300 Tipps für maximale Unabhängigkeit mit Solarstrom für Gewerbe und Privat.
Themen sind Photovoltaik, Stromspeicher, elektrische Wärme sowie Kleinwindkraft und Elektromobilität. Sie erfahren alles zu TECHNIK • FINANZIERUNG • SICHERHEIT • RECHT.
Experten Rat
Die Redaktion des Fachmediums photovoltaik hat den etablierten Ratgeber aktualisiert und erweitert. Zielgruppen sind private und gewerbliche Solarkunden. Der Ratgeber kann nach Registrierung kostenlos von der Website heruntergeladen werden. Sie erhalten Praxisinformationen zu Photovoltaik, Stromspeichern, elektrischen Heizsystemen, E-Mobilität und Kleinwindkraft.
Für jeden Anwendungsbereich
Egal ob fürs Eigenheim, ein Unternehmen, Landwirtschaft, Kindergarten, Klinik oder Schule – Solarstrom lohnt sich immer. Gemeinsam mit guten Planern und Installateuren werden selbst komplexe Versorgungskonzepte erfolgreich umgesetzt und Ihre Energiekosten sinken nachhaltig.
Die richtigen Fragen stellen
Der Solarkunde sollte wissen, was er braucht, und die richtigen Fragen stellen. Dabei hilft der Ratgeber 2026 mit Tipps zu verschiedenen Aspekten der solaren Energieversorgung rund um die saubere Versorgung mit Strom, Wärme und Mobilität.
Neu sind die folgenden Themen:
Unseriöse Angebote erkennen
Angebote richtig lesen und bewerten
Finanzierung vom Fachinstallateur und seriösen Partnern
Eigenverbrauch statt Einspeisung: Umbau von Altanlagen
Wärmepumpen im Gebäudebestand
Dynamische Stromtarife, Smart Meter und Energiehandel
Finden Sie die richtigen Solar-Partner
In der Ausgabe 2026 wurden die Übersichten zu Förderungen und deren Anlaufstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktualisiert. Es werden Rechte und Pflichten, die mit dem Betrieb von Solarstromanlagen verbunden sind, erklärt. Auch das aktuelle EEG, das Solarspitzengesetz und steuerliche Vereinfachungen haben im Ratgeber ihren Platz gefunden.
Das ganze Wissen für maximale Autarkie
Das Themenspektrum des Ratgebers umfasst Photovoltaik, Solarstromspeicher, solarelektrische Raumwärme und Warmwasser, Kühlung, Lüftung und Kältetechnik, Elektromobilität, Brennstoffzellen, BHKW, Kleinwindkraft, PVT-Kollektoren, Preisinformationen, Rechte und Pflichten sowie Steuertipps. Ein umfangreiches Adressverzeichnis für Installateure und Planer erleichtert die regionale Suche und Kontaktaufnahme.
Kostenloser Download
Der Ratgeber 2026 „300 Tipps für Autarkie“ steht online als PDF nach kurzer Registrierung zum kostenlosen Download für Sie bereit. Auf über 200 Seiten liefert er wertvolle Tipps für Ihr privates oder gewerbliches Photovoltaik-Stromerzeugungsprogramm.
Gas wird nach Ansicht von Fachleuten eine zentrale Rolle in der polnischen Energiewende spielen.
Bei einer Debatte unter dem Titel „Polens Energiezukunft und die Rolle von Gas“ am Dienstag dem vierten November im Pressezentrum der Polnischen Nachrichtenagentur PAP betonten Vertreter von Regierung und Energiewirtschaft, dass Gas zum einen Übergangsbrennstoff sei, zum anderen auch Stabilisator des Energiesystems sei.
Gas – Kernkraft – erneuerbare Energien
Vertreter des Energieministeriums erklärten, dass Polen sich in einer Phase der Transformation befinde. Derzeit arbeite man am Nationalen Energie- und Klimaplan, der die Ziele für 2030 und 2050 festlege. Neben dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Vorbereitung des ersten polnischen Kernkraftwerks spiele Gas eine wichtige Rolle, um die Versorgung in der Übergangszeit – bis zu 100 % Erneuerbare und Kernkraft – zu sichern und die Abhängigkeit von Importen vor allem aus dem Osten zu verringern. Das Ministerium plant, bis Ende des Jahres ein Strategiepapier fertigzustellen, das die Grundlage für Maßnahmen zur Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit schaffen soll..
Energieunternehmen mit konkreten Plänen
Der staatlich kontrollierte Energiekonzern PKN ORLEN S.A. (ORLEN) plant, bis 2035 Gaskraftwerke mit einer Gesamtleistung von 4,3 GW zu errichten. Weitere 12,8 GW aus erneuerbaren Quellen sollen bis dahin fertiggestellt sein. TAURON Polska Energia S.A. (TAURON) arbeitet an Wasserstoffprojekten. Dalkia Polska, die polnische Tochtergesellschaft des französischen Energiekonzerns EDF (Électricité de France), ist auf Fernwärme, Energieeffizienz und lokale Energielösungen spezialisiert und setzt für die Zukunft auf eine Kombination aus Gas, Biomasse und Wärmepumpen.
Gas nur als Brücke
Die Experten waren sich einig, dass Gas in den kommenden Jahren eine Brückenfunktion übernehmen wird. Gaskraftwerke gelten als vergleichsweise saubere Energiequelle, die Polen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Energieerzeugung eine stabile Stromproduktion in einem zunehmend volatilen Energiemarkt gewährleisten soll. Sollte das polnische Kernkraftwerk gebaut und an das Netz gehen, könnte es die stabile Komponente in der künftigen Energieerzeugung darstellen. (mg)
RWE baut in Gundremmingen einen Batteriespeicher mit 400 Megawatt Leistung und einer Speicherkapazität von 700 Megawattstunden. Der neue Großspeicher nutzt die Netz-Infrastruktur des ehemaligen Kernkraftwerks, was großer Vorteil bei der Umsetzung des Speicherprojektes sein dürfte.
Das Unternehmen investiert rund 230 Millionen Euro in das Projekt. Der Baustart wurde am 29. Oktober 2025 mit einem symbolischen Spatenstich im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und RWE-Vorstandschefs Markus Krebber offiziell eingeleitet.
RWE plant, die Inbetriebnahme des Batteriespeichers Anfang 2028 abzuschließen. Nach Fertigstellung soll die Anlage dazu beitragen, kurzfristige Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Dafür werden rund 200 Container mit etwa 850.000 Lithium-Eisenphosphat-Batteriezellen installiert. Der Speicher wird Strom für knapp zwei Stunden mit voller Leistung abgeben können.
Integrationspartner ist H&MV Engineering, ein Unternehmen mit über 1450 Angestellten, das nicht nur im Bereich der erneuerbaren Energien, sondern auch als Energieversorgungsunternehmen und mit Datenzentren unterwegs ist. Durch die Übernahme der Skanstec Gruppe Anfang 2024 hat H&MV Engineering ist ein europaweit führender Anbieter von spezialisierten Planungs-, Ingenieur- und Baudienstleistungen mit 400 Mio. € Umsatz mit 22 Standorten im EMEA-Raum entstanden.
Auf dem Gelände in Gundremmingen sind laut RWE weitere Energieprojekte vorgesehen, darunter ein Solarpark und ein neues Gaskraftwerk. Der Solarpark darf als Ergänzung zum Großspeicher verstanden werden. Das Gaskraftwerk wird fossile Brennstoffe nutzen und ist technisch als Backup für erneuerbare Energien gedacht. (mg)
Forscher der Texas A&M University entwickeln eine biologisch abbaubare Batterie aus natürlichen Inhaltsstoffen – eine mögliche Alternative zur Lithium-Ionen-Technologie.
Energiespeicher aus körpereigenen Bausteinen
Das Team um Chemieprofessorin Karen Wooley und Ingenieurin Jodie Lutkenhaus stellte ein neuartiges Batteriematerial aus Riboflavin (Vitamin B2) und der Aminosäure L-Glutaminsäure vor. Die Ergebnisse wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.
Abbaubar und ungiftig
Im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien aus Metallen und Petrochemikalien baut sich das neue Material bei Kontakt mit Wasser oder Enzymen umweltfreundlich ab. Labortests zeigten zudem, dass es für Zellen unschädlich ist – ein Vorteil etwa für tragbare oder implantierbare Geräte.
