt Henning Peters, Referent für Energie und Klima am Umweltinstitut. „Dadurch wird der Klimaschutz beeinträchtigt, da fossile Anlagen weiter betrieben werden und die Klimakrise weiter anheizen, während Kommunen auf einen Wasserstoff setzen, der in dieser Menge noch nicht verfügbar ist.“

Der offene Brief warnt konkret davor, Wasserstoff-Heizgebiete in der kommunalen Wärmeplanung auszuweisen. Selbst in Wärmenetzen sollte Wasserstoff höchstens zur Abdeckung der Spitzenlast vorgesehen sein.

Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen angeblich, dass Wasserstoff für die Gebäudewärme irrelevant ist. Über 50 unabhängige Studien zeigen, dass Wasserstoffheizungen vier- bis sechsmal mehr Energie verbrauchen als herkömmliche Wärmepumpen. Seine Herstellung ist äußerst energieintensiv und daher auf absehbare Zeit teuer, argumentieren die unterzeichneneden Organisationen.

Grüner Wasserstoff zu teuer zum Heizen

Mira Jäger, Energie-Expertin von Greenpeace, stellt klar: „Wasserstoff ist zu kostenintensiv und aufwändig zu produzieren, um ihn buchstäblich zu verheizen. Selbst langfristig wären Wasserstoffheizungen insgesamt etwa doppelt so teuer wie Wärmepumpen oder Wärmenetze. Wasserstoff sollte nur für spezielle Anwendungen eingesetzt werden, für die es keine Alternativen gibt. Wenn Kommunen heute Wasserstoff-Heizgebiete ausweisen, riskieren sie hohe Folgekosten für ihre Bürger:innen und handeln nicht im Sinne des Klimaschutzes.“

Link zum ganzen Brief.

Manfred Gorgus

Dydd Gwyl Dewi Sant Hapus – Happy St. David’s Day!

Dydd Gwyl Dewi Sant Hapus – Happy St. David’s Day!

Grafik: SOLAR-professionell

Einen frohen Sankt Davids Tag wünschen die Waliserinnen und Waliser am 1. März jedes Jahr. Auf Walisisch: „Dydd Gwyl Dewi Sant Hapus“. Das westliche Land der britischen Insel hat eine spannende Geschichte, eine vielversprechende Zukunft und pflegt einen entspannten Lebensstil. Der erste März ist Nationalfeiertag zu Ehren des Volkshelden St. David. Für uns Anlass, einen Blick auf das kleinste Land der britischen Insel zu werfen, denn es ist auch ein Teil der Geschichte von SOLAR-professionell.

St. David – der Schutzpatron von Wales

Sant Davids day ist der walisische Nationalfeiertag zu Ehren des heiligen Davids, dem Schutzpatron von Wales. 512 geboren, wirkte er als Mönch und Prediger, gründete mehrere Klöster, wurde in Jerusalem zum Bischof gekrönt und 1158 heiliggesprochen.

St. David – Symbol des walisischen Widerstands gegen die Angelsachsen.

Wales liegt im Westen der britischen Insel, grenzt im Osten an England, im Süd-Westen an die Keltische See mit Bristol- und St.-George-Kanal. Im Nord-Westen grenzt Wales an die Irische See.

In der walisischen Hauptstadt werden am 1. März Paraden abgehalten. In Schulen wird der normale Unterricht durch Literatur und Musikveranstaltungen ersetzt.

Warum St. Davids Day auf SOLAR-professionell?

Warum der St. Davids Day einen Platz auf auf der Plattform von SOLAR-professionell erhält ist schnell erklärt: Der Gründer von SOLAR-professionell wurde am Gwent College of higher Education, dem Newport College of Art & Design und der Cardiff University ausgebildet.

Es existieren persönliche Verbindungen sowohl zu Wales, als auch zu Großbritannien. Die walisisch-britische Seele und Lebensart sind Teil von SOLAR-professionell. Zu guter Letzt engagiert sich das westlichste Land auf der britischen Insel seit vielen Jahren für die Dekarbonisierung seiner Energieversorgung mit dem Ausbau erneuerbarer Energien.

