Doppelte Ernte im Bremer Agri-PV-Solarpark von ProfiNRG

Letzte Arbeiten am 14,5 MW Solarpark in Bremen ©ProfiNRG

Sauberer Solarstrom und landwirtschaftliche Nutzung auf derselben Fläche – der Agri-PV-Solarpark in Bremen zeigt, wie Photovoltaik und Landwirtschaft erfolgreich zusammenarbeiten. Entwickelt wurde das Projekt vom niederländischen Projektentwickler ProfiNRG.

Realisiert hat ProfiNRG einen Agri-PV-Solarpark mit 23.982 Modulen, 31 Wechselrichtern und einer Gesamtleistung von 14,52 MWp. Die Anlage ermöglicht die gleichzeitige Nutzung der Fläche für die Solarstromerzeugung und die landwirtschaftliche Bewirtschaftung.

Herausforderungen und Lösungen

Die Umsetzung des Solarparks war aufgrund besonderer Standortbedingungen anspruchsvoll. Der hohe Grundwasserspiegel sowie Frost führten zu Verzögerungen bei der Verlegung der AC- und DC-Kabel. Durch gute Abstimmung und professionelle Zusammenarbeit zwischen Projektteam und Partnerunternehmen konnten das Projekt trotz der besonderen Herausforderungen innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters erfolgreich abgeschlossen werden.

Der Agri-PV-Solarpark in Bremen ist seit August 2025 in Betrieb und erzeugt zuverlässig erneuerbaren Strom.

Das Projekt ist ein gelungenes Praxis-Beispiel für doppelte Wertschöpfung auf landwirtschaftlicher Fläche und unterstützt außerdem die Weiterentwicklung von Agri-PV-Anwendungen in Europa.

Besonderheiten des Projekts

Der Solarpark verwendet ein Monopile-System, mit einer zentralen Mittelstütze pro Modultisch. Im Vergleich zu Konstruktionen mit vorderen und hinteren Stützen reduziert sich dadurch die Anzahl der erforderlichen Stützen im Erdreich deutlich.

Die größeren Abstände zwischen den Modulreihen sowie die reduzierte Anzahl an Pfosten ermöglichen eine einfache Bewirtschaftung der Fläche. Der Verzicht auf bewegliche Teile, wie sie beispielsweise bei Tracker-Systemen eingesetzt werden, macht die Konstruktion robust, wartungsarm und langlebig.

Zahlen, Daten Fakten:

  • Leistung: 14,52 MWp
  • Solarmodule: 23.982 Stück
  • Wechselrichter: 31 Einheiten mit jeweils 330 kVA
  • Transformatoren: zwei Einheiten mit 6,6 MVA und 3,3 MVA
  • Montagesystem: Ein zentraler Pfosten pro Modulreihe. Die Konstruktion ermöglicht größere Reihenabstände und unterstützt die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche.
  • Stromproduktion
    11.000 MWh pro Jahr
  • CO₂-Einsparung
    8.000 Tonnen pro Jahr

Manfred Gorgus, Quelle: www.profinrg.nl