Gas wird nach Ansicht von Fachleuten eine zentrale Rolle in der polnischen Energiewende spielen.
Bei einer Debatte unter dem Titel „Polens Energiezukunft und die Rolle von Gas“ am Dienstag dem vierten November im Pressezentrum der Polnischen Nachrichtenagentur PAP betonten Vertreter von Regierung und Energiewirtschaft, dass Gas zum einen Übergangsbrennstoff sei, zum anderen auch Stabilisator des Energiesystems sei.
Gas – Kernkraft – erneuerbare Energien
Vertreter des Energieministeriums erklärten, dass Polen sich in einer Phase der Transformation befinde. Derzeit arbeite man am Nationalen Energie- und Klimaplan, der die Ziele für 2030 und 2050 festlege. Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Vorbereitung des ersten polnischen Kernkraftwerks spiele Gas eine wichtige Rolle, um die Versorgung in der Übergangszeit – bis zu 100 % Erneuerbare und Kernkraft – zu sichern und die Abhängigkeit von Importen vor allem aus dem Osten zu verringern. Das Ministerium plant, bis Ende des Jahres ein Strategiepapier fertigzustellen, das die Grundlage für Maßnahmen zur Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit schaffen soll..
Energieunternehmen mit konkreten Plänen
Der staatlich kontrollierte Energiekonzern PKN ORLEN S.A. (ORLEN) plant, bis 2035 Gaskraftwerke mit einer Gesamtleistung von 4,3 GW zu errichten. Weitere 12,8 GW aus erneuerbaren Quellen sollen bis dahin fertiggestellt sein. TAURON Polska Energia S.A. (TAURON) arbeitet an Wasserstoffprojekten. Dalkia Polska, die polnische Tochtergesellschaft des französischen Energiekonzerns EDF (Électricité de France), ist auf Fernwärme, Energieeffizienz und lokale Energielösungen spezialisiert und setzt für die Zukunft auf eine Kombination aus Gas, Biomasse und Wärmepumpen.
Gas nur als Brücke
Die Experten waren sich einig, dass Gas in den kommenden Jahren eine Brückenfunktion übernehmen wird. Gaskraftwerke gelten als vergleichsweise saubere Energiequelle, die Polen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Energieerzeugung eine stabile Stromproduktion in einem zunehmend volatilen Energiemarkt gewährleisten soll. Sollte das polnische Kernkraftwerk gebaut und an das Netz gehen, könnte es die stabile Komponente in der künftigen Energieerzeugung darstellen. (mg)
Die polnischen Gasnetze sollen in Zukunft eine zentrale Rolle in der Energiewende des Landes einnehmen. Sie sollen neben Erdgas, auch zunehmend Biomethan transportieren. Um dies zu ermöglichen, sollen die Produktion von Biomethan gefördert, finanzielle Mittel bereitgestellt, und die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Biomethanproduktion geschaffen werden. Noch handelt es sich allerdings um eine Absichtserklärung. Wie Regierung und Versorger sich die Transformation vorstellen, lesen Sie hier.
Polska Spółka Gazownictwa (PSG) ist Polens größter Verteilnetzbetreiber, der mit über 210 000 km Leitungslänge einen entscheidenden Beitrag zur Energiesicherheit in Polen leistet. Das Unternehmen will in Zukunft den Einsatz von Biomethan forcieren, um seine Gasinfrastruktur für die polnische Energiewende zu transformieren. Das ist ein Ergebnis der 29. Aufladetechnischen Konferenz vom 23. bis 24. September 2025 in Dresden.
Biomethan als Zukunftsenergie
Der Anteil von Biomethan im Energiemix soll maximiert werden, da es laut PSG klimafreundlich und ressourcenschonend ist. Erste Biomethananlagen sollen bereits erfolgreich ans Netz gegangen sein und zeigen das Potenzial dieser Technologie auf.
Polens Energiestrategie und Gassektor
Die polnische Regierung plant, ihre Energiepolitik bis 2050 grundlegend zu verändern, wobei der Gassektor eine wichtige Rolle beim Übergang zur CO₂‑neutralen Energieproduktion spielen soll. Das Vorgehen bei der Dekarbonisierung soll dabei pragmatisch erfolgen, mit Fokus auf erschwingliche Energiepreise und schnelle Marktintegration von Biogas und Biomethan.
Finanzierung und Zusammenarbeit
Die Entwicklung des Biomethanmarktes soll durch gezielte finanzielle Unterstützung gefördert werden, unter anderem durch Darlehen von Banken und den polnischen Entwicklungsfonds. Die Vernetzung von Forschung, Industrie und Politik soll den Aufbau von Kapazitäten für Produktion, Netzanschluss und Verteilung fördern.
Herausforderungen und Perspektiven
Neben technischen Herausforderungen bei Netzanbindung und Systemregulierung liegt ein Schwerpunkt auf dem Ausbau der Infrastruktur und der Schaffung marktgerechter Rahmenbedingungen. PSG sieht seine Aufgabe darin, die Versorgungssicherheit von Bevölkerung und Wirtschaft zu gewährleisten und die Rolle von Biomethan im Energiemix zu stärken.
Fazit
PSG soll als Schlüsselakteur der polnischen Energiewende mit der Förderung von Biomethan zur nachhaltigen Transformation des Energiesystems beitragen. Mit Geld, optimierten Rahmenbedingungen sowie politischer Unterstützung will Polen bis 2050 eine klimafreundliche und sichere Energieversorgung erreichen. Allerdings ist das Thema Biomethan ebenso wie Biogas noch schwierig, weil es aktuell noch keine zuverlässigen Rahmenbedingungen dafür gibt. Das war das Fazit der ersten Biogasmesse Polens vom 30. September bis 02. Oktober 2025. (mg)
Die BRC Solar GmbH und die Fronius International GmbH haben die offizielle Kompatibilität ihrer Produkte bestätigt. Damit können die Optimierer des deutschen Herstellers von Solartechnik BRC-Solar nun problemlos mit den Wechselrichtern des österreichischen Unternehmens Fronius kombiniert werden. Ziel dieser Entwicklung ist es, die Effizienz und Leistungsfähigkeit von Solaranlagen zu verbessern.
Optimierer lösen Herausforderungen bei Verschattung und Ausrichtung
Besonders bei Anlagen mit Verschattung, unterschiedlichen Dachausrichtungen oder variierenden Modulneigungen kann die Energieausbeute beeinträchtigt werden. Die Optimierer von BRC Solar sind darauf ausgelegt, den Ertrag einzelner Solarmodule zu maximieren und Leistungseinbußen im Gesamtsystem zu reduzieren. In Tests wurde nachgewiesen, dass die Geräte mit den Wechselrichtern von Fronius kompatibel sind. Dadurch bleibt die Energieproduktion auch unter schwierigen Bedingungen stabil, da betroffene Module gezielt optimiert werden, während andere ihre maximale Leistung beibehalten.
CEO Pascal Ruisinger zur Partnerschaft mit Fronius
Pascal Ruisinger, kaufmännischer Geschäftsführer von BRC Solar, sieht in dieser Entwicklung einen wichtigen Schritt für das Unternehmen: „Die Kompatibilität unserer Optimierer mit den Wechselrichtern von Fronius eröffnet neue Möglichkeiten für die Nutzung von Solaranlagen. Durch diese Partnerschaft können wir unser Produktangebot weiter ausbauen und Betreibern dabei helfen, das Potenzial ihrer Anlagen bestmöglich auszuschöpfen.“
Mit der Bestätigung der Kompatibilität setzen BRC Solar und Fronius ein weiteres Zeichen für die technologische Weiterentwicklung im Bereich der Photovoltaik. (mg)
Das Wachstum der Photovoltaikanlagen in Polen überschritt im Oktober 2024 die 20-Gigawatt-Marke und zum Jahresende die 21-Gigawatt-Marke. Polen entwickelt sich zu einem der wichtigen PV-Märkte Europas.