Nachhaltigkeit ohne Leistungseinbußen
Die Forscher betonen, dass ihre Bio-Batterie ähnlich leistungsfähig sei wie aufwendig synthetisierte Materialien. „Man muss nicht zwischen Nachhaltigkeit und Leistungsfähigkeit wählen“, sagt Lutkenhaus.
Baustein für Kreislaufwirtschaft
Das Projekt gilt als Schritt zu einem Batteriedesign, das von Anfang an das Lebensende der Produkte mitdenkt. Ziel ist eine Kreislaufwirtschaft, in der Batterien nicht zu Sondermüll mutieren, sondern unkompliziert in natürliche Kreisläufe zurückkehren.
Sicherheit und Akzeptanz
In Deutschland dürfte diese Art der Speichertechnik großen Zuspruch erfahren. Immerhin gelten Vitamine als gesund, und sind sogar in der Apotheke als OTC- (Over-the-Counter‑)Ware rezeptfrei erhältlich. Allerdings verrät der Artikel der Universität nicht, ab wann diese Speichertechnik für Battery-Energy-Storage-Systems (BESS)zur Verfügung steht. Die Akzeptanz für diese vielversprechende Technik dürfte groß sein. Es wird wenig Menschen geben, die sich über Vitamin B im Megawattstundenformat in ihrer Nachbarschaft beschweren dürften. (mg)
Der Haushaltsentwurf 2026 sieht mehr Mittel für Wärmenetze vor. Der BDEW warnt jedoch: Für die Wärmewende reicht die Finanzierung nicht aus.
Geld für Wärmenetze nicht ausreichend
Die BEW-Mittel sollen 2026 auf 1,4 Milliarden Euro steigen. Der BDEW fordert jedoch jährlich mindestens 3,5 Milliarden Euro, ab 2028 sogar bis zu 4,5 Milliarden Euro.
Finanzierung im Kernhaushalt statt Sondervermögen
Um Planungssicherheit zu gewährleisten, verlangt der Verband, die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) aus dem Klima- und Transformationsfonds in den Kernhaushalt zu überführen
Kürzungen bei Gebäudeförderung kritisiert
Die Mittel für Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) sinken von 15,3 auf gut 12 Milliarden Euro. Laut BDEW ist das ein falsches Signal an Hauseigentümer. Effizienz und Dekarbonisierung müssten besser kombiniert werden
Klare Rahmenbedingungen gefordert
BDEW-Chefin Kerstin Andreae betont, dass verlässliche Finanzierung und klare Regeln – etwa beim Gebäudeenergiegesetz – Voraussetzung für Investitionen in die Wärmewende sind
Falsche Signale
Weniger Geld für Gebäude im Rahmen der Wärmewende ist das falsche Signal. Wer fossile Energien im Wärmesektor reduzieren und Deutschlands Unabhängigkeit von Brennstoffimporten stärken will, muss verständliche und leicht zugängliche Fördermaßnahmen anbieten. Bei einer Förderung von maximal 20 % für Einzelmaßnahmen wie z.B. die Dämmung einer oberen Geschoßdecke, motiviert das kaum zum Handeln. Hinzu kommt, dass ein komplexer Sanierungsfahrplan viele Hauseigentümer abschreckt – so bleiben wichtige Investitionen häufig aus. (mg)
Agri-PV ermöglicht die gleichzeitige Nutzung von Ackerflächen für Stromerzeugung und Landwirtschaft. Durch spezielle Installationen – entweder vertikale Modulreihen oder „Überkopf“-Anlagen – bleibt genug Raum für die landwirtschaftliche Nutzung. Mit dem „Solarpaket 1“ (Mai 2024) wurden Agri-PV, Floating PV und Parkplatz-PV als „Photovoltaik-Sondersysteme“ anerkannt, die besondere Privilegien genießen. Welche das sind und warum, das erklären wir im Text.
Grundsätzliche Vorteile von Agri-PV
Neben dem doppelten Nutzen von Strom- und landwirtschaftlicher Produktion behalten alle Flächen, die mit Agri-PV bebaut sind, auch ihre landwirtschaftlichen Privilegien. Voraussetzung ist, dass die installierte Photovoltaik die landwirtschaftliche Nutzung um nicht mehr als 15 Prozent einschränkt.
Vertikale Agri-PV
Anlagen mit vertikal in Ost-West-Richtung installierten bifazialen PV-Modulen erzielen vor allem am frühen Vormittag und späten Nachmittag hohe Erträge. Mittags, wenn klassische Dach- und Freiflächen-Anlagen Spitzenleistungen erzielen, sinkt die Leistung der vertikal installierten Ost-West-Anlagen. Vertikale Agri-PV-Systeme ergänzen somit die Produktion traditioneller Anlagen und entlasten das Stromnetz. Außerdem ist der Verlust im Fall einer Trennung vom Netz durch den Netzbetreiber wesentlich geringer als bei einer herkömmlichen Freiflächen-Anlage (Link zum Text Kurven der Anlage in Almelo).
„Überkopf“ Agri-PV
Bei der Überkopf-Agri-PV werden die Module in mehreren Metern Höhe über der landwirtschaftlichen Fläche auf einer Unterkonstruktion installiert. Dadurch bleibt die Fläche unter den Modulen zum einen für den Anbau von Obst, Gemüse oder für die Tierhaltung nutzbar und kann maschinell bearbeitet werden. Zum anderen schützen die Photovoltaik-Module die Fläche darunter vor Witterungseinflüssen, Sonne, Regen, Hagel usw. In Deutschland ist für diese Art von Anlagen eine Mindesthöhe von 2,10 Metern vorgeschrieben.
Mehr Ertrag mit „nachgeführter“ Agri-PV
Eine besondere Variante der Agri-PV sind nachgeführte Anlagen, die dem Sonnenverlauf folgen und dadurch eine höhere Stromausbeute erzielen. Solche Systeme gibt es in verschiedenen Ausführungen: als „Überkopf“-Anlagen, als Agri-PV in Reihen oder als großflächige Nachführsysteme, bei denen ganze Modulfelder in mehreren Achsen der Sonne nachgeführt werden.
Wenn die Fläche landwirtschaftlich genutzt wird, können die Systeme in eine Parkposition gefahren werden, um die Bearbeitung zu erleichtern. „Überkopf“-Anlagen erfordern diesen Schritt nicht, da ihre Module die landwirtschaftlichen Arbeiten grundsätzlich nicht behindern.
Agri-PV im Einsatz: Synergien für maximale Effizienz in Almelo
Seit 2023 erzeugt eine 1,9 MW starke vertikale Agri-PV-Anlage auf rund 3,2 Hektar in Almelo, Niederlande, nachhaltigen Solarstrom. Das System wurde von Profinergy B.V. aus Utrecht im Auftrag des Klimaatfonds Nederland geplant, installiert und wird auch von Profinergy betrieben.
In Almelo ist die vertikale Agri-PV-Anlage Teil eines hybriden Systems und ergänzt eine deutlich leistungsstärkere, nach Süden ausgerichtete klassische Freiflächen-Photovoltaik. Wie die vertikale Agri-PV im Vergleich zur klassischen Freifläche abschneidet, welche Vorteile sie bietet, wie beide Systeme optimal zusammenwirken und welchen Einfluss eine Netztrennung der Anlage bei negativen Strompreisen hat, erfahren Sie in unserem Life-Bericht: HIER
North Macedonia’s solar market is growing fast—but remains shaped by local challenges and regional potential. Prof. Ilija Nasov explains how Solar Macedonia is helping the sector align with European standards and preparing for the post-coal energy landscape.
What is your position and what are your tasks in the association? As president, I lead the organisation and focus on internationalising domestic companies by promoting quality standards and certification as core drivers of improvement.
How do you bring international standards into the national solar industry?
I participate in several working groups that enable the association to identify and adopt emerging technology trends across the European market.
How can the role of your association best be described? The Macedonian Solar Energy Association, Solar Macedonia, is the country’s longest-standing organisation in this field, established in 2006. It currently has more than 100 domestic and international members, including manufacturers, equipment dealers, designers, installers and technical experts.
