Deutschlands Strom 12 Monate nach Atomkraft-Aus

Deutschlands Strom 12 Monate nach Atomkraft-Aus

Bildquelle: Fraunhofer ISE/ Bearbeitung: SOLAR-professionell

Mit dem Bundestagsbeschuss von 2011 wurde das Ende der Atomkraft in Deutschland mit einer breiten, parteiübergreifenden Mehrheit beschlossen. Die Entscheidung wurde vor dem Hintergrund der Fukushima-Katastrophe beschlossen, die auf der internationalen Richterskala in die Stufe 7, „Katastrophaler Unfall“ eingestuft wurde.

Zwölf Jahre später werden die letzten drei deutschen Atomkraftwerke am 15.05 2023 abgeschaltet. Gleichzeitig geht die Suche nach der ultimativ sicheren Endlagerstätte weiter. Heute, am 15. April 2024, ist hat Deutschland genau ein Jahr ohne Atomstrom hinter sich. Das das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat Bilanz gezogen und stellt fest: Atomstrom wurde durch gestiegene Erzeugung aus erneuerbaren Energien ersetzt.

Manfred Gorgus

Ein Jahr ohne Kernkraft

Im letzten Betriebsjahr vom 16.04.2022 bis zum 15.04.2023 haben die deutschen Kernkraftwerke 29,5 TWh Strom erzeugt und lieferten 6,3 Prozent der öffentlichen Nettostromerzeugung. Auch nach ihrer Abschaltung sorgt die Atomkraft weiter für Diskussionen. So wurde angesichts gestiegener Stromimporte im Sommer 2023 behauptet, Deutschland sei zum Stromimporteur geworden, oder der Atomstrom sei durch Kohle ersetzt worden.

»Tatsächlich wurde die Stromerzeugung aus Kernkraft energetisch durch erneuerbare Energien ersetzt. Im ersten Jahr ohne Kernenergie wurden ungefähr 270 TWh erneuerbarer Strom erzeugt, 33 TWh mehr als im Vorjahreszeitraum. Unser Strommix ist so sauber wie nie zuvor«, erklärt Prof. Bruno Burger, der die Datenplattform energy-charts.info des Fraunhofer ISE verantwortet. Die Erneuerbaren Energien hatten zwischen April 2023 und April 2024 einen Anteil von 58,8 Prozent an der elektrischen Last. Das ist die Summe aus dem öffentlichen Stromverbrauch und den Netzverlusten.

Rückgang fossiler Energien und Last

Parallel zur gestiegenen Erzeugung aus erneuerbaren ist die Stromerzeugung aus fossilen Energien zurückgegangen. Im ersten Jahr ohne Kernenergie wurden ungefähr 154,4 TWh Strom aus Kohle, Erdgas, Öl und Müll erzeugt. Das liegt deutlich unter den Werten der Vorjahre und 26 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Ihr Anteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung sank auf 33,7 Prozent. Gründe dafür sind unter anderem die hohen Preise für Erdgas und Steinkohle und die hohen CO2-Zertifikatskosten. Die Last ist ebenfalls um 2,1 Prozent auf 459 TWh zurückgegangen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Stromeinsparung im Industrie- und Privatbereich, ein Rückgang der Produktion und höhere Eigennutzung von Photovoltaikstrom.

Importstrom im Sommer günstiger

Die Importe sind im ersten Jahr ohne Kernkraftwerke gestiegen, obwohl Deutschland genügend Kraftwerkskapazität hatte, um sich jederzeit selbst zu versorgen. Einer Last von etwa 75 GW stehen in Deutschland etwa 90 GW an nicht-fluktuierenden Erzeugungskapazitäten gegenüber. Dazu kommen noch die erneuerbaren Erzeuger Solar (ca. 85 GW) und Wind (ca. 70 GW) und die Pumpspeicher (ca. 9,5 GW). »Dass wir 23 Terawattstunden Strom importiert haben, gegenüber 21,3 Terawattstunden Export im Vorjahr, liegt also nicht an mangelnden Erzeugungskapazitäten in Deutschland. Grund sind die deutlich gefallenen Börsenstrompreise. Im Sommer haben die erneuerbaren Kraftwerke in den Alpen und in Dänemark, Norwegen und Schweden günstigen Strom erzeugt, so dass die deutschen Kohlekraftwerke nicht konkurrenzfähig waren. So kam auch über den Import viel Strom mit niedrigen Treibhausgasemissionen nach Deutschland«, erklärt Prof. Burger. Hinzu kam im Sommer, dass viele Kernkraftwerke in Frankreich nach den Ausfällen im Jahr 2022 wieder am Netz waren und überschüssigen Strom exportiert haben.

Börsenstrompreise weiter rückläufig

Die Strompreise an der Börse (Day-Ahead) sind auf das Niveau von April 2021 zurückgegangen, liegen also niedriger als vor dem Ukrainekrieg. Der durchschnittliche monatliche Day-Ahead Börsenstrompreis liegt im April 2024 bei 48,39 Euro/MWh oder 4,8 Cent/kWh. Die Strompreise der Haushalte haben sich auch erholt und liegen für Neukunden auf dem Niveau vom 04. Juni 2021. 

Die Auswertung des Zeitraums Mitte April 2023 bis Mitte April 2024 zeigt also, dass der Wegfall der Kernkraft in Deutschland gut kompensiert werden konnte. Entgegen den Behauptungen lag der Anstieg beim Import nicht an mangelnden Erzeugungskapazitäten in Deutschland, sondern an den günstigen Erzeugungspreisen der erneuerbaren Kraftwerke in den Alpen und in Skandinavien. 

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Keine Förderungen für klimaschonende Nutzfahrzeuge und Ladeinfrastruktur

Keine Förderungen für klimaschonende Nutzfahrzeuge und Ladeinfrastruktur

Wie das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) heute mitteilt, stehen aktuell keine Fördermittel für klimaschonende Nutzfahrzeuge und die dazugehörige Ladeinfrastruktur zur Verfügung.

Wörtlich schreibt das BALM: „Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds vom 15.11.2023 und die dadurch erforderliche Konsolidierung des Haushaltes führen dazu, dass nicht alle wichtigen Projekte und Vorhaben des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) im geplanten Umfang weitergeführt werden können. Dazu gehört auch die Förderung von klimaschonenden Nutzfahrzeugen und dazugehöriger Infrastruktur durch die Förderrichtlinie KsNI. Die bewilligten Vorhaben der Richtlinie werden auf Grundlage des Haushaltes 2024 ausfinanziert. Mittel für einen neuen Förderaufruf stehen nicht zur Verfügung.“

Bewilligte Anträge können mit der Auszahlung von Fördermitteln rechnen. Neue Anträge können nicht gestellt werden. Es stehen keine Mittel zur Verfügung, weder für den Neukauf von batterieelektrischen LKW und Bussen noch für die Planung und Realisierung von Ladeinfrastruktur.

Manfred Gorgus

Photovoltaik und Denkmalschutz – Leitfaden

Photovoltaik und Denkmalschutz – Leitfaden

Villa Andrea in 95659 Arzberg. Erbaut 1912. Energieeffizienz F. ©Manfred.Gorgus/ SOLAR-professionell

Jahrzehnte waren Denkmalschutz und Photovoltaik ein Widerspruch. Noch vor wenigen Jahren wollten Münchner Denkmalschützer Photovoltaikanlagen sogar in der Nachbarschaft von denkmalgeschützten Gebäuden verbieten. Dabei könnte guter Denkmalschutz die Verbindung von schönem Alten und intelligent gestaltetem Neuem sein. Das wäre Fortschritt. Eine Annäherung scheint sich am Horizont abzuzeichnen.

Das altes Baudenkmal und neue Energietechnik durchaus harmonieren zeigt der Aachener Solarenergie-Förderverein in seiner Galerie mit einer Auswahl an Architekturaufnahmen von Best-Practice-Beispielen.

Schritt-für-Schritt

In einem Leitfaden fasst der Verein das empfohlene und wohl in gelungenen Beispielen bewährte Vorgehen zusammen. Von der Idee, über das Erstgespräch, bis zur Zu- oder Absage wird ein praktikapler Fahrplan vorgestellt.

Kommt es zu einer Absage, bleibt immer noch der Klageweg. Dabei sollten die Chancen heute besser stehen als in der Vergangenheit. Denkmalschutz sollte nicht verhindern, dass Menschen, die in diesen Gebäuden leben auf energetische Optimierung verzichten müssen. Das würde langfristig die Wirtschaftlichkeit dieser Immobilien verhindern, weil Kosten für Strom und Heizung eben nicht durch erneuerbare Energie-Systeme im Zaum gehalten werden können. In Zukunft werden sich Photovoltaik und Solarthermie immer mehr zum aktuellen Gebäudestandard entwickeln. Wenn unter Denkmalschutz gestellte Wohngebäude davon nicht profitieren dürfen, werden Mieteinnahmen sinken, Rücklagen und Rendite minimiert und die Wirtschaftlichkeit geht verloren.

Jedes Bundesland kocht beim Denkmalschutz ein eigenes Süppchen

Wie in der Bildung, so im Denkmalschutz: Jedes Bundesland hat eigene Regeln aufgestellt. Auch hier bietet der Solarenergie Förderverein eine mehr oder weniger hilfreiche Übersicht. Mehr oder weniger deshalb, weil die Formulierungen allesamt sehr offen gehalten sind und im Einzelfall viel Spielraum für Interpretation durch den Denkmalschutz lassen.

