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17.01.2016

Einheitliches Ladesystem für Elektroautos ab 2017

Der Verein Charging Interface Initiative e.V. stellt am 1. März 2016 eine universelle Ladeschnittstelle vor, die Ladesäulen und Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller kompatibel machen soll. Das System soll bereits ab 2017 zur Verfügung stehen

Reichweitet ist für die Akzeptanz von Elektroautos wichtig. Dabei ist eine flexible und flächendeckende Ladeinfrastruktur wichtig. Auf dem Forum ElektroMobilität – KONGRESS am 01. und 02. März 2016 in Berlin wird einer der einer der Top-Redner , Claas Bracklo, Vorstandsvorsitzender des CharIN e.V. und Leiter der BMW-Aktivitäten in der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) „Den Weg zum Erfolg eines globalen Ladestandards – Technologie, Standardisierung, Organisation“ präsentieren.

Der Verein CharIN, gegründet im Mai 2015, ist ein Zusammenschluss führender Unternehmen der Automobilindustrie und daran angeschlossener Branchen. Zu den Mitgliedern zählen ABB, Audi, BMW, Daimler, Efacec, Ford, Mennekes, Opel, Phoenix Contact, Porsche, TÜV Süd und Volkswagen. Ziel der Initiative ist es unter anderem, das kombinierte Ladesystem Combined Charging System, eine universelle Ladeschnittstelle für Elektrofahrzeuge, zu fördern und kontinuierlich weiterzuentwickeln.
 
„Besitzer von Elektroautos werden spätestens ab 2017 ihre Fahrzeuge an allen neuen Ladestationen in Europa mit dem kombinierten Ladesystem aufladen können.“, erläutert Herr Bracklo das gemeinsame Ziel. Das CCS fasst die Vorteile bestehender Varianten in einem standardisierten Ladesystem zusammen, das alle Ladeszenarien für die Fahrer von Elektrofahrzeugen bedient. „CCS ist derzeit das weltweit einzige, international standardisierte Ladesystem, das in einem integrierten System klassisches Wechselstromladen (AC) ebenso unterstützt wie unterschiedliche Schnellladeszenarien“, erklärt Bracklo. „Es kombiniert einphasiges und schnelles dreiphasiges Wechselstromladen bis zu einer maximalen Leistung von 43 Kilowatt (kW) mit Gleichstromladen (DC) aktuell bis zu 200 kW. Besonderer Fokus bei der Verbreitung des Standards liegt aber auch auf der Sicherstellung der Interoperabilität von Ladesäulen und Fahrzeugen unterschiedlicher internationaler Hersteller.“
 
Das Combined Charging System ist in den einschlägigen IEC- und ISO-Normen dokumentiert und wird sowohl vom Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) als auch von der Society of Automotive Engineers (SAE) in den USA unterstützt.
„Die Zielsetzung einer auf- und abwärtskompatiblen Weiterentwicklung zu höheren Ladeleistungen bis zu 350 kW und den damit möglichen kürzeren Ladezeiten unterstützt den Wunsch nach kurzen Nachladezeiten und der Möglichkeit zur schnellen Reichweitengenerierung.“, schließt Bracklo seine Zusammenfassung.

Dieser Beitrag ist in der Session „Bauen, Wohnen, Laden – Elektromobilität“ zu hören. Weitere Referenten sind u.a.:

Forum ElektroMobilität - KONGRESS
7. Fachveranstaltung mit begleitender Ausstellung
01.-02. März 2016 | SpreePalais am Dom, Berlin

Quelle: Forum ElektroMobilität e.V.