Ein fünftel aus Erneuerbaren Energien

Ein fünftel des walisischen Energiebedarfs kommt bereits aus erneuerbaren Quellen, schreibt die Regierung vom Wales auf ihren Internetseiten. Die Photovoltaikleistung ist in 12 Jahren von drei Megawatt in 2010 auf 1250 Megawatt in 2022 gestiegen (Quelle: Statista 2022). Im industriell geprägten Süden des Landes investiert RWE in eine Versorgung mit Wasserstoff in großem Stil.

Riversimple – E-Autos made in Wales

Bildschirmfoto ©Welsh Governement

Llandrindod Wells ist ein kleiner Ort in der Mitte von Wales. Dort entwickelt und fertigt Hugo Spowers, Gründer und Chefingenieur von „Riversimple“ seine Elektroautos: schnittige Zweisitzer mit Brennstoffzelle und Elektroantrieb für umweltfreundliches Fahren aus dem Land des Drachen. Ja, auch Wales hat einen Drachen als nationales Symbol – sogar auf der Landesflagge. Nicht alles was aus dem Land des Drachen kommt, kommt aus China.

D.T.

Nutzfahrzeug-Ladeinfrastruktur-Unternehmen Heliox von Siemens übernommen.

Nutzfahrzeug-Ladeinfrastruktur-Unternehmen Heliox von Siemens übernommen.

Übernahme abgeschlossen.

Siemens hat am 11. Januar dieses Jahres die vollständige Übernahme des e-Bus- und e-LKW-Lade-Infrastrukturunternehmens Heliox bekannt gegeben. Heliox, mit Hauptsitz in den Niederlanden, beschäftigt rund 330 Mitarbeiter. Siemens erhofft sich durch die Übernahme eine Technologieführung bei DC-Schnellladelösungen für den Bereich e-Bus- und e-LKW-Flotten.

Größeres Angebot und mehr Präsenz im Markt.

Das Angebot von Heliox erweitert das aktuelle Siemens-Ladeinfrastruktur-Portfolio um Produkte und Ladelösungen von 40 Kilowatt bis zu Megawatt-Anwendungen, außerdem um Ladelösungen für das Laden auf der Strecke. Weiterhin steigert der Kauf von Heliox die Marktpräsenz von Siemens in diesem in Europa und Nordamerika.

Zusätzliche Kompetenz in einem der am schnellsten wachsenden Märkte.

Mit der Übernahme verbessert Siemens zusätzlich seine Kompetenz im Bereich der Leistungselektronik. Die mobilen, skalierbaren und parallelen Ladelösungen von Heliox werden es Siemens ermöglichen, Märkte besser zu bedienen. Laut Siemens AG Vorstandsmitglied und CEO von Smart Infrastructure Matthias Rebellius, erleben DC-Schnellladelösungen für e-Bus- und e-LKW-Flotten ein beispielloses Wachstum. DC-Schnellladelösungen für elektrische Nutzfahrzeuge gelten als das am schnellsten wachsende Segment im E-Mobilitätsbereich.

Manfred Gorgus Quelle: Siemens

Konferenz „Infrarotheizung im Bestandsgebäude“

Konferenz „Infrarotheizung im Bestandsgebäude“

Das Programm zur Konferenz „Die Infrarotheizung im Bestandsgebäude“ ist veröffentlicht. Drei Forschungsprojekte sind dabei im im Fokus. Alle befassen sich mit dem Thema der Performance von Infrarotheizungen im Bestand. Außerdem werden eine Reihe von Praxisbeispielen vorgestellt.

Sauerlach, 16. Januar 2024: Der IG Infrarot Deutschland e.V. hat das Programm der Konferenz „Die Infrarotheizung im Bestandsgebäude“ veröffentlicht. Die Konferenz findet am am Donnerstag dem 11. April 2024, in Würzburg statt. Anmeldung können sofort vorgenommen werden.

Auf der ganztägigen Veranstaltung werden drei neue Studien vorgestellt, in denen der Einsatz von Infrarotheizungen in Bestandsgebäuden untersucht wurde. Am Nachmittag präsentieren Fachlaute aus der Praxis Projektbeispiele mit Einbindung von Infrarotheizungen. Darunter auch die Sanierung einer denkmalgeschützten Villa sowie die Sanierung von Wohnungen in einem Ferienpark.