Fazit – und persönliche Einschätzung

Alte Gebäude haben nicht nur eine Geschichte, sie bieten oft auch energetisch eine bessere Ausgangssituation als neuere Gebäude z. B. aus der Nachkriegszeit. Von daher ist ein altes Gebäude energetischer Sicht keine schlechte Wahl. 

Ob die infrage kommende Immobilie beim Denkmalschutz gelistet ist, lässt sich vor dem Kauf durch eine schnelle, unverbindliche Anfrage beim zuständigen Bauamt unkompliziert abklären.

Für mich persönlich ist ein schönes altes Gebäude ohne Denkmalschutz immer die bessere Wahl als eines mit Denkmalschutz, auch wenn die Chemie zwischen Denkmalschutz und Eigentümern stimmt. Mit dem Denkmalschutz haben Eigentümer immer eine zweite Stimme bei Entscheidungen an Bord. Das letzte Wort hat immer die Behörde. Wie gut das funktioniert, hängt im Einzelfall weniger von Paragrafen als von der Chemie zwischen Denkmalschutz und Eigentümern am einzelnen Standard ab. Wenn es eine Denkmalschutzimmobilie sein muss, empfiehlt sich immer vor dem Kauf ein persönlicher Kontakt zum zuständigen Denkmalschutzamt und eventuell sogar ein Vor-Ort-Termin, bei dem die eigenen Vorstellungen und die des Amtes abgetastet werden können.

Link & Service:

Manfred Gorgus

Erste Professorin für Wärmepumpen

Erste Professorin für Wärmepumpen

Erste Professorin für Wärmepumpen an der Hochschule Karlsruhe: Prof. Dr.-Ing. Constanze Bongs ©HS Karlsruhe/ Verena Lippok

Deutschland steht vor einem Paradigmenwechsel im Gebäudesektor. Ein zentraler Schritt ist die Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zu mehr erneuerbarer Energie. Umgesetzt werden soll dieses Ziel mit Wärmepumpen und Fernwärmenetzen.

Das kürzlich in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt die Vorschriften für den Einsatz erneuerbarer Energien bei Heizungsanlagen in Neubauten und Bestandsgebäuden fest. Um diesen Wandel in der Heizungstechnik zu unterstützen, wurde an der Hochschule Karlsruhe eine Stiftungsprofessur für Wärmepumpen eingerichtet, die von Unternehmen finanziert wird.

Professor Dr.-Ing. Constanze Bongs hat die Position der ersten Wärmepumpenprofessorin Deutschlands übernommen. Ihre langjährige Erfahrung und Forschungsschwerpunkte, insbesondere im Einsatz von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden, machen sie zur idealen Kandidatin, um Lösungen für die Herausforderungen der Wärmewende zu entwickeln, sagt die Hochschule Karlsruhe.

Über Dr. Constanze Bongs:

  • Constanze Bongs studierte von 2000 bis 2007 Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Universität Berlin und der LUISS Guido Carli in Rom. Studienschwerpunkte waren die Themen Energie- und Rohstoffwirtschaft sowie Energietechnik.
  • Im Rahmen ihrer Promotion am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg entwickelte und charakterisierte sie „sorptiv“ beschichtete Wärmeübertrager, die mithilfe regenerativer Energie wie Solarwärme Luft entfeuchten können. Erklärung: Sorption ist eine Sammelbezeichnung für Vorgänge, die zu einer Anreicherung eines Stoffes innerhalb einer Phase oder auf einer Grenzfläche zwischen zwei Phasen führen (Absorption / Adsorption).
  • Gefördert durch ein Vollstipendium der Reiner Lemoine Stiftung schloss sie ihre Promotion 2013 an der TU Berlin ab.
  • Nach ihrer Promotion arbeitete sie weiter am Fraunhofer ISE, zuerst als Projektleiterin und von 2015 bis 2023 als Gruppenleiterin für die Gebäudesystemtechnik. Dort baute sie ihren Forschungsschwerpunkt zum Einsatz von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden aus, insbesondere im Mehrfamilienhausbestand.
  • Bevor sie an die Hochschule Karlsruhe berufen wurde, war sie von April 2023 bis Februar 2024 Professorin für Heiztechnik an der Berliner Hochschule für Technik.
  • Ihre Forschung im Bereich Wärmepumpentechnologie begann im EU-Projekt Heat4U. Sie definierte Rahmenbedingungen für Gas-Absorptionswärmepumpen, führte Feldtests und Systemsimulationen durch.
  • Ihr aktueller Forschungsschwerpunkt liegt in der Entwicklung und Demonstration von Wärmepumpensystemtechnik in Bestandsgebäuden, speziell im Rahmen der Projektfamilie LowEx im Bestand.
  • Sie legt besonderen Wert auf die Entwicklung von Lösungsansätzen für den Einsatz von Wärmepumpen in größeren Bestandsgebäuden und die Umsetzung komplexer Systemlösungen im urbanen Raum.

Wer finanziert:

Die Stiftungsprofessur Wärmepumpen wird zu jeweils gleichen Teilen von den Unternehmen ait-group, Bosch Thermotechnik, Danfoss Climate Solutions, Stiebel Eltron Gruppe und der Vaillant Group finanziert. Zusätzliche Mittel sind über die Valerius-Füner-Stiftung von der Bruno Kümmerle Stiftung gespendet worden.

Manfred Gorgus

Quelle: HS Karlsruhe

34 % mehr Strom aus Wasserkraft!

34 % mehr Strom aus Wasserkraft!

Laufwasserkraftwerk Straubing, Maschinenhaus mit Wehranlage und Schleuse Straubing ©HaSe

Ein milder Winter und viel Regen haben im Januar 2024 die Stromproduktion von Wasserkraftwerken in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent ansteigen lassen.

„Erstmals seit 2018 erreichte die Stromerzeugung aus Wasserkraft im Januar rund 2 Milliarden Kilowattstunden (kWh), wobei fast 93 Prozent aus Laufwasserkraftwerken stammen. Dies bedeutet eine Steigerung um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Januar deckte Wasserkraft somit vier Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs ab. Diese Zunahme der Stromerzeugung aus Wasserkraft begann bereits im November 2023 und wird voraussichtlich in den kommenden Monaten anhalten.

Mehr Regen. Mehr Strom!

Der Hauptgrund für diesen Anstieg sind die seit Oktober konstant überdurchschnittlichen Niederschläge, die die Pegelstände vieler Gewässer, insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg, ansteigen ließen und somit die Stromerzeugung begünstigten.

Kleiner Anteil. Große Wirkung.

Die Wasserkraft ist zwar ein kleiner, aber bedeutender Teil der deutschen Stromversorgung. Je nach Größe der Anlagen decken Wasserkraftwerke regional einen Teil der Grundlast ab. Im Gegensatz zu Wind- und Solarenergie ist die Stromproduktion aus Wasserkraft unabhängig von kurzfristigen Wetterverhältnissen und stellt eine zuverlässige Energiequelle dar, selbst wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Auf diese Weise trägt sie in den Regionen zu einer zuverlässigen und steuerbaren Stromversorgung bei.

Besonders in Bayern (bis zu 16 Prozent) und Baden-Württemberg (etwa 8 Prozent) haben Laufwasserkraftwerke einen höheren Anteil am Strommix als der Bundesdurchschnitt.

6.966 Laufwasserkraftwerke mit 3959 MW Leistung.

Eine Auswertung des Marktstammdatenregisters des BDEW zeigt, dass Ende Januar 6.966 Laufwasserkraftanlagen mit einer Nettonennleistung von insgesamt 3.959 Megawatt (MW) in Betrieb waren. Die Bandbreite reichte von Kleinstanlagen mit weniger als 1 Kilowatt (kW) Leistung bis zu großen Flusskraftwerken mit 120 MW Leistung.“

Mehr Informationen zu Wasserkraft bei:

Manfred Gorgus

Quelle: PM BDEW

Grüner Wasserstoff zum Heizen umstritten: offener Brief warnt Gemeinden vor großflächigem Einsatz

Grüner Wasserstoff zum Heizen umstritten: offener Brief warnt Gemeinden vor großflächigem Einsatz

Foto: Greenpeace & 200 weitere. Bearbeitung: SOLAR-professionell

In den vergangenen Tagen erhielten rund 7.000 deutsche Bürgermeister und Bürgermeisterinnen einen offenen Brief, der von 217 Organisationen unterzeichnet wurde. In diesem Schreiben wurde eindringlich davor gewarnt, Wasserstoff großflächig in der kommunalen Wärmeplanung einzusetzen.

„Heizen mit Wasserstoff is wie Duschen mit Champagner“

Während die Gaslobby bei den Kommunen aktiv den Umbau der Gasnetze auf Wasserstoff bewirbt, mahnen Umweltverbände, dass Grüner Wasserstoff auf lange Sicht ein sehr seltenes und teures Gut bleiben wird. Die Bedenken liegen insbesondere darin, dass eine unbedachte Nutzung von Grüner Wasserstoff zu erheblichen finanziellen Belastungen für Verbraucher führen könnte, wenn dieser einfach verheizt wird.

