KOSTAL vervierfacht Produktion bis 2025

KOSTAL vervierfacht Produktion bis 2025

Die KOSTAL Solar Electric Gmbh präsentiert sich auf der Intersolar Europe 2022 mit zahlreichen Produktinnovationen und kündigt  deutlichen Ausbau seiner Produktionskapazitäten an.
  • KOSTAL vervierfacht bis 2025 seine Produktionskapazitäten für Hybridwechselrichter und unterstützt die Energiewende sowie seine Partner für weiteres Wachstum im attraktiven Marktsegment der Dachanlagen.
  • Zwei weitere Entwicklungslaboratorien sichern kommende Technologie-Innovationen.
  • Ein neues 250-kW-Testfeld für Wechselrichter, Speicher und Generatoren startet.
  • Das Unternehmen erweitert seinen europaweiten Vertriebs- und Service-Footprint für noch mehr Kundenkomfort.
  • KOSTAL rückt das neue Marktsegment „Residential Plus“ in den Mittelpunkt seiner Bemühungen.
KOSTAL reagiert auf wachsende Ansprüche

KOSTAL Solar Electric hat auf der diesjährigen Intersolar Europe vom 11. bis 13. Mai 2022 auf Stand B3.130 viel innovativen Zuwachs bei Solar- und Ladetechnik präsentiert. Knackpunkt bleibt die stark angestiegen Nachfrage nach Solarstromkomponenten. Im Vergleich zum Vorjahr hat KOSTAL die Produktionskapazität für Hybridwechselrichter bereits um 50 % erweitert. Eine weitere Steigerung der Produktion ist aufgrund der weiterhin angespannten Versorgungssituation bei elektronischen Bauteilen aktuell leider nicht möglich.

Ungeachtet der aktuellen Versorgungsengpässe wird KOSTAL die Produktionskapazitäten in den nächsten zweieinhalb Jahren stärker ausbauen – konkret soll die Produktion bis 2025 im Vergleich zum Produktionsjahr 2021 um das Viervache gesteigert werden.

Um das nachhaltige Wachstum zu stützen, wird dieses Vorhaben von weiteren Maßnahmen flankiert. Zwei neue Laboratorien, eingerichtet 2021 und 2022, sichern die Entwicklung und die Testverfahren. Ein neues Testfeld widmet sich allein den Bereichen Wechselrichter, Speicher und Generatoren, um die durch den wachsenden Energiebedarf einzuführenden Modellgenerationen prüfend zu begleiten. Parallel baut KOSTAL den internationalen Vertriebs- und Service-Footprint aus, um die innovativen Produkte auch im europäischen Markt passgenau zu verankern.

„Die Verfügbarkeit elektronischer Bauteile bleibt 2022, aber voraussichtlich auch 2023 weiterhin angespannt“, so Frank Henn, Geschäftsführer von KOSTAL Solar Electric. „Somit ist auch für das kommende Jahr eine komplette Auslastung dieser Produktionskapazitäten ungewiss. Mit dem vorlaufenden Kapazitätsausbau bleiben wir im Höchstmaß reagibel und können schnell auf eine sich ändernde Versorgungssituation reagieren“, fügt Henn an.

Bis dahin bleibt sich KOSTAL treu und liefert innovative Leistungselektronik für alle Kunden mit hohen Ansprüchen an Flexibilität und Erweiterbarkeit. Denn begleitet wird die intensivierte Produktionserweiterung vom Marktstart der neuen Hybrid-Gerätegeneration im kommenden Jahr mit einer Leistung von bis zu 20 kW. „Damit unterstützen wir den Trend immer größer werdender PV-Anlagen mit Speicheranbindung auch im Privatkundensegment – wir nennen dieses neue Marktsegment ‚Residential Plus‘“, so Frank Henn abschließend.

Quelle: KOSTAL Solar Electric

my-PV Vortrag 27.Mai 2022 Networking Friday der OpenEMS

my-PV Vortrag 27.Mai 2022 Networking Friday der OpenEMS

my-PV – Warmwasser und Heizung mit Photovoltaik

Photovoltaische Wärmeerzeugung und PV-Überschuss-Management sind die Themen von dem österreichischen Hersteller my-PV. Die my-PV GmbH stellt ihre Lösungen im kostenlosen Online-Seminar der OpenEMS Association vor und zeigt, wie einfach Wärme mit Sonnenstrom schon heute ist. Die Systemoffenheit ist eines der besonderen Merkmale der my-PV GmbH. So kann die Gerätesteuerung durch zahlreiche Wechselrichter, Batteriespeicher oder Smart-Home Systeme unterschiedlicher Hersteller erfolgen.

Darüber hinaus stellt my-PV für all seine Lösungen auf Wunsch auch die Kommunikationsbeschreibungen kostenlos zur Verfügung. So kann die Ansteuerung immer auch durch eigene Home-Automation-Lösungen bzw. Energiemanagement-Systeme erfolgen.

Und weil alle Theorie grau ist, hat die my-PV GmbH alles, was sie entwickelt hat, in ihrem neuen Gewerbebau realisiert – ein Gebäude, bei dem die Sonne eindeutig als Architekt mitgewirkt hat.

Datum: 27.Mai 2022, 14:00 – 15:00 Uhr

Teilnahme ist kostenlos!

Anmeldung unter: https://www.airmeet.com/e/5ba766a0-c655-11ec-a539-33785e490ab0

 

 

Where the world is melting – Wo die Welt schmilzt!

Where the world is melting – Wo die Welt schmilzt!

Noch bis 18. April 2022 zu sehen: Die Ausstellung mit Bildern des Fotografen Ragnar AxelsonWhere the world is melting – im Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern. Der 1958 geborene Ragnar Axelson begleitet seit über 40 Jahren Menschen, Tiere und Landschaften in Grönland, Island und Sibirien und hat ganz beiläufig die mit der Erderwärmung einhergenehnden Veränderungen in beeindruckenden Schwarz-Weiß-Bildern dokumentiert.

 

Klimawandel sichtbar in schwarz-weiß

In Ragnar Axelsson Bildern wird die Einzigartigkeit und Schönheit einer Umgebung sichtbar, in der Menschen und Tiere extremen Bedingungen ausgesetzt sind und deren Umwelt sich aufgrund des Klimawandels schneller und tiefgreifender ändert, als in anderen Gegenden der Erde.

Gesicht im Eis

Ragnar Axelsson war von 1976 bis 2018 Fotojournalist bei Morgunblaðið. Er hat als freier Mitarbeiter in Lettland, Litauen, Mosambik, Südafrika, China und der Ukraine gearbeitet. Seine Fotografien wurden in z.B Life, Newsweek, Stern, GEO, National Geographic, Time und Polk veröffentlicht. Seine Arbeiten wurden mit vielen Auszeichnungen gewürdigt.

Die Fotografien von Ragnar Axelsson in seiner Ausstellung „Where the world is melting“ liefert einzigartige Einblicke in eine sich immer schneller verändernden Teil unserer Welt, der durch den Klimawandel schon bald Geschichte sein könnte.

Der Eintritt zum Kunstfoyer ist frei – Tickets müssen  reserviert werden.

Mehr zur Ausstellung: https://www.versicherungskammer-kulturstiftung.de/kunstfoyer/ausstellungen/ragnar-axelsson-where-the-world-is-melting/

Location: Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern Maximilianstr. 53, 80530 München

Text & Foto: Manfred Gorgus

Ist die Abschaffung der EEG-Umlage Betrug am Bürger?

Ist die Abschaffung der EEG-Umlage Betrug am Bürger?

© pexels-robert-tippmann-10069484

Finanzminister Lindner (FDP) macht sich für ein vorzeitiges Ende der EEG-Umlage stark. Damit folgt er Forderungen aus Kommunen und der Industrie. Laut Koalitionsvertrag soll die Umlage erst 2023 abgeschafft werden. Da die Energiepreise aber gerade hoch sind, soll die Umlage bereits dieses Jahr entfallen um Verbraucher*innen zu entlasten. Die Frage ist: Was bringt die Abschaffung der EEG-Umlage Bürgerinnen und Bürgern – also den normalen Stromkunden – wirklich, oder ist die Abschaffung sogar ein Betrug am Bürger? Dazu lädt die Open EMS am Freitag, dem 25.Februar um 14:00 Uhr zu einer Onlineveranstaltung.

EEG-Umlage seit 2010

Die EEG-Umlage wird seit 2010 im jeweiligen Vorjahr auf der Grundlage von Prognosen für das jeweilige Jahr festgelegt. Nach Ablauf des Jahres rechnen die Übertragungsnetzbetreiber dann rückwirkend die tatsächlich angefallenen Kosten aus. Sie wird jedes Jahr bis spätestens zum 15. Oktober eines Kalenderjahres für das folgende Kalenderjahr veröffentlicht. Vor 2010 haben alle Stromvertriebe eine ihrem Anteil am gesamten Stromabsatz entsprechende EEG-Strommenge abgenommen und mussten dafür die Kosten dieser EEG-Strommenge zahlen. Diese Kosten durften sie auf den abgesetzten Strom umlegen.