Polen hat in den letzten Jahren eine bedeutende Energiewende vollzogen, mit einem zunehmenden Fokus auf erneuerbare Energiequellen, insbesondere Photovoltaik (PV). Das Engagement des Landes, die Abhängigkeit von Kohle zu verringern und den Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix zu erhöhen, hat zu bemerkenswerten Fortschritten im Bereich der Solarenergie geführt. Im Oktober 2024 erreichte Polen einen wichtigen Meilenstein, indem es mehr als 20.000 Megawatt installierte Photovoltaik-Kapazität überschritt und seine Position als wichtiger Akteur in der europäischen Landschaft der erneuerbaren Energien festigte.
Gründe für den Anstieg der PV in Polen
Der Anstieg der Photovoltaikanlagen in Polen wird von einer Kombination aus Faktoren vorangetrieben, darunter günstige staatliche Politiken, sinkende Technologiekosten und zunehmendes öffentliches und unternehmerisches Bewusstsein für die Umwelt- und Wirtschaftsvorteile der Solarenergie. Solarenergie hat sich als die zugänglichste und kostengünstigste erneuerbare Energiequelle herausgestellt, die sowohl in kleinem als auch in großem Maßstab eingesetzt werden kann.
Exponentielles Wachstum in den letzten Jahren
Zu Beginn der 2010er Jahre war Polens Solarenergie-Kapazität minimal, mit nur wenigen hundert Megawatt installierter PV-Systeme. Nach der Einführung neuer Anreize, einschließlich des „Prosumer“-Programms im Jahr 2014, das finanzielle Unterstützung für private und gewerbliche Solaranlagen bot, begann der Markt zu wachsen. Die Regierung führte außerdem Auktionen für großangelegte Solarprojekte ein, die eine wettbewerbsfähige und transparente Möglichkeit für Investoren boten, in den Markt einzutreten. Bis 2020 hatte das Land mehr als 4.000 MW Solarkapazität installiert, wobei sich diese Zahl bis 2023 verdoppelte.
Im Oktober 2024 wurde die 20-GW-Marke überschritten
Der im Oktober 2024 erreichte Meilenstein von 20.000 MW stellt eine bedeutende Beschleunigung des Ausbaus der Solarenergie in Polen dar. Zweitens hat sich die polnische Regierung verpflichtet, Kohlekraftwerke schrittweise stillzulegen und durch sauberere Energiequellen zu ersetzen. Dieses Engagement wurde durch den Green Deal der Europäischen Union gestärkt, die eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 55 % bis 2030 anstrebt.
Investitionen in PV aus vielen Sektoren
Polens Erfolg, 20.000 MW installierte Photovoltaikkapazität zu erreichen, ist auch ein Beweis für die wachsende Beteiligung privater Investoren und Unternehmen am PV-Markt. Internationale Energieriesen und lokale Akteure haben beide erheblich in den polnischen Solarmarkt investiert, was zur schnellen Steigerung der Kapazität beigetragen hat. Darüber hinaus integrieren immer mehr polnische Unternehmen Solarlösungen in ihren Betrieb, um Energiekosten zu senken und ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Über 21 GW PV im Netz bis Ende 2024
Trotz der erreichten Meilensteine ist Polens Weg hin zu erneuerbaren Energien noch lange nicht abgeschlossen. Zum Jahreswechsel 2024/2025 hatte das Land eine Gesamtleistung von 21.157 Megawatt Photovoltaik installiert und strebt weiteres Wachstum der Solarkapazität an, mit ehrgeizigen Plänen, bis 2030 40.000 MW zu erreichen. Dieses Ziel steht im Einklang mit Polens umfassender Strategie zur Energiewende, die auch eine erhebliche Expansion der Offshore-Windkraft, Biomasse und Energiespeichertechnologien umfasst.
Polens führende PV-Messe – ENEX Expo in Kielce!
In diesem Zusammenhang sollte das aufregendste Event der erneuerbaren Energien, die ENEX Expo in Kielce, nicht unerwähnt bleiben. Sie öffnete heute ihre Türen und brachte die klügsten Köpfe und führenden Unternehmen der Photovoltaik- und Energietechnikbranche zusammen. Seit Jahren ist die ENEX die polnische Plattform für Zusammenarbeit, Innovation und Wachstum in der erneuerbaren Energiebranche. Wenn Sie Teil der Bewegung sein möchten, nutzen Sie die Gelegenheit und besuchen Sie Targi Kielce am 18. und 19. Februar 2025.
Poland – from the land of coal-fired power to the boom of renewables. In the year 2005 Poland embarked on the path of renewable energy. Now solar power is in the fast lane.
Between 1965 and 2004, renewables accounted for less than one percent of primary energy consumption in Poland. In 2005 they cracked the one percent mark for the first time to reach a share of more than 12 percent in 2023. Electricity also made a breakthrough in 2005 with a 2.5 percent share of net electricity generation, culminating in a 26 percent share in 2023, consisting of photovoltaics (8.7 percent, wind power 14.6 percent), biomass (1.4 percent) and running water (1.2 percent). At the end of September 2024, the installed PV capacity in the country stood at 19.9 GW. In September 2024 alone, 13,040 new PV plants were installed with a total capacity of 363.53 MW. 32 percent of the installed capacity is accounted for by plants below 51-kilowatt peak, 23 percent by plants between 51- and 999-kilowatt peak. Plants above 1.000-kilowatt peak capacity account for 55 percent of the installed power in September.
A self-sufficient country
Every year, around 167 billion kilowatt hours of electricity are produced in Poland from different energy sources. In 2023, the electricity mix was composed as follows: hard coal 43%, lignite (20.8%), photovoltaics (8.7%), onshore wind (14.4%), natural gas (8.2%), oil (1.7%), biomass (1.4%), running water (1.2%), and coal gas (0.3%). Consumption of around 157 billion kilowatt-hours per year is around 7% below the kilowatt-hours produced in the country. Thus, Poland is self-sufficient in terms of electricity.
No competition from nuclear energy – so far
Poland does not have a nuclear power plant connected to the grid, but it does have a unfinished building which has been abandoned. After the Chernobyl disaster and massive resistance, the construction of the first Polish nuclear power plant, „Zarnowiec,“ was stopped by a referendum in 1990. Since then, there have been repeated attempts to introduce nuclear energy in the country. The latest plan envisages a site very close to the old, ruined building with the grid connection cautiously planned for 2040. That is 15 years in which photovoltaics, electricity storage, other renewable energies and the electricity grid will also be expanded, systems that are proven to be economical, safe and manageable over their entire life cycle.
Solar and wind power are increasingly displacing coal power
While the share of renewables is increasing, at the same time the share of coal power is decreasing. In the years 2021 to 2023, the share of hard and lignite in Poland’s net electricity generation has fallen from 76 percent to less than 64 percent. At the same time, the share of photovoltaics has increased from 2.9 to 8.7 percent. For onshore wind turbines, the share of net electricity generation has increased from 9.5 to 14.6 percent over the same period. The number of large PV installations in Poland has more than quintupled within five years, from 942 installed systems in June 2023 to 5410 installed systems in June 2024. The installed capacity of large systems has increased in the same period from 698 megawatts in June 2020 to 6,622 megawatts in June 2024. For prosumer systems, the pure expansion figures are particularly impressive, with almost 500,000 systems installed at the end of 2020 and over 1.4 million at the end of 2023.
Commercial and open space PV is all the rage
The trend towards more high-performance photovoltaic systems is confirmed by many market players. While the number of small systems installed on private buildings depends heavily on government funding programs, in the industrial and commercial sectors the factors of economic efficiency, independence from electricity price fluctuations and securing a lower electricity price in the long term are crucial. A look at the electricity pricing policy explains the motivation for more and more business installations: unlike in Germany, for example, a kilowatt hour of electricity consumed privately in Poland costs according to the platform „Global PetrolPrices“ significantly less (0.22 euros) than a kilowatt hour consumed commercially (0.39 euros). The trend is therefore self-explanatory. It can be assumed that, given the still large percentage of electricity generated by coal on the one hand and the great potential offered by many businesses and manufacturing companies with high energy requirements, the sales teams for PV systems will not run out of work, at least in the commercial sector.
