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05.10.2016

Sonnen empfiehlt Kunden Verzicht auf aktuelle KfW-Speicherförderung

Der Speicherhersteller aus dem Allgäu sagt, dass die bis Ende des Jahres ausgesetzte Speicherförderung sich für viele Kunden nicht lohne und in manchen Fällen sogar unwirtschaftlich sei.

Kommentar von Sonnen zum Thema:

Nach sieben Monaten ist die staatliche Speicherförderung wieder unterbrochen. Das Budget für 2016 ist ausgeschöpft, neue Anträge werden von der KfW-Bank erst ab 2017 zu verringerten Förderbedingungen angenommen. Statt sich selbständig entwickeln zu können, wird der Speichermarkt damit weiter in einem überflüssigen und künstlichen ON/OFF-Zustand gehalten.

„Wir haben vielen unserer Kunden in der Vergangenheit sowieso schon davon abgeraten, die staatliche Speicherförderung anzunehmen, da sie mit vielen Einschränkungen und Auflagen verbunden ist. Häufig macht sie die Anschaffung eines Batteriespeichers sogar unwirtschaftlich“, sagt Philipp Schröder, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei der sonnen GmbH.

Bei vielen Neu-Installationen macht die Speicherförderung ohnehin nur noch geringe Beträge aus, speziell bei größeren PV-Anlagen bleiben am Ende häufig nur noch wenige hundert Euro oder sogar zweistellige Förderbeträge übrig.

Wer die staatliche Speicherförderung der KfW-Bank in Anspruch nehmen will, muss auch einen Kredit aufnehmen, auf den Zinsen fällig werden. Dazu kommt die Begrenzung der Einspeiseleistung der PV-Anlage auf 50 Prozent, die für 20 Jahre gilt. Damit entgehen dem Haushalt Einnahmen aus der Einspeisevergütung, was den Vorteil durch den Tilgungszuschuss in vielen Fällen wieder zunichte macht.

Wer die Speicherförderung jetzt nicht mehr in Anspruch nehmen kann, für den verlängert sonnen den Zeitraum für seinen Community-Rabatt bis zum 31.12.2016. Neue Mitglieder der sonnenCommunity erhalten 1.875 Euro als Gutschrift auf jede sonnenBatterie. Dazu können sie bei der kostenlosen Stromflatrate sonnenFlat mitmachen, bei der die Stromkosten auf 0 Euro sinken. Die Zählerkosten im Gegenwert von 930 Euro werden von sonnen übernommen. Damit ergibt sich ein Vorteil von 2.800 Euro, der die Speicherförderung in der Regel weit übersteigt.
Sonnen