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12.02.2018

Frankfurt-Höchst baut Großklinikum im Passivhaus-Standard

Rohbau der Passivhaus-Klinik steht, Großbaustelle des Klinikums Frankfurt Höchst beeindruckt Besucher.

Außenansicht des 143 Meter langen und über 23 Meter hohen Frankfurter Klinikneubaus

Die Außenansicht des 143 Meter langen und über 23 Meter hohen Frankfurter Klinikneubaus. © wörner traxler richter

Wird der Energiebedarf einer Klinik herkömmlich ermittelt, wird die Hälfte des tatsächlichen Energiebedarf nicht berücksichtigt. Allein die EDV und die Magnetresonanztomographie (MRT) sind für 8% beziehungsweise 7% Prozent des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich. © Passivhaus Institut

Erhebliches Einsparpotential beim Energieverbrauch in Klinikneubauten mit Passivhaus Standard.© Passivhaus Institut

Auf diese Baustelle schaut die Welt. Im Frankfurter Stadtteil Höchst entsteht derzeit das weltweit erste Krankenhaus im Passivhaus-Standard. Der Rohbau der Klinik ist bereits fertiggestellt, aktuell läuft der Innenausbau auf Hochtouren. Abgeschlossen sein soll der Neubau der besonders energieeffizienten Klinik 2019. Vor der Inbetriebnahme ist ein mehrmonatiger Testbetrieb geplant.

Das Passivhaus Institut in Darmstadt begleitet das Klinikum Frankfurt Höchst bereits seit der Planung des Neubaus und setzt seine Beratung auch während der gesamten Bauarbeiten fort.  

Die Baustelle in Frankfurt Höchst ist aktuell die größte Baustelle der Stadt Frankfurt. Das Klinikgebäude ist 143 Meter lang, über 23 Meter hoch und hat neben Keller- und Erdgeschoss weitere sechs Etagen. Nach dem symbolischen Spatenstich im Sommer 2016 folgte im November desselben Jahres die Grundsteinlegung. Bereits ein knappes Jahr später, im Herbst 2017, war der Rohbau des Komplexes abgeschlossen. Der Hubschrauberlandeplatz soll in diesem Frühjahr auf dem Dach der neuen Klinik installiert werden. Rundgänge, die das Klinikum interessierten Besuchern im Herbst des vergangenen Jahres auf der Baustelle angeboten hatte, waren schnell ausgebucht. 

Karsten Valentin, Geschäftsführer der Zentralen Errichtungsgesellschaft und zuständig für den Klinikneubau, ist zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten. Trotz der komplexen Planung für die technische Gebäudeausstattung laufe alles nach Plan.  Quelle: PI