Polish company R.Power’s 20 MWp solar auction win in Germany highlights a growing trend of Polish photovoltaic firms expanding their international footprint and gaining influence in the global renewable energy sector.
Polish renewable energy developer R.Power has been awarded a 20 MWp ground-mounted photovoltaic project in the latest auction conducted by Germany’s Federal Network Agency (Bundesnetzagentur). The near Wolfsburg-based solar farm will benefit from a 20-year support agreement under the German Renewable Energy Sources Act (EEG), guaranteeing a fixed remuneration structure.
The first successful bid won’t be the last
The project marks R.Power’s first successful bid in the German market and is scheduled to enter the construction phase in Q3 2025. The company also continues to develop additional PV and energy storage projects across Germany, signaling a broader strategic push into Western Europe. The Wolfsburg auction win builds on R.Power’s recent expansion activity in other European markets. In December 2024, the company secured power sale contracts for 85 MWp of PV capacity in Romania, and in Poland, it won capacity market contracts for 655 MW / 2.3 GWh of energy storage and over 220 MWp of PV in national tenders.
Auction win a sign of a new trend
R.Power is one of Poland’s leading independent power producers in the solar sector and is actively expanding its portfolio across multiple EU countries. Meanwhile, Warsaw-based Nomad Electric has signed its first Engineering, Procurement, and Construction (EPC) contract for a separate 20 MW PV power plant in Germany. The company entered the German market in 2024 and is offering a full suite of services, including EPC, operations and maintenance (O&M), and its proprietary SCADA system, Nomad NX, which provides advanced monitoring and management capabilities for power plants.
Polish clean energy firms rise as key players
Both companies‘ activities reflect a broader trend of Polish renewable energy firms extending their operations into high-growth European markets. In addition to its German win, R.Power recently secured 85 MWp of PV capacity in Romania and over 220 MWp of PV capacity, along with 655 MW / 2.3 GWh of energy storage, in Poland’s recent auctions. The progress of R.Power and Nomad Electric points to Poland’s growing role as a center for expertise and project execution in the renewable energy sector. The growing ambition to do business beyond the domestic market is meeting with great interest in the target markets. The expertise of Polish companies is highly valued and clearly readily utilized. (mg)
Der nord-bayerische Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge ist für sein starkes Engagement für Erneuerbrae Energien mit dem European Energy Award ausgezeichnet worden.
Der Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge setzt sich seit vielen Jahren für den stärkeren Einsatz regenerativer Energien ein, genauso wie für das Energie sparen oder diese besonders effizient zu nutzen. Für sein Engagement wurde der Landkreis nun mit dem „European Energy Award“ ausgezeichnet. Landrat Peter Berek nahm die europaweite Ehrung entgegen, die dieses Jahr insgesamt neun Kommunen und Landkreise in Bayern erhielten.
Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte bei der Verleihung in Scheidegg, dass Klimaschutz vor Ort beginne und Bayern die Kommunen dabei unterstütze. Der Landkreis Wunsiedel überzeugt mit Initiativen wie dem „Wunsiedler Weg“, der als Vorbild für regionale Energiewende dient, sowie dem gemeinsamen Ökoflächenmanagement, bei dem Städte und Gemeinden ihre Flächen nachhaltig nutzen. „Der Award ist eine Wertschätzung unserer Arbeit und zugleich Ansporn für die Zukunft“, so Landrat Berek.
Auf dem Foto überreicht Umweltminister Thorsten Glauber die Auszeichnung an Landrat Peter Berek. Der Landkreis ist eine von neun bayerischen Kommunen, die den European Energy Award erhielten.
Quelle: Landkreis Wunsiedel Textbearbeitung M. Gorgus mit Unterstützung von ChatGPT
Polen wandelte sich vom Kohlestromland zur schnell wachsenden Erneuerbaren-Energie-Nation. Der Anteil erneuerbarer Energien stieg von unter 1 % (2004) auf über 12 % im Jahr 2023, beim Strom von 2,5 % in 2005 auf über 27 % im Jahr 2023.
Lange Zeit galt Polen als Land des Kohlestroms. Von 1965 bis 2004 lag der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch bei unter einem Prozent. Erst 2005 überschritt dieser Anteil erstmals die Ein-Prozent-Marke (1,14 %). Bis 2023 stieg er auf über 12 Prozent (12,15 %). Ähnlich sieht es im Stromsektor aus: Zwischen 1986 und 2004 bewegte sich der Anteil erneuerbarer Energien zwischen 1,1 und 1,9 Prozent, doch ab 2005 begann er mit 2,5 Prozent eine steile Wachstumsphase. Im Jahr 2023 wurde schließlich die Marke von 27 Prozent überschritten – Tendenz weiterhin steigend.
Mehr Sonne – mehr Wind Solar und Wind verdrängen Kohlestrom
In Polen werden jährlich rund 167 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert, während der Verbrauch bei 157 Milliarden Kilowattstunden liegt. Der Anteil erneuerbarer Energien wächst kontinuierlich, während der Kohlestromanteil abnimmt: Innerhalb von drei Jahren sank der Anteil von Steinkohle und Braunkohle an der polnischen Nettostromerzeugung von 76,0 Prozent auf 63,8 Prozent. Parallel dazu stieg der Anteil der Windenergie von 9,5 Prozent auf 14,6 Prozent, und der Anteil der Photovoltaik wuchs von 2,9 Prozent auf 8,7 Prozent.
Ende September 2024 betrug die installierte Photovoltaikleistung in Polen knapp 19,9 GW. Allein im September wurden 13.040 neue PV-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 363,53 MW installiert. Dabei entfielen 32 Prozent der installierten Kapazität auf Anlagen unter 51 Kilowatt Peak, 23 Prozent auf Anlagen mit 51 bis 999 Kilowatt Peak, und 55 Prozent auf Großanlagen mit einer Leistung ab 1.000 Kilowatt Peak.
Tendenz: große Anlagen
Der Trend zu größeren Photovoltaikanlagen wird von vielen Marktakteuren bestätigt. Während die Installation kleiner Anlagen auf privaten Gebäuden stark von staatlichen Förderprogrammen abhängt, dominieren im industriellen und gewerblichen Bereich Wirtschaftlichkeitsüberlegungen. Unternehmen setzen zunehmend auf Photovoltaik, um sich von Strompreisschwankungen unabhängig zu machen und langfristig niedrigere Energiekosten zu sichern.
Ein Blick auf die polnische Strompreispolitik erklärt diesen Trend: Während der Preis für privat verbrauchte Kilowattstunden in Polen mit 0,22 Euro relativ niedrig ist, liegt der Preis für gewerblichen Strom bei 0,39 Euro – deutlich höher als in anderen Ländern wie Deutschland. Angesichts des weiterhin hohen Anteils von Kohlestrom und des enormen Potenzials bei gewerblichen und produzierenden Unternehmen mit hohem Energiebedarf dürfte der Vertrieb von Photovoltaikanlagen im kommerziellen Bereich auch in Zukunft stark wachsen.
Polen und Kernkraft – ein schwieriges Verhältnis
Im Norden Polens, wenige Kilometer von der Ostseeküste entfernt, steht die Bauruine des ersten polnischen Kernkraftwerks Zarnowiec. Die Planungen begannen bereits 1972, und 1980 starteten die Bauarbeiten. Doch nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 formierte sich starker Widerstand in der Bevölkerung, der 1989 zur Unterbrechung des Baus und ein Jahr später zu einem Volksentscheid führte, der die endgültige Einstellung des Projekts besiegelte.
