Digitales Fachmagazin für Photovoltaik und erneuerbare Energien

14.09.2018

Bei Solarworld ist die Produktion nach der Insolvenz nun komplett eingestellt

Laut einer Meldung der Wirtschaftswoche stehen bei Solarworld alle Maschinen still, die letzten verbliebenen Mitarbeiter räumen in der Bonner Firmenzentrale ihre Büros und ziehen in Container um.

Ein Foto aus besseren Zeiten, als der Schauspieler Larry Martin Hagman für Solarworld Werbung machte. ©solarworld

Nach der zweiten Insolvenz des einstigen Modulriesen ist jetzt endgültig Feierabend bei Solarworld. 3000 Mitarbeiter waren es einmal, die verbliebenen gehen in eine Transfergesellschaft. Der letzte große deutsche Modulproduzent hat es nicht geschafft sich im Massenmarkt Photovoltaikmodule zu etablieren.

Kleine und mittlere Unternehmen haben mit der Marke "Made in Germany" dagegen ihre Position im Modulmarkt gefunden. Ein Zeichen, dass in einer dezentralen Energiewelt Größe nicht ales ist?

Für die Solarworld Standorte ist nach der Insolvenz das Ende erreicht, einzig für die Modulfertigung in Freiberg soll es einen Interessenten geben, der Mitarbeiter und Gerät übernehmen will, so der Insolvenzverwalter.

Für Photovoltaikmodule gilt dann in Zukunft wohl: Masse kommt aus China, Klasse aus Deutschland. Könnte ein Marketingkonzept sein.

mgo