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19.02.2016

Vom grünen Strom in Europas kleinstem Mitgliedstaat mit den heißesten Temperaturen

Der Premierminister des kleinsten europäischen Mitgliedstaates lässt seinen Strom seit August vergangenen Jahres von der Sonne produzieren. Endlich möchte man meinen, denn der Inselstaat Malta genießt mit die meisten Sonnenstunden in Europa.

35 Module versorgen die Villa Francia, Amtssitz des maltesischen Premierministers, mit sauberem Strom

35 Module versorgen die Villa Francia, Amtssitz des maltesischen Premierministers, mit sauberem Strom ©Luxor Solar

Malta war bis 1964 britische Kolonie und wurde am 21. September 1964 unabhängig. Seit 1. Mai 2004 ist der Inselstaat Mitglied der Europäischen Union und deren kleinster Mitgliedstaat. Am 1. Januar 2008 wurde in Malta der Euro eingeführt. Seit August 2015 wird die offizielle Residenz des Premierministers von Malta, die Villa Francia, mit Sonnenstrom versorgt.

Geplant und installiert hat die 9,1 KW-Anlage das Unternehmen EMS Energy Management Solutions Ltd., Maltas führendes Unternehmen für erneuerbare Energien. Die Solarmodule kamen von der Stuttgarter Luxor Solar GmbH. Mit seiner Mittelmeerlage südlich von Sizilien ist Malta eines der EU Ländern mit der stärksten Sonneneinstrahlung. Selbst in der kalten Jahreszeit fallen die Temperaturen selten unter die 10 Grad Celsius.

Bis 2020 muss Malta zehn Prozent seines Endenergieverbrauchs mit Erneuerbaren Energien decken. Bei ihrer Erneuerbare-Energien-Strategie setzt die Regierung den Schwerpunkt auf Photovoltaik und hat die Anlage auf dem Dach der Villa Francia quasi als Leuchtturmprojekt realisiert. Die Anlage liefert knapp 15.000 Kilowattstunden Strom im Jahr, aus 60-zelligen polykristallinen Modulen von Luxor Solar mit je 260 Wp Nennleistung, über einen Wechselrichter von SolarEdge.

Angaben: Luxor, Text: SOLAR-professionell