Umlage als Anschubfinanzierung

Als das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Jahre 2000 in Kraft trat, wurde Betreibern dieser Anlagen die Abnahme ihres grünen Stroms für 20 Jahre zu einem festen Preis garantiert. Die Förderung – finanziert durch die EEG-Gelder – war eine Anschubfinanzierung neuer Energietechnik, die zum Bau von EE-Anlagen motivieren sollte, weil die Technik teuer war und die EEG-Vergütung Anlagenbetreibern Planungssicherheit lieferte.

Wer zahlt EEG-Umlage?

Die EEG-Umlage wird von allen Stromverbrauchern gezahlt – privaten und gewerblichen. Ausnahme sind die sogenannten stromintensiven Unternehmen: Diese sind von der Umlage befreit.

Wer profitiert von der Abschaffung der EEG-Umlage?

Seit 2010 war eine gestiegene EEG-Umlage oft Grund, die Strompreise anzuheben. Eine niedrigere EEG-Umlage war noch nie Grund für Stromversorger, den Strompreis nach unten anzupassen. Die EEG-Umlage sank z. B. von 6,5 Cent im Jahr 2021 auf 3,72 im Jahr 2022. Trotzdem sind die Strompreise rasant gestiegen – aus allerlei Gründen. Ob die angekündigte vorzeitige Abschaffung der EEG-Umlage tatsächlich zu einer Entlastung der Verbraucher*innen führt, bleibt abzuwarten.

Wer hat das Nachsehen? Wer ist geschädigt?

Damit die EEG-Umlage nicht allein von den Stromkunden bezahlt wird, wurde im Jahre 2012 ein Ausgleichmechanismus eingeführt. Mit Hilfe dieses Verfahrens wird der aus den Erzeugungsanlagen in das Netz eingespeiste Strom an der Strombörse verkauft und die damit erzielten Einnahmen dienen zur Senkung der EEG-Umlage. Hierbei kommt es jedoch zum sogenannten EEG-Paradoxon: Geht der Börsenstrompreis runter, so steigt die EEG-Umlage. Steigt der Börsenstrompreis jedoch, so sinkt die EEG-Umlage. Aktuell sind die Preise auf einem Rekordhoch.

Nimmt Finanzminister den Bürgern ihre Einnahmen?

Sieht man die EEG-Umlage als eine Anschubfinanzierung für den Ausbau der Erneuerbaren Energie, so führt eine Änderung zum jetzigen Zeitpunkt dazu, dass die ursprünglichen Einzahler (=Investoren, Bürger) um die Einnahmen gebracht werden. Das aktuelle Rekordhoch der Börsenstrompreise lässt die Einnahmen durch den Verkauf der erzeugten Strommengen an der Börse sehr stark steigen, so dass Gewinne absehbar sind. Gewinne, die ohne eine Änderung als negative EEG-Umlage auf der Stromrechnung erscheinen würden und somit die Höhe der zu zahlenden Kosten deutlich reduzieren würde.

Kostenlose online-Veranstaltung bei Open EMS


Mehr Informationen und Hintergründe zur EEG-Umlage gibt es am Freitag, den 25.02.2022, um 14:00 Uhr im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Onlineveranstaltung „OpenEMS Networking Friday“ durch einen Impulsvortrag von Thorsten Zoerner, Geschäftsführer der STROMDAO GmbH und Vorstandsmitglied der OpenEMS Association.

Abschaffung der EEG-Umlage ist Betrug am Bürger?

Link zur Veranstaltung

Windkraft in Bayern – wird die 10-H-Regel abgeschafft?

Windkraft in Bayern – wird die 10-H-Regel abgeschafft?

Am Donnerstag trifft sich Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) in München mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Dann wird es um den Ausbau der Windenergie in Bayern gehen. Das Umweltinstitut München fordert, dass Bayern nun den Windkraftausbau vorantreibt und sich von der sogenannten 10-H-Regel verabschiedet.

Verdoppelung der Windkraftleistung

Vergangene Woche hatte Habecks Ministerium eine Verdopplung der Windkraftleistung in Deutschland bis 2030 gefordert, um die deutschen Klimaziele zu erreichen. Söder hält  weiter an der 10-H-Regel fest, die für jedes bayerische Windrad einen Mindestabstand zu Wohnhäusern festlegt, der das 10-fache seiner Höhe beträgt. Der Ausbau der Windenergie ist in Bayern durch dieses Gesetz praktisch zum Erliegen gekommen.

Kommentar des Referenten für Energie- und Klimapolitik am Umweltinstitut

Kasimir Buhr, Referent für Energie- und Klimapolitik am Umweltinstitut: „Eine Verdopplung der Windkraftleistung ist mit Windkraft- Blockadegesetzen wie der 10-H-Regelung in Bayern nicht zu erreichen. Gerade Flächen-Bundesländer müssen ihren gerechten Anteil zum Ausbau leisten. Dass Bayern, das fast ein Fünftel der Fläche Deutschlands ausmacht, im vergangenen Jahr nur sechs Windräder zugebaut hat, ist nicht akzeptabel. Und es ist kurzsichtig: denn Bayern braucht vielfältige erneuerbare Energiequellen, um bei unterschiedlichsten Wetterlagen umweltfreundlichen Strom zu gewinnen. Ministerpräsident Markus Söder muss jetzt über seinen Schatten springen und eine gesetzliche Neuregelung für die Windkraft in Bayern vorlegen. Der Koalitionspartner scheint hier schon einen Schritt weiter zu sein und auch die bayerische Wirtschaft fordert bereits ein Ende von 10-H.“

Nabenhöhe entscheidend für Leistung

Das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme hat unterschiedliche Windkraftanlagen aus dem Jahr 2018 untersucht und dabei festgestellt, dass die Windgeschwindigkeit mit steigender Höhe je nach Standort erheblich zunimmt. In der Untersuchung heißt es: „Da die im Wind enthaltene Leistung proportional zur dritten Potenz der Windgeschwindigkeit ist, hat die Nabenhöhe maßgeblichen Einfluss auf den Ertrag der Windenergieanlage.

Regeln senken Zubau und Ertrag

2018 lagen die Nabenhöhen der installierten Windkraftanlagen zwischen 50 und 166 Meter. Die maximale Gesamthöhe einer Anlage, vom Fuß bis zur Flügelspitze ist auf 234 Meter angestiegen. Im Mittel ist die Nabenhöhe neuer Anlagen gegenüber 2017 um 5 Meter auf 133 Meter gestiegen. Über die Hälfte der neu installierten Anlagen hatten eine Nabenhöhe zwischen 131 und 149 Meter. Ein Ergebnis der  Untersuchung  ist auch, dass die an bestimmten Standorten existierende Höhenbeschränkungen einen direkten Einfluss auf die Höhe der installierten Windenergiesysteme haben. Das heißt: Dort wo es Höhenbeschränkungen gibt, wird niedriger gebaut, obwohl höher effizienter wäre.

In Bayern steht der Windkraftausbau praktisch still

In Bayern gilt seit 2014 die 10-H Abstandsregel. 2020 wurden im Flächenland Bayern ganze acht neue Windkraftanlagen mit zusammen 32 Megawatt Leistung in Betrieb genommen. Damit stellt Bayern zwei Prozent des bundesweiten Gesamtzubaus und rangiert bei der Installation von Windenergieanlagen an drittletzter Stelle. Selbst das Saarland, das kleinste Bundesland, hat 2020 sieben Windenergieanlagen mit insgesamt 22 Megawatt Leistung installiert und stellt – wie Bayern – zwei Prozent des deutschen Gesamtzubaus.

Text & Foto: Manfred Gorgus / SOLAR-professionell

Quellen: PM Umweltinstitut e. V. / Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme / Deutsche WindGuard – Status des Windenergieausbaus an Land in Deutschland im Jahr 2020

 

 

Atomkraft ist klimaneutral? Nein – das stimmt so nicht!

Atomkraft ist klimaneutral? Nein – das stimmt so nicht!

Ein Kollage aus drei Fotos, bewusst minderer Qualität, von jungen Menschen kombiniert mit der Nachricht, dass jungen Menschen Klimaschutz wichtiger ist als die Angst vor Atomkraft. So sieht eine moderne Anzeige der Atomstromlobby aus. Junge Menschen sind für Atomkraft, weil die das Klima retten kann. Frankreich versucht gerade in der EU Atomstrom, als klimaneutrale Energie zu platzieren. Die deutsche Atomlobby wittert Frühlingsluft.

Welche Rolle spielt Atomkraft heute in der Welt?

Weltweit liefern 440 Atomreaktoren weniger als 5 % der Primärenergie. Uran ist endlich, Atommüll zu lagern ist aufwendig, teuer und nicht kalkulierbar.

Warum Atomkraft weder klimaneutral noch umweltfreundlich ist?

