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11.04.2018

Emissionen der Strom- und Wärmeproduktion leicht gesunken - Gesamtanteil bleibt unverändert hoch

Das Umweltbundesamt hat im März 2018 Zahlen zu Emissionen aus Strom- und Wärmeproduktion veröffentlicht. Die Emissionen liegen 2017 um 1,4 % niedriger als im Vorjahr. Allerdings sind sie in 2016 gegenüber 2015 auch angestiegen - also kein Grund zum Jubel. Wichtig zu wissen: Der Hauptanteil der Energie-bedingten Emissionen in Deutschland stammt aus der Energiewirtschaft!

Strom- und Wärmeproduktion haben in Deutschland mit 43 % noch immer der größten Anteil an Treibhausgasemissionen. © PantherMedia / Thorsten Schier

Nationale Trendtabellen für die deutsche Berichterstattung

atmosphärischer Emissionen 1990-2016, Stand 01/2018 © Umweltbundesamt

Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und private Haushalte haben von 1990 bis 2016 immer weniger Treibhausgase ausgestoßen. Insgesamt sind die "Ausdünstungen" der Industriegesellschaft in 16 Jahren um 26 % gesunken.

2016 sind die Emissionen durch kühlere Witterung und einem höheren Heizenergiebedarf um 0,5 % gestiegen. Der zusätzliche Bedarf soll laut Umweltamt vor allem durch emissionsärmeres Erdgas und erneuerbare Energien gedeckt worden sein. Es wurde weniger Braun- und Steinkohle zur Strom- bzw. Wärmeerzeugung eingesetzt.

Dieser Ternd hat sich 2017 fortgesetzt, weshalb die Emissionen der Energiewirtschaft von 2016 zu 2017 sogar um 1,4 % zurückgegangen sind. Mit 43 % ist die Energiewirtschaft allerdings der größte Luftverschmutzer im Feld der energiebedingten Emissionen. 

Bei privaten Haushalten wurde mehr geheizt, und in 2017 ganze 4,1 % Treibhausgase mehr als im Vorjahr in die Luft geblasen. Auch Gewerbe-, Handel- und Dienstleistungssektor hat die Luft 2017 mit 4,6 % mehr Emissionen Belastet, ein Ergebnis dass die Experten der guten wirtschaftlichen Konjunktur zuschreiben.

Im Verkehr sind die Emissionen 2017 um 2,5 % gestiegen.

Lediglich die Industrie war zurückhaltend. Ihre Emissionen sind 2017mit einem Plus von 0,3 % moderat ausgefallen.

Fazit: Bei Strom und Wärme entfalten erneuerbare Energien die größte Wirkung beim Klimaschutz.

Grafiken in der Bildergalerie.

Alle Zahlen und Grafiken finden Sie beim Bundesumweltamt HIER zum Downlod Manfred Gorgus