Seitdem gab es immer wieder Versuche, die Kernenergie in Polen zu etablieren. Der neueste geplante Standort für ein Kernkraftwerk liegt in der Nähe von Choczewo, nur 20 Autominuten von der Zarnowiec-Ruine entfernt. Skeptiker bezeichnen das Vorhaben bereits als „zweites Zarnowiec“. Die Regierung unter Donald Tusk hat den Netzanschluss vorsichtig für das Jahr 2040 geplant – acht Jahre später als von der Vorgängerregierung vorgesehen.
Im Mai dieses Jahres (2024) war jedoch noch kein Finanzierungsplan vorhanden – ein deutlicher Kontrast zur Photovoltaik.
Gewerbe-PV besonders rentabel
Ganz anders bei der Photovoltaik. Hier stehen Preise und Rendite fest und der Gestehungspreis liegt seit Jahren deutlich unter den Preisen des Netzstroms – weltweit. In Polen ist Photovoltaik für Gewerbetreibende Pflicht, bei Strompreis nahe der 40 Euro-Cent-Marke.
2024 werden weltweit 771 Milliarden US-Dollar in erneuerbare Energien investiert, 452 Milliarden in Netze und Speicher und 669 Milliarden in Energieeffizienz. Das ist die bisher höchste Summe aller Zeiten. Das meldet die Internationale Energieagentur, IEA.
Dieses Jahr wird fast doppelt soviel in saubere Energie und Energie-Effizienz investiert als in fissile Energien. Laut IEA werden weltweit aktuell in 2024 rund 2000 Milliarden US-Dollar in saubere Energien investiert, und 1100 in fossilen Energien.
Zu den sauberen Energie zählt auch die Atomkraft, deren Investitionen sich seit 2017 (41 Milliarden) zu 2024 (80 Milliarden) zwar fast verdoppelt haben, im Vergleich zu dem, was in Erneuerbare, Netzausbau, Stromspeicher und Energieeffizienz investiert wird vergleichsweise bescheiden Nach vielen Jahren der Zurückhaltung. Im Vergleich zu anderen Investitionen ist das wenig. So fließen 669 Milliarden in Energie-Effizienz,
452 Milliarden in Netze und Speicher
771 – der größte Betrag – in Erneuerbare Energien.
Es gibt einen weltweiten Trend. Machen Sie was draus. Klären Sie auf, reißen Sie das Ruder herum. Es könnten auch 771 Milliarden in Atomkraft investiert werden. Das Geld ist vorhanden.
Ambitionierte Klimaziele, Ausbauziele erneuerbare Energien, Wärme- und Verkehrswende. Dazu kommt der Ruf nach mehr Fachkräften. Dann eine Meldung des Fraunhofer ISE vom 18. Juni 2024, dass die Energieforschung dieses Jahr ein Drittel weniger Geld für die Projektforschung erhält. Weitere Kürzungen sind in 2025 nicht ausgeschlossen.
Für neue Projekte sollen 30 % weniger Geld im Vergleich zum Vorjahr zur Verfügung stehen. Kein Wunder, dass der Verbund »Energietechnologien und Klimaschutz« der Fraunhofer-Gesellschaftangesichts solcher Aussichten vor massivem Rückgang der Innovationsfähigkeit der deutschen Industrie bei Technologien für die Energiewende warnt. In dem Verbund sind neun Institute organisiert, die die anwendungsorientierte Energieforschung maßgeblich vorantreiben.
Wer hat was gekürzt
Im Haushalt 2024 wurden die Verpflichtungsermächtigungen des Titels »Energieforschung« vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) um 12 % reduziert. Zusätzlich führte das Urteil des Bundesverfassungsgerichts im November 2023, in dessen Folge 60 Mrd. € weniger im Klima- und Transformationsfond der Bundesregierung zur Verfügung stehen, zu einer Reduktion von Finanzmitteln für die Forschung an Technologien für die Energiewende, unter anderem in Programmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Projektförderung in den Themen Batterie und Wasserstoff. In Summe sprechen die Ministerien von bis zu 30 Prozent weniger Geld für die Projektförderung. Für das Jahr 2025 sind weitere Einsparungen bei der Energieforschungsförderung nicht auszuschließen. Der Einbruch der Fördermittel ist der einschneidendste seit dem Bestehen der Energieforschungsprogramme des Bundes, schreibt das Fraunhofer ISE.
Die Mittelkürzungen sind bereits spürbar. Erste Anträge auf Förderung, die Gelder für das laufende Jahr und die folgenden Jahre benötigen, wurden nicht bewilligt. Zudem pausiert seit Dezember 2023 die Annahme von Anträgen für Forschungsprojekte in den KTF-Förderprogrammen des BMWK. Insgesamt werden bereits für das Jahr 2024 und noch stärker für die Folgejahre signifikant weniger Projektmittel zur Verfügung stehen. »Die aktuellen Kürzungen sind weitreichend und betreffen die ganze Bandbreite der erneuerbaren Energien und der Schlüsseltechnologien des heutigen und zukünftigen Energiesystems: von Windenergie, Photovoltaik und Geothermie über Wasserstoff und Wärme bis hin zu umfassenden Systemlösungen«, ergänzt Prof. Dr.-Ing. Andreas Reuter, stellvertretender Vorsitzender des Verbunds und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergiesysteme IWES. »Auf Seiten der Forschungseinrichtungen führen die Kürzungen zu Stellenabbau, sodass weniger Personen für die Arbeit in diesen zukunftsträchtigen Industrien qualifiziert werden können.«
Innovationsstau und Fachkräftemangel
Die Bundesprogramme im Bereich der Energieforschung haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten wichtige Innovationen hervorgebracht. Geförderte Einzelmaßnahmen, vor allem aber die Förderung von Verbundprojekten, die in enger Kooperation zwischen Unternehmen der Wirtschaft und Forschungseinrichtungen durchgeführt werden, haben sich als leistungsfähige Instrumente etabliert, um neue Technologien zügig zu entwickeln und in die Anwendung zu bringen. Das Spektrum der geförderten Vorhaben reicht dabei von der angewandten Grundlagenforschung bis zur Begleitung der Markteinführung.
Aber auch die Ausbildung von Fachkräften findet im Kontext der öffentlich geförderten Forschung statt. Beispielhaft zeigt eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI, wie sich die Kürzungen der Fördermittel negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Batterieindustrie auswirken, weil sie den jetzt schon bestehenden Mangel an Fachkräften noch weiter verschärfen werden. In den letzten Jahren wurden laut der Studie allein in Deutschland ca. 15.000 Fachkräfte dafür ausgebildet – maßgeblich in Forschungsförderprojekten der öffentlichen Hand, in denen Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten entstehen. Die Qualifizierung dieser Fachkräfte steht durch die Kürzungen nun auf dem Spiel, obwohl sie dringend benötigt werden. Sie werden für die Mobilität der Zukunft, aber auch für elektrische Energiespeicher, die Stabilität und Zuverlässigkeit der zunehmend durch fluktuierende erneuerbare Energien gespeisten Stromnetze der Zukunft garantieren sollen, gebraucht.
Ist die Aufgabe, mittels angewandter Forschung und Entwicklung von Zukunftstechnologien die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu sichern und neue Chancen zu eröffnen, durch Geldmangel gefährdet? Wie passen die Ziele Energie-, Mobilitäts- und Wärmewende einerseits mit Kürzungen bei der Projektförderung im Energiesektor zusammen, wo doch für andere Dinge offensichtlich Geld vorhanden ist?
Wie das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) heute mitteilt, stehen aktuell keine Fördermittel für klimaschonende Nutzfahrzeuge und die dazugehörige Ladeinfrastruktur zur Verfügung.
