Digitales Fachmagazin für Photovoltaik und erneuerbare Energien

13.07.2017

Braucht Deutschland die Nord-Süd Stromtrassen - Nein sagt Eurosolar

Windstrom, der von Norden in den Süden muss - ein Märchen und gezielte Propaganda gegen die Energiewende glaubt Eurosolar e.V.

Stromleitungen

Eurosolar kritisiert die geplanten Stromautobahnen in Deutschland. Sie sind laut Verband nur notwendig um Kohlestrom zu transportieren. Die Energiewende braucht keinen Netzausbau so Eurosolar e.V.. ©SOLAR-professionell

Warum immer wieder die Geschichte vom angeblichen Windstromüberschuss im Norden, der über leistungsstarke Netze in den Süden transportiert werden muss in den Medien verbreitet wird ist für den Eurosolar nicht nachvolziehbar.  Im energiewirtschaftlichen Norden Deutschlands, also nördlich der Linie Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen, gibt es gemessen am Stromverbrauch keinen Windstromüberschuss, auch nicht mit den aktuell geplanten Ausbauzielen für Offshore-Windkraft, erklärt der Verband.

Der einzige Grund für einen massiven Netzausbau sieht Eurosolar e.V. in den vielen Kohle- und Braunkohlekraftwerke im Norden Deutschlands. Wenn die weiterlaufen sollen, gibt es einen Kohlestromüberschuss im Norden Deutschlands. Wenn dieser Kohlestrom den wegfallenden Atomstrom im Süden Deutschland ersetzen soll, sollte dies von denen, die das so seit Jahren planen, endlich auch einmal offen ausgesprochen werden, fordert der Verband.

Zitat: "Es ist aber perfide, ja geradezu pervers, der Energiewende diese Kohlestrategie in die Schuhe zu schieben" schreibt der Verband in einer Pressemeldung.

Das Ziel der Energiewende ist 100 % Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien innerhalb einer Generation. Das beinhaltet die Abschaltung aller Braun- und Steinkohlekraftwerke. Damit hat sich auch das Problem vom Stromüberschusses im Norden Deutschlands erledigt und der massive Netzausbau ist völlig überzogen und vor allem hat der Netzausbau nichts mit der Energiewende zu tun, sonder liegt ausschließlich in der fossilen Stromversorgung mit Kohlekraftwerken argumentiert der Verband Eurosolar. M. Gorgus.