Die Forschungsprojekte

Die Technische Universität Dresden knüpft in ihrer aktuellen Studie an die Untersuchung „Potentialbewertung von Infrarotheizungen als Spitzenlastabdeckung“ aus dem Jahr 2023 an. In der Nachfolge-Studie legen die Forscher Gebäude unterschiedlichster Bauklassen zugrunde. Die Simulationen reichen vom Effizienzhaus-Standard KfW 40 zurück bis zum Bau in den 1950er Jahren. Sie simulieren den Einsatz eines Infrarotheizsystems im Vergleich zu einer Wärmepumpe sowie die Kombination einer Infrarotheizung zur Spitzenlastabdeckung mit einer kleinen Wärmepumpe für die Grundlast. In den Gebäuden älterer Bauklassen werden zum Vergleich auch Gasheizungen in der Simulation betrachtet – entweder als alleiniges Heizsystem oder zur Deckung der Grundlast in Kombination mit der Infrarotheizung.

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP führt aktuell einen messtechnischen Vergleich des Heiz-Energieverbrauchs eines konventionell beheizten Einfamilienhauses mit einem Gebäude mit Infrarotheizung durch – dies in zwei baugleichen realen Einfamilienhäusern. Die drei erwähnten Studien wurden von dem Branchenverband IG Infrarot Deutschland in Auftrag gegeben.

Die HTWG Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung hat die Studie IR-Bau zum „Potenzial von Infrarot-Heizsystemen für hocheffiziente Wohngebäude“ fortgeführt. In dem zweiten Teil, IR-Bau 2, untersuchten die Forscher weitere Wohn- und Bürogebäude mit Infrarotheiz-/Photovoltaik-Systemen hinsichtlich ihrer ökologischen und ökonomischen Eigenschaften, der thermischen Behaglichkeit und Projektierbarkeit und ermittelten Möglichkeiten zur Optimierung. Die Ergebnisse werden im Februar 2024 erstmals veröffentlicht.


Studien ergänzen Praxiserfahrungen

„Aus zahlreichen Praxisbeispielen wissen wir, dass Infrarotheizungen bereits erfolgreich in Bestandsgebäuden eingesetzt werden. Die Studien liefern nun wissenschaftlich belastbare Zahlen für unterschiedlichste Anwendungsoptionen und Kombinationen mit anderen Heizsystemen“, sagt Lars Keussen, Vorstand des IG Infrarot Deutschland e.

Die Konferenz im Hotel Rebstock Best Western Premier in Würzburg richtet sich an die Infrarotheizungsbranche, Wohnungsunternehmen, Architekten, Planer und Energieberater sowie an Entscheider aus der Photovoltaik-, Wärmepumpen- und Heizungsbranche. Die Teilnahmegebühr beträgt 350 Euro für Mitglieder des IG Infrarot Deutschland e.V. und 400 für Nicht-Mitglieder (zzgl. 19% MwSt.). Das Programm und Informationen zur Anmeldung sind auf der Website www.ig-infrarot.de/veranstaltungen-2024 zu finden.

4. Runder Tisch der Infrarotheizungsbranche

Für die Infrarotheizungsbranche sowie Wissenschaftler, die zu Stromdirektheizungen forschen, bietet der Branchenverband am Vortag, Mittwoch, 10. April 2024, am gleichen Ort zum vierten Mal einen „Runden Tisch der Infrarotheizungsbranche“ an. „Der Runde Tisch, den wir erstmals unter erschwerten Pandemie-Bedingungen angeboten haben, hat sich zu einer geschätzten Plattform für die Informationssammlung und den brancheninternen Austausch entwickelt“, sagt Keussen. „In einer noch kleinen, aber wachsenden Branche mit großem Potenzial ist ein solcher Treffpunkt wichtig.“

Ein Thema auf dem Runden Tisch wird in diesem Jahr die intelligente Steuerung der Heizgeräte sein. Unter anderem wird Prof. Dr.-Ing. Martin Becker, Hochschule Biberach, zur Einbindung der Infrarotheizung in eine energieeffiziente, thermische Behaglichkeitsregelung referieren. Weiterhin dreht es sich um Themen wie die Messung des Strahlungswirkungsgrades von Infrarotheizgeräten sowie die QNG-Zertifizierung.