What international connections does the association maintain?
We maintain strategic partnerships with events such as Intersolar in Munich and Key Energy in Rimini, where we participate as business delegation partners. We bring major installation and trading companies as visitors and coordinate domestic producers as exhibitors.
What are the main focuses of the association’s work?
Our main objective is to maximise the use of all forms of solar technologies. Solar Macedonia works actively to enhance service quality for its members and to improve market conditions for all stakeholders in the solar energy sector.
What role does further training play?
Our members bring extensive experience in the solar industry and a deep understanding of its challenges and opportunities. Based on this expertise, we have developed and implemented a number of targeted training projects.
Can you give us an example?
One example is the training of technicians in solar PV and solar thermal system installation. This project began in 2008 and is ongoing. To date, we have trained more than 150 technicians. Since 2018, we have been an accredited training centre for solar installers, recognised by the Ministry of Education.
Are IT challenges also relevant in the renewables sector? Yes. We provide training for engineers in the use of specialised software, including TRNSYS, RETScreen, T-SOL, PVSOL premium, GEO-TSOL and others. Since 2011, more than 70 engineers have successfully completed these training programmes.
What about the phase-out of coal-fired power generation, which has been postponed by three years to 2030?
The first retraining programme for coal sector workers aiming to enter the solar workforce will begin in September 2025. It will consist of two groups and is supported by the European Bank for Reconstruction and Development (EBRD).
What role does solar thermal energy play in your association?
Solar Macedonia is a full member of Solar Heat Europe and participates in working groups on small-scale thermal systems, district heating and PV/T hybrid systems. We are also involved in European R&D projects under the FP7 programme, in collaboration with leading institutes and universities. A complete list of projects is available at www.solar.org.mk.
Can solar companies interested in the Macedonian market contact the association? The Macedonian Solar Energy Association actively connects demand for solar solutions with the services and products of its members. We organise an annual Solar Conference, which serves as a key platform for international companies entering the Macedonian market.
When will the conference take place?
This years edition will be held on the 24th of September in Skopje. Further details are availiable at https://solar.org.mk/solarconference/. The event provides insights into the local market, leading EPC contractors, current technology trends, and the regulatory environment and offers direct networking opportunities.
How many people do attend the event?
Our most recent conference welcomed over 200 participants from 13 countries.
Should companies interested in the North Macedonian solar market become members of your association?
We welcome companies wishing to enter the market to join the Macedonian Solar Energy Association. Membership offers a range of benefits.
What are these benefits specifically?
These include access to our network, discounted participation in trade fairs and conferences, opportunities to host training sessions, access to industry software, and deeper insights into the Macedonian solar market.
In this exclusive interview, Agata Krawiec-Rokita — CEO and Co-founder of sun.store — shares how her team is transforming the solar industry with a digital B2B platform for PV components. Though headquartered in the Netherlands, sun.store has its roots — and its team — in Poland. The company is setting new standards in transparency of delivery, 24/7 shop access, and hassle-free shopping for installers across Europe — from West to East, North to South. Learn why they chose the Netherlands as their legal base and what they expect from the European market as a whole.
Can you give a brief description of your company? sun.store officially launched in October 2023. Despite being a young company, we’ve grown rapidly: in under a year, we’ve surpassed 1 GW of traded components and €100 million in GMV, making us one of the fastest-growing solar marketplaces in Europe.
Your roots are in Poland, why did you start in the Netherlands? We chose the Netherlands as our legal base due to its proximity to the Port of Rotterdam, the logistical heart of European imports. Being in the Eurozone also facilitates smooth financial operations across the continent. However, as our operational backbone is rooted in Poland and Central Europe, we’re actively considering moving our full operations back to Poland to stay closer to our core market and team.
What does your component portfolio look like? Our strongest categories are solar modules, inverters, and battery storage systems. We are also expanding our offering in mounting systems and electrotechnical equipment to provide a more comprehensive solution for installers and distributors.
What services do you offer? Beyond product sales, we provide logistics coordination and technical support in component selection. Our aim is to reduce friction in the purchasing process and enable smoother project planning for professionals.
Who are your target groups? Our primary customers are residential and small-to-mid-sized commercial & industrial (C&I) installers, as well as smaller wholesalers and regional distributors looking for better access to supply and prices.
What are sun.store’s unique selling points? sun.store stands out through selection, price, and convenience. We aggregate a wide variety of verified offers, provide real-time availability, and simplify transactions in what used to be a very fragmented supply chain.
Is there a company philosophy? Our goal is to make the solar supply chain more transparent, efficient, and accessible. By digitizing the buying and selling process, we help accelerate installations, reduce overhead, and ensure that clean energy reaches more rooftops, faster.
How would you describe your tasks in the company?
I am the CEO and co-founder of sun.store. I oversee sales and marketing, product development, and internal operations. My focus is on building a platform that truly reflects the needs of solar professionals, both today and in the long-term future.
What share does Poland and Central & Eastern Europe have in your sales?
Our roots are Polish, and the platform’s early transaction came largely from the Central and Eastern European region. In 2023, Poland represented over 56% of our gross merchandise volume (GMV). However, as we’ve scaled, the market mix has diversified significantly. By 2025, Germany represents nearly a quarter of our GMV, with the Netherlands, France, Italy, Romania, Czech Republic, and others making up a growing share. This confirms our international trajectory. While Poland and CEE are important to us, sun.store is now a truly European platform with a diversified and balanced customer base.
Die Polnische Stromwirtschaft befindet sich in schneller Transformation. Der Anteil erneuerbarer Energien stieg seit 2020 im Stromsektor von 15 % auf fast 30 %. Für weiteres Wachstum ist Handeln gefordert, denn Erneuerbare Energien brauchen ein Stromnetz, dass mit dezentrale Einspeisung umgehen kann. Es muss gehandelt werden.
Das Tempo des Wandels im polnischen Energiesektor hält an: Laut dem Nationalen Energie- und Klimaplan (NECP) könnten die Kapazitäten für Photovoltaik von derzeit 21 GW auf 29 GW im Jahr 2030 gesteigert werden. Das hat das Energy Forum, ein in Polen ansässiger europäischer, interdisziplinärer Think Tank in einer Studie festgestellt. Das Team aus Energie-Experten bündelt seine Erfahrungen aus den Bereichen öffentliche Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien, um wissensbasierte Lösungen für eine gerechte und effiziente Energiewende zu inspirieren.
26 GW PV warten auf Anschlussgenehmigung
So haben die Experten von „Energy Forum“ über eine Auswertung bereits veröffentlichter Anschlussanfragen herausgefunden, dass 26 GW an Photovoltaikanlagen auf Anschluss-Genehmigung warten. Gleichzeitig soll der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix bis zum Jahr 2030 ganze 56 % erreichen und bis 2040 sogar auf 69 % steigen. Damit diese Kapazitäten in das polnische Stromnetz integriert werden können, sind dringend Anpassungen am Netz notwendig.
Günstige erneuerbare Energie als Vorteil im globalen Wettbewerb
Energiepreise sind eines der wichtigsten Themen nicht nur der polnischen, sondern der ganzen europäischen Industrie. Laut Studie haben sowohl die Vereinigten Staaten als auch China Zugang zu günstigen fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien, während Polen mit hohen Energiekosten und regulatorischen Hürden kämpfen muss. Der polnische Think Tank sieht die Lösung in einer direkten Versorgung der Industrie mit dezentralen erneuerbaren Energieanlagen, deren Umsetzung jedoch oft an komplexen Vorschriften und hohen Gebühren scheitere – trotz bestehender rechtlicher Möglichkeiten.
Im Oktober 2024 veröffentlichte die Regierung den Entwurf des Nationalen Energie- und Klimaplans, der eine Veränderung des Energiemixes fordert. Investoren sollen damit in der Lage sein, Projekte schnell umzusetzen und Zugang zum Stromnetz zu erhalten. Trotz dieser Reformen bestehen weiterhin erhebliche Hindernisse für Investoren, kritisiert das Energie Forum. Laut dem Nationalen Energie- und Klimaplans sollte Polen bis 2030 mindestens 57 GW Leistung aus vorwiegend Photovoltaik- und Windenergieanlagen erreichen. Bis 2040 soll dieser Wert auf 93 GW steigen. Der Anschluss dieser Kapazitäten an das nationale Stromnetz erfordert eine strategische Planung der Standorte für Photovoltaik und Onshore-Windkraft. Die Netzinfrastruktur muss weiterentwickelt werden und erfordert intelligentes und effizientes Management, um Verbraucher zuverlässig mit Strom und einer stabilen Spannung zu versorgen.