Kontroverse um Wasserstoff

In Vorbereitung auf die klimaneutrale Zukunft müssen alle Kommunen bis Mitte 2028 einen Plan vorlegen, wie sie ihre Gemeinden mit Wärme versorgen wollen. Trotz des wissenschaftlichen Konsenses, dass Wasserstoff für die Gebäudewärme ungeeignet ist, wirbt die Gaslobby vehement für seinen flächendeckenden Einsatz in der Wärmeversorgung. Über Plattformen wie „H2 vor Ort“ und „H2 kommunal“ versucht die Gasindustrie, Stadtwerke und Kommunen für ihre Zwecke zu gewinnen.

Gaslobby rettet fossiles Geschäftsmodell

„Hinter dieser Strategie der Gaslobby steckt die Absicht, ihre Einnahmen aus dem Verkauf von Erdgas zu sichern, während sie gleichzeitig versuchen, ihr fossiles Geschäftsmodell durch Wasserstoff zu retten“, erklärt Henning Peters, Referent für Energie und Klima am Umweltinstitut. „Dadurch wird der Klimaschutz beeinträchtigt, da fossile Anlagen weiter betrieben werden und die Klimakrise weiter anheizen, während Kommunen auf einen Wasserstoff setzen, der in dieser Menge noch nicht verfügbar ist.“

Der offene Brief warnt konkret davor, Wasserstoff-Heizgebiete in der kommunalen Wärmeplanung auszuweisen. Selbst in Wärmenetzen sollte Wasserstoff höchstens zur Abdeckung der Spitzenlast vorgesehen sein.

Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen angeblich, dass Wasserstoff für die Gebäudewärme irrelevant ist. Über 50 unabhängige Studien zeigen, dass Wasserstoffheizungen vier- bis sechsmal mehr Energie verbrauchen als herkömmliche Wärmepumpen. Seine Herstellung ist äußerst energieintensiv und daher auf absehbare Zeit teuer, argumentieren die unterzeichneneden Organisationen.

Grüner Wasserstoff zu teuer zum Heizen

Mira Jäger, Energie-Expertin von Greenpeace, stellt klar: „Wasserstoff ist zu kostenintensiv und aufwändig zu produzieren, um ihn buchstäblich zu verheizen. Selbst langfristig wären Wasserstoffheizungen insgesamt etwa doppelt so teuer wie Wärmepumpen oder Wärmenetze. Wasserstoff sollte nur für spezielle Anwendungen eingesetzt werden, für die es keine Alternativen gibt. Wenn Kommunen heute Wasserstoff-Heizgebiete ausweisen, riskieren sie hohe Folgekosten für ihre Bürger:innen und handeln nicht im Sinne des Klimaschutzes.“

Link zum ganzen Brief.

Manfred Gorgus

So heizt Deutschland

So heizt Deutschland

Wie steht es um die Wärmewende in Deutschland? Wie hoch ist der Anteil an Biomasse- und Wärmepumpen-Heizungen? Sind wir auf einem guten Weg?

11 Prozent Biomasse- und Wärmepumpen-Heizungen Ende 2022

Im Jahr 2023 veröffentlicht der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) Zahlen zu installierten Heizungssystemen aus dem Jahr 2022. Laut BDH-Statistik arbeiteten 2022 rund eine Million Biomasseheizungen und ca. 1,4 Millionen Wärmepumpen in deutschen Gebäuden an der Wärmewende. Das ist ein Anteil von 11 % an zentralen Heizsystemen im Land. Dominiert wurde der Markt installierter Zentralheizungen von rund 14,1 Millionen Gasheizungen und 5,1 Millionen Ölheizungen. Diese stellten den Löwenanteil mit knapp 89 %.

Marktentwicklung 2023 Januar bis September

Am 09.11.2023 meldet der BDH in einer Pressemitteilungen: Die Dynamik bei Wärmepumpen schwächt sich ab:

Der Markt für Heizungen in Deutschland bewegt sich auch im dritten Quartal 2023 auf einem hohen Niveau. Das geht aus der Herbststatistik hervor, die der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) heute vorgelegt hat. Darin weist der Spitzenverband bis einschließlich September diesen Jahres 1.048.000 abgesetzte Wärmeerzeuger aus. Das entspricht einem Plus von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzen die Hersteller erstmalig seit den 90er-Jahren wieder über eine Million Heizungen ab.

Treiber dieser Entwicklung sind nach wie vor Wärmepumpen mit 295.500 abgesetzten Geräten und einem Plus von 86 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gasbasierte Geräte tragen mit 625.000 abgesetzten Einheiten und einem Plus von 38 Prozent ebenfalls zum positiven Gesamtergebnis bei.

Den positiven Marktverlauf sieht der Verband jedoch als Momentaufnahme, bedingt durch Vorzieheffekte. So hat die langwierige und öffentlich geführte Debatte rund um das GEG dafür gesorgt, dass viele Hausbesitzer sich im Jahresverlauf für eine Heizungsmodernisierung entschieden haben, um den Anforderungen des GEG zuvorzukommen. Diese Dynamik schwächt sich jedoch zunehmend ab. Noch zum Halbjahr lag das Marktwachstum bei Wärmepumpen bei 105 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aktuell liegt es noch bei 86 Prozent. Diese Entwicklung lässt sich auch an den rückläufigen Förderanträgen für Wärmepumpen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ablesen. Diese bewegen sich seit Monaten auf einem sehr niedrigen Niveau.

Verlierer sind Biomasse-Heizsysteme mit einem Rückgang von 32 %.

Grafik & Zahlen zur Marktentwicklung 2023

Fast 40 % Zuwachs beim Einbau von Gasheizungen und über 100 % bei Ölheizungen darf der Verunsicherung durch das Gebäude-Energie-Gesetz, kurz GEG, zugeschrieben werden. Gut gedacht, aber schlecht kommuniziert, hatte dieses Gesetz zur Verunsicherung und Reflexkäufe bei Immobilienbesitzern geführt. Im Gebäudebestand war nicht abzusehen, welche Folgen ein vermeintlich verpflichtender Wechsel zu Heizungen mit bauartbedingt niedrigen Vorlauftemperaturen haben würde.

Grafik ©Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH)

Bestandsgebäude

Fast 70 % aller Gebäude in Deutschland wurden vor 1980 erbaut. Selbst wenn energetische Maßnahmen durchgeführt wurden, ist der Wechsel von einer Hochtemperaturheizung zu einem Niedertemperatursystem mit Herausforderungen verbunden. Dazu kommen Skepsis vieler Menschen gegenüber einer Heiztechnik ohne Feuer und Flamme. Zu wenig ist über die neue Heiztechnik Wärmepumpe, die Möglichkeiten von Flächenheizsystemen und deren Zusammenspiel mit Gebäudeeffizienzklassen bekannt.

Tabelle Wohngebäude 2011 Quelle: Destatis

Eigene Erfahrungen

Als „Betroffener“ mit einem Ziegelsteinbau aus dem Jahr 1912 ist mir bewusst, dass die Technik vorhanden ist, auch für die Nachrüstung von Flächenheizung im Altbau. Deckenheizungen lassen sich z. B. hervorragend im Bestand installieren. Kombiniert mit einem Heizsystem mit niedriger Vorlauftemperatur arbeiten dies in Bestandsgebäuden nicht nur effizient. Meist kann sogar auf eine zusätzliche Dämmung verzichtet werden. Ob das im Einzelfall möglich ist, klärt ein Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater. Das kann dauern, gerne mehrere Monate. Für unseren Termin haben wir uns 15 Monate gedulden müssen.

Vollziegelsteingebäude aus dem Jahr 1912. 1997 Doppelverglasung und neue Heizung ©M.Gorgus |SOLAR-professionell

Wie geht es weiter?

Interessant sind die Zahlen aus 2023: wie viele Wärmepumpen wurden verbaut und in welchen Gebäuden. Die Nehrzahl der Bestandsgebäude wurden vor 1980 gebaut und haben nur geringe oder keine Dämmung. Das erden wir in einem neuen Bericht analysieren. Melden Sie sich für unseren Newsletter an (HIER) um keine News zu verpassen.

Manfred Gorgus

Wenn ein Photovoltaik-Angebot viel verspricht aber wenig hält.

Wenn ein Photovoltaik-Angebot viel verspricht aber wenig hält.

02.02.2024

Foto: Falsche Module. Weniger Leistung. Wenn das Angebot sein Versprechen nicht hält. © Powertrust

2018 wurde auf einem neu gebauten Einfamilienhaus gemäß Angebot eine Photovoltaik-Anlage mit Markenmodulen und einer Gesamtleistung von 9,9 Kilowatt-Peak installiert. Drei Jahre später stellt sich bei einer Anlagen-Erweiterung heraus, dass weder die versprochenen Markenmodule noch die volle Leistung installiert worden waren.

Neubau mit Wärmepumpe.

2016 hatte der IT-Experte M. Kuschel ein Einfamilienhaus in Bremen gebaut. Als technikaffiner Mensch war für ihn klar, dass in einem energetisch optimierten Neubau eine Wärmepumpe, kombiniert mit Photovoltaik, die passende Wahl für eine Heizung war. Auf Kamin, Feuerstelle und Gasanschluss wurde verzichtet, wodurch beim Hausbau viele tausend Euro gespart wurden.

Photovoltaik-Anlage für das Süd-Dach.

