Umweltschutz und Erneuerbare Energien verbinden – das schafft Moor-PV ©ProfiNRG
Wiedervernässung und Photovoltaik müssen kein Widerspruch sein. Eine neue Fraunhofer-Handreichung zeigt, was Moor-PV leisten kann – und welche Anforderungen die Umsetzung stellt. ProfiNRG entwickelt seit Jahren PV-Projekte auf anspruchsvollen, wassergeprägten Standorten und erklärt worauf es ankommt.
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat gemeinsam mit dem Greifswald Moor Centrum, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Göttingen und BBH eine neue Handreichung zu Photovoltaik auf wiedervernässten Moorböden veröffentlicht.
Moor-PV als Baustein für den Klimaschutz
Die Handreichung zeigt, wie Moor-PV zur Verbindung von Wiedervernässung, Klimaschutz und dem Ausbau erneuerbarer Energien beitragen kann. Laut dem Fraunhofer ISE wurden rund 70 % der ehemals intakten Moore in Deutschland für die landwirtschaftliche Nutzung entwässert. Die dadurch geschädigten Moorböden verursachen heute knapp 7 % der deutschen Treibhausgasemissionen, erklärt das Institut.
Die Wiedervernässung trockengelegter Moorflächen in Deutschland soll laut der deutschen Bundesregierung deutlich beschleunigt werden. Moor-PV soll hierbei eine zusätzliche Perspektive eröffnen. Werden die Flächen wieder vernässt, kann mit Moor-PV erneuerbarer Strom erzeugt und eine neue Einnahmequelle für Landwirtschaft und Flächeneigentümer geschaffen werden.
Besondere Anforderungen an Planung und Umsetzung
Moor-PV ist jedoch keine Standard-Freiflächenanlage auf einem beliebigen Untergrund. Die Planung und Umsetzung auf nassen, weichen und unter Umständen schwer zugänglichen Böden stellt besondere Anforderungen an die Standortanalyse, Konstruktion, Baustellenlogistik, Bauausführung und den langfristigen Betrieb. Diese praktischen Fragen entscheiden darüber, wie gut ein Projekt auf lange Sicht funktioniert.
Erfahrung aus Projekten auf anspruchsvollen Standorten
Der Business-Development-Manager des niederländischen EPC-Unternehmens ProfiNRG Christian Steinberg erklärt zu Moor-PV: „Bei ProfiNRG beschäftigen wir uns seit Jahren mit der Errichtung von PV-Freiflächenprojekten in Deutschland und den Niederlanden – auch auf anspruchsvollen, sumpfigen und stark wasserführenden Böden. Unsere Erfahrung zeigt, dass die technischen Herausforderungen lösbar sind. Entscheidend ist jedoch, dass die besonderen Bedingungen des Standorts von Anfang an in die Projektentwicklung integriert werden.“
Worauf es bei Moor-PV ankommt
Dazu gehören laut dem Experten unter anderem:
- Eine realistische Bewertung des Boden- und Wasserhaushalts auf der Fläche.
- Ein individuelles, speziell für den Standort zugeschnittenes technisches Konzept.
- Die sorgfältige Planung und Durchführung von Bau und Logistik.
- Eine enge Zusammenarbeit mit Eigentümern, Landwirtschaft, Behörden und Naturschutz.
- Ein langfristiger Blick auf Betrieb, Wartung und Rückbau.
Christian Steinbergs Fazit lautet daher: „Die Energiewende braucht nicht einfach mehr PV-Flächen. Sie braucht vor allem intelligente Lösungen für komplexe, anspruchsvolle Standorte, wie z. B. wiederbelebte Moorflächen. Moor-PV kann eine gute Lösung sein, wenn Klimaschutz, Wasserhaushalt, Naturschutz, technische Machbarkeit und die Wirtschaftlichkeit von Anfang an gemeinsam betrachtet werden. Bei ProfiNRG bringen wir dafür unsere jahrelange Erfahrung aus der Entwicklung von PV-Projekten auf herausfordernden Böden in Deutschland und den Niederlanden ein.“
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