Konkrete Maßnahmen: Kabelpooling und Direktleitungen
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, wurden im Jahr 2023 neue Regelungen eingeführt, die die Netzentwicklungsplanung erleichtern: das sogenannte „Kabelpooling“, das die gemeinsame Nutzung eines Anschlusspunktes durch mehrere erneuerbare Energiequellen erlaubt. Außerdem ist es möglich zwischen Erzeuger und Verbraucher direkte Leitungen zu bauen und so das öffentliche Netz zu entlasten. Aus Sicht des Energie Forum sind trotz der bisher eingeführten Reformen weitere Maßnahmen erforderlich, um den Ausbau der Erneuerbaren nicht zu bremsen. So sollte das Kabelpooling um die Möglichkeit erweitert werden, Stromspeicher als eigenständige Installationen anzuschließen. Zudem sollten die Gebühren für Direktverbindungen reduziert werden, um deren wirtschaftliche Nutzung zu fördern. Weitere Erleichterungen fordert der Think Tank durch die Schaffung von Zonen zur beschleunigten Entwicklung erneuerbarer Energien, eine erhöhte Transparenz im Verfahren zur Vergabe von Netzanschlüssen, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für Investitionen sowie eine vorausschauende Planung der Netzentwicklung, beispielsweise durch ein Kapazitätsauktionssystem.
Fazit
Die Transformation des polnischen Energiesektors erfordert umfassende Reformen, um erneuerbare Energien effizient in das nationale Netz zu integrieren und die Dynamik des Ausbaues nicht zum Erliegen zu bringen. Die bisherigen Maßnahmen zeigen Fortschritte, jedoch müssen regulatorische Hürden weiter reduziert werden, um Investitionen zu erleichtern und das Ziel eines klimaneutralen Energiesektors zu erreichen. Dr. Joanna Pandera, Präsidentin des Energy Forum, ruft zur Diskussion auf und ermutigt zur Umsetzung innovativer Lösungen. (mg)
Untersuchungen zeigen, dass die Modulleistung seit Jahren niedriger ist als angegeben Grafik: Franhofer ISE
Mehr als 70.000 Leistungsmessungen ausgewertet
Ein Forschungsteam des Fraunhofer ISE hat über 70.000 Leistungsmessungen an Photovoltaik-Modulen ausgewertet und hat seit 2017 eine wachsende Diskrepanz zwischen den Herstellerangaben und den Messergebnissen des Instituts festgestellt. Während bis zum Jahr 2016 die gemessene Leistung meist über den Werten der Hersteller lag, änderte sich das ab 2017 und die Werte lagen unter den Herstellerangaben. Ab 2020 wurde eine durchschnittliche Minderleistung von 1,3 % festgestellt. Neue Daten aus 2024 deuten auf eine leichte Trendwende hin, mit weiterhin negativen Abweichungen von 1,2 %.
1,3 % weniger als angegeben
Für die Untersuchung wurden 1034 Messungen monokristalliner Silizium-Module unter standardisierten Bedingungen analysiert. Bis 2016 lagen die Abweichungen unter 1 %, oft mit positiven Differenzen zugunsten der Herstellerangaben. 2016 betrug der Unterschied im Mittel 0,6 %, 2023 hingegen 1,3 % zu Ungunsten der Herstellerangaben. Eine positive Abweichung konnte kaum noch beobachtet werden.
195 MW Leistung fehlen so bei 16 GW
Die aktuellen Daten, präsentiert beim 40. PV-Symposium, zeigen, dass eine durchschnittliche Minderleistung von 1,2 % bei einem Zubau von 16,2 GW im Jahr 2024 rund 195 MW fehlender Leistung entspricht – vergleichbar mit einem großen Solarpark.
Testlabor ist zuverlässig kalibriert
Um belastbare Ergebnisse zu erhalten, wurden nur neuwertige Module berücksichtigt, und zwar von Herstellern, die zu den Top 10 des jeweiligen Jahres gehörten. Dank strenger Qualitätsmaßnahmen gewährleistet das „CalLab PV Modules“ eine stabile Kalibrierung über Jahre und kann dadurch zuverlässige Langzeitanalysen liefern.
Memmingen, 10.03.2025 – Mit einem feierlichen Spatenstich fiel heute der Startschuss für ein Firmengebäude, das neue Maßstäbe in Sachen Autarkie und Energieeffizienz setzt. Mit Klimadecken, Gebäudemasse als Wärmespeicher, netzdienlichem Stromspeicher mit Abwärmenutzung und PV-Anlage erreicht das real Gebäude 95 Prozent Autarkie. Vertreter der beteiligten Unternehmen – Raum-K, Klima-Top, Architekturbüro Diemer, Kling Projektbau, Leppig Energieberatung – sowie Memmingens Oberbürgermeister Jan Rothenbacherwaren vor Ort, um den Beginn dieses zukunftsweisenden Projekts im Gewerbegebiet „Oberer Buxheimer Weg 58“ in Memmingen zu feiern.
10.03.2025
Der Spatenstich markiert den Start für ein Gebäude mit einem Energiekonzept, das mit einer Kombination aus Photovoltaik, Wärmepumpe, Stromspeicher, reversibler Klimadecke, regelbarem thermischen Gebäudemassenspeicher und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eine Autarkie von 95 Prozent erreicht. Der Neubau bietet auf rund 3.500 m² Büro- und Lagerfläche Platz für fünf Unternehmen, die in einer modernen, umweltfreundlichen Umgebung an diesem Standort bis zu 70 Arbeitsplätze schaffen.
Autark mit geregeltem dynamischem Deckenspeicher
Stellen wir uns zwei Wärmequellen vor, die schnelle Deckenheizung, die mit Infrarotstrahlung direkt die Raumhülle und Oberfläche erwärmt und gleichzeitig eine Masse, die viel Wärme speichern kann und diese langsam und bedarfsgerecht wieder abgibt. Werden diese beiden Komponenten kombiniert, so ergibt sich ein System, das die Wärmeversorgung von Gebäuden über einen Zeitraum von 10 Tagen und mehr ermöglicht. Der dynamische Massenspeicher – im Fall des Firmengebäudes ist der Speicher das Gebäude – übernimmt dabei zwei Drittel der Leistung. Die Klimadecke übernimmt ein Drittel der Leistung. Da beide Komponenten mit niedrigen Temperaturen von unter 30° Celsius bei minus 13,1°C Außentemperatur gefahren werden, kann die Versorgung fast zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen erfolgen. Gleichzeitig ist der CO₂-Ausstoß im Betrieb praktisch null, die Autarkie bis zu 95 Prozent und das bei einer Wirtschaftlichkeit, die im Vergleich zur klassischen fossilen Versorgung unschlagbar ist, da sie mit jedem Jahr besser wird, weil die Brennstoffe als Kostenfaktor entfallen.
Gebäudestandard „Real Zero“ und „2045-Ready“
Der Gebäudestandard „Real Zero“ steht für nahezu vollständige Autarkie: Rund 95 Prozent des Energiebedarfs werden vor Ort erzeugt, der Heiz- und Kühlbetrieb ist CO₂-neutral. Intelligente, akustisch wirksame Deckenheizungen auf 100% der Deckenfläche verlegt, sorgen ganzjährig durch effizientes Kühlen und Wärmen für ein perfektes Raumklima. „Real Zero“ ist in dieser Form ein Paradebeispiel für gesundes, energieeffizientes und damit zukunftsweisendes Bauen.
