Wenn der Hausanschluss schwächelt kann es ein guter Speicher richten!

Darstellung von Verbrauch, Netzbezug und PV-Erzeugung im Jahresverlauf. ©AdlerSolar

Es gibt viele Gründe einen Stromspeicher zu installieren: Eigenverbrauch der Photovoltaik steigern, maximale Unabhängigkeit vom Stromversorger, Stromversorgung bei Stromausfall, oder einfach nur CO2 vermeiden und das Klima schützen. Es gibt aber auch Gründe für die Installation von Stromspeichern, jenseits von Klimaschutz und Energiewende, zum Beispiel ein leistungsschwacher Hausanschluss.

   Powertrust Stromspeicher & Steuerung ©Powertrust

Im August 2018 wurde im Senioren Pflegezentrum „Badener Berg“ in Achim, 5 Kilometer südöstlich von Bremen ein Stromspeicher installiert, um Lastspitzen zu puffern. Viele Jahre konnte der 70 Kilowatt Netzanschluss des Seniorenheims den Betrieb des Gebäudes mit allen Funktionen sicherstellen, aber irgendwann war Schluss. Zwei Fahrstühle, steigende Belegung und immer mehr Großverbraucher belasteten den Hausanschlusses bis zur Leistungsgrenze. Das Problem war nicht der laufende Betrieb, es waren die Lastspitzen, die beim Anlaufen von drehenden Verbrauchern entstehen. Diese Spitzen konnten mit dem Anschluss einfach nicht mehr bedient werden. Die Lösung des Problems wurde in Form eines Stromspeichers zur Lastspitzenkappung gefunden.

Im August 2018 nahm ein 65 Kilowattstunden CrystalTower des Bremer Speicherherstellers Powertrust GmbH  im Seniorenpflegezentrum seine Arbeit auf, dessen einzige Aufgabe darin bestand, die Lastspitzen im Gebäude so reduzieren, dass der Hausanschluss nur noch mit 50 Kilowatt belastet wird.

Drei Dachs BHKW in Kaskade ©Powertrust

Seine Energie bezieht der CrystalTower aus dem Haus-Netz, in das auch drei wärmegeführte, Senertec Dachs Blockheizkraftwerke ihren Strom einspeisen und in naher Zukunft auch eine Photovoltaikanlage.

Bei aller Notwendigkeit zur Stärkung ihres schwächelnden Hausanschlusses hat die Unternehmensführung vom Seniorenheim Badener Berg durch die Erfahrungen mit CrystalTower Stromspeicher und den Dachs Blockheizkraftwerke offensichtlich Interesse an der Eigenversorgung gefunden und hat jetzt die Installation einer Photovoltaikanlage mit knapp 30 Kilowatt -peak Gesamtleistung auf dem Dach des Seniorenheims in Auftrag gegeben. Wäre ja auch zu schade, wenn die aktuell günstigste erneuerbare Energiequelle im Gebäudeenergiekonzept keinen Platz gefunden hätte. Mehr als knapp 30 Kilowatt -peak konnte die Bremer AdlerSolar GmbH aber auf dem Dach nicht planen. Die Statik des Daches verbietet eine leistungsstärkere Anlage. Platz für Module wäre noch vorhanden.

Belegungsplan PV Seniorenheim 29,25 kWp ©Powertrust

Der erwartete Eigenverbrauch der Photovoltaik soll trotz der drei Blockheizkraftwerke bei 80 Prozent im Jahr liegen. Für den Betrieb des Altenheimes muss für den Betrieb aktuell noch 70.000 Kilowattstunden Leistung aus dem Netz bezogen werden, trotz Spitzenlastspeicher und drei Blockheizkraftwerken. „Da war noch Raum für die Energieoptimierung mit der Kraft der Sonne“, erklärt Hauke Heitshusen, Leiter Sonderprojekte beim Bremer Speicherhersteller Powertrust. Und so wurde aus einem einfachen Hausanschlussproblem ein klimaschonendes Energiekonzept mit Netz-Entlastung und neuem Sonnenstromgenerator.

30 kW-p Photovoltaikanlage Seniorenheim. Verhältnis von Erzeugung, Eigenverbrauch und Netzeinspeisung im Jahresverlauf ©AdlerSolar

Es gibt eben eine Menge guter Gründe für die Installation eines Stromspeichers. Wenn er gut ist kann er sogar den Weg zur Installation erneuerbarer Energien ebnen, so wie im Senioren Pflegezentrum „Badener Berg“ in Achim.

Quelle: Powertrust