Atomkraftwerke können nicht versichert werden, Atomstrom ist viermal teurer als der aktuelle Strommix, bei Bau- und Rückbau von AKWs fällt viel CO₂ an sowie strahlender Müll, der die Umwelt belastet.Bei menschlichem oder technischem Versagen werden große Gebiete kontaminiert.

Hätte Atomkraft einen positiven Effekt auf den Klimawandel, wenn neue AKWs gebaut werden würden?

Genehmigungsverfahren, Bau und Abnahme der AKWs dauern lange. Diese Zeit haben wir beim Klimawandel nicht. Tschernobyl und Fukushima haben gezeigt, was Atomkraft anrichten kann. Der Bau und später auch der Rückbau belasten das Klima.

Gutes Content-Management per Advertorial

Beglückwünschen darf man die Auftraggeber für ihre guten Ideen zum Advertorial (Kombination aus Advert, also Werbung, und Editorial, also Redaktion). Unaufmerksame Leser*innen werden nicht verstehen, dass es sich um eine Anzeige handelt.

 

Hier gehts zur Anzeige
https://lnkd.in/evVVrQHV
Jeder dritte Energieversorger hat kein Klimaziel

Jeder dritte Energieversorger hat kein Klimaziel

Rolle der EVUS bei der Dekarbinisierung:
Energieversorgern kommt bei der Realisierung von Klimazielen und bei der Information der Bevölkerung eine bedeutende Rolle zu. Sie liefern einen entscheidenden Beitrag zur Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung und bei der Dekarbonisierung. Dieser Schlüsselrolle stellen sich jedoch noch nicht alle, wie eine aktuelle Horváth-Studie unter Verantwortlichen aus Energieversorgungsunternehmen zeigt. Demnach hat jedes dritte EVU noch kein eigenes Ziel zur Erreichung von Klimaneutralität definiert. Fast 40 Prozent der Energieversorger haben auch noch keinen Fahrplan zur systematischen Reduktion ihrer CO₂-Emissionen in Form einer Dekarbonisierungs- beziehungsweise Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Über das Geschäftspotenzial von Wasserstoff, der in „grüner“ Form einen großen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten soll, besteht sogar bei zwei Dritteln der befragten Unternehmen Unklarheit.

 

An der Schnittstelle zur Dekarbinisierung

Eigentlich sind EVU´s mit ihrer regionalen Position prädestiniert, um in der Dekarbonisierung von Wärme, Individual-Verkehr und Strom eine Schlüsselrolle zu übernehmen.

Überforderung durch Marktdynamik

Gründe für die insgesamt zögerlichen Nachhaltigkeitsaktivitäten sieht Horváth-Partner und Branchenexperte Matthias Deeg vor allem in der Unsicherheit der Rahmenbedingungen, aber auch in hausgemachten Problemen. „Unzureichend erprobte neue Technologien, unklare regulatorische Vorgaben, aber auch ein uneinheitliches Bild zwischen Marktanforderungen einerseits und kostenintensiven technologischen Innovationen andererseits sind meist Gründe dafür, dass in den Unternehmen noch keine Ziele stehen“, so Deeg. „In anderen Fällen sind es vor allem aktuelle Herausforderungen, etwa die Marktpreisentwicklungen, der E-Mobility-Hochlauf oder Infrastrukturentwicklung, die in Summe das Kartenhaus ins Wanken bringen. Sich in dieser Situation zu fokussieren und weitsichtig strategische Weichen im Bereich Nachhaltigkeit zu stellen, ist gerade für mittelgroße und kleinere Unternehmen schwer, die noch keine weitreichenden Transformationen in ihrem Kerngeschäft bewältigen mussten.“

Digitalisierung als größtes strategisches Problem identifiziert

Gefragt nach den größten internen Problemen, die ein strategisches Vorankommen behindern, antworteten die Befragten mehrheitlich mit „Erhöhung des Digitalisierungsgrades“ sowie „Veränderung der IT-Landschaft“ und „fehlende Kompetenzen“. Den Unternehmen ist also durchaus bewusst, dass sie zur Bewertung von Geschäftspotenzialen und zum Ausbau von Geschäftsfeldern datenbasierte Analysen auf Basis moderner Systemplattformen sowie offene Schnittstellen zu Externen benötigen. Dies ist allerdings nicht die einzige „digitale Baustelle“. Auch im Online-Vertrieb, der nach mehrheitlicher Einschätzung (80 Prozent) bis 2025 zum Hauptvertriebskanal wird, sind viele Unternehmen ungenügend vorbereitet. 60 Prozent verfügen über keine konkrete Strategie zum Ausbau des Onlinevertriebs und eine unzureichende Datenbasis.

Die Studie steht unter folgendem Link zum Download zur Verfügung: https://www.horvath-partners.com/de/media-center/studien/vom-umsorger-zum-green-tech

Quelle: Horváth Managementberatung

Grafik: Manfred Gorgus/SOLAR-professionell

Das neue VDE Kompendium Li-Ionen-Batterien

Das neue VDE Kompendium Li-Ionen-Batterien

Wissen zu m Thema Lithium-Ionen Batterien vom VDE ©SOLAR-professionell/Manfred Gorgus

Es ist die zweite Auflage des kostenlosen VDE Kompendiums für Bewertung und Einschätzung von Lithium-Ionen-Akkus für Hersteller und Entwickler.

Systemische & technische Eigenschaften werden beleuchtet

Das Team von VDE Renewables, VDE DKE und VDE hat die wichtigsten technischen und systemischen Eigenschaften von Lithium-Ionen-Batterien beleuchtet, bewertet und in einem Kompendium zusammengefasst. Themen sind u. a.:

  • Funktionsweise
  • Materialien
  • gängigen Zelltypen
  • Beschreibung von Modulen und Systemen.
Normen & Vorschriften

Weiterhin enthält das Kompendium einen Überblick über gesetzliche Regelungen und wichtige Normen nach Anwendungsgebieten – unterteilt nach Einsatzgebieten:

  • tragbaren Geräten
  • stationäre Systeme
  • für industrielle Anwendungen
  • E-Fahrzeugen und
  • E-Leichtfahrzeugen
Kompetente Hilfestellung für Experten

Das Kompendium soll beim fachlichen Einstieg in technologische Teilgebiete unterstützen und Herstellern, Entwicklern, Anwendern und Verbauern Hilfestellung bei zentralen Fragen geben:

  • Woher lassen sich Li-Ionen-Akkus beziehen?
  • Wie ist die Qualität zuverlässig zu bewerten?
  • Wie kann man feststellen, ob der Akku sicher ist, und was ist beim Transport zu beachten?

Die zweite Auflage liefert aktualisierte technische Daten und neue Expertenhinweise. Die neue Auflage ist in deutscher und englischer Sprache erhältlich.

Kostenloser Download

Sie kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Oder: Klick mich: http://www.dke.de/lithium-ionen-akkus

Manfred Gorgus

Glas-Glas-Module aus der EU haben die beste CO2-Bilanz

Glas-Glas-Module aus der EU haben die beste CO2-Bilanz

Glas-Glas PV-Module (b) benötigen keinen Aluminiumrahmen und haben deshalb einen geringeren CO2-Fußabruck als PV-Module mit Rückseitenfolie (a).©Fraunhofer ISE

„Europäische Glas-Glas PV-Module sind besonders klimafreundlich“ meldet das Fraunhofer ISE – Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE – am 23. September 2021 in einer Pressemeldung. Interessant ist, dass der Aluminiumrahmen für einen Großteil der CO2-Belastung bei PV-Modulen verantwortlich ist. Module ohne Rahmen liefern angeblich eine um 22 bis 27 % bessere CO2-Bilanz als Photovoltaikmodule mit Aluminiumrahmen. Da stellt sich sogleich die Frage – werden rahmenlose Glas-Glas-Module das neue „Normal“ in der Photovoltaik?

Glas-Glas haben den kleinsten CO2-Fußabdruck

In einer neuen Studie haben Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE errechnet, dass in der Europäischen Union hergestellte Silicium-Photovoltaikmodule 40 Prozent weniger CO₂ erzeugen als Module chinesischer Produktion. Mithilfe einer Lebenszyklusanalyse verglich das Forschungsteam die CO₂-Fußabdrücke monokristalliner Solarmodule deutscher, europäischer und chinesischer Herstellung. Dabei fanden sie auch heraus, dass Glas-Glas-Module im Vergleich zu PV-Modulen mit Rückseitenfolien unabhängig von ihrem Produktionsstandort eine zusätzliche Emissionsreduktion von 7,5 bis 12,5 Prozent ermöglichen.

Die CO2-Emissionen bei der Herstellung, dem Transport und zum Lebensende der Module sind laut Studie gering. Das Fraunhofer ISE hat für eine Studie den CO2-Fußabdruck von sechs monokristallinen Silicium-Photovoltaikmodulen berechnet. Es wurden Module mit Herstellungsort China, Deutschland und der Europäischen Union sowie je einmal mit Glas-Folie- und einmal mit Glas-Glas-Laminat untersucht.