Wörtlich schreibt das BALM: „Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds vom 15.11.2023 und die dadurch erforderliche Konsolidierung des Haushaltes führen dazu, dass nicht alle wichtigen Projekte und Vorhaben des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) im geplanten Umfang weitergeführt werden können. Dazu gehört auch die Förderung von klimaschonenden Nutzfahrzeugen und dazugehöriger Infrastruktur durch die Förderrichtlinie KsNI. Die bewilligten Vorhaben der Richtlinie werden auf Grundlage des Haushaltes 2024 ausfinanziert. Mittel für einen neuen Förderaufruf stehen nicht zur Verfügung.“
Bewilligte Anträge können mit der Auszahlung von Fördermitteln rechnen. Neue Anträge können nicht gestellt werden. Es stehen keine Mittel zur Verfügung, weder für den Neukauf von batterieelektrischen LKW und Bussen noch für die Planung und Realisierung von Ladeinfrastruktur.
In den vergangenen Tagen erhielten rund 7.000 deutsche Bürgermeister und Bürgermeisterinnen einen offenen Brief, der von 217 Organisationen unterzeichnet wurde. In diesem Schreiben wurde eindringlich davor gewarnt, Wasserstoff großflächig in der kommunalen Wärmeplanung einzusetzen.
„Heizen mit Wasserstoff is wie Duschen mit Champagner“
Während die Gaslobby bei den Kommunen aktiv den Umbau der Gasnetze auf Wasserstoff bewirbt, mahnen Umweltverbände, dass Grüner Wasserstoff auf lange Sicht ein sehr seltenes und teures Gut bleiben wird. Die Bedenken liegen insbesondere darin, dass eine unbedachte Nutzung von Grüner Wasserstoff zu erheblichen finanziellen Belastungen für Verbraucher führen könnte, wenn dieser einfach verheizt wird.
Kontroverse um Wasserstoff
In Vorbereitung auf die klimaneutrale Zukunft müssen alle Kommunen bis Mitte 2028 einen Plan vorlegen, wie sie ihre Gemeinden mit Wärme versorgen wollen. Trotz des wissenschaftlichen Konsenses, dass Wasserstoff für die Gebäudewärme ungeeignet ist, wirbt die Gaslobby vehement für seinen flächendeckenden Einsatz in der Wärmeversorgung. Über Plattformen wie „H2 vor Ort“ und „H2 kommunal“ versucht die Gasindustrie, Stadtwerke und Kommunen für ihre Zwecke zu gewinnen.
Gaslobby rettet fossiles Geschäftsmodell
„Hinter dieser Strategie der Gaslobby steckt die Absicht, ihre Einnahmen aus dem Verkauf von Erdgas zu sichern, während sie gleichzeitig versuchen, ihr fossiles Geschäftsmodell durch Wasserstoff zu retten“, erklärt Henning Peters, Referent für Energie und Klima am Umweltinstitut. „Dadurch wird der Klimaschutz beeinträchtigt, da fossile Anlagen weiter betrieben werden und die Klimakrise weiter anheizen, während Kommunen auf einen Wasserstoff setzen, der in dieser Menge noch nicht verfügbar ist.“
Der offene Brief warnt konkret davor, Wasserstoff-Heizgebiete in der kommunalen Wärmeplanung auszuweisen. Selbst in Wärmenetzen sollte Wasserstoff höchstens zur Abdeckung der Spitzenlast vorgesehen sein.
Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen angeblich, dass Wasserstoff für die Gebäudewärme irrelevant ist. Über 50 unabhängige Studien zeigen, dass Wasserstoffheizungen vier- bis sechsmal mehr Energie verbrauchen als herkömmliche Wärmepumpen. Seine Herstellung ist äußerst energieintensiv und daher auf absehbare Zeit teuer, argumentieren die unterzeichneneden Organisationen.
Grüner Wasserstoff zu teuer zum Heizen
Mira Jäger, Energie-Expertin von Greenpeace, stellt klar: „Wasserstoff ist zu kostenintensiv und aufwändig zu produzieren, um ihn buchstäblich zu verheizen. Selbst langfristig wären Wasserstoffheizungen insgesamt etwa doppelt so teuer wie Wärmepumpen oder Wärmenetze. Wasserstoff sollte nur für spezielle Anwendungen eingesetzt werden, für die es keine Alternativen gibt. Wenn Kommunen heute Wasserstoff-Heizgebiete ausweisen, riskieren sie hohe Folgekosten für ihre Bürger:innen und handeln nicht im Sinne des Klimaschutzes.“
Die BRC Solar GmbH, ein deutscher Hersteller von Leistungsoptimierern für Photovoltaikmodule, und die SofarSolar GmbH, ein anerkannter Hersteller von Wechselrichtern, haben die Kompatibilität ihrer Produkte nun offiziell bestätigt. Diese Bekanntmachung ist für Solarteure und Anlagenbetreiber eine wichtige Information, weil BRC-Solar Optimierer nur an den PV-Modulen eingebaut werden müssen, die von Leistungsverlusten durch z. B. Verschattung betroffen sind. Ziel ist: Leistungssteigerung von Solaranlagen mit minimalem Einsatz von Elektronik an den Modulen.
Die Herausforderung
Dächer, die durch Verschattung, unterschiedliche Ausrichtungen oder Dachneigungen gekennzeichnet waren, stellten in der Vergangenheit eine Herausforderung für das effektive Verbauen von Solarmodulen dar. In Photovoltaikanlagen verursacht die Reihenschaltung der Module ein Problem, da die reduzierte Leistung eines Moduls, das weniger Sonneneinstrahlung erhält, die Gesamtleistung aller anderen Module in der Kette beeinträchtigt.
Die Lösung
Durch die innovative Lösung von BRC Solar können diese Probleme jedoch behoben werden. Wechselrichter wie das Hybrid-Gerät HYD 20KTL-3PH von SOFAR bieten mit ihren zwei Strangeingängen Flexibilität in der Strangauslegung. So können auch komplexe Hausdächer mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden. Sollten einzelne Module von Verschattungen, unterschiedlichen Ausrichtungen oder Modulneigungen betroffen sein, können PV-Module dank der BRC-Optimierer in einen bestehenden Strang integriert werden. Dadurch können auch komplexere Dachflächen effizient genutzt werden, beispielsweise durch die Installation zusätzlicher PV-Module auf Gauben oder kleineren Dachflächen.
BRC Solar & SOFAR Solar
Mit dem Zusammenspiel von SOFAR Wechselrichtern und dem Power Optimizer M500/14 von BRC Solar wird die verfügbare Leistung des beeinträchtigten Moduls weiterhin genutzt, während gleichzeitig die restlichen Module im Strang ihre maximale Leistung unbeeinträchtigt beibehalten können.
Der Hybrid-Wechselrichter von SOFAR verfügt als Besonderheit über zwei unabhängige Batterieeingänge zum Anschluss von bis zu 40 kWh Speicherkapazität.
Ersatzstrom mit Sofar Solar
Mit dem echten dreiphasigen Ersatzstrommodus bis 20 kVA können auch 3-phasige Geräte während eines Stromausfalls nahezu unterbrechungsfrei weiterversorgt werden. Im Master / Slave Modus kann dieser kombiniert mit bis zu 6 Geräten bis zu 120 kVA bereitstellen. Mit dem Grafikdisplay werden verschiedene Energiemanagement-Funktionen besonders einfach konfiguriert oder der Betrieb der Anlage überwacht.
Zertifizierte Kompatibilität
„Die Bestätigung der Kompatibilität unserer Produkte unterstreicht unseren gemeinsamen Fokus auf die Steigerung der Energieeffizienz und Leistung von Solaranlagen. Durch die nahtlose Integration unserer Technologien können wir auch die Herausforderungen von verschatteten Dächern, unterschiedlichen Ausrichtungen und Modulneigungen erfolgreich bewältigen. Unsere Kunden profitieren von einer optimalen Ausnutzung ihrer Dachflächen und einer maximierten Leistung ihrer Solaranlagen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es uns, die Vision von flächendeckend optimierten PV-Anlagen auf jedem Dach voranzutreiben und so einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung zu leisten“, betonten Pascal Ruisinger, kaufmännischer Geschäftsführer von BRC Solar, und Christian Buchholz, technischer Leiter Europa von SOFAR.