Im Jahre 2018 lässt Herr Kuschel von einem ihm empfohlenen Unternehmen seine erste PV-Anlage installieren, inklusive eines Stromspeichers der Powertrust GmbH. Angeboten werden ihm Module eines namhaften Herstellers mit einer Gesamtleistung von 9,9 Kilowatt-Peak, die vermeintlich auch installiert werden. Auffällig bei der Anlage ist, dass die Leistung des gesamten System praktisch auf null fällt, wenn der Baum auf dem Nachbargrundstück einen Teil der Anlage verschattet.

Erste Photovoltaik-Erweiterung.

Für die Erweiterung seiner PV-Anlage wendet sich Herr Kuschel 2021 an die Powertrust GmbH, die zu diesem Zeitpunkt unter der neuer Führung nicht nur Stromspeicher, sondern Gesamt-Energielösungen mit Photovoltaik und Ladeinfrastruktur anbietet. „Das Angebot der Powertrust GmbH hat gepasst. Ich war auch mit der Betreuung des Speichers sehr zufrieden und so erhielt das Unternehmen den Zuschlag“, erklärt Anlagenbetreiber M. Kuschel. Acht zusätzliche Module mit einer Leistung von 3,2 Kilowatt-Peak wurden auf dem Flachdach seiner Garage installiert. Im Zuge dieser Erweiterung wurden mehrere Installationsfehler an der Bestandsanlage festgestellt. Außerdem stellte sich heraus, dass die 2018 installierte Photovoltaik-Anlage weder die im Angebot versprochene Leistung von 9,9 Kilowatt-Peak lieferte, noch die versprochenen Markenmodule verbaut worden waren. Installiert wurden No-Name-Module mit 9,6 Kilowatt-Peak Gesamtleistung. Ärgerlich, denn bestellt und gezahlt hatte der Kunde Markenmodule und 300 Watt mehr Leistung. Die Powertrust GmbH installierte die Erweiterung – diesmal mit Markenmodulen – und beseitigte die Installationsfehler an der Bestandsanlage.

Zweite Erweiterung.

Herr Kuschel hatte das Süd-Dach seines Hauses bereits belegt und auch das Dach seiner Garage. Einzig die Nordseite blieb für eine Erweiterung der PV-Leistung noch übrig. Nach Simulation der möglichen Erträge entschied er sich, die Erweiterung in Auftrag zu geben. Achtzehn 400-Watt-Hochleistungsmodule der Marke SunPower sollten es sein, die ein besonders gutes Schwachlichtverhalten haben. Gleichzeitig wurde das gesamte System mit SolarEdge-Optimierern ausgerüstet, um den Leistungsverlust durch Verschattung auf der Südseite in den Griff zu bekommen.

Fazit:

Betreiber Kuschel fasst zusammen: „Über einen Zeitraum von sechs Jahren haben wir das Gebäude mit einer Leistung von 20 Kilowatt-Peak ausgestattet. Die Arbeiten wurden im Mai 2023 abgeschlossen. Seit die Powertrust GmbH den Ausbau der Anlage übernommen hat wurden Liefertermine zuverlässig eingehalten, die Kommunikation war ausgezeichnet und es wurde exakt das installiert, was im schriftlichen Angebot vereinbart war. Die maximal gemessene Leistung des Systems liegt bisher bei 15,5 Kilowatt-Peak. Damit bin ich sehr zufrieden, denn wir haben eine Nord-Süd-Belegung“. Auf die Frage, ob sich die nach Norden ausgerichtete Photovoltaik rentiere, erklärt er: „Wir haben hier in Bremen mehr bedeckten Himmel als strahlenden Sonnenschein. Nach meiner Beobachtung sind dann die Leistungsunterschiede zwischen Nord- und Süd-PV nicht so groß. Die Gesamterzeugung passt zum Verbrauch, der aktuell 11.000 Kilowattstunden pro Jahr beträgt. Wir werden sehen, wie sich der Verbrauch entwickelt, wenn wir unser Elektroauto haben. Ich habe allerdings zusätzlich noch ein Smart-Home-System von Loxone installiert, das mit SolarEdge kommuniziert. Wir nutzen die Wärmepumpe, um Energie zu puffern, indem wir das Gebäude etwas stärker aufheizen. Auch die Wallbox ist mit dem Smart-Home-System verbunden, sodass der Fahrzeug-Akku als Puffer genutzt werden kann“.

Facts & Figures:

  • 11.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch inkl. Erdwärmepumpe, ohne E-Auto.
  • 20 kWp-Photovoltaik in zwei Ausrichtungen, Nord und Süd.
  • 9,6 kWp Süd-Dach – No-Name-Module
  • 3,2 kWp Erweiterung Garage, Süd-Ausrichtung, mit SunPower Maxeon-Hochleistungs-Modulen
  • 7,2 kWp Erweiterung Nord-Dach, ebenfalls mit SunPower Maxeon-Hochleistungs-Modulen
  • Dachneigung 35°.
  • Solar-Edge Leistungsoptimierer im gesamten System.
  • Smart-Home-System von Loxone für Energiemanagement.

Quelle: Powertrust GmbH Bremen

Seminarreihe „Grüne Wärme“ der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

Seminarreihe „Grüne Wärme“ der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) setzt 2024 ihre Seminarreihe “Grüne Wärme für Dörfer und Städte“ 2024 fort. Die Seminare informieren über Möglichkeiten der nachhaltigen Wärmversorgung mit regional verfügbarer Biomasse.

Den Auftakt bildet das Thema „Erneuerbare Wärme richtig ausschreiben: Contracting mit Biomasseanlagen und weiteren erneuerbaren Energien“ am 21. Februar 2024.

lm Fokus stehen Kombinationen mit weiteren erneuerbaren Energiequellen wie Umweltwärme, Geo- und Solarthermie, Abwasser- und Industrieabwärme sowie Strom aus PV und Windkraft (Power-to-Heat). Sie greift u. a. Themen wie erfolgreiche EEG-Kommunen, verschiedene Energieversorgungssysteme, Planungs- und Umsetzungsschritte, verfügbare Rohstoff- und Reststoffpotenziale sowie Geschäfts- und Finanzierungsmodelle auf.

Das Angebot richtet sich an mit kommunaler Wärmeplanung und Wärmeversorgung befasste Personen, Mitarbeitende in kommunalen Betrieben und Stadtwerken, Landkreisen, Städten und Gemeinden sowie alle an nachhaltiger Wärmeversorgung Interessierte.

Quelle: FNR. Foto: ©FNR

Termine 2024:

  • 21.02.2024 | Erneuerbare Wärme richtig ausschreiben: Contracting mit Biomasseanlage
  • 10.04.2024 | Energiegemeinschaften und Bioenergiedörfer – Bürgerengagement für Klimaschutz und Energiewende
  • 19.06.2024 | Wirtschaftlichkeit und kommunale Wertschöpfung der Wärmeversorgung mit Bioenergie und weiteren erneuerbaren Energien
  • 2.10.2024 | Holzpellets – Moderner Brennstoff für die Wärmebereitstellung im urbanen Raum
  • 11.12.2024 | Biogas und Biomethan in der kommunalen Wärmeversorgung

Die Teilnahme an den Online-Veranstaltungen ist kostenfrei.

Programmdetails unter,

https://veranstaltungen.fnr.de/gruene-waerme/programm

Anmeldung: 

https://veranstaltungen.fnr.de/gruene-waerme/anmeldung

Konferenz „Infrarotheizung im Bestandsgebäude“

Konferenz „Infrarotheizung im Bestandsgebäude“

Das Programm zur Konferenz „Die Infrarotheizung im Bestandsgebäude“ ist veröffentlicht. Drei Forschungsprojekte sind dabei im im Fokus. Alle befassen sich mit dem Thema der Performance von Infrarotheizungen im Bestand. Außerdem werden eine Reihe von Praxisbeispielen vorgestellt.

Sauerlach, 16. Januar 2024: Der IG Infrarot Deutschland e.V. hat das Programm der Konferenz „Die Infrarotheizung im Bestandsgebäude“ veröffentlicht. Die Konferenz findet am am Donnerstag dem 11. April 2024, in Würzburg statt. Anmeldung können sofort vorgenommen werden.

Auf der ganztägigen Veranstaltung werden drei neue Studien vorgestellt, in denen der Einsatz von Infrarotheizungen in Bestandsgebäuden untersucht wurde. Am Nachmittag präsentieren Fachlaute aus der Praxis Projektbeispiele mit Einbindung von Infrarotheizungen. Darunter auch die Sanierung einer denkmalgeschützten Villa sowie die Sanierung von Wohnungen in einem Ferienpark.

Die Forschungsprojekte

Die Technische Universität Dresden knüpft in ihrer aktuellen Studie an die Untersuchung „Potentialbewertung von Infrarotheizungen als Spitzenlastabdeckung“ aus dem Jahr 2023 an. In der Nachfolge-Studie legen die Forscher Gebäude unterschiedlichster Bauklassen zugrunde. Die Simulationen reichen vom Effizienzhaus-Standard KfW 40 zurück bis zum Bau in den 1950er Jahren. Sie simulieren den Einsatz eines Infrarotheizsystems im Vergleich zu einer Wärmepumpe sowie die Kombination einer Infrarotheizung zur Spitzenlastabdeckung mit einer kleinen Wärmepumpe für die Grundlast. In den Gebäuden älterer Bauklassen werden zum Vergleich auch Gasheizungen in der Simulation betrachtet – entweder als alleiniges Heizsystem oder zur Deckung der Grundlast in Kombination mit der Infrarotheizung.