40 % weniger CO2-Belastung mit EU-Modulen

„Wenn ich an einem europäischen Ort mit durchschnittlichen Einstrahlungswerten eine Photovoltaikanlage installieren möchte, habe ich mit der Wahl meiner PV-Module großen Einfluss auf deren Klimafreundlichkeit“, erklärt Dr. Holger Neuhaus, Abteilungsleiter für Modultechnologie am Fraunhofer ISE: „Mit PV-Modulen, die in der EU hergestellt wurden, spare ich 40 Prozent an CO2-Emissionen im Vergleich zu Modulen, die aus China importiert wurden“. Der Strommix im Herstellungsland hat den größten Einfluss auf den CO2-Fußabdruck.

CO2-Check PV-Module
  • Mit 50 bis 63 Prozent hat der Energiebedarf den größten Einfluss auf die CO2-Bilanz. Der Strommix im Herstellungsland hat somit den größten Einfluss auf den CO2-Fußabdruck eines Moduls.
  • Etwa 3 Prozent der Gesamtemissionen entfallen auf den Transport von China nach Europa.
  • Rahmenlose Glas-Glas-Module verursachen bei der Herstellung 7,5 bis 12,5 Prozent weniger CO₂ als Glas-Folie-Module – unabhängig von ihrem Herstellungsort.
  •  Glas-Glas Module haben außerdem eine längere Lebensdauer und eine geringere jährliche Degradation als solche mit Folie, was ihren CO2-Fußabdruck zusätzlich verbessert.
  • Bezogen auf die erzeugte Kilowattstunde verursachen rahmenlose Glas-Glas-Module 22 bis 27 Prozent weniger CO2-Emissionen als Glas-Folien-Module mit Aluminiumrahmen.
Moderne Module um 80 % bessere  CO2-Bilanz

In der Studie wurden neue Produktionsdaten zugrunde gelegt, die das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Herstellerunternehmen erhoben hat. Auf Basis der neuen Daten hat sich herausgestellt, dass der CO2-Fußabdruck von PV-Modulen sich in den letzten Jahren um etwa 80 Prozent verbessert hat. Gründe dafür sind Verbesserungen in  der Silicium-Gewinnung, der Herstellungsprozesse der Moduleffizienz und der zunehmende Anteil an erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung.

 

Kilogramm CO2-Äquivalent nach Herstellungsgebiet

China:

  • Glas-Folie-Modul: 810 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilowatt Peak
  • Glas-Glas-Modul: 750 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilowatt Peak

Deutschland:

  • Glas-Folie-Modul: 580 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilowatt Peak
  • Glas-Glas-Modul: 520 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilowatt Peak

EU:

  • Glas-Folie-Modul: 480 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilowatt Peak
  • Glas-Glas-Modul: 420 Kilogramm CO2-Äquivalent pro Kilowatt Peak

 

Fazit: mehr Glas-Glas-Module einsetzen und mehr Module in der EU und Deutschland herstellen

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass wieder mehr in der EU und in Deutschland produziert werden sollte. 2019 wurden 68 Prozent des Polysiliciums, 96 Prozent aller Wafer, 76 Prozent aller Solarzellen und 71 Prozent aller PV-Module in China hergestellt. Prof. Andreas Bett, Institutsleiter am Fraunhofer ISE schlussfolgert deshalb: „Aufgrund der deutlich geringeren CO2-Emissionen während der Produktion und dem weiter stark steigenden Bedarf an klimafreundlicheren PV-Modulen weltweit, geht es nun darum, schnell und mit viel Engagement die PV-Produktionskette in Europa aufzubauen“.

Manfred Gorgus / Datenquelle Fraunhofer ISE

Grüner Wasserstoff – ein Lobby-Ding der Erdgasbranche?

Märchenstunde „Grüner Wasserstoff“. Wasserstoff aus Atomstrom und Erdgas als grüner Wasserstoff? Brennstoffzellen in Einfamilienhäusern, die mit Erdgas betrieben Wasserstoff erzeugen, um daraus Wärme und Strom herzustellen? Das ist nicht gut für die Energiewende und nicht gut fürs Klima.

Die Energiewende wird so in eine ferne Zukunft verschoben, dann wenn Erdgas durch echten grünen Wasserstoff ersetzt werden wird, der mit 100 % erneuerbaren Energien erzeugt wird.

Dabei gibt es gerade für Einfamilienhäuser Wärmepumpe, Stromspeicher und Fotovoltaik. Das ist effizient, erprobte Technik, langlebig, wartungsarm, sofort CO2-arm und wesentlich besser fürs Klima – aber eben schlecht für die Gasindustrie.

10 Minuten-Beitrag ansehen und staunen. Null Klimaschutz – hundert Prozent Lobbyismus.

Generation e-mobil: Ein Leben ohne „Tanke“ – ganz normal!

Generation e-mobil: Ein Leben ohne „Tanke“ – ganz normal!

Lou ist seit sie mit 18 ihren Führerschein hat ausschließlich elektrisch unterwegs – auch Langstrecken © Powertrust

Wer heute mit 18 seinen Führerschein erhält, kann durchaus ausschließlich elektrisch unterwegs sein – weil z. B. in der Familie nur Elektroautos vorhanden sind. Noch sind die Verbrenner in der Mehrzahl. Wie aber erleben junge Menschen Mobilität, wenn sie e-mobil sozialisiert werden? Ist die vieldiskutierte Reichweite ein Thema, oder das „langsame Tanken von E-Autos? „Nein“ sagt Lou Heger, die, seit sie mit 18 ihren Führerschein ausgehändigt bekommen hat, nur elektrisch unterwegs ist. Die Generation E-mobil denkt, fühlt und fährt anders:

Powertrust: Lou, du fährst seit deinem 18. Lebensjahr ausschließlich elektrisch. Warum?

Lou Heger: Meine Familie hat sich einige Monate bevor ich meinen Führerschein bekommen habe, vom letzten Auto mit Verbrennungsmotor getrennt – einem Hybrid – und ist auf reine Elektroautos umgestiegen. Von daher bin ich von Haus aus immer nur elektrisch gefahren.

Powertrust: Ist E-Mobilität etwas Außergewöhnliches für dich?

Lou Heger: Ehrlich gesagt nein. Es gehört so in meinen Alltag, dass ich mir da kaum noch Gedanken drüber mache. Aber ich freue mich jedes Mal, wenn ich ein anderes Elektroauto auf der Straße sehe. Das werden übrigens immer mehr. Am Anfang war jedes Elektroauto ein Highlight.

Powertrust: Deine Fahrschule und Prüfung hast du auf einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotoren absolviert. Wie war der Umstieg auf elektrisches Fahren? Was war die größte Herausforderung?

Lou Heger: Es gab keine Herausforderung! Es war sogar eher eine Erleichterung. Als Beifahrer kannte ich unser Auto ja schon und wusste, wie angenehm es zu fahren ist. Ich hab´ die Tage gezählt, bis ich von dem umständlichen Fahrschulauto wegkonnte.

Powertrust: Wie viele Kilometer fährst du elektrisch und ist Reichweite für dich ein Problem?

Lou Heger: Ich fahre sehr viel Auto! Allein bis zu meiner Uni und zurück sind es 160 km, die ich teilweise dreimal die Woche zurücklege. In solchen Wochen fahre ich mit den Strecken zuhause schnell mal 500 bis 600 km. Aber die Reichweite war noch nie ein Problem! Bei gutem Wetter eh nicht. Wenn es kalt ist, suche ich mir eine Ladesäule, und das Auto lädt sich auf, während ich in der Uni bin. Damit komm ich ganz easy hin und zurück. Und je nachdem, wie ökonomisch ich fahre, ist meine Batterie abends auch noch halb voll.

Powertrust: Sowohl das Tanken als auch das elektrische Laden gehört nicht zur Fahrschulausbildung. Der erste Tankvorgang ist immer eine kleine Herausforderung. Vom Öffnen des Tankdeckels bis zur Wahl des richtigen Treibstoffs gibt es einiges zu beachten. Wie war deine erste Begegnung mit einer Ladesäule?

Lou Heger: Da ich noch nie einen Verbrenner betankt habe und es mir davor auch etwas graut, kann ich hier nichts vergleichen. Ich weiß nur, dass Laden echt einfach ist: an die Säule fahren, Stecker rein, fertig! Laden kann das Auto ja alleine, da muss man nicht daneben stehen. Danach abstecken, bezahlen – und dann kann‘s weitergehen!

Powertrust: Bist du, nachdem du deinen Führerschein erhalten hast, noch mal Verbrenner gefahren? Wie war das für dich?

Lou Heger: Nur als Beifahrer und einmal kurz selbst, weil mein Freund zu müde zum Fahren war. Aber es war richtig komisch: Ich konnte das Auto kein bisschen einschätzen. Zum Glück waren das nur ein paar Kilometer – da ist mir mein E-Auto echt lieber.

Powertrust: Hast Du schon mal ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor betankt – und wenn ja: Wie war das für dich im Vergleich zum elektrischen Laden an der Ladesäule?