Die Teilnahmegebühr am Runden Tisch beträgt 150 Euro für Mitglieder des IG Infrarot Deutschland e.V. und 250 Euro für Nicht-Mitglieder (zzgl. 19% MwSt.) Das Programm des Runden Tischs sowie Informationen zur Online-Anmeldung sind ebenfalls auf der Website www.ig-infrarot.de/veranstaltungen-2024 zu finden.

Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie….

… beim Verband per E-Mail unter events@ig-infrarot.de sowie telefonisch unter +49 177 3817520.

Qiuelle: IG Infrarot Deutschland e.V.

Reine Stromer immer beliebter

Reine Stromer immer beliebter

Immer mehr PKW rein elektrisch auf der Straße

Flensburg, 16. Januar 2024. Mit Abschluss des Jahres 2023 lag die Anzahl der Personenkraftwagen (Pkw) mit alternativen Antrieben (Elektro (BEV)*, Hybrid, Plug-In, Brennstoffzelle, Gas, Wasserstoff) um +4,8 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums.

1.379.260 Neuwagen und damit 48,5 Prozent der insgesamt 2.844.609 Pkw-Neuzulassungen waren mit einem alternativen Antrieb ausgestattet.

700.206 Neuwagen, beziehungsweise 24,6 Prozent, waren mit einem Elektroantrieb (Elektro (BEV), Plug-In, Brennstoffzelle) ausgestattet und damit -16,0 Prozent weniger als im Jahreszeitraum 2022. Bei den Elektro (BEV) Pkw stiegen die Zulassungszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um +11,4 Prozent. Mit 524.219 Neuzulassungen betrug ihr Anteil am Gesamtzulassungsvolumen des Berichtszeitraums 18,4 Prozent.

Quelle: Kraftfahrt Bundesamt

  • BEV = Battery Electric Vehicle, Fahrzeuge mit ausschließlich elektrischer Energiequelle
222 Tipps für Energie-Autrakie in kostenlosen Ratgeber

222 Tipps für Energie-Autrakie in kostenlosen Ratgeber

Wie bereits 2023 hat die Redaktion der „photovoltaik“ hat auch 2024 wieder einen kostenfreien Ratgeber am Start. Der Titel des Ratgebers 2024 ist selbsterklärend: „222 Tipps für Autarkie“. Die Darreichung erfolgt als 185 Seiten starkes PDF und steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Eigenversorgung mit Sonnenstrom, für E-Mobilität & Wärmepumpen

Der Ratgeber informiert über die Chancen der Eigenversorgung mit Sonnenstrom, Wärmepumpen, E-Mobilität und weiteren solarelektrischen Systemen. Es gibt viele praktische Tipps und Informationen für private Anwender, ebenso wie für Gewerbekunden. Der Ratgeber will möglichst viele Verbraucher über die Vorteile einer dezentralen Vor-Ort-Versorgung mit Eigenstromerzeugung und deren Wirtschaftlichkeit informieren.

Thema Förderungen, Rechte & Pflichten als PV-Betreiber

Der Ratgeber liefert eine Übersicht über die finanzielle Förderung und die richtigen Anlaufstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es wird außerdem erklärt, welche Rechte und Pflichten mit dem Betrieb von Solaranlagen verbunden sind. Das EEG 2023, steuerliche Vereinfachungen und das anstehende Solarpaket wurden im neuen Ratgeber berücksichtigt.

Erzeugen -Speichern – Heizen – E-Mobilität

Das Themenspektrum des Ratgebers ist umfassend:

  • Photovoltaik,
  • Solarstromspeicher
  • solarelektrische Raumwärme
  • solarelektrisches Warmwasser
  • Kühlung, Lüftung und Kältetechnik
  • Elektromobilität
  • Brennstoffzellen und BHKW
  • Preisinformationen
  • Rechte & Pflichten plus Steuertipps.

Am Ende steht ein umfangreiches Adressverzeichnis mit Installateure und Planern zur Verfügung, dass die regionale Suche und Kontaktaufnahme mit Experten aus dem Themenumfeld erleichtert.