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP führt aktuell einen messtechnischen Vergleich des Heiz-Energieverbrauchs eines konventionell beheizten Einfamilienhauses mit einem Gebäude mit Infrarotheizung durch – dies in zwei baugleichen realen Einfamilienhäusern. Die drei erwähnten Studien wurden von dem Branchenverband IG Infrarot Deutschland in Auftrag gegeben.

Die HTWG Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung hat die Studie IR-Bau zum „Potenzial von Infrarot-Heizsystemen für hocheffiziente Wohngebäude“ fortgeführt. In dem zweiten Teil, IR-Bau 2, untersuchten die Forscher weitere Wohn- und Bürogebäude mit Infrarotheiz-/Photovoltaik-Systemen hinsichtlich ihrer ökologischen und ökonomischen Eigenschaften, der thermischen Behaglichkeit und Projektierbarkeit und ermittelten Möglichkeiten zur Optimierung. Die Ergebnisse werden im Februar 2024 erstmals veröffentlicht.


Studien ergänzen Praxiserfahrungen

„Aus zahlreichen Praxisbeispielen wissen wir, dass Infrarotheizungen bereits erfolgreich in Bestandsgebäuden eingesetzt werden. Die Studien liefern nun wissenschaftlich belastbare Zahlen für unterschiedlichste Anwendungsoptionen und Kombinationen mit anderen Heizsystemen“, sagt Lars Keussen, Vorstand des IG Infrarot Deutschland e.

Die Konferenz im Hotel Rebstock Best Western Premier in Würzburg richtet sich an die Infrarotheizungsbranche, Wohnungsunternehmen, Architekten, Planer und Energieberater sowie an Entscheider aus der Photovoltaik-, Wärmepumpen- und Heizungsbranche. Die Teilnahmegebühr beträgt 350 Euro für Mitglieder des IG Infrarot Deutschland e.V. und 400 für Nicht-Mitglieder (zzgl. 19% MwSt.). Das Programm und Informationen zur Anmeldung sind auf der Website www.ig-infrarot.de/veranstaltungen-2024 zu finden.

4. Runder Tisch der Infrarotheizungsbranche

Für die Infrarotheizungsbranche sowie Wissenschaftler, die zu Stromdirektheizungen forschen, bietet der Branchenverband am Vortag, Mittwoch, 10. April 2024, am gleichen Ort zum vierten Mal einen „Runden Tisch der Infrarotheizungsbranche“ an. „Der Runde Tisch, den wir erstmals unter erschwerten Pandemie-Bedingungen angeboten haben, hat sich zu einer geschätzten Plattform für die Informationssammlung und den brancheninternen Austausch entwickelt“, sagt Keussen. „In einer noch kleinen, aber wachsenden Branche mit großem Potenzial ist ein solcher Treffpunkt wichtig.“

Ein Thema auf dem Runden Tisch wird in diesem Jahr die intelligente Steuerung der Heizgeräte sein. Unter anderem wird Prof. Dr.-Ing. Martin Becker, Hochschule Biberach, zur Einbindung der Infrarotheizung in eine energieeffiziente, thermische Behaglichkeitsregelung referieren. Weiterhin dreht es sich um Themen wie die Messung des Strahlungswirkungsgrades von Infrarotheizgeräten sowie die QNG-Zertifizierung.

Die Teilnahmegebühr am Runden Tisch beträgt 150 Euro für Mitglieder des IG Infrarot Deutschland e.V. und 250 Euro für Nicht-Mitglieder (zzgl. 19% MwSt.) Das Programm des Runden Tischs sowie Informationen zur Online-Anmeldung sind ebenfalls auf der Website www.ig-infrarot.de/veranstaltungen-2024 zu finden.

Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie….

… beim Verband per E-Mail unter events@ig-infrarot.de sowie telefonisch unter +49 177 3817520.

Qiuelle: IG Infrarot Deutschland e.V.

Rekord für Erneuerbare Energien: knapp 60 Prozent des deutschen Stromes wurden 2023 von erneuerbaren Erzeugern geliefert

Rekord für Erneuerbare Energien: knapp 60 Prozent des deutschen Stromes wurden 2023 von erneuerbaren Erzeugern geliefert

Bei Wind- und Solarstrom wurden 2023 neue Bestwerte erzielt. Im vergleich dazu ging die Erzeugung aus Braunkohle um 27 Prozent und die aus Steinkohle sogar um 35 Prozent zurück. Erneuerbare Energien lieferten 59,7 Prozent der öffentlichen Nettostromerzeugung. Importe und Kernenergie spielten nur eine geringe Rolle.

Wind liefert Löwenanteil

Die Windkraft war 2023 zum wiederholten Male der wichtigste Stromlieferant und lieferte 139,8 Terawattstunden bzw. 32 Prozent des Stromes. Damit lag sie 14,1 Prozent über der Produktion des Vorjahres. Der Anteil des Onshore-Windes stieg dabei auf 115,3 TWh. 2022 waren es 99 TWh. Die Produktion von Windkraft auf See sank leicht auf 23,5 TW. 2022 waren es 24,75 TWh. Der Ausbau der Windenergie bleibt allerdings weiter hinter den Ausbauzielen zurück: Bis November waren es an Land 2,7 Gigawatt neu errichteter Anlagenleistung. Geplant waren 4 GW. Der Ausbau der Windkraft auf See verläuft aufgrund der von Ausschreibungspflicht und langen Bauzeiten noch schleppender. Hier wurden 2023 nur 0,23 GW von geplanten 0,7 GW neu realisiert.

Photovoltaik übertrifft Ausbauziele

Photovoltaik-Anlagen haben im Jahr 2023 ca. 59,9 TWh erzeugt. 53,5 TWh davon wurden ins öffentliche Netz eingespeist, 6,4 TWh wurden selbst verbraucht. Der Juni 2023 war mit rund neun TWh der Monat mit der höchsten solaren Stromerzeugung jemals. Die maximale Solarleistung wurde am 7. Juli um 13:15 Uhr mit 40,1 GW erreicht. Das entsprach einem Anteil an der Stromerzeugung von 68 Prozent. Der Photovoltaik-Ausbau übertraf im Jahr 2023 deutlich die Ziele der Bundesregierung. Statt der geplanten 9 Gigawatt wurden bis November 13,2 Gigawatt errichtet, bis Ende 2023 werden es mehr als 14 Gigawatt sein. Das ist ein starker Anstieg gegenüber 2022 mit 7,44 GW.

Wasserkraft: mehr Erzeugung bei gleicher installierter Leistung

Die Wasserkraft legte gegenüber 2022 zu von 17,5 TWh auf 20,5 TWh. Die installierte Leistung von 4,94 GW hat sich gegenüber den Vorjahren kaum verändert.

Biomasse

Die Biomasse lag mit 42,3 TWh auf dem Niveau von 2022 – nämlich 42,2 TWh. Die installierte Leistung liegt bei 9 GW.

Fazit

Insgesamt produzierten erneuerbare Erzeuger im Jahr 2023 ca. 260 TWh und damit etwa 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der in Deutschland erzeugten erneuerbaren Energien an der Last, d.h. dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, lag bei 57,1 Prozent. 2022 waren es 50,2 Prozent. Die gesamte Nettostromerzeugung beinhaltet neben der öffentlichen Nettostromerzeugung auch die Eigenerzeugung von Industrie und Gewerbe. Diese erfolgt hauptsächlich mit Gas. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der gesamten Nettostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der »Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden« lag bei 54,9 Prozent. 2022 waren es 48,2 Prozent.

Text M.Gorgus

Quelle: Pressemeldung des Fraunhofer ISE. Datenbasisi sind die energy-charts.info

Starker Photovoltaik-Markt in 2023 – Raum für Wachstum in  2024

Starker Photovoltaik-Markt in 2023 – Raum für Wachstum in 2024

Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) wurden im vergangenen Jahr in Deutschland mehr als eine Million neue Solaranlagen zur Strom- oder Wärmeerzeugung installiert. Das ist mehr als jemals zuvor. Aus Daten der Bundesnetzagentur geht hervor, dass 2023 rund 14 Gigawatt neue Photovoltaikleistung auf Dächern und Freiflächen in Betrieb genommen wurden. Das sind 85 Prozent mehr PV-Leistung als 2022. Für 2024 rechnet der Branchenverband ebenfalls mit einer anhaltend hohen Nachfrage. Grund dafür sind weiter steigende Strompreise sowie attraktive Förderkonditionen.

Bild: Freie Dachflächen in Oestrich-Winkel mit viel Raum für PV-Wachstum in 2024 Foto: M.Gorgus SOLAR-professionell

Photovoltaik wird immer mehr Standard in der Gebäudetechnik

2024 planen mehr als 1,5 Million private Immobilienbesitzer die Errichtung einer Solaranlage auf ihrer Dachfläche. Dies geht aus den Ergebnissen einer YouGov-Befragung unter 1.000 Immobilienbesitzer im Auftrag des BSW hervor. Laut der Umfrage können sich 69 Prozent der Eigentümer von Wohnimmobilien, die über geeignete Dachflächen verfügen, vorstellen eine Photovoltaukanlage auf ihrer Dachfläche zu errichten. 16 Prozent planen dies bereits in den kommenden 12 Monaten. 