Lou Heger: Ne ich hab´ noch nie selbst eines betankt, aber ich weiß von Freunden und wenn ich selbst dabei bin, dass es echt umständlich ist, weil man die ganze Zeit daneben steht.

Beim Elektroauto ist es einfacher, weil man es einsteckt und gehen kann, zum Beispiel Kaffee trinken oder so. Und wenn man wieder kommt, ist das Auto geladen. Dann muss man nur noch abstecken und losfahren.

Powertrust: Du bist sozusagen elektro-mobil sozialisiert, kennst aber beide Welten. Wenn du die elektrische Mobilität mit der Verbrenner- Mobilität vergleichst: Welche Gedanken hast du dazu?

Lou Heger: Mir geht es dabei vor allem um die Zukunft. Klar kann man sagen: Elektroautos sind nicht 100 % umweltfreundlich, aber sie sind ein großer Schritt in die richtige Richtung. Und die Technologie würde sich nicht weiterentwickeln, wenn wir nicht bereit wären, solche Schritte zu gehen.

Powertrust: Wie sieht deiner Meinung nach die Automobilzukunft in Deutschland und Europa aus?

Lou Heger: Ich wünsche mir, dass die Menschen die Vorteile von Elektroautos schätzen lernen und Methoden gefunden werden, die Autos immer umweltfreundlicher zu machen. Ich wünsche mir, dass die Menschen bereit sind Dinge in die Hand zu nehmen und nicht immer nur meckern wie schrecklich viel CO2 Autos doch ausstießen – aber dann trotzdem weiter Verbrenner fahren, weil Elektroauto „kennen wir nicht, wollen wir nicht“.

Powertrust: Wir danken für das Gespräch.

Tipps für intelligenten Weiterbetrieb ausgeförderter Photovoltaikanlagen

Tipps für intelligenten Weiterbetrieb ausgeförderter Photovoltaikanlagen

Collage Post EEG Photovoltaik © U.Vinke / Powertrust / SOLAR-professionell

Vor 21 Jahren haben Solarpioniere wie Herr Vinke aus Norden ihre erste Photovoltaikanlage installiert. Seit diesem Jahr ist die EEG-Förderung für die ersten Anlagen ausgelaufen. Laut neuem EEG wird ins Netz eingespeister Strom mit dem durchschnittlichen Börsenstrompreis des Vorjahres vergütet. Herr Vinke erhält von seinem Direktvermarkter dieses Jahr netto 2 Cent pro Kilowattstunde – nicht genug für einen wirtschaftlichen Betrieb. Die Powertrust GmbH zeigt Möglichkeiten, wie Betreiberinnen und Betreiber ausgeförderte Photovoltaikanlagen nach Ende der EEG-Förderung sinnvoll betreiben können – eine Bestandsaufnahme.

EEG-Novell 2020 – Rettung für Altanlagen in letzter Minute

Im überarbeiteten EEG 2021 wurde geregelt, dass Photovoltaikanlagen, deren Förderung ausgelaufen ist weiter am Netz bleiben dürfen. Der eingespeiste Strom wird vergütet, mit dem durchschnittlichen Börsenstrompreis des Vorjahres, abzüglich Bearbeitungskosten für die Stromvermarktung. Bei kleinen Anlagen ist das in der Regel das Betreiber-Unternehmen des öffentlichen Netzes. Herr Vinke war der erste, der im Jahr 2000 im kleinen Örtchen Friedewalde eine Photovoltaikanlage installierte. Nach Auslaufen der Förderung erhält er 2021 den durchschnittlichen Börsenpreis des Vorjahres, exakt 2,5 Cent für jede Kilowattstunde, die seine Anlage in das öffentliche Stromnetz einspeist. Das teilte ihm sein Netzbetreiber im März dieses Jahres mit und dass Herr Vinke 0,5 Cent pro eingespeister Kilowattstunde als Aufwandsentschädigung für die Direktvermarktung an den Netzbetreiber zu zahlen habe. Unterm Strich erhält der Solarpionier 2021 zwei Cent pro Kilowattstunde. Ein wirtschaftlicher Betrieb ist so nicht möglich, aber eine Möglichkeit die Anlage am Leben zu erhalten. Besser wäre ein Umbau auf Eigenverbrauch, aber da das Haus vermietet ist und 2004 eine weiter 2,5 Kilowatt-Peak Photovoltaikanlage auf dem Gebäude aus der Förderung fällt, belässt es der Solarpionier bis dahin bei der Volleinspeisung zum Durchschnittsbörsenpreis. Dann möchte er seinen Mietern die Anlage verpachten,  eine deutlich besser Lösung als das EEG-Mieterstrommodell. Aber welche Möglichkeiten haben Anlagenbetreiber/innen heute, um ausgeförderte Photovoltaikanagen sinnvoll und wirtschaftlich weiterzubetreiben?

Umbau auf Eigennutzung

Die Powertrust GmbH aus Bremen, die Herrn Vinke auf seinem neuen Haus eine Photovoltaikanlage installiert hat, empfiehlt bei selbst genutzten Objekten den Umbau der Zähleranlage auf Eigenverbrauch. Beim Eigenverbrauch werden rund 30 Cent Stromkosten beim Einkauf umgangen, ein Plus von 28 Cent pro Kilowattstunde gegenüber dem Direktvermarktungsmodell. Hauke Heitshusen, zuständig für Sonderprojekte bei der Powertrust GmbH erklärt: „Der Umbau auf Eigenverbrauch ist  im Einfamilienhaus keine große Sache. Der Ausgangszähler wird entfernt. Der Hauszähler wird durch einen Zwei-Richtungszähler ersetzt und die Photovoltaik wird hinter dem Zähler, auf der Hausnetz-Seite angeschlossen. Das kann abhängig vom zuständigen Netzbetreiber variieren. Nicht angefasst werden Wechselrichter und Photovoltaik. Nach dem Umbau kann die Anlage noch viele Jahre weiterlaufen“.

Wann ist „Repowering“ interessant

Beim „Repowering“ wird eine Bestandsanlage durch eine neue, leistungsstärkere ersetzt. „Das macht allerdings nur Sinn, wenn das Anforderungsprofil, also der Strombedarf am Standort, auch zur leistungsstärkeren Anlage passt. Deckt die ausgeförderte Bestandsanlage den Energiebedarf ist „Repowering“ Unsinn. Dann ist es sinnvoller den eigenen Verbrauch des Photovoltaik-Stroms mit einem Stromspeicher anzuheben“, erklärt Hauke Heitshusen. „Wird am Anlagenstandort aber deutlich mehr Strom gebraucht als die ausgeförderte Anlage liefern kann, weil zum Beispiel eine Wärmepumpe installiert wird oder Elektroautos geladen werden sollen, dann kann „Repowering“ sinnvoll sein.“

Photovoltaik mit mehr Leistung als am Standort gebraucht wird

Bei privaten Anlagen eher selten der Fall, aber in der Landwirtschaft durchaus möglich – die Photovoltaikanlage liefert mehr grünen Strom, als am Standort verbraucht werden kann. Das wird  den nächsten Jahren bei landwirtschaftlichen Photovoltaikanlagen der Fall sein. Hier lautet die Empfehlung des Bremer Experten: „Den Eigenverbrauch am Standort ermitteln, einen dazu passenden Stromspeicher installieren und so die Eigenversorgung auf 70 Prozent anheben, um möglichst viel Strom selbst zu verbrauchen und die Netzeinspeisung so weit als möglich zu senken“.

Ausgeförderte Anlage auf vermietetem Gebäude

In der Theorie können Vermieter/innen zum Mieterstrommodell greifen und den selbst erzeugten Strom auf dem Dach eines Gebäudes an die Mieter weitergeben. Vermieter/innen werden dabei zu Stromversorgern mit allen Lasten und Pflichten. Der Gesetzgeber fordert beim Mieterstrommodell einen außergewöhnlich hohen Aufwand, der bei kleinen Anlagen in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. „Eine elegante Lösung für vermietete Einfamilienhäuser oder Gewerbeobjekte ist die Verpachtung der Anlage, da durch die Verpachtung Anlagen-Betreiber/in und Nutzer/in die gleiche Person werden und alle Lasten und Pflichten, wie beim Mieterstrommodell wegfallen“, empfiehlt Hauke Heitshusen. Dem Pacht-Modell sollte eine längere Mietdauer zugrunde liegen, weil der/die Pächter/in sowohl beim Netzbetreiber, als auch im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldet werden müssen.

