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15.03.2017

Deutschland heizt mit Gas - Zahlen des BDEW zu den Heizungen im Neubau und Bestand:

Obwohl Elektro-Wärmepumpen und Fernwärme im Neubau zulegen, war Erdgas auch 2016 der wichtigste Energieträger im deutschen Heizungsmarkt. Im vergangenen Jahr entschieden sich 44,4 Prozent der Bauherren für eine Erdgasheizung. Danach folgen mit deutlichem Abstand Fernwärme mit 23,8 Prozent und Elektro-Wärmepumpen mit 23,4 Prozent. Heizöl kommt nur noch in 0,7 Prozent der neuen Wohnungen zum Einsatz.

Jede zweite Bestandswohnung wird mit einer Erdgasheizung beheizt, Fernwärme kommt auf einen Marktanteil von 13,7 Prozent, während Elektro-Wärmepumpen in 1,8 Prozent der Wohnungen zum Einsatz kommen. 26,3 Prozent der Bestandswohnungen werden noch mit Heizöl beheizt.

Mehr als ein Drittel der klimaschädlichen CO2-Emissionen entsteht in Wohngebäuden. Jede dritte Heizung ist 20 Jahre oder älter. Diese Geräte entsprechen nicht dem Stand der Technik und belasten die Umwelt durch höhere CO2-Emissionen. Ein moderner Erdgasbrennwertkessel stößt jährlich drei Tonnen weniger CO2 aus als ein alter Gaskessel. Das entspricht 21.000 gefahrenen Kilometern mit einem Mittelklassewagen.

"Im Heizungskeller stecken große Potentiale für die Energiewende. Für die Klimaschutzziele muss die Politik den Sanierungsstau wirkungsvoll adressieren. Das funktioniert am besten über Steuerabschreibungen", sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, anlässlich der Eröffnung der Heizungs- und Sanitärmesse ISH. "Die nächste Bundesregierung sollte zügig einen neuen Anlauf starten und steuerliche Anreize zur Gebäudesanierung einführen. Bei der Frage der Finanzierung sind die Bundesländer aufgefordert, endlich über ihren Schatten zu springen."

Insgesamt wurde 2016 der Neubau von 329.000 Wohnungen genehmigt, 15 % mehr als im Vorjahr. Dabei setzt der überwiegende Teil der Bauherren auf Erdgas, 44,4 %. Danach folgen auf fast gleicher Höhe die Fernwärme mit 23,8 Prozent und Wärmepumpen mit 23,4 %. Die verbleibenden Anteile entfallen auf Holz- und Pellet-Heizungen mit 5,3 %, sowie Stromheizungen mit knapp 1 Prozent.

Im Gebäudebestand werden knapp 50 % der Wohnungen mit Erdgas beheizt, knapp 14 % mit Fernwärme und gut 26 % heizen mit Öl. Die restlichen Anteile gehen mit unter 2 % an Elektro-Wärmepumpen, unter 3 % an Stromheizungen und gut 6 % werden mit Holz/Holzpellets, sonstiger Biomasse, Koks/Kohle und sonstigen Heizenergien mit Wärme versorgt. Quelle: BDEW