Nachhaltigkeit auf höchstem Niveau
Das Gebäude verfügt über eine eigene PV-Anlage mit einer Leistung von 270 kWp, einen Stromspeicher mit einer Kapazität von 350 kWh und einen regelbaren thermischen Speicher mit einer Kapazität von 24 MWh in der Gebäudemasse, der netzdienlich genutzt werden kann, indem Überschuss Strom als Wärme gespeichert wird. Die Photovoltaik versorgt gemeinsam mit dem Stromspeicher auch den Fuhrpark der im Gebäude tätigen Unternehmen mit umgerechnet etwa 500.000 Kilometern Fahrleistung pro Jahr. Neben 50 Fahrradstellplätzen stehen selbstverständlich ausreichend PKW-Ladesäulen zur Verfügung, die ein klares Signal für nachhaltige Mobilität setzen. Zum Energiekonzept gehört außerdem ein netzdienlicher Stromspeicher des Allgäuer Betreibers Cell Mind mit einer Kapazität von sieben MWh. Die während der Regelleistung entstehende Abwärme wird im neuen Gebäude ebenfalls genutzt.
Revolutionäre Wärme- und Kühllösung
Eine herausragende Innovation des Gebäudes ist das Raum-K Gebäudeenergiekonzept, das extrem niedrige Heizsystemtemperaturen von ca. 28°C bei minus 13,1°C Außentemperatur ermöglicht. Im Sommer wird das Gebäude mit Hilfe der Klimadecke angenehm und ohne Zugluft gekühlt, sodass ganzjährig eine wohltuende Temperierung gewährleistet ist. Dies sorgt für erhebliche Energieeinsparungen von über 50%, und sichert dadurch langfristig stabile Energiekosten auf niedrigstem Niveau.
„Mit diesem Projekt setzen wir Maßstäbe für nachhaltiges Bauen und schaffen eine Arbeitsumgebung, die nicht nur ökologisch, physiologisch und wirtschaftlich den Erfolg sichern hilft“, so Armin Bühler, Mitinhaber der Klima Top GmbH und Vordenker des innovativen Gebäudekonzeptes.
Sven Lutz, Geschäftsführer von Baufirma Kling Projektbau, erklärt: „Wir sind vom Raum-K Gebäudeenergiekonzept rundum überzeugt, weshalb wir auch unser eigenes neues Firmengebäude in Hermaringen damit ausstatten sowie auch erste Kundenprojekte damit planen und realisieren.
„Die Herausforderung des Bauherrn, maximale Autarkie bei niedrigsten Energiekosten mit optimalem Raum- und Arbeitsklima zu verbinden, haben wir gerne angenommen“, sagt Architektin Tanja Diemer, die die Ansprüche der Raum-K GmbH bezüglich Optik, Raumakustik und Raumklima bzw. Feinstaubreduktion in unterschiedlichen Projekten sehr erfolgreich umgesetzt hat.
Jürgen Leppig, Geschäftsführer der Energieberatung Leppig GmbH erklärt: „Ich habe selten so innovative Menschen erlebt, die nur ein Ziel vor Augen haben: „Real Zero.“
Michael Götz, Leiter Bestandsmanagement der Firma Sonepar Deutschland Region Süd GmbH, sagt anlässlich des Spatenstichs: „Als zukünftiger Mieter profitieren wir im neuen Firmengebäude der Raum-K erheblich von der vollständigen CO₂-Vermeidung und den langfristig niedrigen Energiekosten. Das passt hervorragend zu unserer Unternehmensphilosophie und unseren Werten.“
14 Tage Selbstversorgung durch intelligentes Gebäudeenergiekonzept
Dank des großen regelbaren thermischen Speichers kommt das neue Firmengebäude in der Heizperiode 10 Tage ohne externe Energiezufuhr aus. Die vor Ort produzierte Energie reicht in Verbindung mit der im Gebäude gespeicherten Energie aus, um das Gebäude durchgängig angenehm zu temperieren (Quelle: Fraunhofer Projekt „Windheizung 2.0“).
Bauzeit + Flexibilität
Einzugsdatum ist der 1. Dezember 2025. Das Gebäude liefert den Beweis, dass klimafreundliches Bauen nicht nur möglich ist, sondern den bekannten Bauweisen in jeder Hinsicht überlegen ist. Das Raum-K Gebäudeenergiekonzept lässt sich in allen Gebäudearten realisieren, vom Wohnbau über den Gewerbe- bis zum Industriebau, bzw. vom Neubau über die serielle Sanierung bis zum Denkmalschutz.
Das Wachstum der Photovoltaikanlagen in Polen überschritt im Oktober 2024 die 20-Gigawatt-Marke und zum Jahresende die 21-Gigawatt-Marke. Polen entwickelt sich zu einem der wichtigen PV-Märkte Europas.
Polen hat in den letzten Jahren eine bedeutende Energiewende vollzogen, mit einem zunehmenden Fokus auf erneuerbare Energiequellen, insbesondere Photovoltaik (PV). Das Engagement des Landes, die Abhängigkeit von Kohle zu verringern und den Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix zu erhöhen, hat zu bemerkenswerten Fortschritten im Bereich der Solarenergie geführt. Im Oktober 2024 erreichte Polen einen wichtigen Meilenstein, indem es mehr als 20.000 Megawatt installierte Photovoltaik-Kapazität überschritt und seine Position als wichtiger Akteur in der europäischen Landschaft der erneuerbaren Energien festigte.
Gründe für den Anstieg der PV in Polen
Der Anstieg der Photovoltaikanlagen in Polen wird von einer Kombination aus Faktoren vorangetrieben, darunter günstige staatliche Politiken, sinkende Technologiekosten und zunehmendes öffentliches und unternehmerisches Bewusstsein für die Umwelt- und Wirtschaftsvorteile der Solarenergie. Solarenergie hat sich als die zugänglichste und kostengünstigste erneuerbare Energiequelle herausgestellt, die sowohl in kleinem als auch in großem Maßstab eingesetzt werden kann.
Exponentielles Wachstum in den letzten Jahren
Zu Beginn der 2010er Jahre war Polens Solarenergie-Kapazität minimal, mit nur wenigen hundert Megawatt installierter PV-Systeme. Nach der Einführung neuer Anreize, einschließlich des „Prosumer“-Programms im Jahr 2014, das finanzielle Unterstützung für private und gewerbliche Solaranlagen bot, begann der Markt zu wachsen. Die Regierung führte außerdem Auktionen für großangelegte Solarprojekte ein, die eine wettbewerbsfähige und transparente Möglichkeit für Investoren boten, in den Markt einzutreten. Bis 2020 hatte das Land mehr als 4.000 MW Solarkapazität installiert, wobei sich diese Zahl bis 2023 verdoppelte.
Im Oktober 2024 wurde die 20-GW-Marke überschritten
Der im Oktober 2024 erreichte Meilenstein von 20.000 MW stellt eine bedeutende Beschleunigung des Ausbaus der Solarenergie in Polen dar. Zweitens hat sich die polnische Regierung verpflichtet, Kohlekraftwerke schrittweise stillzulegen und durch sauberere Energiequellen zu ersetzen. Dieses Engagement wurde durch den Green Deal der Europäischen Union gestärkt, die eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 55 % bis 2030 anstrebt.
Investitionen in PV aus vielen Sektoren
Polens Erfolg, 20.000 MW installierte Photovoltaikkapazität zu erreichen, ist auch ein Beweis für die wachsende Beteiligung privater Investoren und Unternehmen am PV-Markt. Internationale Energieriesen und lokale Akteure haben beide erheblich in den polnischen Solarmarkt investiert, was zur schnellen Steigerung der Kapazität beigetragen hat. Darüber hinaus integrieren immer mehr polnische Unternehmen Solarlösungen in ihren Betrieb, um Energiekosten zu senken und ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Über 21 GW PV im Netz bis Ende 2024
Trotz der erreichten Meilensteine ist Polens Weg hin zu erneuerbaren Energien noch lange nicht abgeschlossen. Zum Jahreswechsel 2024/2025 hatte das Land eine Gesamtleistung von 21.157 Megawatt Photovoltaik installiert und strebt weiteres Wachstum der Solarkapazität an, mit ehrgeizigen Plänen, bis 2030 40.000 MW zu erreichen. Dieses Ziel steht im Einklang mit Polens umfassender Strategie zur Energiewende, die auch eine erhebliche Expansion der Offshore-Windkraft, Biomasse und Energiespeichertechnologien umfasst.
Polens führende PV-Messe – ENEX Expo in Kielce!