Fazit

Eigenverbrauch ist aktuell die wirtschaftlichste Alternative zur gesetzlichen Regelung. Betreiber/innen umgehen die kärgliche Vergütung des eingespeisten Stroms zum durchschnittlichen Börsenstrompreis, sie verbrauchen ihren selbst erzeugten Strom direkt am Standort, vermeiden CO2 und müssen keinen teuren Strom aus dem Netz kaufen. Zu guter Letzt war die dezentrale, CO2-freie Stromerzeugung mit Standort-nahem Verbrauch das ursprüngliche Ziel des EEG. Das ist die Grundlage für Wirtschaftlichkeitsberechnungen sowohl für Neuanlagen als auch für ausgeförderte Bestandsanlagen. Die im Vergleich zu heute hohen Förderungen waren bei der EEG-Einführung als Anschubhilfe für die vor 20 Jahren noch nicht sehr verbreitete Technik der erneuerbaren Energien gedacht. Heute ist Photovoltaik die weltweit einfachste und günstigste Art Strom zu produzieren. Das gilt für ausgeförderte Anlagen – denn sie sind bezahlt – genauso wie für neue Anlagen – denn ihre Komponenten sind heute so günstig, dass sie allein durch den Eigenverbrauch nach wenigen Jahren wirtschaftlich arbeiten.

Quelle: Powertrust GmbH in Bremen – a Hoyer Energy Company

Wenn der Chef ausfällt – Mit dem Notfallkoffer sicher durch die Krise!

Wenn der Chef ausfällt – Mit dem Notfallkoffer sicher durch die Krise!

Inhaber Andreas Chalupa hat für sein Unternemen vorgesorgt ©Gieseler

Der Chef eines Photovoltaikunternehmens schützt sich, seine Familie, Mitarbeiter/innen und sein Lebenswerk für den Fall des eigenen Ausfalls. Wenn der Chef, der immer da ist, der auch am Wochenende stundenweise arbeitet, plötzlich länger ausfällt, ist es gut, einen Notfallplan für das Unternehmen vorzuhalten. Dafür gibt es gute Lösungen, weiß Andreas Chalupa, Inhaber und Gründer von Chalupa Solartechnik. Er hat einen Notfallkoffer für den eigenen Ausfall gepackt, mit professioneller Unterstützung.

 

Gleich zwei Familien unterm Schutzschirm

Andreas Chalupa hat zwei Familien – eine zu Hause und eine in der Firma. Als Hauptverdiener und Chef ist er für knapp 20 Menschen verantwortlich. Doch was passiert, wenn er krankheitsbedingt länger ausfällt? Der 48-jährige Inhaber von Chalupa Solartechnik im hohenlohischen Schöntal hat sich diese Fragen in den vergangenen Jahren immer mal wieder gestellt – und die Antwort vor sich hergeschoben. Unternehmerische Themen und operatives Handeln waren immer wichtiger, denn die Vorsorge für Firma und Familie trägt nichts zum Umsatz bei. Und jeder Unternehmer, der anfängt sich mit seinem möglichen Ausfall zu beschäftigen, weiß: Das Thema ist komplex und reichlich undurchsichtig und unterliegt deshalb keiner „Vergnügungssteuer“.

Lösung für den Ernstfall des Ausfalls

Einer, der sich damit auskennt ist Thomas Schleicher. Seit acht Jahren entwickelt der Chef der „Sorgen los GmbH“ aus Schwäbisch Hall gemeinsam mit Kunden einen individuellen Notfallkoffer, der in Katastrophenfällen das Unternehmen retten kann und die Familie absichert. Bereits 450 Unternehmer hat er durch den Gesetzesdschungel geführt und sie bei der Abwägung möglicher Risiken beraten. Denn es geht zum einen um eine rechtliche Gestaltung und finanzielle Absicherung und mancher Vollblutunternehmer wie Chalupa stellt dann fest: „Ich hatte weder ein Testament noch eine Patientenverfügung, weder Ehevertrag noch eine Sorgerechtsverfügung für meine Kinder“. Zum anderen geht um den Zugriff und die verständliche Organisation wichtiger Firmendaten und ganz entscheidend – Welcher Personenkreis übernimmt die vielfältigen Aufgaben des Chefs? Denn was der 42-jährige Unternehmer-Berater aus seiner Erfahrung weiß, dass eine Person in den seltensten Fällen einen eingearbeiteten Chef eines PV-Betriebes ersetzen kann.

Klare Regeln mit dem Notfallkoffer

„Ich habe das Glück mit 15 Mitarbeitern schon ein kleiner Mittelständler zu sein, der Aufgaben bereits mehr oder weniger klar geregelt hat“, sagt Chalupa, der Schleicher auf einem Unternehmertreffen kennengelernt hatte und sich dann entschloss, mit ihm den Prozess durchzugehen. Die Beschäftigung mit dem Notfallkoffer hat ihn dann gezwungen, Strukturen zu schaffen, diese aufzuschreiben und gegenüber allen Mitarbeitern transparent zu machen. „Das hat im gesamten Betrieb für Klarheit gesorgt und uns unbeabsichtigt zusätzlichen Energieschub gegeben.“ Vorher wusste zwar jeder „irgendwie“, was er selbst zu tun hatte und für was die anderen zuständig waren. Aber keiner wusste, ob der andere das auch so sah. Mit der aufgeschriebenen Organisationsstruktur gibt es nun eine verständliche Übersicht, wer welche Aufgaben im Betrieb hat.

Schwester übernimmt Zepter

Und damit fielen Andreas Chalupa Teile der Lösung in den Schoss. Mit seiner Schwester arbeitet er seit der Unternehmensgründung 2001 zusammen: „Ich habe die technische Seite abgedeckt, sie die kaufmännische. Sie hat Fähigkeiten, die ich nicht habe“. Denn Birgit Knapp ist Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement. Geändert hat sich im Laufe der vergangenen 20 Jahre, dass aus ihrem 450-Euro-Job eine Vollzeitstelle wurde. Sie kennt das Unternehmen wie ihr Bruder und sollte der länger ausfallen, wird sie im Betriebsinteresse weiterhin die kaufmännischen Geschicke übernehmen.

Elektromeister übernimmt die Technik

Mit Jürgen Noe hat der Chef einen Elektromeister angestellt, der seit mehr als zehn Jahren weitere Erfahrungen mit Photovoltaikanlagen sammelt. „Weil er regelmäßig Weiterbildungen und Produktschulungen besucht, weiß er fachlich inzwischen mehr als ich“, gibt Chalupa unumwunden zu. Deshalb ist sein Angestellter bereits für die Technik zuständig und würde im Notfall die volle Verantwortung für diesen Arbeitsbereich übernehmen. Und schließlich arbeitet mit Manuel Mendel ein weiterer Elektromeister in dem Betrieb, der sich schrittweise aus dem Service und der Inbetriebnahme verabschiedet hat, denn seine kommunikativen Fähigkeiten sind in der Akquise noch wertvoller. Er leitet zusammen mit dem Chef den Vertrieb und kann ihn in diesem Bereich ersetzen, sollte der länger ausfallen.

Sicherheit für 100 neue Solarstrom-Anlagen

In dieser Konstellation kann das Unternehmen, das pro Jahr etwa 100 Solaranlagen projektiert, installiert und in Betrieb nimmt, weiterhin funktionieren. Doch damit bei einer derartigen langfristigen Krankheits- und Krisensituation der Betrieb sich weiterentwickeln kann, hat Chalupa zusätzlich einen Beirat gegründet, der sich mit Zukunftsthemen beschäftigt und die drei Führungskräfte bei strategischen Entscheidungen unterstützt. Ein befreundeter Unternehmensberater sowie ein süddeutscher Kollege aus der Solarbranche sollen in seinem Sinn handeln. „Das ist ein gutes Team mit Management- und Fachwissen“, urteilt er. Auf den Kollegen kann er sich verlassen, weil dessen Unternehmen ganz ähnlich aufgestellt ist und die Beiden aufgrund der räumlichen Distanz keine Konkurrenten sind.

Ein steiniger weg zur Lösung – aber es lohnt sich

„Etwas mühsam war der sechsmonatige Prozess“, urteilt Chalupa, schließlich musste alles parallel zum Tagesgeschäft erledigt werden und manche Thematik musste der Elektrotechniker durchdenken, statt vorschnell aus dem Bauch heraus zu entscheiden. Deshalb war er dankbar, dass ihn Thomas Schleicher strukturiert und schrittweise durch den Dschungel geführt hat: „Ich habe enorm von seiner Erfahrung und seiner ruhigen Art profitiert“. Nie habe er zu bestimmten Lösungen geraten, sondern gemeinsam haben sie eine Lösung erarbeitet, die genau zu Chalupa Solartechnik passt.

Versicherungen anpassen

Dabei hat der Inhaber festgestellt, dass er versicherungstechnisch gut aufgestellt ist. „Das ist eher selten der Fall“, sagt Schleicher. Ein Beispiel dafür ist oft die Lohnfortzahlung im Krankheitsfalls. Im Gegensatz zu Angestellten basteln sich Inhaber ihre eigene Absicherung. So haben manche Unternehmer bei ihrer Krankenkasse ein Krankentagegeld mitversichert, das seit Beginn ihrer Selbständigkeit mit meist geringem Einkommen unverändert in Höhe und Laufzeit besteht. Doch der Bedarf hat sich über die Jahre massiv verändert, weil die Firma oder die Familie gewachsen sind. Dann passt die ursprüngliche Absicherungshöhe nicht mehr zum zwischenzeitlich gestiegenen Lebensstandard.