Weitere Informationen finden sie auf den Internetseiten der Unternehmen:
Einspeisevergütung für Solaranlagen ab Februar 2024 bis 100 kWp
In der Tabelle finden Sie die Einspeisevergütung für Solarstromanlagen mit einer installierten Leistung bis 100 kWp für Voll- und Teileinspeisung. Dabei sind die Fördersätze für Teileinspeisung als reguläre Einspeisevergütung zu verstehen. Die der Volleinspeisung gelten als erhöhte Fördersätze.
Anlagenart
Installierte Leistung in Kilowatt-Peak bis
Teileinspeisung Euro-Cent/kWh
Volleinspeisung Euro-Cent/kWh
Gebäude oder Lärmschutzwände nach § 48 Abs. 2, 2a EEG 2023
Werden Hausbewohner direkt mit Strom aus der Gebäude-Photovoltaik mit Strom beliefert, kann der Betreiber den sogenannten Mieterstromzuschlag erhalten.
Es gelten ab dem ersten Februar 2024 die folgenden Sätze:
Laut BAFA-Statistik sind die Förderanträge für Wärmepumpen im Jahr 2023 um über 70 Prozent zurückgegangen. So sollen im Jahr 2022 monatlich im Durchschnitt 29.060 Anträge gestellt worden sein. 2023 waren es nur noch etwa 7.845 pro Monat, was einem Rückgang von 73 Prozent entspricht. Trotzdem wurden bis Ende September 2023 ca. 295.500 Wärmepumpen neu installiert, 59.500 mehr als im Vorjahr.
Das Bonner Unternehmen EUPD-Resaerch meldet dazu: „Die Absatzzahlen von Wärmepumpen steigen stetig an. Und dies, obwohl die Planungssicherheit aufgrund der Förderungsstruktur und der Haushaltssperre aktuell eher ungewiss ist. So ist der Wärmepumpenabsatz in Deutschland bis Ende des dritten Quartals 2023 bereits höher als im gesamten Vorjahr.“
Sechs Millionen Wärmepumpen bis 2030
Am 27.01.2024 legte der Bundesverband Wärmepumpe seine damals aktuellen Einschätzungen zur Branchenentwicklung vor und ging damals sowohl auf aktuelle Marktentwicklungen als auch auf erforderliche Rahmenbedingungen für den weiteren Markthochlauf ein. Die Branchenstudie war wohl von den hohen Erwartungen der Bundesregierung einer raschen Veränderung der Heiztechnik im Gebäudesektor bestimmt, die mit dem Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) untermauert werden sollte. So sollten bereits im Jahr 2024 rund 500.000 Wärmepumpen pro Jahr installiert werden, der Feldbestand soll bis 2030 auf 6 Mio. Anlagen anwachsen. Zum Jahreswechsel 2022/23 waren rund 1,4 Millionen Wärmepumpen in Deutschland installiert.
GEG und Haushaltssperre
Nun wurde nicht nur das GEG in seiner ursprünglichen Form scharf kritisiert, auch der Haushalt der Bundesregierung wurde in seiner ursprünglichen Form vom Bundesverfassungsgericht gekippt. Wer aktuell auf der Seite des BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nachschaut, wird informiert, dass aufgrund der Haushaltssperre keine finanziellen Zusagen für 2024 gegeben werden können. Wörtlich heißt es auf der BAFA-Seite am 07. Januar 2024:
Die Haushaltssperre hat für den Klima- und Transformationsfonds (KTF) weiterhin Bestand. Da die Förderprogramme der nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) im KTF veranschlagt sind, gilt weiterhin Folgendes:
Derzeit kann keine Bewilligung von neuen Vorhaben erfolgen.
Die Annahme von Anträgen pausiert weiterhin. Dies betrifft alle Förderprogramme der nationalen Klimaschutzinitiative und damit auch die Förderung von E-Lastenfahrrädern nach der E-Lastenfahrrad-Richtlinie. Eine Antragsstellung über das elektronische Antragsportal ist deshalb nicht möglich.
Maßnahmen zu bereits erfolgten Förderzusagen können weiterverfolgt werden.
Über aktuelle Entwicklungen zu den Förderprogrammen der nationalen Klimaschutzinitiative wird auf klimaschutz.de informiert.
Die Zukunft liegt in der Wirtschaftlichkeit
Wenn im Jahr 2023 rund 73 % weniger Förderanträge für Wärmepumpen als im Vorjahr gestellt wurden, gleichzeitig aber fast 60.000 Wärmepumpen mehr verbaut wurden als 2022, so lässt das den Schluss zu, dass die Technik so überzeugend ist, dass sie auch ohne Förderung installiert wird, weil sie perspektivisch wirtschaftlicher ist, als Heizsysteme mit grauer Energie. Und hier, liebe Leserinnen und Leser, sind die erneuerbaren Energien bei ihrem ursprünglichen Gedanken angekommen: mit dezentral erzeugter Energie aus Wind und Sonnen langfristig günstiger Energie zu erzeugen als mit importierten Energien wie Erdgas, Kohle und Erdöl und Deutschland gleichzeitig von Energieimporten unabhängiger zu machen. Anlass waren die Ölpreiskrisen der Jahre 1973/74 und 1979/1980, als die OPEC-Staaten Erdöl künstlich verknappten, um einen höheren Preis für ihr Öl zu erzielen. Bei Erneuerbaren Energien geht es nicht um eine Ideologie – es geht um Wirtschaftlichkeit. Lediglich die Denke ist eine andere: Bei fossiler Versorgung mögen die Anfangsinvestitionen niedriger sein, dafür entstehen langfristig Kosten für Energie, auf deren Preis Verbraucher keinerlei Einfluss haben. Bei erneuerbaren Energien fallen in der Regel am Anfang höhere Kosten an, dafür ist die Energie kostenlos – zumindest bei Wind und Sonne.
Diese Woche jagten Meldungen durch deutsche Medien, laut denen FDP-Chef Lindner zum einen den Kohleausstieg von 2030 auf einen späteren Zeitpunkt verschieben will und zweitens bei der Energieversorgung mehr auf in Deutschland gefördertes Erdgas setzen möchte. Klingt wie eine Rolle rückwärts für die Erneuerbaren Energien – und besitzt Deutschland überhaupt nennenswerte Erdgasvorkommen?
Kohleausstieg verschieben
Das mag seine Meinung sein, aber bitte mit Abstimmung der anderen Parteien. Menschen wollen von der Politik Lösungen, kein Durcheinandergeplapper wie auf einem Kindergeburtstag. 2021 hatte Kohlestrom einen Anteil von 30,2 % an der Stromeinspeisung ins deutsche Netz. 2022 waren es 33,3 %. Ein Anstieg um 3,1 %. Erneuerbare Energien hatten 2021 einen Anteil von 42,3 %. 2022 waren es 46,3 % – also 4 % mehr als 2021.
Es sollte möglich sein, mit der geballten Expertise deutscher Ingenieurskunst einen realistischen Ausbaupfad für maximale Eigenerzeugung mit regenerativen Energien festzuschreiben, das Ganze so zu gestalten, dass es bezahlbar bleibt und dafür realistische Zeiträume für die Umsetzung zu nennen. Das ist möglich mit einer Mischung aus
Ausbau der Erneuerbaren,
Ertüchtigung der Netze,
Ertüchtigung von Verbrauchern,
Es entsteht der Eindruck, dass die Ampelregierung keinen Plan hat, wie sie die deutsche Energieversorgung nach 2030 garantieren will. Offensichtlich sprechen die Parteien auch nicht. Warum haut ein Herr Lindner ansonsten solche Parolen raus: mehr Kohle und deutsches Erdgas? Letzteres ist totaler Quatsch. Deutschland fehlen einfach die Erdgasressourcen.
Erdgas aus Deutschland für 6 Monate
Das Erdgas-Aus-Deutschland-Argument taucht immer mal wieder auf der politischen Bühne auf, meistens in Verbindung mit Fracking, hat aber in der Vergangenheit noch nie zur Umsetzung geführt, weil das Gas zu teuer wäre.