In diesem Zusammenhang sollte das aufregendste Event der erneuerbaren Energien, die ENEX Expo in Kielce, nicht unerwähnt bleiben. Sie öffnete heute ihre Türen und brachte die klügsten Köpfe und führenden Unternehmen der Photovoltaik- und Energietechnikbranche zusammen. Seit Jahren ist die ENEX die polnische Plattform für Zusammenarbeit, Innovation und Wachstum in der erneuerbaren Energiebranche. Wenn Sie Teil der Bewegung sein möchten, nutzen Sie die Gelegenheit und besuchen Sie Targi Kielce am 18. und 19. Februar 2025.
Poland – from the land of coal-fired power to the boom of renewables. In the year 2005 Poland embarked on the path of renewable energy. Now solar power is in the fast lane.
Between 1965 and 2004, renewables accounted for less than one percent of primary energy consumption in Poland. In 2005 they cracked the one percent mark for the first time to reach a share of more than 12 percent in 2023. Electricity also made a breakthrough in 2005 with a 2.5 percent share of net electricity generation, culminating in a 26 percent share in 2023, consisting of photovoltaics (8.7 percent, wind power 14.6 percent), biomass (1.4 percent) and running water (1.2 percent). At the end of September 2024, the installed PV capacity in the country stood at 19.9 GW. In September 2024 alone, 13,040 new PV plants were installed with a total capacity of 363.53 MW. 32 percent of the installed capacity is accounted for by plants below 51-kilowatt peak, 23 percent by plants between 51- and 999-kilowatt peak. Plants above 1.000-kilowatt peak capacity account for 55 percent of the installed power in September.
A self-sufficient country
Every year, around 167 billion kilowatt hours of electricity are produced in Poland from different energy sources. In 2023, the electricity mix was composed as follows: hard coal 43%, lignite (20.8%), photovoltaics (8.7%), onshore wind (14.4%), natural gas (8.2%), oil (1.7%), biomass (1.4%), running water (1.2%), and coal gas (0.3%). Consumption of around 157 billion kilowatt-hours per year is around 7% below the kilowatt-hours produced in the country. Thus, Poland is self-sufficient in terms of electricity.
No competition from nuclear energy – so far
Poland does not have a nuclear power plant connected to the grid, but it does have a unfinished building which has been abandoned. After the Chernobyl disaster and massive resistance, the construction of the first Polish nuclear power plant, „Zarnowiec,“ was stopped by a referendum in 1990. Since then, there have been repeated attempts to introduce nuclear energy in the country. The latest plan envisages a site very close to the old, ruined building with the grid connection cautiously planned for 2040. That is 15 years in which photovoltaics, electricity storage, other renewable energies and the electricity grid will also be expanded, systems that are proven to be economical, safe and manageable over their entire life cycle.
Solar and wind power are increasingly displacing coal power
While the share of renewables is increasing, at the same time the share of coal power is decreasing. In the years 2021 to 2023, the share of hard and lignite in Poland’s net electricity generation has fallen from 76 percent to less than 64 percent. At the same time, the share of photovoltaics has increased from 2.9 to 8.7 percent. For onshore wind turbines, the share of net electricity generation has increased from 9.5 to 14.6 percent over the same period. The number of large PV installations in Poland has more than quintupled within five years, from 942 installed systems in June 2023 to 5410 installed systems in June 2024. The installed capacity of large systems has increased in the same period from 698 megawatts in June 2020 to 6,622 megawatts in June 2024. For prosumer systems, the pure expansion figures are particularly impressive, with almost 500,000 systems installed at the end of 2020 and over 1.4 million at the end of 2023.
Commercial and open space PV is all the rage
The trend towards more high-performance photovoltaic systems is confirmed by many market players. While the number of small systems installed on private buildings depends heavily on government funding programs, in the industrial and commercial sectors the factors of economic efficiency, independence from electricity price fluctuations and securing a lower electricity price in the long term are crucial. A look at the electricity pricing policy explains the motivation for more and more business installations: unlike in Germany, for example, a kilowatt hour of electricity consumed privately in Poland costs according to the platform „Global PetrolPrices“ significantly less (0.22 euros) than a kilowatt hour consumed commercially (0.39 euros). The trend is therefore self-explanatory. It can be assumed that, given the still large percentage of electricity generated by coal on the one hand and the great potential offered by many businesses and manufacturing companies with high energy requirements, the sales teams for PV systems will not run out of work, at least in the commercial sector.
Doppelte Ernte auf 32.000 Quadratmetern bester Ackerkrume im niederländischen Almelo: 22 Reihen vertikal installierte Photovoltaikmodule liefern jedes Jahr mindestens 1,7 Gigawatt Solarstrom. Die gesamte Solarstromproduktion der Agri-PV-Anlage wird regional mit einem Power-Purchase-Agreement vermarktet.
Insgesamt wurden in der Agri-PV-Anlage bei Almeo 2.952 Photovoltaikmodule mit je 660 Watt Peak Leistung verbaut. Die Gesamtleistung der Anlage liegt mit 1,948 Megawatt unter dem, was auf den gut drei Hektar mit einer klassischen Freiflächenanlage zu realisieren gewesen wäre. Dafür bleiben fast 90 Prozent der Fläche für die landwirtschaftliche Nutzung erhalten. Die Module produzieren Strom sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite (bi-faziale Module) und sind in Ost-West-Richtung installiert. Durch diese Bauart und Ausrichtung liefert die Anlage bereits bei Sonnenaufgang deutlich mehr Strom als eine klassische Freiflächenanlage. Das Gleiche gilt am Abend, wenn die Sonne im Westen untergeht. Die Leistungskurve vertikal installierter Ost-West ausgerichteter Photovoltaik unterscheidet sich von klassisch installierter Photovoltaik mit Südausrichtung durch hohe Produktion morgens und abends und einer geringen Produktion am Mittag. Damit ist vertikale Photovoltaik mit bi-fazialen Modulen die ideale Ergänzung zu klassischen Freiflächenanlagen..
Freiflächenanlagen und Agri-PV kombiniert
Dies ist auch am Standort Almeo der Fall: Die gut 3 Hektar große Agri-PV-Anlage befindet sich inmitten von klassischen Freiflächenanlagen mit Modulen, die nach Süden ausgerichtet sind. Der gesamte Standort hat eine Leistung von 45 Megawatt und wurde von ProfiNRG im Auftrag des Klimaatfonds Nederland geplant und realisiert.
Im Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG 2023 – regelt § 51 die „Verringerung des Zahlungsanspruchs bei negativen Preisen“. Sinkt der Spotmarktpreis unter die Null-Cent-Grenze, weil zu viel Strom im Netz ist, wird keine Einspeisevergütung gezahlt. Das galt 2023, wenn der Spotmarktpreis für mindestens vier Stunden am Stück durchgehend negativ war. 2024 und 2025 sind es drei aufeinanderfolgende Stunden. 2026 zwei und 2027 eine Stunde. Vertikal installierte Ost-West Agri-PV-Anlagen produzieren am frühen Vormittag und am späten Nachmittag viel Strom, in der Mittagszeit wenig Strom. Damit ist der zu erwartende Ausfall nicht gezahlter Einspeisevergütung aufgrund negativer Spotmarktpreise minimal.
Zahlen, Daten, Fakten:
Fläche: ca. 3,2 Hektar
Anlagentyp: vertikale Agri-PV-Anlage in Ost-West-Ausrichtung. 22 parallele Reihen.
Reihenabstand ca. zehn Meter für Doppelnutzung für PV und Feldfrüchteanbau.
2.952 Photovoltaikmodule, bi-fazial, mit je 660 Watt Peak Leistung
Vermarktung: mit Power-Purchase-Agreement (PPA)
Die Agri-PV-Anlage ist kombiniert mit weiteren PV-Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von 45 Megawatt Peak.
Polen wandelte sich vom Kohlestromland zur schnell wachsenden Erneuerbaren-Energie-Nation. Der Anteil erneuerbarer Energien stieg von unter 1 % (2004) auf über 12 % im Jahr 2023, beim Strom von 2,5 % in 2005 auf über 27 % im Jahr 2023.