Notfallfahrplan wird alle 2 Jahre angepasst

Alle zwei Jahre schauen sich Chalupa und Schleicher an, ob das Zusammenspiel aller Faktoren noch stimmt. Das Unternehmen wächst und verändert sich schließlich, auch können Personen aus seinem Notfallteam aussteigen. „Das macht regelrecht Spaß“, sagt der Photovoltaiker. Ein Telefonat und ein etwa dreistündiges Treffen, dann ist sein Sorgen-Los-Notfallkoffer wieder auf aktuellem Stand. Sein Resümee: „Letztlich bin ich vor allem erleichtert, dass ich weiß, im schlimmsten Fall wird mein Unternehmen mich überleben und meine Familie ist finanziell gut versorgt.“

Quelle: Jens Gieseler

Intersolar 2021 von Juli auf Oktober verschoben

Intersolar 2021 von Juli auf Oktober verschoben

© Solar Promotion GmbH

THE SMARTER E EUROPE FINDET ALS THE SMARTER E EUROPE RESTART 2021 IM OKTOBER STATT


München/Pforzheim, 27. April 2021 – The smarter E Europe und die vier parallel stattfindenden Energiefachmessen Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe finden pandemiebedingt vom 21. bis 23. Juli 2021 nicht statt. Stattdessen wird die The smarter E Europe Restart 2021 vom 6. bis 8. Oktober auf der Messe München durchgeführt. Während des zuletzt geplanten Veranstaltungszeitraums, vom 21. bis 23. Juli 2021, finden die The smarter E Industry Days inklusive der Preisverleihung für den The smarter E AWARD, Intersolar AWARD und ees AWARD 2021 digital statt.

Die Veranstaltungen im Rahmen von The smarter E Europe können pandemiebedingt im Juli 2021 nicht stattfinden. Das haben die Veranstalter Solar Promotion GmbH und die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) gemeinsam entschieden. Trotz der bisherigen und weiter zu erwartenden Fortschritte bei den Impfungen und Schnelltests in Europa bis Ende des zweiten Quartals sowie eines professionellen und umfassenden Hygienekonzepts der Veranstalter, fehlt aktuell ein positives Signal seitens der Politik, dass die Veranstaltung durchführbar ist. „Da wir die Entscheidung jetzt treffen müssen, um allen Beteiligten – ob Ausstellern, Besuchern, Kongressteilnehmern, Referenten, Sponsoren oder uns selbst als Veranstalter –, die nun ihre finalen Vorbereitungen treffen, Planungssicherheit zu geben, sind wir in enger Abstimmung mit den internationalen Fachverbänden der Branche zu diesem Entschluss gekommen“, erklärt Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH die Entscheidung.
The smarter E Europe Restart 2021 im Oktober 

Aufgrund einer kurzfristig verfügbar gewordenen Terminoption besteht nun die Möglichkeit, The smarter E Europe Restart 2021 vom 6. bis 8. Oktober auf der Messe München zu veranstalten. „Wir sind überzeugt, mit der außerplanmäßigen Veranstaltung im Oktober 2021 dem Wunsch der dynamisch wachsenden Branche zu folgen, sich noch in diesem Jahr auf einer Plattform präsentieren und persönlich austauschen zu können“, so Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der FWTM.

The smarter E Industry Days und digitale Award-Verleihung

Während des zuletzt geplanten Veranstaltungszeitraums, vom 21. bis 23. Juli 2021, finden die The smarter E Industry Days inklusive der AWARD-Verleihungen digital statt. Das Online-Event bietet spannende Keynotes zu den wichtigsten Branchentrends, Produktpräsentationen, Diskussionsrunden, interaktive Workshops und digitale Werksführungen von Ausstellern. Zusätzlich werden die Preisträger des The smarter E AWARD, Intersolar AWARD und ees AWARD 2021 im Rahmen der Industry Days auf einer digitalen Bühne gewürdigt.

The smarter E Europe 365 Tage im Jahr

Über das gesamte Jahr hinweg gibt es zudem verschiedene Formate, über die sich alle Interessierten über die Themen, Produkte und Technologien der neuen Energiewelt informieren und austauschen können. Auch The smarter E Europe 2022, die vom 11. bis 13. Mai 2022 stattfindet, ist bereits in Planung.
Weitere Informationen unter: https://www.thesmartere.de/start
Quelle: Solar Promotion GmbH
„The smarter E Europe“ (Intersolar) verschoben auf 21.–23. Juli 2021

„The smarter E Europe“ (Intersolar) verschoben auf 21.–23. Juli 2021

©Solar Promotion GmbH

TERMINVERSCHIEBUNG VON THE SMARTER E EUROPE 2021

München/Pforzheim, 1. Februar 2021 – The smarter E Europe mit den vier Energiefachmessen Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe wird um sechs Wochen in das zweite Halbjahr 2021 verschoben. Die Innovationsplattform der neuen Energiewelt findet damit vom 21. bis 23. Juli 2021 auf der Messe München statt. The smarter E Europe ist Europas größte energiewirtschaftliche Plattform und wichtigster Branchentreff für die neue Energiewelt.

In enger Abstimmung mit den Ausstellern und Partnern haben die Veranstalter Solar Promotion GmbH und die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG entschieden, die Veranstaltung 2021 um sechs Wochen auf den 21. bis 23. Juli 2021 zu verschieben. Die Entscheidung fiel in enger Abstimmung mit den angemeldeten Ausstellern und der Messe München. „Wir haben unsere Aussteller und Partner zur möglichen Terminverschiebung befragt und möchten uns für die starke Beteiligung und den konstruktiven Austausch herzlich bedanken“, sagt Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH. „Die Auswertung hat ergeben, dass die deutliche Mehrheit der Aussteller eine Verschiebung auf den 21. bis 23. Juli 2021 befürwortet. Sechs Wochen können in diesen Zeiten einen großen Unterschied machen.“

Die Veranstaltung verschiebt sich damit in das zweite Halbjahr 2021. Ausschlaggebend war für die Veranstalter dabei eine ganze Reihe möglicher Vorteile. So rechnen sie damit, dass die Impfungen weiter vorankommen, Reiserestriktionen auch seitens der Unternehmen weiter gelockert werden und dass der Sommer zusätzlich dazu beiträgt, die Pandemie weiter einzudämmen.

„Aktuell sind bereits über 75 Prozent der Flächen gebucht und wir sind überzeugt, Ende Juli 2021 eine erfolgreiche The smarter E Europe 2021 durchführen zu können und dabei mit noch mehr – erneuerbarer – Energie als je zuvor die Zukunft der Energieversorgung gemeinsam zu gestalten“, sagt Daniel Strowitzki, Geschäftsführer der FWTM GmbH & Co. KG.

The smarter E Europe findet mit ihren vier Einzelmessen (Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe) vom 21. bis 23. Juli 2021 auf der Messe München statt

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

www.TheSmarterE.de

Quelle: Veranstalter

Neustart nach Insolvenz wird erleichtert

Neustart nach Insolvenz wird erleichtert

© Foto: PantherMedia | Boris Zerwann

In der 998. Sitzung hat der Bundesrat am 18. Dezember 2020 Erleichterungen für Pandemie-bedingte Insolvenzen beschlossen.

Nur einen Tag nach dem Bundestag hat der Bundesrat am 18. Dezember 2020 das Gesetz zur weiteren Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens gebilligt. Es kann nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet werden.

Restschuldbefreiung wird halbiert

Das Gesetz sieht eine Verkürzung der Restschuldbefreiung in Insolvenzverfahren von sechs auf drei Jahre vor: Verbraucherinnen und Verbraucher, aber auch Unternehmen sind damit unter bestimmten Voraussetzungen früher als bisher von nicht erfüllten Verbindlichkeiten gegenüber ihren Gläubigern befreit. Dies soll ihnen die Chance auf einen zügigen wirtschaftlichen Neuanfang nach der Insolvenz geben.

Für Corona-bedingte Insolvenzen gilt das Gesetz rückwirkend

Damit auch diejenigen profitieren, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schieflage geraten sind, gilt das Gesetz rückwirkend für alle ab dem 1. Oktober 2020 beantragten Insolvenzverfahren. Für Anträge, die zwischen dem 17. Dezember 2019 und dem 30. September 2020 gestellt wurden, gibt es eine Übergangsregelung.

Gesetzt ist Teil des Konjunkturprogramms mit Anpassungen an Corona-Pandemie

Das Gesetz ist Teil des Konjunktur- und Krisenbewältigungspakts, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Es setzt zudem Vorgaben der EU-Richtlinie über die Restrukturierung und Insolvenz für den Bereich der Entschuldung um.

