Warnung vor Finanzierungslücke bei Wärmewende

Schönes Gründerzeitgebäude im bayerischen Arzberg mit Vollziegelmauerwerk. © m.gorgus

Der Haushaltsentwurf 2026 sieht mehr Mittel für Wärmenetze vor. Der BDEW warnt jedoch: Für die Wärmewende reicht die Finanzierung nicht aus.

Geld für Wärmenetze nicht ausreichend

Die BEW-Mittel sollen 2026 auf 1,4 Milliarden Euro steigen. Der BDEW fordert jedoch jährlich mindestens 3,5 Milliarden Euro, ab 2028 sogar bis zu 4,5 Milliarden Euro.

Finanzierung im Kernhaushalt statt Sondervermögen

Um Planungssicherheit zu gewährleisten, verlangt der Verband, die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) aus dem Klima- und Transformationsfonds in den Kernhaushalt zu überführen

Kürzungen bei Gebäudeförderung kritisiert

Die Mittel für Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) sinken von 15,3 auf gut 12 Milliarden Euro. Laut BDEW ist das ein falsches Signal an Hauseigentümer. Effizienz und Dekarbonisierung müssten besser kombiniert werden

Klare Rahmenbedingungen gefordert

BDEW-Chefin Kerstin Andreae betont, dass verlässliche Finanzierung und klare Regeln – etwa beim Gebäudeenergiegesetz – Voraussetzung für Investitionen in die Wärmewende sind

Falsche Signale

Weniger Geld für Gebäude im Rahmen der Wärmewende ist das falsche Signal. Wer fossile Energien im Wärmesektor reduzieren und Deutschlands Unabhängigkeit von Brennstoffimporten stärken will, muss verständliche und leicht zugängliche Fördermaßnahmen anbieten. Bei einer Förderung von maximal 20 % für Einzelmaßnahmen wie z.B. die Dämmung einer oberen Geschoßdecke, motiviert das kaum zum Handeln. Hinzu kommt, dass ein komplexer Sanierungsfahrplan viele Hauseigentümer abschreckt – so bleiben wichtige Investitionen häufig aus. (mg)