Bisher sind in Deutschland rund 3,7 Millionen Photovoltaik-Systeme am Netz und produzierten im vergangenen Jahr 62 Milliarden Kilowattstunden. Se deckten damit rund 12 Prozent des deutschen Stromverbrauchs.

Daten aus dem Marktstammdatenregister

Rund 7 GW der im Jahr 2023 neu installierten Solarstromleistung entfällt auf Wohnimmobilien. Gegenüber 2022 ist das ein Zuwachs von 135 Prozent.

31 Prozent, rund 4,3 GW, der 2023 neu installierten Solarstromkapazität entfällt auf Freiflächenanlagen. Das entspricht einem Zuwachs von ca. 40 Prozent gegenüber 2022. Für dieses Marktsegment rechnet der BSW mit weiter wachsender Nachfrage, vor allem wenn der Zugang zu geeigneten Standortflächen und zum Stromnetz erleichtert werden, so wie es vom Bundeskabinett im Gesetzesentwurf zum Solarpaket I versprochen wurde. 

Mehr PV auf Gewerbeimmobilien

Mit dem Solarpaket sollen außerdem Investitionen in Solaranlagen auf Gewerbedächern beschleunigen werden. Auf Firmendächern wurden 2023 rund 2,5 GW neu installiert, 75 Prozent mehr als im Jahr 2022.

Mehr als 270.000 frisch installierte Balkonkraftwerke

Rund 270.000 Steckersolargeräte – sogenannte „Balkonkraftwerke“ – wurden laut Bundesnetzagentur 2023 in Deutschland neu in Betrieb genommen. Das ist mehr als eine Vervierfachung im Vergleich den im Jahr 2022 neu gemeldeten „Balkonkraftwerke“. Sie hatten 2023 an der insgesamt in Deutschland neu installierten PV-Leistung zwar nur einen Anteil von knappen zwei Prozent. Da die Bundesregierung im Rahmen des Solarpakets I Mieterinnen und Mieter den Zugang zu Solarstrom weiter erleichtern möchte, darf mit weiterem Zuwachs bei „Balkonkraftwerken“ gerechnet werden. Immerhin können private Haushalte ihre Energiekosten damit senken. 

Sinkende Strompreise durch Erneuerbare Energien

Noch nicht realisiert werden konnte der seit vielen Jahren versprochene niedrige Strompreis durch Erneuerbare Energien nicht realisiert werden. Auch wenn Börsenstrompreise aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen immer wieder Tiefpreise realisieren, kommen diese bei den Verbrauchern nicht an. Endkunden kämpfen in Deutschland seit Jahren mit steigenden Strompreisen, den höchsten weltweit. Eine Investition in Photovoltaik ist für private und gewerbliche Verbraucher aktuell die einfachste, nachhaltigste und oft einzige Lösung, steigenden Energiepreisen wenigstens teilweise zu entkommen. Photovoltaik rechnet sich.

Weniger Stromausfälle im Deutschen Stromnetz

Weniger Stromausfälle im Deutschen Stromnetz

Staistik ©Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur hat die Zahlen der nicht geplanten Stromunterbrechungen im deutschen Stromnetz für das Jahr 2022 veröffentlicht. Die Zahl der Stromausfälle bei Letztverbrauchern ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Durchschnitt lagen die Ausfallzeiten bei 12 Minuten. Die Bundesnetzagentur spricht von einem konstant hohen Qualitätsniveau der Versorgungssicherheit.

Weniger Ausfälle

In die Netzausfallstatistik der Ausfälle sind insgesamt 157.245 Versorgungsunterbrechungen in der Nieder- und Mittelspannung verarbeitet, die von 855 Netzbetreiber übermittelt wurden. Gegenüber 2021 wurden etwa 9.300 Störungsmeldungen weniger gemeldet.

Aus allen ungeplanten Unterbrechungen, die nicht auf Ereignisse der höheren Gewalt zurückzuführen sind, ermittelt die Bundesnetzagentur den sogenannten SAIDIEnWG (System Average Interruption Duration Index), der die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung je angeschlossenen Letztverbraucher innerhalb eines Kalenderjahres widerspiegelt.

Welche Unterbrechungen fließen in die Statistik?

In die Berechnung des SAIDIEnWG fließen nur ungeplante Unterbrechungen ein, die zurückzuführen sind auf:

  • „Atmosphärische Einwirkungen“,
  • „Einwirkungen Dritter“,
  • „Zuständigkeit des Netzbetreibers“ und „Rückwirkungsstörungen“.

Fazit

Trotz aller geäußerter Bedenken, dass Deutschland nach Abschaltung der Atomkraftwerke im Chaos versinken und die Energieversorgung auf den Stand eines Dritte-Welt-Landes rutschen wird, scheint das hiesige Stromnetz ordentlich zu arbeiten – sogar besser als in der Vergangenheit: in den vergangenen 17 Jahren lag der durchschnittliche Versorgungsausfall nur einmal niedriger als im Jahr 2022, nämlich im Corona-Jahr 2020. Damals lag die durchschnittliche Ausfallzeit bei knappen 11 Minuten. Gute Nachrichten, die vom Aufmerksamkeitswert allerdings ganz schlecht sind.  Wir sind der Meinung, dass nicht alles schlechter wird, zumindest nicht die durchschnittliche Strom-Ausfall-Zeit im deutschen Stromnetz. Das beruhigt.

Manfred Gorgus

Quelle: Bundesnetzagentur

Neuer AGRI-PV-Leitfaden

Neuer AGRI-PV-Leitfaden

Neuer Leitfaden zur Agri-Photovoltaik ©TFZ

Das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in Straubing hat im Oktober 2023 einen 23 Seiten starken Leitfaden zur Agri-Photovoltaik veröffentlicht.

Der Ratgeber liefert alles Wesentliche zum Thema Agri-PV auf übersichtlichen 23 DIN-A4-Seiten. Von der Planung über Eigentumsverhältnisse von Flächen bis zu Genehmigungen und Gutachten werden alle Themen angesprochen.

Landwirtschaftliche Betriebe, die sich entweder mit dem Gedanken tragen, selbst Agri-Photovoltaik auf eigenen oder gepachteten Flächen zu installieren, werden im Leitfaden ebenso abgeholt, wie auch Landbesitzer, die mit Investoren verhandeln, die auf ihrem Land Agri-Photovoltaik installieren und betreiben wollen.

Interessant ist zu erfahren, dass viele Punkte noch offen sind:

– Genehmigungen von Agri-PV auf Moorflächen.

– Beim Thema Versicherungen wird auf die PV-typische und klassische Allgefahrenversicherung verwiesen. Diese berücksichtigt allerdings nicht die besonderen Bedingungen der Agri-Photovoltaik, mit kontinuierlicher Bearbeitung unter, neben und zwischen der Photovoltaik mehrmals während der Vegetationsperiode.

Interessant zu lesen war, dass flächengebundene EU-Förderungen bei Installation von Agri-Photovoltaik erhalten bleiben, entsprechend der für Photovoltaik verbrauchten Fläche.

Der TFZ-Leitfaden steht Hier zum kostenlosen Download bereit.

Partner für Demo-Projekt Mittelspannungs-Stringwechselrichter PV gesucht

Partner für Demo-Projekt Mittelspannungs-Stringwechselrichter PV gesucht

Fraunhofer ISE -Wechselrichter ermöglicht PV den Sprung von Nieder- zur Mittelspannung.

Gedacht – gemacht: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme hat den weltweit ersten Mittelspannungs-Stringwechselrichter für Großkraftwerke vorgestellt. Mit einer echten Einspeisung ins Mittelspannungsnetz hat das Entwicklerteam bewiesen, dass eine höhere Spannungsebene für Photovoltaik-Wechselrichter technisch möglich ist. Damit sollen sich in Zukunft laut Fraunhofer bei passiven Bauteilen und Kabeln enorme Kosten- und Ressourcen einsparen lassen. Der neue Wechselrichter sei die Grundlage für eine völlig neue Generation von PV-Großkraftwerken, sei aber auch bei Windkraftanlagen, Elektromobilität oder Industrie gut einzusetzen. 

Mehr Volt – dünnere Kabel

Aktuelle PV-Stringwechselrichter arbeiten mit Ausgangsspannungen zwischen 400 VAC und 800 VAC. In dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Projekt entwickelte das Fraunhofer ISE in Kooperation mit Siemens und Sumida einen Wechselrichter, der eine Anhebung der Ausgangsspannung in den Mittelspannungsbereich (1.500 V) bei einer Leistung von 250 kVA erlaubt. Möglich wurde dies durch den Einsatz von hoch sperrenden Siliciumkarbid-Halbleitern. Das Forschungsteam installierte außerdem ein Kühlkonzept mit Heatpipes, um eine effiziente Kühlung, mit weniger Aluminium zu realisieren. 