Praxistipps zum kostenlosen Download

Der Ratgeber 2024 „222 Praxistipps für Autarkie“ steht online als PDF nach kurzer Registrierung zum kostenlosen Download bereit. Er wurde speziell für private und Gewerbekunden entwickelt.

Neu in dieser Auflage sind umfangreiche Trendberichte zu Balkon-PV, bidirektionalem Laden, elektrischen Direktheizungen (Infrarot) und Gemeinschaftsanlagen.

Download-Link

https://www.photovoltaik.eu/b2c-ratgeber-2024

Manfred Gorgus

Wärmepumpen-Absatz steigt, trotz 73 % weniger Förderanträgen

Wärmepumpen-Absatz steigt, trotz 73 % weniger Förderanträgen

Foto: Wärmepumpe in Mehrfamilienhaus ©SOLEIS AG

Laut BAFA-Statistik sind die Förderanträge für Wärmepumpen im Jahr 2023 um über 70 Prozent zurückgegangen. So sollen im Jahr 2022 monatlich im Durchschnitt 29.060 Anträge gestellt worden sein. 2023 waren es nur noch etwa 7.845 pro Monat, was einem Rückgang von 73 Prozent entspricht. Trotzdem wurden bis Ende September 2023 ca. 295.500 Wärmepumpen neu installiert, 59.500 mehr als im Vorjahr.

Das Bonner Unternehmen EUPD-Resaerch meldet dazu: „Die Absatzzahlen von Wärmepumpen steigen stetig an. Und dies, obwohl die Planungssicherheit aufgrund der Förderungsstruktur und der Haushaltssperre aktuell eher ungewiss ist. So ist der Wärmepumpenabsatz in Deutschland bis Ende des dritten Quartals 2023 bereits höher als im gesamten Vorjahr.“

Sechs Millionen Wärmepumpen bis 2030

Am 27.01.2024 legte der Bundesverband Wärmepumpe seine damals aktuellen Einschätzungen zur Branchenentwicklung vor und ging damals sowohl auf aktuelle Marktentwicklungen als auch auf erforderliche Rahmenbedingungen für den weiteren Markthochlauf ein. Die Branchenstudie war wohl von den hohen Erwartungen der Bundesregierung einer raschen Veränderung der Heiztechnik im Gebäudesektor bestimmt, die mit dem Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) untermauert werden sollte. So sollten bereits im Jahr 2024 rund 500.000 Wärmepumpen pro Jahr installiert werden, der Feldbestand soll bis 2030 auf 6 Mio. Anlagen anwachsen. Zum Jahreswechsel 2022/23 waren rund 1,4 Millionen Wärmepumpen in Deutschland installiert.

GEG und Haushaltssperre

Nun wurde nicht nur das GEG in seiner ursprünglichen Form scharf kritisiert, auch der Haushalt der Bundesregierung wurde in seiner ursprünglichen Form vom Bundesverfassungsgericht gekippt. Wer aktuell auf der Seite des BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nachschaut, wird informiert, dass aufgrund der Haushaltssperre keine finanziellen Zusagen für 2024 gegeben werden können. Wörtlich heißt es auf der BAFA-Seite am 07. Januar 2024:

  • Die Haushaltssperre hat für den Klima- und Transformationsfonds (KTF) weiterhin Bestand. Da die Förderprogramme der nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) im KTF veranschlagt sind, gilt weiterhin Folgendes:
  • Derzeit kann keine Bewilligung von neuen Vorhaben erfolgen.
  • Die Annahme von Anträgen pausiert weiterhin. Dies betrifft alle Förderprogramme der nationalen Klimaschutzinitiative und damit auch die Förderung von E-Lastenfahrrädern nach der E-Lastenfahrrad-Richtlinie. Eine Antragsstellung über das elektronische Antragsportal ist deshalb nicht möglich.
  • Maßnahmen zu bereits erfolgten Förderzusagen können weiterverfolgt werden.
  • Über aktuelle Entwicklungen zu den Förderprogrammen der nationalen Klimaschutzinitiative wird auf klimaschutz.de informiert.

