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09.02.2018

480 Megawatt Mega-PV-Projekt auf Ukujima

Acht Unternehmen kündigen Entwicklung eines gemeinsamen Plans zum Aufbau und Betrieb eines 480 Megawatt Solarenergie-Projekts für Nutzflächen auf der Insel Ukujima, Präfektur Nagasaki in Japan an.

Insel UKUSHIMA Japan

480 Megawatt Photovoltaikprojekt auf der Insel UKUSHIMA Japan ©SOLAR-professionell/Google Maps

Projektentwicklung seit 2014

Die Unternehmen Kyocera, Kyudenko Corporation und die Mizuho Bank Limited haben im Juni 2014 mit der Entwicklung eines 480 Megawatt Solarenergie-Projekts auf der Insel Ukujima begonnen. Die Insel liegt an der Südspitze Japans und gehört zur Präfektur Nagasaki.

Mit der Aufnahme fünf weiterer Partner kündigt die Gruppe nun an, dass dieses Projekt in eine neue Phase eingetreten ist. Die fünf weiteren Teilnehmer sin, SPCG Public Company Limited, Tokyo Century Corporation, Furukawa Electric Company Limited, Tsuboi Corporation und The Eighteenth Bank Limited.

Umweltschutz und Strukturmaßnahme

Das Projekt soll den Umweltschutz fördern und zur wirtschaftlichen Belebung der abgelegenen Insel beitragen. Es wurde vereinbart, die Einspeisetarif-Rechte von PVDP an das zu diesem Zweck neu gegründete Unternehmen „Ukujima Future Energy Holdings G.K.” zu übertragen und das Vorhaben somit als neues Projekt aufzusetzen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 200 Milliarden Yen - rund 1,48 Milliarden Euro -,  der Start der Baumaßnahmen ist für 2019 geplant.

1,7 Millionen PV-Module

Im Rahmen des Projekts sollen 1,65 Millionen polykristalline High-Output-Solarmodule von Kyocera eingesetzt werden, mit denen geschätzte 515.000 MWh pro Jahr erzeugt werden. Ein 64 Kilometer langes Unterseekabel zwischen den Inseln Ukujima und Kyushu wird die gesamte, durch das Projekt generierte Energie dem örtlichen Energieversorger Kyushu Electric Power Co. zuführe. Der Stromverkauf erfolgt gemäß dem japanischen nationalen Einspeiseprogramm für erneuerbare Energien FIT. 

Parallele Flächenwirtschaft mit Agrar & Energie 

Der Plan sieht weiterhin vor, dass eine Bodenentwicklungs-Gesellschaft Ackerland sowie kultivierbares Ödland auf der Insel von ihren jeweiligen Besitzern anmietet und es dann der eigens gegründeten „Ukujima Future Energy G.K.” für den Aufbau und Betrieb des Solarenergie-Systems weitervermietet. Einige der geplanten Solarsysteme werden auf Stützen montiert, um eine Parallelnutzung der Flächen zur Energiegewinnung und Landwirtschaft zu ermöglichen. 

Kommentar:

Interessant ist die Frage, wie sich das Megaprojekt wirtschaftlich darstellt. Welchen Anteil haben Einspeisetarife auf die Refinanzierung? Dazu haben wir bei Kyocera angefragt, ein Unternehmen, dass sich regelmäßig als soziales und für die Umwelt engagiert darstellt. Die Akzeptanz von Photovoltaik steigt mit ihrer Wirtschaftlichkeit, Subventionsprojekte sind aus deutscher Erfahrung kontraproduktiv und fördern Neid.

Quelle: Kyocera/SOLAR-professionell