70 % geringerer Kabelquerschnitt

Enormes Einsparpotenzial durch dünnere Kabel  In einem typischen Photovoltaik-Kraftwerk sind Kilometer von Kupferkabeln verlegt. Hier sehen die Entwickler durch eine höhere Spannung erhebliches Einsparpotenzial: Bei einer Spannung von 1.500 VAC, sinkt der Kabelquerschnitt auf 35 mm², was den Bedarf an Kupfer um etwa 700 Kilogramm pro Kilometer reduziert. Prof. Dr. Andreas Bett, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme erklärt dazu: „Unsere Ressourcenanalysen zeigen, dass mittelfristig Kupfer aufgrund der Elektrifizierung des Energiesystems ein knapper Rohstoff wird. Die Erhöhung der Spannung erlaubt einen sparsamen Umgang mit diesen wertvollen Ressourcen“.

Neue Normen

Mit dem Mittelspannungswechselrichter werden die aktuell bestehenden PV-spezifischen Normen verlassen – sie decken diesen Bereich nicht ab. Daher beschäftigt sich das Projektteam auch mit dem Thema Normen, die sich durch die Anhebung der Spannung ergeben. 

Partner für Demoprojekt gesucht

Nach erfolgreichen Tests mit der Einspeisung ins Mittelspannungsnetz sucht das Forschungsteam jetzt Partner für Feldtests. Das können Entwickler von Photovoltaik-Park oder Netzbetreiber sein. Neben dem Einsatz in der Photovoltaik ist der Schritt über die Grenzen der Niederspannung hinaus auch für Anwendungen wie Windkraftanlagen und Ladeinfrastruktur für größere Elektro-Fahrzeugflotten sowie für die E-Nutzfahrzeugladung interessant – eben überall dort, wo durch steigende Anlagenleistungen große Kabelquerschnitte benötigt werden.

M.Gorgus

Kostenloser Ratgeber mit hunderten von Tipps für solaren Eigenstrom

Kostenloser Ratgeber mit hunderten von Tipps für solaren Eigenstrom

Digitaler Ratgeber mit Tipps für Photovoltaik & Autarkie im privaten und kommerziellen Bereich.

Leser erhalten auf 187 Seiten aktuelle Informationen zur Technik, aber auch über finanzielle Förderung und deren Anlaufstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es wird erklärt, welche Rechte und Pflichten mit dem Betrieb von Solaranlagen verbunden sind. Das neue EEG 2023 und steuerliche Vereinfachungen für Anlagen bis 30 Kilowatt wurden berücksichtigt.

Zur Downloadseite: https://www.photovoltaik.eu/foerderung/ratgeber-2023-200-tipps-fuer-solaren-eigenstrom

Deutscher Verband für Agri-PV gegründet

Deutscher Verband für Agri-PV gegründet

©Next2Sun

Bessere Rahmenbedingungen und eine genaue Abgrenzung der Agri-PV zur klassischen Photovoltaik, das sind die erklärten Ziele des neu gegründeten „Verband für nachhaltige Agri-PV“ – kurz „VnAP“.

Der auf Initiative von Unternehmen, Landwirten und einer Hochschule neu gegründete Verband für nachhaltige Agri-PV – kurz VnAP – hat es sich zum Ziel gesetzt die Rahmenbedingungen für Agri-Photovoltaik zu verbessern. Aktuell sei die Trennung zwischen herkömmlicher Photovoltaik und Agri-PV im landwirtschaftlichen Bereich nicht ausreichend. Die Landwirtschaft müsse auch bei der Doppelnutzung von Flächen zur Energieerzeugung einerseits und der klassischen landwirtschaftlichen Nutzung andererseits im Vordergrund stehen. Das teilt der Verband in seiner Pressemeldung vom 11. Oktober mit.

Es geht um Interessenvertretung, aber auch um Aufklärung in der Bevölkerung. Agri-PV hat einen wesentlich geringeren Flächenverbrauch als eine klassische PV-Freiflächenanlage. Experten sprechen von unter 5 Prozent der Fläche, die bei einer Agri-PV für die Aufständerung verbraucht wird. Im Vergleich dazu sind Flächen, die von einer Freiflächen-Photovoltaik besetzt werden, für die landwirtschaftliche Nutzung praktisch verloren. Agri-PV wirkt somit aktiv der Teller-PV-Diskussin entgegen.Die Gründungsmitglieder des Verbandes sind neben Herstellern von AGRI-PV-Komponenten, Landwirte, die bereits AGRI-PV-Systeme betreiben, eine Hochschule sowie ein Investmenunternehmen für nachhaltige Geldanlagen. Im Einzelnen sind es:

• Rainer Hall: Der Landwirt bewirtschaftet bei Donaueschingen-Aasen die größte vertikale bifaciale Agri-PV-Anlage in Europa. 2020 wurde der Solarpark, der mit einer Leistung von 4,1 MWp zur Versorgung von 1400 Haushalten beiträgt, in Betrieb genommen.

• Hubert Bernhard: Er bewirtschaftet am Bodensee die erste Agri-PV-Anlage über Obstbäumen in Europa. Die hoch aufgeständerte Anlage wird durch ein Forschungsprojekt des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme und der baden-württembergischen Landesministerien für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie für Ernährung, ländlichen Raum und Verbraucherschutz begleitet.

• Hans Joachim Mautschke. Der Agrar-Ingenieur ist Eigentümer des Guts Krauscha in Sachsen und seit 2020 an der Planung einer Agri-PV-Anlage auf insgesamt 70 ha Fläche maßgeblich mitbeteiligt. Die Flächen werden weiterhin ökologisch mit dem Schwerpunkt der Saatgutvermehrung bewirtschaftet werden.

• Hochschule Anhalt: Die Hochschule Anhalt (HSA) ist eine der forschungsstärksten Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalts. Sie hat sich zu einem bedeutenden wissenschaftlichen Zentrum in der Region Anhalt entwickelt und treibt Innovationen voran. Zahlreiche Projekte werden gemeinsam mit Industriepartnern realisiert, darunter z.B. das interdisziplinäre BIODIV-SOLAR Projekt, in welchem Strategien für nachhaltige Landnutzung mit Praxispartner erarbeitet werden. Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung Biodiversität fördernder und ökonomisch tragbarer Gesamtkonzepte für Solaranlagen, die auch neue landwirtschaftliche Wertschöpfungsmodelle, wie AgriPVplus-Anlagen, integrieren.

• Next2Sun: Die Next2Sun ist nach eigenen Angaben Erfinder, Innovations- und Technologieführer bei vertikaler bifacialer Photovoltaik. Das Unterenehmen hat auf Basis der vertikalen bifacialen Anlagentechnologie und des dafür entwickelten, patentierten Montage-Systems eine breite Produktpalette entwickelt und zur Marktreife gebracht. Bekannt ist insbesondere das vertikale bifaciale Agri-PV System.

• REM Tec: REM Tec ist ein weltweit agierendes Unternehmen im Bereich der Agri-Photovoltaik. Die von REM Tec patentierten Agrovoltaico® Technologien beinhalten feste Systeme sowie nachgeführte Solarsysteme. Die ersten Agri-PV Anlagen von REM TEC sind bereits seit 2011 auf 45 ha in Nord-Italien in Betrieb.
Im Jahr 2021 war REM Tec bereits an der Gründung des französischen Verbands „France Agrivoltaïsme“ beteiligt. Darüber hinaus engagiert sich REM Tec als Gründungsmitglied bei der „Associazione Italiana Agrivoltaico Sostenibile“ (Italienischer Verband für nachhaltige Agri-Photovoltaik).

• Elysium Solar: Elysium Solar entwickelt subventionsfreie Solarvorhaben einer neuen Generation mit echter landwirtschaftlicher Mehrfachnutzung auf mind. 90 % der Standortflächen (Agri-PV). Gleichzeit fördern diese Agri-PV-Projekte die Biodiversität und bieten ein umfangreiches Programm für regionale Teilhabe in den Gemeinden. Zudem werden alle Projekte von namhaften Verbundpartnern wissenschaftlich begleitet. So gestaltet Elysium Solar die Agrar- und Energiewende mit Akzeptanz.

• CAV Partners: Clean Asset & Values (CAV) strukturiert und verwaltet nachhaltige Kapitalanlagen wie individuelle Fonds- und Spezial-Mandatlösungen. Seit 2021 realisiert CAV auch eigene PV-Projekte in Deutschland und Italien. Dabei setzt CAV bewusst auf Agri-PV-Anlagen in Deutschland und hat bereits ein erstes Projekt in der Finanzierung.

