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29.12.2016

Nadeshda erhält Einspeisequote für Solarstrom

Belarussisches Energieministerium entscheidet Einspeiseantrag für Nadeshda Photovoltaikanlage positiv. Damit sind alle bürokratischen Hindernisse zur Realisierung der Photovoltaik Freiflächenanlage für Nadeshda beseitigt.

Skizze  Freiflächenanlage - Solarsolidarität für Nadeshda -

Die geplante Freiflächenanlage - Solarsolidarität für Nadeshda - hat die Zusage zur Fördeung vom Energieministerium Belarus in Minsker erhalten. ©Leben nach Tschernobyl e. V.

Der 5. Dezember 2016 wird als wichtiger Tag in die Geschichte von „Nadeshda“ eingehen. An diesem Tag tagte in Minsk unter Leitung des belarussischen Energieministeriums die Kommission, die über die Vergabe der Einspeisequoten für Hersteller von Strom aus Erneuerbaren Energien entscheidet. Vergeben wurden Einspeisequoten mit einer Gesamtleistung von 118,3 MW für die Jahre 2017 bis 2019. Der größte Teil der Quoten wurde für Wasserkraft- und Biogasanlagen vergeben.

Solarstrom war mit lediglich 1,5 MW vertreten, wovon alleine 0,6 MW von der Freiflächenanlage des Kinderzentrums „Nadeshda“ absorbiert werden. Photovoltaik ist in Belarus  eine zarte Pflanze unter den Erneuerbaren Energien.

Das Zentrum hat als offiziell anerkanntes humanitäres Projekt den maximalen Einspeisekoeffizient von 1,7 des derzeit gültigen Stromtarifes erhalten. Die restlichen vergebenen Photovoltaikquoten von 0,9 Megawatt werden erst 2019 realisiert und müssen sich wegen ihres kommerziellen Charakters mit einem wesentlich schlechteren Einspeisekoeffizienten abfinden.

Mit der Quotenzusage des Minsker Energieministeriums  ist die Umsetzung des Projekts „Solarsolidarität für Nadeshda“ endlich sichergestellt. Der zugesicherte Einspeisekoeffizient gilt über einen Zeitraum  von 10 Jahren, unabhängig von der zukünftigen Förderpolitik für erneuerbare Energien in Belarus.

Der erfolgreichen Realisierung der Photovoltaikanlage in 2017 und damit der 100-prozentigen Deckung des Energiebedarfs des Kinderzentrums aus Erneuerbaren Energien steht nun nichts mehr im Wege.  

Quelle: Leben nach Tschernobyl e.V.