Die Zukunft liegt in der Wirtschaftlichkeit

Wenn im Jahr 2023 rund 73 % weniger Förderanträge für Wärmepumpen als im Vorjahr gestellt wurden, gleichzeitig aber fast 60.000 Wärmepumpen mehr verbaut wurden als 2022, so lässt das den Schluss zu, dass die Technik so überzeugend ist, dass sie auch ohne Förderung installiert wird, weil sie perspektivisch wirtschaftlicher ist, als Heizsysteme mit grauer Energie. Und hier, liebe Leserinnen und Leser, sind die erneuerbaren Energien bei ihrem ursprünglichen Gedanken angekommen: mit dezentral erzeugter Energie aus Wind und Sonnen langfristig günstiger Energie zu erzeugen als mit importierten Energien wie Erdgas, Kohle und Erdöl und Deutschland gleichzeitig von Energieimporten unabhängiger zu machen. Anlass waren die Ölpreiskrisen der Jahre 1973/74 und 1979/1980, als die OPEC-Staaten Erdöl künstlich verknappten, um einen höheren Preis für ihr Öl zu erzielen. Bei Erneuerbaren Energien geht es nicht um eine Ideologie – es geht um Wirtschaftlichkeit. Lediglich die Denke ist eine andere: Bei fossiler Versorgung mögen die Anfangsinvestitionen niedriger sein, dafür entstehen langfristig Kosten für Energie, auf deren Preis Verbraucher keinerlei Einfluss haben. Bei erneuerbaren Energien fallen in der Regel am Anfang höhere Kosten an, dafür ist die Energie kostenlos – zumindest bei Wind und Sonne.

Manfred Gorgus

Weniger Stromausfälle im Deutschen Stromnetz

Weniger Stromausfälle im Deutschen Stromnetz

Staistik ©Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur hat die Zahlen der nicht geplanten Stromunterbrechungen im deutschen Stromnetz für das Jahr 2022 veröffentlicht. Die Zahl der Stromausfälle bei Letztverbrauchern ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Durchschnitt lagen die Ausfallzeiten bei 12 Minuten. Die Bundesnetzagentur spricht von einem konstant hohen Qualitätsniveau der Versorgungssicherheit.

Weniger Ausfälle

In die Netzausfallstatistik der Ausfälle sind insgesamt 157.245 Versorgungsunterbrechungen in der Nieder- und Mittelspannung verarbeitet, die von 855 Netzbetreiber übermittelt wurden. Gegenüber 2021 wurden etwa 9.300 Störungsmeldungen weniger gemeldet.

Aus allen ungeplanten Unterbrechungen, die nicht auf Ereignisse der höheren Gewalt zurückzuführen sind, ermittelt die Bundesnetzagentur den sogenannten SAIDIEnWG (System Average Interruption Duration Index), der die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung je angeschlossenen Letztverbraucher innerhalb eines Kalenderjahres widerspiegelt.

Welche Unterbrechungen fließen in die Statistik?

In die Berechnung des SAIDIEnWG fließen nur ungeplante Unterbrechungen ein, die zurückzuführen sind auf:

  • „Atmosphärische Einwirkungen“,
  • „Einwirkungen Dritter“,
  • „Zuständigkeit des Netzbetreibers“ und „Rückwirkungsstörungen“.

Fazit

Trotz aller geäußerter Bedenken, dass Deutschland nach Abschaltung der Atomkraftwerke im Chaos versinken und die Energieversorgung auf den Stand eines Dritte-Welt-Landes rutschen wird, scheint das hiesige Stromnetz ordentlich zu arbeiten – sogar besser als in der Vergangenheit: in den vergangenen 17 Jahren lag der durchschnittliche Versorgungsausfall nur einmal niedriger als im Jahr 2022, nämlich im Corona-Jahr 2020. Damals lag die durchschnittliche Ausfallzeit bei knappen 11 Minuten. Gute Nachrichten, die vom Aufmerksamkeitswert allerdings ganz schlecht sind.  Wir sind der Meinung, dass nicht alles schlechter wird, zumindest nicht die durchschnittliche Strom-Ausfall-Zeit im deutschen Stromnetz. Das beruhigt.

Manfred Gorgus

Quelle: Bundesnetzagentur