Kurzer Fakten-Check zu Erdgas in Deutschland:
2022 wurden rund 4,8 Milliarden Kubikmeter Erdgas in Deutschland gefördert.
Die sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven in Deutschland schätzt der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e. V. (BVEG) auf ca. 36 Milliarden Kubikmeter. Stand 31.12.2022.
Mit hoch entwickelten Fördertechnologien könnten laut BVEG weitere Ressourcen erschlossen werden. Konkret 450 Milliarden Kubikmeter technisch erschließbares Erdgas aus Kohleflözen und bis zu 2,3 Billionen Kubikmeter technisch erschließbares Erdgas aus Schiefergesteinen.
Laut Angaben des Umweltbundesamt sind die deutschen Erdgasvorkommen in Deutschland bei 123 Milliarden Kubikmeter, plus zusätzlicher sogenannter „nicht konventioneller Lagerstätten wie: Tight Gas: 100 Mrd. m³ // Kohleflözgas: 450 Mrd. m³ // Schiefergas: 1.300 Mrd. m³. Allerdings sind diese Lagerstätten bisher wirtschaftlich nicht zu erschließen. Ein weiteres Argument gegen die Erschlißung sind Umweltbelastungen.
Der deutsche Erdgas-Jahresverbrauch lag 2022 bei 77 Milliarden Kubikmeter – 2021 waren es 92 Milliarden Kubikmeter. Im Durchschnitt sind es rund 80 Milliarden Kubikmeter pro Jahr.
Mit deutschen Reserven können deutsche Verbraucher demnach 6 Monate mit heimisch gefördertem Erdgas aus Förderstätten versorgt werden, die leicht zugänglich sind. Dazu müssen aber alle möglichen und wahrscheinlichen Reserven ausgebeutet werden, wozu allerdings die Infrastruktur erst aufgebaut werden muss.
Mit den „Nicht-konventionellen Lagerstätten“ steigen die Erdgasreserven auf knapp 1900 Milliarden Kubikmeter an. Damit könnte Deutschland rund 23 Jahre mit Erdgas versorgt werden. Die Frage ist: Zu welchem Preis? Diese Ressourcen werden nicht angetastet, weil es angeblich nicht wirtschaftlich ist. Es ist sicher auch aus Umweltgründen ein Problem, denn Gas aus Schiefer wird mit Fracking gewonnen. Fracking ist die Kurzform für „Hydraulic fracturing“. Ein Vorgang bei dem Risse im Gestein mit Flüssigkeit und hohen Drücken erzeugt oder vorhandene erweitert werden.
Deutschland importiert mehr Erdgas as China und ist weltweit der größte Importeur von Erdgas. Steuern und Abgaben auf Erdgas belaufen sich auf drei bis fünf Milliarden Euro im Jahr. Wir sprechen also einerseits von einer großen Abhängigkeit Deutschland von externer Energie, andererseits von hohen Einnahmen für den Staat und die liefernden Unternehmen. Wrr hätte da Interesse an erneuerbaren Energien die unabhängig machen?
Mehr Ressourcen in Erneuerbare für nachhaltige Autarkie?
Ich bin erstaunt, über Herr Lindners Ansatz: Deutsches Erdgas ist ein Mikro-Tropfen auf einem weiß glühenden Stein. Mit Verlaub – was soll der Quatsch. Die gesamte Jahresförderleistung deckt sechs Prozent des deutschen Bedarfs. Wenn keine neuen Erdgasvorkommen entdeckt werden, reichen die gesamten Landesressourcen für 7,5 Jahre – bei Doppelung der Förderung für gute drei Jahre. Das ist keine Lösung, das ist Augenwischerei. Die Ressourcen, die in den Ausbau einer deutschen Erdgasförderung im eigenen Land gehen können ebensogut in die Erneuerbaren Energien, intelligente Netze und eine dezentrale Versorgung investiert werden.
FDP und Erneuerbare Energien.
Politische Arbeit muss handwerklich gut gemacht sein, fachlich kompetent, mit Weitblick und zum Wohl des Landes und der Bevölkerung. Genau das sehe ich bei der Ausbeutung deutscher Gasvorkommen nicht: unwirtschaftlich, ressourcenzehrend, umweltbelastend.
FDP-Wirtschaftsminister Rößler hat das Ende der deutschen Photovoltaik-Industrie verursacht – das Ende einer zukunftsweisenden Branche, in der Deutschland Weltmarktführer war. Geopfert 2011 bis 2013 für kleinteilige Partikularinteressen.
Jetzt soll Erdgas aus deutschen Lagerstädten kommen, deren einfach zu hebenden Vorkommen den Landesbedarf ein gutes halbes Jahr decken könnte, wäre die Infrastruktur vorhanden und alle Lagerstätten bereits erschlossen. Das Gefühl, dass Politik selten Intelligentes, praktisch nie Nachhaltiges liefert, verfestigt sich. Ich erwarte von Politik aber genau das: nachhaltige Lösungen, gerne auch intelligente, die über die nächste Legislaturperiode hinaus positiv wirken.
Die Bundesnetzagentur am 08. September 2023 die Ausschreibung für Windenergie an Land veröffentlicht und in einer Pressemeldung informiert, dass zum Gebotstermin 1. August 2023 die ausgeschriebene Leistung erneut unterzeichnet war. Die Bundesnetzagentur hatte im Vorfeld das Ausschreibungsvolumen von 3.192 Megawatt auf 1.667 MW reduziert. Offenbar ist die Attraktivität des Standortes Deutschland für Windkraftanlagen nicht groß.
Bei der Bundesnetzagentur wurden 142 Gebote mit insgesamt 1.436 MW eingereicht. Ein Gebot wurde wegen eines Formfehlers vom Verfahren ausgeschlossen. 141 eingereichte Gebote erhielten einen Zuschlag mit insgesamt 1.433 MW. In der Summe liegt die Zuschlagsmenge im Jahr 2023 nach drei von vier Ausschreibungsrunden bei rund 4.400 MW. Im Jahr2022 erhielten nur rund 3.200 MW Windenergie an Land einen Zuschlag. Das sind aktuell zwar 35 Prozent mehr als im Gesamtjahr 2022 – die Ausbauziele werden mit reduzierten Mengen allerdings nicht erreicht.
Die Werte der bezuschlagten Gebote liegen zwischen 6,00 ct/kWh und 7,35 ct/kWh und mit 7,32 ct/kWh im Durchschnitt nur ganz knapp unter dem Höchstwert von7,35 ct/kWh.
Bemerkenswert ist die regionale Verteilung der Zuschlagsmengen: Die beiden größten entfielen auf Gebote für Standorte in Nordrhein-Westfalen – 51 Zuschläge mit insgesamt 457 MW – und Niedersachsen – 31 Zuschlägen mit insgesamt 343 MW. Es folgen Schleswig-Holstein mit 25 Zuschläge zu 259 MW und Baden-Württemberg mit 5 Zuschläge zu insgesamt 88 MW.
Eventuell helfen die im Rahmen des Solarpakets 1 angekündigten Änderungen zur Beschleunigung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren für Windenergie an Land die Attraktivität des Standortes Deutschland beim Thema Windenergie an Land in Zukunft zu verbessern.
Bayern hat sein Förderprogramm für Wasserstofftankstellen überarbeitet. Heute, am 07. September 2023, soll es in Kraft treten. Die entsprechende Website ist online – aber noch mit dem alten Förderprogramm. Das sollte sich am 07.09. ändern.