Kontakt:
Verband für nachhaltige Agri-PV (VnAP)
Luckenwalder Str. 6b
10963 Berlin

info@vnap.org

Bayern mit neuem Förderprogramm für Wasserstofftankstellen

Bayern mit neuem Förderprogramm für Wasserstofftankstellen

Wasserstoff-Tankstelle Flughafen Köln-Bonn, Juni 2018 ©Sybille Riepe

Bayern hat sein Förderprogramm für Wasserstofftankstellen überarbeitet. Heute, am 07. September 2023, soll es in Kraft treten. Die entsprechende Website ist online – aber noch mit dem alten Förderprogramm. Das sollte sich am 07.09. ändern.
Wasserstoffautos werden nur gekauft, wenn die Versorgung mit Kraftstoff vorhanden ist
„Mit unserem Förderprogramm lösen wir das Henne-Ei-Problem beim Wasserstoff: Wenn es vor Ort die entsprechenden Tankstellen gibt, werden auch Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb gekauft“, erklärt Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger. 19 Förderbescheide für Tankstellen sollen bisher in ganz Bayern ausgestellt worden sein. Noch diesen Monat sollen eine Tankstelle in Hofolding und eine in Passau eröffnet werden. In ganz Deutschland gibt es knapp 100 Wasserstofftankstellen. Eine sehr spärliche Versorgung im Vergleich zu den 14107 Straßentankstellen, die deutsche Automobilisten versorgen, Autobahntankstellen und reine Biodiesel- sowie Erdgastankstellen nicht mitgerechnet.
Fast 89.000 öffentliche Ladepunkte für E-Autos
Die Elektromobilität ist wesentlich weiter. Am 1. April 2023 waren insgesamt 88.716 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Betrieb, die das Anzeigeverfahren der Bundesnetzagentur abgeschlossen hatten. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von 23.329 Ladepunkten. Die meisten Ladepunkte finden E-Mobilisten in Bayern.
Tankstellen-Förderung, vor allem für Nutzfahrzeuge
Öffentlichen Tankstellen für Nutzfahrzeuge und Busse werden mit bis zu 90 Prozent und betriebsinterne Tankstellen für mit 40 Prozent unterstützt. Das Programm startete bereits im Oktober 2020 und wurde frisch überarbeitet. Der erste Förderaufruf im Rahmen der neuen Richtlinie startet am 18. September und dauert bis zum 13. November 2023. Allen Interessenten wird vom Wirtschaftsministerium empfohlen, sich zeitnah mit dem Projektträger bei der Bayern Innovativ GmbH abzustimmen. Informationen und Ansprechpartner finden Interessierte auf der Website: https://www.bayern-innovativ.de/de/beratung/ptb/seite/foerderprogramm-zum-aufbau-einer-wasserstofftankstelleninfrastruktur-in-bayern Manfred Gorgus
Effizienz organischer Solarzellen gleichauf mit kristallinen Zellen

Effizienz organischer Solarzellen gleichauf mit kristallinen Zellen

Forscher des Qingdao Institute of Bioenergy and Bioprocess Technology (QIBEBT) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) haben kürzlich das Material ternärer organischer Solarzellen (TOSCs) optimiert und Wirkungsgrade erzielt, die denen kristalliner Solarzellen in nichts nachstehen sollen.

Organische photovoltaische Solarzellen (OSCs) sind eine Art von Solarzellen, die organische Materialien verwenden, die typischerweise aus kleinen Molekülen oder Polymeren bestehen, um Sonnenlicht in Elektrizität umzuwandeln, im Gegensatz zu herkömmlichen anorganischen Solarzellen, die kristallines Silizium oder andere anorganische Materialien verwenden.

Einer der Hauptvorteile von OSCs ist ihre Flexibilität und ihr geringes Gewicht. Sie können mithilfe lösungsbasierter Verfahren wie dem Tintenstrahldruck kostengünstig in flexiblen Rollen anstelle von starren Platten hergestellt werden, wodurch sie für vielfältige Anwendungen wie Sensoren, tragbare Ladegeräte oder tragbare Elektronik geeignet sind. OSCs können auch halbtransparent oder in verschiedenen Farben gestaltet werden, was eine ästhetische Integration in Gebäude, Fenster oder andere Strukturen ermöglicht.

Allerdings haben OSCs eine geringere Leistungsumwandlungseffizienz (PCE) als anorganische Solarzellen. TOSCs haben die Situation in gewissem Maße verändert. Im Gegensatz zu den herkömmlichen binären organischen Solarzellen, die aus einem Donormaterial und einem Akzeptormaterial bestehen, enthalten TOSCs eine zusätzliche dritte Komponente, die oft als „Gast“ bezeichnet wird. Diese Gastkomponente wird eingeführt, um verschiedene Aspekte des Solarzellenbetriebs zu optimieren, von der Optimierung der internen Energieflüsse der Zelle bis hin zur Verbesserung der Art und Weise, wie die Zelle Licht in Strom umwandelt.

Von besonderem Interesse für PCE-Gewinne ist, dass die Gastkomponente auch das Spektrum des absorbierten Lichts erweitern kann. Durch die Auswahl eines Gastmaterials, das Licht in einem Bereich absorbiert, der nicht vom Donor oder Akzeptor abgedeckt wird, kann die gesamte Sonnenlichtabsorption der Zelle erhöht werden. In der Zwischenzeit kann die Morphologie des Mischfilms, in der Exzitonendissoziation, Ladungserzeugung und Transport ablaufen, gut abgestimmt werden.

Angesichts der vielen verschiedenen Funktionen, die die Gastkomponente übernehmen kann, kann ihre spezifische Position innerhalb des „Sandwichs“ oder der Matrix der Solarzelle die Leistung radikal verändern. „Je nach Platzierung kann die Gastkomponente entweder blitzschnell Energie übertragen oder dazu beitragen, mehr Sonnenlicht einzufangen“, sagte LI Yonghai, Co-Autor der Studie.

Es gibt drei verschiedene Standortmöglichkeiten: eingebettet in das Donormaterial, eingebettet in das Akzeptormaterial oder auf irgendeine Weise zwischen der Grenzfläche von Donor und Akzeptor verteilt, wodurch gemischte, legierungsartige Strukturen (Aggregate) gebildet werden. Bisher wurde dem Herumspielen mit der Position von Gastkomponenten jedoch nur sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

In ihrer Studie verwendeten die Forscher im TOSC eine Gastkomponente namens LA1 (die sich von anderen Gastkomponentenmaterialien hinsichtlich ihrer Kristallinität unterscheidet). LA1 ist ein kleiner Molekülakzeptor, den die Forscher mit Phenylalkylseitenketten modifiziert haben – eine funktionelle Gruppe (Ansammlungen von Atomen innerhalb von Molekülen, die ihre eigenen Eigenschaften haben), die häufig beim Design organischer Materialien für den Einsatz in Photovoltaikgeräten verwendet wird. LA1 wurde mit der Phenylalkyl-Seitenkette modifiziert, um seine Kristallinität und Ausrichtung zu verbessern und gleichzeitig eine zufriedenstellende Kompatibilität beizubehalten, was wiederum seine Leistung im TOSC steigert.

Darüber hinaus regulierten die Forscher die Verteilung ihrer Gastkomponente, indem sie mit verschiedenen Bedingungen experimentierten, die die Interaktion mit den Wirtskomponenten steuern, darunter Wirt-Gast-Kompatibilität, Oberflächenenergie, kristalline Kinetik und intermolekulare Wechselwirkungen. Dabei fanden sie legierungsartige Aggregationen innerhalb der meisten Gastmoleküle, die auch in die Wirtsmoleküle eindrangen und sich dort verteilten.

Beeindruckend ist, dass die Kristallgröße dieser eingebetteten Wirt-Gast-„Legierungen“ leicht fein abgestimmt werden kann, um den elektrischen Ladungstransport zu verbessern und die Ladungsrekombination zu unterdrücken. Dadurch konnten die Forscher zunächst PCE-Steigerungen von über 15 Prozent erzielen und durch die Kombination ihrer Gastkomponente mit der Y6-Akzeptorfamilie als Wirtskomponente noch größere Effizienzsteigerungen von über 19 Prozent erzielen.

Die Forscher sind der Meinung, dass sie beträchtliche experimentelle Erfolge erzielt haben, die treibenden Kräfte dieser Fortschritte sind jedoch theoretisch noch nicht so gut verstanden. In Zukunft hoffen die Forscher, diese zugrunde liegenden Mechanismen besser klären zu können.

Fachtagung des PV-Austria für Photovoltaik und Stromspeicherung 7. & 8. Nov. 2023 in Graz

Fachtagung des PV-Austria für Photovoltaik und Stromspeicherung 7. & 8. Nov. 2023 in Graz

© Bundesverband Photovoltaic Austria

Die Österreichische Fachtagung für Photovoltaik und Stromspeicherung findet erneut als Kooperationsveranstaltung zwischen der Technologieplattform Photovoltaik (TPPV) und dem Bundesverband Photovoltaic Austria (PV Austria) statt.

Die Tagung ist das größte Branchenevent der Photovoltaik- und Stromspeicherbranche in Österreich und bietet einen intensiven wissenschaftlichen, aber auch praxisbezogenen Fachdialog zu den Themen Photovoltaik und Stromspeicherung.

Dieses Jahr liegt der Fokus auf Innovationen in und aus Österreich und Europa. In den Tagungsblöcken berichten nationale und internationale Expert*innen von den neuesten technologischen Entwicklungen, präsentieren Erfolgstories „Made in Europe“, diskutieren über den Beitrag der Photovoltaik und Stromspeicher in der Energieunabhängigkeit, stellen Leuchtturmprojekte der innovativen Photovoltaik-Umsetzung in Österreich vor und diskutieren über neue Maßstäbe der Stromnetze für die Zukunft.

Die TPPV lädt am ersten Veranstaltungstag zum Steirischen Abendempfang, bei dem Sie sich in entspannter Atmosphäre mit der Branche weiter vernetzen und austauschen können.

  • Österreichischen Fachtagung für Photovoltaik und Stromspeicherung 2023
  • 7. und 8. November 2023
  • Seifenfabrik Graz,  Angergasse 43, 8010 Graz

Mehr unter: der Veranstalter-Website