Lange Zeit galt Polen als Land des Kohlestroms. Von 1965 bis 2004 lag der Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch bei unter einem Prozent. Erst 2005 überschritt dieser Anteil erstmals die Ein-Prozent-Marke (1,14 %). Bis 2023 stieg er auf über 12 Prozent (12,15 %). Ähnlich sieht es im Stromsektor aus: Zwischen 1986 und 2004 bewegte sich der Anteil erneuerbarer Energien zwischen 1,1 und 1,9 Prozent, doch ab 2005 begann er mit 2,5 Prozent eine steile Wachstumsphase. Im Jahr 2023 wurde schließlich die Marke von 27 Prozent überschritten – Tendenz weiterhin steigend.
Mehr Sonne – mehr Wind Solar und Wind verdrängen Kohlestrom
In Polen werden jährlich rund 167 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert, während der Verbrauch bei 157 Milliarden Kilowattstunden liegt. Der Anteil erneuerbarer Energien wächst kontinuierlich, während der Kohlestromanteil abnimmt: Innerhalb von drei Jahren sank der Anteil von Steinkohle und Braunkohle an der polnischen Nettostromerzeugung von 76,0 Prozent auf 63,8 Prozent. Parallel dazu stieg der Anteil der Windenergie von 9,5 Prozent auf 14,6 Prozent, und der Anteil der Photovoltaik wuchs von 2,9 Prozent auf 8,7 Prozent.
Ende September 2024 betrug die installierte Photovoltaikleistung in Polen knapp 19,9 GW. Allein im September wurden 13.040 neue PV-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 363,53 MW installiert. Dabei entfielen 32 Prozent der installierten Kapazität auf Anlagen unter 51 Kilowatt Peak, 23 Prozent auf Anlagen mit 51 bis 999 Kilowatt Peak, und 55 Prozent auf Großanlagen mit einer Leistung ab 1.000 Kilowatt Peak.
Tendenz: große Anlagen
Der Trend zu größeren Photovoltaikanlagen wird von vielen Marktakteuren bestätigt. Während die Installation kleiner Anlagen auf privaten Gebäuden stark von staatlichen Förderprogrammen abhängt, dominieren im industriellen und gewerblichen Bereich Wirtschaftlichkeitsüberlegungen. Unternehmen setzen zunehmend auf Photovoltaik, um sich von Strompreisschwankungen unabhängig zu machen und langfristig niedrigere Energiekosten zu sichern.
Ein Blick auf die polnische Strompreispolitik erklärt diesen Trend: Während der Preis für privat verbrauchte Kilowattstunden in Polen mit 0,22 Euro relativ niedrig ist, liegt der Preis für gewerblichen Strom bei 0,39 Euro – deutlich höher als in anderen Ländern wie Deutschland. Angesichts des weiterhin hohen Anteils von Kohlestrom und des enormen Potenzials bei gewerblichen und produzierenden Unternehmen mit hohem Energiebedarf dürfte der Vertrieb von Photovoltaikanlagen im kommerziellen Bereich auch in Zukunft stark wachsen.
Polen und Kernkraft – ein schwieriges Verhältnis
Im Norden Polens, wenige Kilometer von der Ostseeküste entfernt, steht die Bauruine des ersten polnischen Kernkraftwerks Zarnowiec. Die Planungen begannen bereits 1972, und 1980 starteten die Bauarbeiten. Doch nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 formierte sich starker Widerstand in der Bevölkerung, der 1989 zur Unterbrechung des Baus und ein Jahr später zu einem Volksentscheid führte, der die endgültige Einstellung des Projekts besiegelte.
Seitdem gab es immer wieder Versuche, die Kernenergie in Polen zu etablieren. Der neueste geplante Standort für ein Kernkraftwerk liegt in der Nähe von Choczewo, nur 20 Autominuten von der Zarnowiec-Ruine entfernt. Skeptiker bezeichnen das Vorhaben bereits als „zweites Zarnowiec“. Die Regierung unter Donald Tusk hat den Netzanschluss vorsichtig für das Jahr 2040 geplant – acht Jahre später als von der Vorgängerregierung vorgesehen.
Im Mai dieses Jahres (2024) war jedoch noch kein Finanzierungsplan vorhanden – ein deutlicher Kontrast zur Photovoltaik.
Gewerbe-PV besonders rentabel
Ganz anders bei der Photovoltaik. Hier stehen Preise und Rendite fest und der Gestehungspreis liegt seit Jahren deutlich unter den Preisen des Netzstroms – weltweit. In Polen ist Photovoltaik für Gewerbetreibende Pflicht, bei Strompreis nahe der 40 Euro-Cent-Marke.
2024 werden weltweit 771 Milliarden US-Dollar in erneuerbare Energien investiert, 452 Milliarden in Netze und Speicher und 669 Milliarden in Energieeffizienz. Das ist die bisher höchste Summe aller Zeiten. Das meldet die Internationale Energieagentur, IEA.
Dieses Jahr wird fast doppelt soviel in saubere Energie und Energie-Effizienz investiert als in fissile Energien. Laut IEA werden weltweit aktuell in 2024 rund 2000 Milliarden US-Dollar in saubere Energien investiert, und 1100 in fossilen Energien.
Zu den sauberen Energie zählt auch die Atomkraft, deren Investitionen sich seit 2017 (41 Milliarden) zu 2024 (80 Milliarden) zwar fast verdoppelt haben, im Vergleich zu dem, was in Erneuerbare, Netzausbau, Stromspeicher und Energieeffizienz investiert wird vergleichsweise bescheiden Nach vielen Jahren der Zurückhaltung. Im Vergleich zu anderen Investitionen ist das wenig. So fließen 669 Milliarden in Energie-Effizienz,
452 Milliarden in Netze und Speicher
771 – der größte Betrag – in Erneuerbare Energien.
Es gibt einen weltweiten Trend. Machen Sie was draus. Klären Sie auf, reißen Sie das Ruder herum. Es könnten auch 771 Milliarden in Atomkraft investiert werden. Das Geld ist vorhanden.
709,1 Milliarden Kilometer wurden im Jahr 2023 mit in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeugen gefahren. Das waren ein halbes Prozent weniger als im Jahr 2022.
Personenkraftwagen haben mit 591,1 Milliarden Kilometern den größten Anteil an der Jahresfahrleistung. Aber auch hier sind es -0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die durchschnittlichen Jahreskilometer liegen bei den PKW bei 12.320 Kilometern, 1,2 Prozent weniger als im Jahr 2022.
PKW mit Benzin-Motor
Auf Pkw mit Benzin-Motor entfiel knapp die Hälfte der PKW-Kilometer, nämlich 48,6 Prozent, bzw. 287,0 Milliarden Kilometer, das sind 2,0 % weniger als im Vorjahr. Das entspricht durchschnittlich 9580 km pro PKW mit Benzin-Motor.
PKW mit Diesel-Motor
Bei Pkw mit Diesel-Motor zeigte sich die Jahresfahrleistung im Jahr 2023 mit 238,1 Milliarden Kilometer ebenfalls rückläufig. Es sind sogar 4,6 % weniger als zum Vorjahr. Die durchschnittliche Jahresfahrleistung je Pkw mit Diesel-Motor betrug 17.187 km.
PKW mit Elektroantrieb & Co
Bei den Antriebsarten Elektro-, Gas-, Hybrid- und anderen Antrieben stieg die Jahresfahrleistung auf 66,0 Milliarden Kilometer. Der Anteil dieser Gruppe an der gesamten Pkw-Fahrleistung stieg auf 11,2 Prozent. Ein Pkw aus dieser Gruppe legte im Jahr 2023 durchschnittlich 15.852 km zurück.
LKW bis 3,5t
Bei der zurückgelegten Strecke haben Lastkraftwagen bis 3,5 t sich auf 57,5 Milliarden hochgeschraubt, was einem Plus von 0,9 % zum Vorjahr entspricht.
Ambitionierte Klimaziele, Ausbauziele erneuerbare Energien, Wärme- und Verkehrswende. Dazu kommt der Ruf nach mehr Fachkräften. Dann eine Meldung des Fraunhofer ISE vom 18. Juni 2024, dass die Energieforschung dieses Jahr ein Drittel weniger Geld für die Projektforschung erhält. Weitere Kürzungen sind in 2025 nicht ausgeschlossen.