Wasserstoffautos werden nur gekauft, wenn die Versorgung mit Kraftstoff vorhanden ist
„Mit unserem Förderprogramm lösen wir das Henne-Ei-Problem beim Wasserstoff: Wenn es vor Ort die entsprechenden Tankstellen gibt, werden auch Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb gekauft“, erklärt Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger. 19 Förderbescheide für Tankstellen sollen bisher in ganz Bayern ausgestellt worden sein. Noch diesen Monat sollen eine Tankstelle in Hofolding und eine in Passau eröffnet werden. In ganz Deutschland gibt es knapp 100 Wasserstofftankstellen. Eine sehr spärliche Versorgung im Vergleich zu den 14107 Straßentankstellen, die deutsche Automobilisten versorgen, Autobahntankstellen und reine Biodiesel- sowie Erdgastankstellen nicht mitgerechnet.
Fast 89.000 öffentliche Ladepunkte für E-Autos
Die Elektromobilität ist wesentlich weiter. Am 1. April 2023 waren insgesamt 88.716 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Betrieb, die das Anzeigeverfahren der Bundesnetzagentur abgeschlossen hatten. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von 23.329 Ladepunkten. Die meisten Ladepunkte finden E-Mobilisten in Bayern.
Tankstellen-Förderung, vor allem für Nutzfahrzeuge
Öffentlichen Tankstellen für Nutzfahrzeuge und Busse werden mit bis zu 90 Prozent und betriebsinterne Tankstellen für mit 40 Prozent unterstützt. Das Programm startete bereits im Oktober 2020 und wurde frisch überarbeitet. Der erste Förderaufruf im Rahmen der neuen Richtlinie startet am 18. September und dauert bis zum 13. November 2023. Allen Interessenten wird vom Wirtschaftsministerium empfohlen, sich zeitnah mit dem Projektträger bei der Bayern Innovativ GmbH abzustimmen. Informationen und Ansprechpartner finden Interessierte auf der Website: https://www.bayern-innovativ.de/de/beratung/ptb/seite/foerderprogramm-zum-aufbau-einer-wasserstofftankstelleninfrastruktur-in-bayern
Manfred Gorgus
Die Partei Freie Wähler wird als „liberal“ und „wertkonservativ“ bezeichnet. Das scheint kein Wiederspruch zu erneuerbaren Energien, denn in ihrem Grundsatzprogramm bekennt sich die Partei für Klimaschutz und einen schnellen Ausbau der Erneuerbare Energien.
Zur Partei „Freie Wähler“:
Laut einer aktuellen Umfrage soll die Partei „Freie Wähler“ nach der Flugblattaffäre des Hubert Aiwanger zwei Prozent mehr Zustimmung erhalten. Die Partei „Freie Wähler“ ist seit 2008 im Bayerischen Landtag und seit 2021 im Landtag Rheinland-Pfalz vertreten. 2010 wurde im Februar die Bundesvereinigung gegründet. Ihre Ausrichtung gilt als gleichzeitig „liberal“ und „wertkonservativ“. Seit 2018 sind die Freien Wähler in Bayern an der Staatsregierung beteiligt und stellen mit Hubert Aiwanger den Wirtschaftsminister und den stellvertretenden Bayerischen Ministerpräsidenten sowie mit Thorsten Glauber den Umweltminister. Seit 2014 ist die Partei im Europäischen Parlament vertreten.
„Freie Whler“, erneuerbare Energien und Klimaschutz:
„Freie Wähler“ sehen Erneuerbare Energien und Klimaschutz als Chance für regionale Entwicklung und als Jobmotor. Das ist ein großer Unterschied zur AfD, die die Energiewende als Ganzes ablehnt und den Klimawandel leugnet. Dabei soll die Energiewende nach Aussage der „Freie Wähler“ für eine wirtschaftliche und sichere Versorgung der Bevölkerung sorgen. Der Begriff „wirtschaftlich“ ist entscheidend. Aktuell scheint Wirtschaftlichkeit keine Rolle zu spielen. Es wird im Grundsatzprogramm unter Punkt „Energie – (1)“ sogar explizit von „Zeiten knapper Kassen“ gesprochen, in denen erneuerbare Energien als Lösung vorgeschlagen werden – nicht als Problem. Das deckt sich mit Erfahrungen in sogenannten „benachteiligten Regionen“ in Deutschland, die durch Investition in Erneuerbare Energien, Ladeinfrastruktur, öffentlichen Nahverkehr und soziale Einrichtungen Wegzug in Zuzug wandeln konnten, weil sie Lebensqualität und Perspektive bieten. Im Programm heist es unter Energie im letzten Absatz (6), dass der Um- und Ausbau des Energiesystem, die Versorgung mit Energie sowie die Stromtrassen im Bürgerinteresse zu gestalten sind.
Den Auszug aus dem dem Parteiprogramm finden sie im Folgenden. Das ganze Grundsatzrogramm finden Sie Hier als pdf.
Auszug aus dem Grundsatzprogramm „Freie Wähler“, Gründsätzliches zu Energie, Umwelt- und Verbraucherschutz:
Energie, Umwelt- und Verbraucherschutz
Aktive Umweltpolitik schützt Mensch und Tier. Dazu gehören für uns FREIEN WÄHLER Aspekte des Klimaschutzes, eine zuverlässige, saubere und umweltfreundliche Energieversorgung sowie saubere und gesunde Lebensmittel.
1. Energie
Energieversorgung und Klimaschutz sind für uns FREIEN WÄHLER zentrale Zukunftsaufgaben für unsere Gesellschaft. Eine regionale, effiziente und für alle bezahlbare Versorgung durch erneuerbare Energien sowie nachhaltige Klimaschutzmaßnahmen sind uns FREIEN WÄHLERN ein besonderes Anliegen.
(1) Gerade in Zeiten knapper Kassen und finanzieller Unterversorgung vieler Gemeinden sehen die FREIEN WÄHLER die erneuerbaren Energien als nachhaltigen Entwicklungsbeschleuniger und Jobmotor der Zukunft. Ziel ist, nach und nach durch Energieeinsparung, Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien einen Großteil des gesamten Strombedarfs zu decken. Langfristig sind auch Wärme und Verkehr durch erneuerbare Energien sowie Maßnahmen zur Energieeffizienz und -einsparung abzudecken.
(2) Wir FREIEN WÄHLER fordern, insbesondere die Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien und in den Energiespeichertechnologien ambitioniert zu unterstützen. Nur wer von Energieimporten und damit steigenden Preisen unabhängig ist, kann sich der regionalen Versorgungssicherheit und Preisstabilität sicher sein.
(3) Eine lokale Wertschöpfung durch Installation, Betrieb und Wartung regenerativer Kraftwerke garantiert dem Bürger, dem Handwerk, der Landwirtschaft und letztlich den Kommunen zusätzliche Einnahmen durch Beschäftigung bzw. Steuern. Wir FREIEN WÄHLER wollen entsprechende Rahmenbedingungen schaffen und langfristig Planungssicherheit gewährleisten. Genossenschaftsmodelle in der Energieerzeugung wollen wir zum Wohle der Bürger stärken.
(4) Wir FREIEN WÄHLER halten am Atomausstieg fest. Für die Altlast an Atommüll fordern wir, eine Lagerstätte mit höchsten Sicherheitsstandards und rückholbarer Einlagerung zu finden und einzurichten. Dabei sind die Produzenten von Atommüll finanziell in die Pflicht zu nehmen. Damit auch zukünftige Generationen vor radioaktiven Gefahren geschützt werden, ist der Wissenstransfer über die Sicherheitsanforderungen zu gewährleisten.
(5) Wir FREIEN WÄHLER wollen Maßnahmen wie Investitionsförderung oder Anreizprogramme, z.B. zur Gebäudesanierung fördern, um den Energieverbrauch zu senken. Zur Koordinierung all dieser Aufgaben ist ein Bundesenergieministerium einzurichten.
(6) Energieversorgung ist nach unserem Verständnis eine zentrale und wichtige Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge. Auch der Umbau, der Ausbau und die Versorgung mit Energie sowie die Stromtrassen sind im Bürgerinteresse zu gestalten. Modelle zur Bürgerbeteiligung in Kooperation mit Stadtwerken sind auszuarbeiten und zur Verfügung zu stellen.