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28.05.2018

Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe mit 2,7 Millionen Hektar konstant

Mit rund 2,7 Millionen Hektar lag die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe in Deutschland 2017 nur geringfügig niedriger als im Vorjahr. Damit produzieren deutsche Landwirte seit vier Jahren auf nahezu gleichbleibendem Niveau Biomasse für die Strom-, Wärme- und Biokraftstofferzeugung, aber auch für die die Verarbeitende Industrie. Den größten Biomasseanteil beanspruchen Biogasanlagen mit 1,4 Millionen Hektar Anbaufläche.

Auf 2,7 Mio. ha wurden im Jahr 2017 Rohstoffpflanzen für die energetische und stoffliche Nutzung angebaut. © Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

Jedes Jahr erhebt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. Anbauzahlen im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.  

Energiepflanzen für Biogasanlagen beanspruchten 2017 mit fast 1,4 Mio. Hektar erneut die größte Fläche beim Anbau nachwachsender Rohstoffe. Auf etwa zwei Drittel dieser Fläche wuchs Mais. Auf dem anderen Drittel standen weitere Energiepflanzen wie Gräser, Getreide, Rüben und Leguminosen oder die Durchwachsene Silphie. Diese bienenfreundliche Dauerkultur hat ihren Anbauumfang mit 1.900 Hektar gegenüber 2016 mehr als verdoppelt.  

Die deutschen Biokraftstoffhersteller setzen überwiegend auf heimische Pflanzen wie Raps, Getreide und Zuckerrüben, die auf insgesamt etwa 960.000 Hektar wuchsen. Bei der Herstellung von Biokraftstoffen fallen zudem Koppelprodukte an, die als Futtermittel vor allem Soja-Importe reduzieren.  

Der heimische Anbau zur Gewinnung von Industrierohstoffen bewegt sich weiterhin auf einem stabilen, aber niedrigen Niveau von etwa 300.000 ha. Es dominieren Rapsöl für technische Zwecke mit rund 131.000 Hektar sowie Industriestärke (Weizen, Körnermais, Kartoffeln) mit 128.000 Hektar. Zuckerrüben für Industriezucker wuchsen auf 15.000 Hektar und Arznei- und Färbepflanzen auf etwa 12.000 Hektar.  Quelle: FNR