Für neue Projekte sollen 30 % weniger Geld im Vergleich zum Vorjahr zur Verfügung stehen. Kein Wunder, dass der Verbund »Energietechnologien und Klimaschutz« der Fraunhofer-Gesellschaftangesichts solcher Aussichten vor massivem Rückgang der Innovationsfähigkeit der deutschen Industrie bei Technologien für die Energiewende warnt. In dem Verbund sind neun Institute organisiert, die die anwendungsorientierte Energieforschung maßgeblich vorantreiben.
Wer hat was gekürzt
Im Haushalt 2024 wurden die Verpflichtungsermächtigungen des Titels »Energieforschung« vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) um 12 % reduziert. Zusätzlich führte das Urteil des Bundesverfassungsgerichts im November 2023, in dessen Folge 60 Mrd. € weniger im Klima- und Transformationsfond der Bundesregierung zur Verfügung stehen, zu einer Reduktion von Finanzmitteln für die Forschung an Technologien für die Energiewende, unter anderem in Programmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Projektförderung in den Themen Batterie und Wasserstoff. In Summe sprechen die Ministerien von bis zu 30 Prozent weniger Geld für die Projektförderung. Für das Jahr 2025 sind weitere Einsparungen bei der Energieforschungsförderung nicht auszuschließen. Der Einbruch der Fördermittel ist der einschneidendste seit dem Bestehen der Energieforschungsprogramme des Bundes, schreibt das Fraunhofer ISE.
Die Mittelkürzungen sind bereits spürbar. Erste Anträge auf Förderung, die Gelder für das laufende Jahr und die folgenden Jahre benötigen, wurden nicht bewilligt. Zudem pausiert seit Dezember 2023 die Annahme von Anträgen für Forschungsprojekte in den KTF-Förderprogrammen des BMWK. Insgesamt werden bereits für das Jahr 2024 und noch stärker für die Folgejahre signifikant weniger Projektmittel zur Verfügung stehen. »Die aktuellen Kürzungen sind weitreichend und betreffen die ganze Bandbreite der erneuerbaren Energien und der Schlüsseltechnologien des heutigen und zukünftigen Energiesystems: von Windenergie, Photovoltaik und Geothermie über Wasserstoff und Wärme bis hin zu umfassenden Systemlösungen«, ergänzt Prof. Dr.-Ing. Andreas Reuter, stellvertretender Vorsitzender des Verbunds und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergiesysteme IWES. »Auf Seiten der Forschungseinrichtungen führen die Kürzungen zu Stellenabbau, sodass weniger Personen für die Arbeit in diesen zukunftsträchtigen Industrien qualifiziert werden können.«
Innovationsstau und Fachkräftemangel
Die Bundesprogramme im Bereich der Energieforschung haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten wichtige Innovationen hervorgebracht. Geförderte Einzelmaßnahmen, vor allem aber die Förderung von Verbundprojekten, die in enger Kooperation zwischen Unternehmen der Wirtschaft und Forschungseinrichtungen durchgeführt werden, haben sich als leistungsfähige Instrumente etabliert, um neue Technologien zügig zu entwickeln und in die Anwendung zu bringen. Das Spektrum der geförderten Vorhaben reicht dabei von der angewandten Grundlagenforschung bis zur Begleitung der Markteinführung.
Aber auch die Ausbildung von Fachkräften findet im Kontext der öffentlich geförderten Forschung statt. Beispielhaft zeigt eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI, wie sich die Kürzungen der Fördermittel negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Batterieindustrie auswirken, weil sie den jetzt schon bestehenden Mangel an Fachkräften noch weiter verschärfen werden. In den letzten Jahren wurden laut der Studie allein in Deutschland ca. 15.000 Fachkräfte dafür ausgebildet – maßgeblich in Forschungsförderprojekten der öffentlichen Hand, in denen Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten entstehen. Die Qualifizierung dieser Fachkräfte steht durch die Kürzungen nun auf dem Spiel, obwohl sie dringend benötigt werden. Sie werden für die Mobilität der Zukunft, aber auch für elektrische Energiespeicher, die Stabilität und Zuverlässigkeit der zunehmend durch fluktuierende erneuerbare Energien gespeisten Stromnetze der Zukunft garantieren sollen, gebraucht.
Ist die Aufgabe, mittels angewandter Forschung und Entwicklung von Zukunftstechnologien die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu sichern und neue Chancen zu eröffnen, durch Geldmangel gefährdet? Wie passen die Ziele Energie-, Mobilitäts- und Wärmewende einerseits mit Kürzungen bei der Projektförderung im Energiesektor zusammen, wo doch für andere Dinge offensichtlich Geld vorhanden ist?
Ein neuer Entwurf lädt zur Stellungnahme zu neuen Anschlussregeln für Balkonkraftwerke sowie die neue Leistungsbegrenzung auf 800 VA und Schutzmaßnahmen für den Anschluss mit einem herkömmlichen Haushaltsstecker ein.
Für die weltweit erste Produktnorm für Balkonkraftwerke hat der VDE jetzt einen zweiten Entwurf veröffentlicht. Alle interessierten Kreise und Privatpersonen haben innerhalb der nächsten zwei Monate erneut die Möglichkeit, die Produktnorm aktiv mitzugestalten. Der zweite Entwurf sieht vor, dass die maximale Einspeiseleistung von 600 VA auf 800 VA angehoben wird. Außerdem verständigte sich das zuständige Normungsgremium auf mehrere Schutzmaßnahmen, um Mini-PV-Anlage auch über einen Schutzkontaktstecker an eine herkömmliche Haushaltssteckdose anzuschließen zu können. Dafür müssen der Basisschutz und die elektrische Sicherheit wahlweise mechanisch oder elektromechanisch gewährleistet sein.
Sicherheitsvorkehrung auch im Wechselrichter?
Der Steckerkopf eine mechanische Trennung aufweisen, die sicherstellt, dass Personen keinen aktiven Leiter berühren können. Zum anderen kann der Basisschutz auch über eine galvanische Trennung im Wechselrichter realisiert werden. Dazu muss der Wechselrichter zusätzliche Anforderungen erfüllen.
Norm aktiv mitgestalten
Im Dezember 2023 wurde der erste Entwurf der Produktnorm öffentlich diskutiert. Das Normungsgremium hatte über 750 Stellungnahmen gesichtet und ausgewerten. Da zu den zentralen Themen – die Erhöhung der maximalen Leistungsgrenze sowie dem vereinfachten Netzanschluss – noch kein abschließender Konsens gefunden werden konnte, wurde der jetzt veröffentlichte zweite Entwurf notwendig.
Auf der Transparenzplattform SMARD stellt die Bundesnetzagentur seit Mai 2024 auch umfangreiche Daten zum Thema Netzengpassmanagement, Redispatch, Countertrading und Netzreserve zur Verfügung. Das soll für Transparenz bei Energiemengen und damit verbundenen Kosten auf den Energiemärkten sorgen. Ein interessantes Angebot für jene, die das Thema verstehen.
Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, erklärt begeistert: „Wir veröffentlichen auf SMARD ab jetzt umfangreiche Daten zu den Kosten und Mengen für die Stabilisierung der Stromnetze. Damit leisten wir einen Beitrag für mehr Transparenz auf den Energiemärkten.“
Hochaufgelöste Grafiken
Die neuen Daten sind in hoher Auflösung als interaktive Grafiken verfügbar. Alle Daten werden monatlich aktualisiert und sollen Nutzern somit deutlich früher als bisher zur Verfügung stehen. Alle Daten lassen sich auch in Tabellenform anzeigen und stehen in verschiedenen Formaten zum Download bereit. Eine schnelle Übersicht sowie gute Auswertungsmöglichkeit mit direktem Vergleich einzelner Monate soll damit einfach möglich sein. Saisonale Schwankungen können auf den ersten Blick erkannt werden außerdem die Verhältnisse eingesetzter Energieträger im Netzengpassmanagement sowie benötigte Reserven und Countertrading-Maßnahmen.
Werben für den Netzausbaue
Die Abregelungen von Erneuerbaren Energien können Interessierte den Abbildungen direkt entnehmen und welche Netzebene zu einem bestimmten Zeitpunkt ursächlich für eine Abregelung war. Die überarbeitete Plattform will so auch den Netzausbaubedarf in Deutschland deutlich besser darstellen als vor der Überarbeitung.