Der Bundestag hat bei seinen Beratungen zudem einige Regelungen an den ursprünglichen Regierungsentwurf der Bundesregierung angefügt, die zwar in keinem unmittelbaren Zusammenhang zum Insolvenzrecht stehen, aber ebenfalls Bezug zur Corona-Pandemie haben:

Hilfe für Mieter von Gewerbeimmobilien

Für Gewerbemiet- und Pachtverhältnisse, die von staatlichen Covid-19 Maßnahmen betroffen sind, gilt eine gesetzliche Vermutung: Erhebliche (Nutzungs-) Beschränkungen in Folge der Pandemie können dadurch eine schwerwiegende Veränderung der Geschäftsgrundlage darstellen.

Fälle, in denen eine gerichtliche Entscheidung erforderlich ist, werden durch eine begleitende verfahrensrechtliche Regelung beschleunigt, damit die Parteien schneller Rechtssicherheit erhalten.

Aktionärsbeteiligung in Pandemie-Zeiten

Im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht gibt es neue Regelungen zu Frage- und Antragsrechten der Aktionäre für das Jahr 2021, um auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu reagieren.

Verkündung und Inkrafttreten

Nach Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten und Verkündung im Bundesgesetzblatt kann das Gesetz rückwirkend zum 1. Oktober 2020 in Kraft treten.

Quelle: Plenarsitzung des Bundesrates am 18.12.2020

mehr in BundesratKOMPAKT HIER

Ratgeber für Ü-20 Biogasanlagen

Ratgeber für Ü-20 Biogasanlagen

Titelbild des Leitfaden „Biogas nach dem EEG – (Wie) kann es weitergehen ©FH-Münster

Forscher der FH Münster haben einen Leitfaden für Biogasanlagenbetreiber entwickelt, der Möglichkeiten für den Weiterbetrieb ausgeförderter EEG Anlagen vorstellt.

Biogasanlagen liefern kontinuierlich Energie. Sie sind somit die perfekte Ergänzung zu volatilen erneuerbaren Erzeugern wie Wind- und Sonnenkraftanlagen. Aber auch Biogasanlagen hängen am Tropf der EEG-Förderung. Im Leitfaden sollen für Biogasanlagen langfristig Perspektiven aufgezeigt werden. Forscher der FH Münster haben mit Projektpartnern einen Leitfaden veröffentlicht, um Betreibenden Tipps für die Zukunft zu geben.

20 Jahre Förderung – und dann?

20 Jahre erhalten Betreiberinnen und Betreiber einer Biogasanlage Förderung durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG). Aber was passiert nach Förderende, kann die Biogasanlage noch wirtschaftlich betrieben werden oder muss rückgebaut werden? Das Thema untersuchten Wissenschaftler des Fachbereichs Energie – Gebäude – Umwelt der FH Münster, der Technischen Hochschule Ingolstadt und des C.A.R.M.E.N. e.V. im Verbundvorhaben „Repoweringmaßnahmen hinsichtlich zukünftiger Aufgaben von Biogasanlagen“ (REzAB).

Das Projekt, das seit Anfang 2018 lief, ist nun abgeschlossen. Die Ergebnisse seiner Forschung hat das Team in dem Leitfaden „Biogas nach dem EEG – (wie) kann’s weitergehen? Handlungsmöglichkeiten für Anlagenbetreiber“ festgehalten.

Leitfaden kostenlos

Der Leitfaden kann auf der Website der FH Münster kostenlos als PDF heruntergeladen werden: Leitfaden PDF Download

Text Manfred Gorgus Quelle FH-Münster

Jetzt alte Photovoltaikanlagen registrieren!

Jetzt alte Photovoltaikanlagen registrieren!

Alte Photovoltaikanlagen jetzt registrieren ©SOLAR-professionell/M.Gorgus

300.000 Erzeugungsanlagen könnten aus der EEG-Förderung fallen

300.000 Erzeugungsanlagen könnten im Februar aus der EEG-Förderung fallen, wenn sie nicht fristgerecht bis 31. Januar 2021 im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldet werden.

Seit über einem Jahr ist das digitale Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur online. Es gibt einen Überblick über alle Energieerzeugungsanlagen in Deutschland und soll Informationen über die zunehmend dezentrale Energieerzeugung bündeln, um Strom und Gas auch zukünftig effizient transportieren und verkaufen zu können. Der Knackpunkt: Anlagenbetreiber sind verpflichtet, alle Erzeugungsanlagen inklusive Batteriespeicher bis zum 31. Januar 2021 zu melden. Etliche Anlagenbetreiber sind sich dessen aber offensichtlich nicht bewusst, weil ihre Anlage ja bereits bei der Inbetriebnahme registriert worden ist. Das reicht aber nicht, denn die analogen Daten werden von der Bundesnetzagentur nicht in das neue digitale Register übertragen.

Über 1,1 Millionen Betreiber sind ihrer Pflicht bereits nachgekommen, nach aktuellem Stand werden jedoch laut Bundesnetzagentur schätzungsweise 300.000 Anlagen nicht fristgerecht eingetragen sein. Dabei geht es in erster Linie um Photovoltaik-Anlagen auf Hausdächern. Ihnen droht die Aussetzung und Kürzung der Förderung für den eingespeisten Strom ab Februar kommenden Jahres.

Die Registrierung erfolgt online über das Marktstammdatenregister-Webportal der Bundesnetzagentur und muss bis 31. Januar nächsten Jahres abgeschlossen sein, damit die Förderung weiter fließt. Auch wenn das Portal an der einen oder anderen Stelle etwas benutzerfreundlicher gestaltet sein könnte, sollten Anlagenbetreiber sich jetzt die Zeit nehmen, um ihre Anlagen anzumelden. Deutlich komplizierter wird es, wenn der Zahlungsstopp erst einmal erfolgt ist. Das Geld wird bei Nachmeldung zwar zum Teil rückwirkend ausgezahlt, der Aufwand dürfte aber ein Vielfaches höher sein als die fristgerechte Registrierung.

 

Zur Registrierungsseite der Bundesnetzagentur, Marktsatmmdatenregister geht es HIER

 

Manfred Gorgus / bdew

Die STROMDAO GmbH hat einen neuen Business Angel an Bord!

Die STROMDAO GmbH hat einen neuen Business Angel an Bord!

Regionales, CO2 neutrales Ökostromkonzept überzeugt Firstcon GmbH und initiiert 15 % Beteiligung ©Stromdao

Der CO2-neutrale Ökostromversorger für postleitzahlgenauen Grünstrom aus der Region hat einen neuen Business Angel an Bord. Der in Lüneburg ansässige Abrechnungsdienstleister Firstcon GmbH ist seit dieser Woche mit 15 Prozent Anteilen Gesellschafter bei der STROMDAO GmbH. Das zeigt, dass STROMDAO auch für etablierte Partner in der Energiebranche offensichtlich ein attraktives Unternehmen ist.

„Firstcon hat bereits vor einiger Zeit Interesse an einer Beteiligung bei STROMDAO bekundet“, kommentiert STROMDAO Geschäftsführer  Thorsten Zoerner den Einstieg des neuen Geschäftspartners. „Wir freuen uns, dass sich unser Geschäftspartner Firstcon GmbH zu einer Beteiligung entschlossen hat.“

Die Zahlen de STROMDAO-Crowd-Invest-Kampagne haben sich gut entwickelt, vor allem durch kleine und mittlere Beteiligungen. „Allein in den letzten sieben Tagen haben viele Menschen unserem Ökostromkonzept mit durchschnittlich 2000 Euro Anteilen ihr Vertrauen geschenkt“, erklärt COO Rebekka Mutschler den erfolgreichen Verlauf der Kampagne, die bis heute Abend 00:00 Uhr noch für Investitionen geöffnet ist.

https://www.fundernation.eu/investments/stromdao-gmbh/946#beschreibung

Quelle: STROMDAO GmbH

Schweiz meldet Photovoltaik-Rekordjahr

Schweiz meldet Photovoltaik-Rekordjahr

PV-Zubau in der Schweiz 2020 sehr positiv ©SOLAR-professionell

Rekordzubau

Dieses Jahr haben sich die Anmeldungen für die in der Schweiz typischen Einmal–Vergütungen für Photovoltaik Förderung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt. Der Schweizer Solarstromverband Swissolar spricht von massivem Zuwachs bei kleinen und bei großen Anlagen. Der Verband spricht von einem Rekordzubau und rechnet mit 400 Megawatt neu installierter PV-Leistung für 2020. Für eine Schweizer Energiewende reiche das aber nicht, dafür müsste der Zubau über 1000 Megawatt pro Jahr erreichen.

Pandemie

Ob sich der positive Trend im nächsten Jahr fortsetze, hänge allerdings maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab, meldet Swissolar. Derzeit sind in der Schweiz im Solarbereich viele Stellen ausgeschrieben – eine Kooperation mit von der Pandemie stark betroffenen Branchen wie zum Beispiel aus dem Event- und Veranstaltungsbereich finde derzeit punktuell bereits statt. So könne das Wachstum in der Solarbranche auch negative wirtschaftliche Auswirkungen der Pandemie abfedern helfen. Ein Beispiel, das übrigens auch in Deutschland funktionieren könnte.

Manfred Gorgus